Werneuchen: ehem. dt. Fliegerhorst und sowjet. Militärflugplatz (allgemein)

Wie ich schon andeutete, wir haben hier es offensichtlich mit verschiedenen Zeitepochen zu tun. Mal war es so und zu einem anderen Zeitpunkt war es anders gewesen. Die Sowjets haben die Unterflurversorgung zu einem mir nicht bekannten Zeitpunkt geändert. Auch die Standpositionen, also die Parkordnung der Flugzeuge, der Vorstartlinie wurden irgendwann geändert. Das zeigen die zur Verfügung stehenden Fotos, mal gibt es hier eine weiße Linie und dann später eine weiße Linie an einer anderen Stelle.
Die getroffenen Aussagen zur Unterflurversorgung der Vorstartlinie von Werneuchen sind grundsätzlich richtig. Aber wir schauen mal nach was sich unter den Stahlplatten befindet, das kann ganz sicher nicht schaden.
Ja, stimmt auch wieder, das hatte ich nicht berücksichtigt (die verschiedenen Zeitepochen). Ein Blick hinein wäre in der Tat sehr spannend.
 
Also............

Ob es Aufnahmen aus der Zeit Mitte der siebziger Jahre gibt? In diesem Zeitraum wurden die vier neuen Bogendeckungen AU-16/3 gebaut. Es gibt da einen sehr vagen Hinweis das damals geplant war mehr als nur diese vier Bogendeckungen zu bauen bzw. bereits mit vorbereitenden Maßnahmen weiterer Bogendeckungen begonnen wurde - schlussendlich ist das nicht umgesetzt worden. Falls das überhaupt so stimmt. Der historische Blick von oben könnte hier Klarheit bringen.
Ja, die gibt es.
 
Also Schrägluftbilder gibt es von Werneuchen "jede Menge". Aber immer nur Detailfotos und meistens immer nur von der Südseite des Flugplatzes ...
Anbei ein genauerer Ausschnitt der BCZ von einer TK 1:250 000 des Ministry of Defence, United Kingdom, 1988.
Die BCZ verlief quer über den Platz, die beiden roten Marker westlich sind mMn Sichtmarken:
• südlich der Richtfunk-Turm Birkholzaue
• nördlich ?

Ich kenne das noch aus dem Kdo LSK/LV, da verlief die Grenze der BCZ unmittelbar an der Westgrenze des Objektes und dort war auch der ZGS. Es wurde immer hart an der Grenze der BCZ geflogen, 1977/78 sind sie regelmäßig gegen 12°° vorbeigekommen. Das wurde dann in den 80gern weniger.
BCZ_Werneuchen.jpg
 
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Hallo,
Schornstein bei Bernau ist die nördliche Sichtmarke.

Die bei Straussberg ist auch ein Schornstein.

Kartenquelle: Landesvermessungsamt BB, Kartenwerk: TOP50

Viele Grüße Falk
Schornstein Bernau.jpg
 
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Hier noch eine zweite Übersetzungs-Variante des Instrktionsschildes aus dem Werfthallenkeller mit nur graduellen Ausdrucksabweichungen:



… der Gefahrgüter – Sondervorschriften mit dem Umgang damit
… dem Routenplan und sich auf dem Gelände zu orientieren
… mit dem Fahrer
… das Fahrzeug persönlich beim Diensthabenden des Fuhrparks abzuliefern.

VERBOTEN IST:

... Getränke;
… oder Anweisungen an den Fahrer zu erteilen, die die festgelegten Vorschriften verletzten;
… der Fahrtroute;
… zu persönlichen Zwecken;
… nicht gewartetes Fahrzeug mit technischen Defekten;
… und des Fahrers;
… der Fahrzeugälteste handelt gemäß Fahrerpflichten.


PFLICHTEN DES FAHRZEUGFÜHRERS

… des ihm zugewiesenen Fahrzeugs, dessen ständige Funktionsfähigkeit und Fahrbereitschaft


ER IST VERPFLICHTET:

