Möglicherweise gabs im Zerbster Stadtgebiet daher auch eine Art von "Fliegerstädtchen".
Also ein Sternenstädtchen kann ich da nicht sehen. Tatsächlich ärgerlich ist aber, dass ich über viele Jahre den beruflichen Kontakt hatte, ihn aber nicht nutzte: Was gibt schon so eine Kaserne her? Und das ist alles ja auch Aufwand, wir alle haben aber nur ein Leben.
Mal aufdröseln:
Der Großraum Zerbst hat verblüffend viele sowjetische Liegenschaften, aber gleichzeitig nur zwei Militärstädtchen. Das sind nach bundesdeutscher Bezeichnung MG 109 (Flugplatz) und MG 116 (fragliche Kaserne und versprengte Grundstücke Stadt Zerbst).
Die Kaserne 51°58'54.3"N 12°05'43.6"E hat aber die Besonderheit, dass sowohl nördlich der Goethestraße als auch östlich des Max-Sens-Platzes alles auch noch sowjetisch war. Da ist unklar, ob das im Sinne einer Kaserne eingezäunt oder offen für Deutsche zugänglich war; letzteres wäre durchaus möglich. Jedenfalls ist das Wohnraum, natürlich ist gut denkbar, dass höhere Luftwaffenoffiziere stadtnah wohnten.
In der Stadt selbst waren es wohl nur zwei, Puschkinpromenade 18/20 sowie hinter Dessauer Straße 22-28. Da würde ich rein spekulativ an Haus der Offiziere sowie öffentlich zugängliches Magazin denken wollen. Oder möglicherweise ehemalige Kommandantur, deren Gebäude man einfach mal behalten hat. - Am nördlichen Stadtausgang war der westliche 4km-Punkt, da waren wir beide mal gemeinsam. Ohne Ergebnis übrigens.
Vielleicht kann sich
@Frank K. mit Blick auf sein Kartenmaterial auch äußern.
Was Du möglicherweise meinst:
1993, also sehr spät, kommt aus Großenhain die [FPN 57655], also Stab 126. Jagdfliegerdivision. Und sie geht in genau diese Stadt-Kaserne. Jedenfalls nach bundesdeutscher Aktenlage. Natürlich stimmt das vorn und hinten nicht - aber wenn sowas in den Akten steht, war da auch was. Fragt sich nur was: Da lief irgend eine Maskirowka?