… Teil und die Nutzungsvorschriften des ihm zugewiesenen Fahrzeugs;
… das Fahrzeug Tag und Nacht, unter verschiedenen Straßenbedingungen und bei jedem Wetter (zu nutzen);
… seinen Platz innerhalb der Fahrzeugkolonne zu kennen und ständig den Abstand zwischen den Fahrzeugen einzuhalten;
… und die Vorschriften der StVO der DDR gründlich zu kennen;
… die Zeichen der Verkehrsregler sowie die Signale des Kolonnenleiters (zu befolgen)…;
… im funktionsfähigen Zustand und in ständiger Handlungsbereitschaft (zu halten);
… des Kommandeurs an Niemanden die Fahrzeugführung zu überlassen;
… den Arbeitsumfang bezüglich der technischen Wartung , die gefahrene Streckennorm zwischen den Reparaturen (einzuhalten), die technische Wartung und die … sowie…. und die Außerbetriebnahme des Fahrzeugs zu ….;
… den Verbrauch der Brenn- und Schmierstoffe zu … und deren Mehrverbrauch nicht zuzulassen;
… und Defekte zu …, darüber den Kommandeur in Kenntnis zu setzen und unverzüglich zu beseitigen;
… des Gefahrgütertransports;
das Gefahrgut unversehrt an den Zielort zu liefern;
… mit der topographischen Karte (umzugehen) und sich auf dem Gelände zu orientieren;
… die Fahrzeuge unter Kampfbedingungen (zu nutzen);
Der Fahrzeugführer hat bei sich ein seine Identität belegendes Dokument zu führen, außerdem den Führerschein und das Fahrtenbuch.


ES IST DEM KRAFTFAHRER VERBOTEN:

… ein technisch defektes Kraftfahrzeug (zu benutzen)
… anderen Personen (zu überlassen), das Lenkrad während der Fahrt loszulassen;
…betrunken oder unter der Einwirkung von Betäubungsmitteln zu …;
… am Lenkrad zu essen und zu rauchen;
 
Hier noch eine weitere Instruktion das dem Keller der Werfthalle (Halle 8), dem Gelände der RTB. Es war ebenfalls als Wandverkleidung nachverwendet worden und im verbauten Zustand war von den Texten faktisch nichts erkennbar da übertapeziert. Zu sehen ist hier der bereits gereinigte Zustand.

Vielleicht hat @Plattfuß am Rhin Lust und Zeit da mal drauf zu schauen.

Anhang anzeigen 115959
Ich hatte vergessen, das Bild als "Zitat" vorneweg zu stellen.
 
Hier noch eine zweite Übersetzungs-Variante des Instrktionsschildes aus dem Werfthallenkeller mit nur graduellen Ausdrucksabweichungen:



… der Gefahrgüter – Sondervorschriften mit dem Umgang damit
… dem Routenplan und sich auf dem Gelände zu orientieren
… mit dem Fahrer
… das Fahrzeug persönlich beim Diensthabenden des Fuhrparks abzuliefern.

VERBOTEN IST:

... Getränke;
… oder Anweisungen an den Fahrer zu erteilen, die die festgelegten Vorschriften verletzten;
… der Fahrtroute;
… zu persönlichen Zwecken;
… nicht gewartetes Fahrzeug mit technischen Defekten;
… und des Fahrers;
… der Fahrzeugälteste handelt gemäß Fahrerpflichten.


PFLICHTEN DES FAHRZEUGFÜHRERS

… des ihm zugewiesenen Fahrzeugs, dessen ständige Funktionsfähigkeit und Fahrbereitschaft


ER IST VERPFLICHTET:

… Teil und die Nutzungsvorschriften des ihm zugewiesenen Fahrzeugs;
… das Fahrzeug Tag und Nacht, unter verschiedenen Straßenbedingungen und bei jedem Wetter (zu nutzen);
… seinen Platz innerhalb der Fahrzeugkolonne zu kennen und ständig den Abstand zwischen den Fahrzeugen einzuhalten;
… und die Vorschriften der StVO der DDR gründlich zu kennen;
… die Zeichen der Verkehrsregler sowie die Signale des Kolonnenleiters (zu befolgen)…;
… im funktionsfähigen Zustand und in ständiger Handlungsbereitschaft (zu halten);
… des Kommandeurs an Niemanden die Fahrzeugführung zu überlassen;
… den Arbeitsumfang bezüglich der technischen Wartung , die gefahrene Streckennorm zwischen den Reparaturen (einzuhalten), die technische Wartung und die … sowie…. und die Außerbetriebnahme des Fahrzeugs zu ….;
… den Verbrauch der Brenn- und Schmierstoffe zu … und deren Mehrverbrauch nicht zuzulassen;
… und Defekte zu …, darüber den Kommandeur in Kenntnis zu setzen und unverzüglich zu beseitigen;
… des Gefahrgütertransports;
das Gefahrgut unversehrt an den Zielort zu liefern;
… mit der topographischen Karte (umzugehen) und sich auf dem Gelände zu orientieren;
… die Fahrzeuge unter Kampfbedingungen (zu nutzen);
Der Fahrzeugführer hat bei sich ein seine Identität belegendes Dokument zu führen, außerdem den Führerschein und das Fahrtenbuch.


ES IST DEM KRAFTFAHRER VERBOTEN:

… ein technisch defektes Kraftfahrzeug (zu benutzen)
… anderen Personen (zu überlassen), das Lenkrad während der Fahrt loszulassen;
…betrunken oder unter der Einwirkung von Betäubungsmitteln zu …;
… am Lenkrad zu essen und zu rauchen;
Was mir bei dieser Variante auffällt, ist, dass von "Gefahrgütern" die Rede ist. In Anbetracht dessen, dass diese Instruktion im Keller der alten Werfthalle gefunden wurde (also dort, wo wir auch das Schema des Verteidigungsplanes sowie der RTB-Fahrzeugkolonne entdeckt hatten), könnte man glatt schlussfolgern, dass es nicht einfach nur eine Instruktion für "normale" Kraftfahrer ist, sondern sich auf die Fahrzeugkolonne der RTB bezieht, zumal sich die Bezeichnung "Fahrzeugkolonne" ebenfalls in der Übersetzung findet.
 
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Was mir bei dieser Variante auffällt, ist, dass von "Gefahrgütern" die Rede ist.
Kommen wir mal zu den konventionellen "Gefahrgütern", im abgesetzten Munitionslager Werftpfuhl. Diese Fotos stammen vermutlich aus der Zeit als die MiG-25RB von Werneuchen nach Neu-Welzow verlegten und die Hubschrauber von Groß Dölln nach Werneuchen. Also Frühsommer 1991. Zu diesem Zeit wurde vermutlich dieses Munitionsdepot "aufgegeben" bzw. an die deutsche Verwaltung übergeben. Das 487. Hubschrauberregiment hat dieses Munitionslager wohl nicht mehr benutzt.
Für @Plattfuß am Rhin gibts hier wohl wieder eine kleine Hausaufgabe.
Die Anweisung scheint sich u. a. auf Sprachkommandos von Wachsoldaten zu beziehen. Das zweite Foto zeigt einen Blitzableiter und ein Schild des Lagerplatzes Nummer 5. Auf diesen Schild finden sich mehrere militärisch Abkürzungen, daraus geht u.a. wohl hervor das es sich um den 3. Kampfsatz der 1. Fliegerstaffel handelt. ASP kommt mir bekannt vor, kann ich aber ohne Recherche jetzt so nicht übersetzen. Verantwortlichkeit dafür hatte Fähnrich Trofimenko.

Tafel.jpegBlitzableiter.jpeg
 
Cool, danke für deinen Beitrag. Wo hast du denn die Variante her? Ich seh nirgends, dass du das erwähnt hättest. Finds echt großartig, dass sich noch wer anderes mit dem Thema befasst hat!
Na ja, es befasst sich nicht wirklich jemand anderes mit diesem Thema. Ich bin irgendwann in Vogelsang mal auf die Idee gekommen, schwer lesbare russische Schilder meiner Tante zu schicken. Sie stammt aus der Sowjetunion (russisch ist also ihre Muttersprache), zudem hat sie Sprachen studiert und arbeitet bis heute als professionelle Übersetzerin in Berlin (lebt quasi seit ihrem 22/23. Lebensjahr hier).
Und ich sagte mal zu Matze, als wir in Vogelsang vor einem nicht lesbaren Schild standen, dass ich ein Foto davon einfach mal zu ihr schicke, denn (so war meine Idee) wenn überhaupt jemand so etwas stark zerkratztes lesen kann, dann am ehesten jemand, der mit dieser Sprache ausgewachsen ist. Und diese Rechnung ging dann auch auf. Und seitdem schicke ich ihr immer Texte, die ich gern übersetzt haben möchte.
Heute war sie übrigens bei uns zu Besuch auf einer Geburtstagsfeier, und da habe ich mich mit ihr noch mal über genau diesen Text, von dem ich die zweite Variante hier eingestellt hatte, unterhalten. Mir fielen zwei Unterschiede auf, über die ich mit ihr reden wollte. Sie bestätigte dabei ihre Variante und begründete das noch mal explizit. Es ist in der ersten Zeile also tatsächlich von Gefahrgütern die Rede (nicht einfach nur Güter). Das abgerissene Wort davor (sie hat´s mehrfach genannt - ich hab´s schon wieder vergessen) und der Aufbau dessen, was darauf folgt, lässt keinen anderen Schluss zu.
Das zweite ist die von dir übersetzte "ständige Trunkenheit", die du im Anschluss amüsant fandest (was es tatsächlich auch wäre :) ). Aber auch das hatte sie anders übersetzt (also ohne "ständig") und hat mir das auch noch mal erklärt, warum es nicht mit "ständiger Trunkenheit" übersetzt werden kann. Das zweite Wort steht wohl im Genitiv, und deshalb kann jenes davor nur ein Substantiv und kein Adjektiv sein (ich hoffe, ich hab das jetzt richtig weitergegeben). Deshalb ergibt sich in der Übersetzung das, was sie geschrieben hatte. Also kurzum, sie fand auch im heutigen Gespräch kein Indiz, dass es anders lauten könnte als sie es vor wenigen Tagen schriftlich übersetzt hatte. Im Übrigen sind eure beiden Varianten ja so gut wie identisch.
Auch das Schild, welches Stefan jüngst geschickt hatte, übersetzte sie mir heute schon mündlich und macht es demnächst auch noch mal schriftlich. Dann hätten wir wieder zwei Varianten, die wir vergleichen können. :)
In meinem ersten Abriss-Video von Vogelsang ("Good Bye Vogelsang") hatte ich am Schluss ein spanndendes Schriftstück eingeblendet, welches Matze dort im Objekt gefunden hatte (in wunderschöner Handschrift, aber leider etwas verschmiert). Wir rätselten in alle Richtungen, was das sein könnte, aber lagen mit unseren Vermutungen nicht annähernd richtig. Rita (meine Tante) hatte dann das Geheimnis gelüftet und mir das Ganze übersetzt, was ich dann ebenso eingeblendet habe - Der Inhalt war dann aber doch nicht ganz so spannend wie wir dachten - na ja, wie man´s nimmt. :D Zumindest warf dieses Schriftstück wieder neue Fragen auf, die scheinbar niemand beantworten kann. :cool:
 
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Jau, von Deiner Tante hattest Du mir schon mal erzählt. Schön, dass sie jetzt regelmäßiger dazu kommt, Dir Sachen zu übersetzen (es sei denn natürlich, das bedeutete, dass sie arbeitstechnisch weniger Aufträge hat und darum mehr Zeit). Danke für die Ausführung, ich seh im Detail nochmal drüber und vermag hoffentlich Lehren draus zu ziehen. Die andere Übersetzung habe ich noch nicht angefangen, geschieht irgendwann der Tage. Halte bis dahin bitte die Version deiner Tante vor, damit die Übersetzungen völlig unabhängig sein können.
 
Jau, von Deiner Tante hattest Du mir schon mal erzählt. Schön, dass sie jetzt regelmäßiger dazu kommt, Dir Sachen zu übersetzen (es sei denn natürlich, das bedeutete, dass sie arbeitstechnisch weniger Aufträge hat und darum mehr Zeit). Danke für die Ausführung, ich seh im Detail nochmal drüber und vermag hoffentlich Lehren draus zu ziehen. Die andere Übersetzung habe ich noch nicht angefangen, geschieht irgendwann der Tage. Halte bis dahin bitte die Version deiner Tante vor, damit die Übersetzungen völlig unabhängig sein können.
Ok, kann ich gern noch zurückhalten, falls sie es früher schafft. Sie übersetzt ja nach wie vor hauptberuflich Texte, so dass sie da ziemlich eingespannt ist. Ich warte einfach ab. Sie sagte mir neulich, dass unsere Texte für sie eine willkommene Abwechslung zu den vielen juristischen und sonstigen technischen Texten sind, die sie täglich übersetzen muss.
Mir war, ehrlich gesagt, gar nicht mehr in Erinnerung, dass ich dir von ihr mal erzählt habe - vielleicht im Zusammenhang mit dem zerkratzten Schild aus Vogelsang...ich weiß es nicht mehr.
 
In einer der alten 16-Meter-Bogendeckungen gibt es noch ein paar elektrische Einrichtungen aus der Ursprungszeit. Die beiden Bilder stehen im direkten Zusammenhang da Vorderseite und Rückseite.
 

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In einer der alten 16-Meter-Bogendeckungen gibt es noch ein paar elektrische Einrichtungen aus der Ursprungszeit. Die beiden Bilder stehen im direkten Zusammenhang da Vorderseite und Rückseite.
Ah, jetzt sehe ich, dass mir die Innenseite noch fehlt. Ich werd beim nächsten Mal eben noch kurz reingehen und das nachholen. Am 6.9. können wir ja noch mal schauen, wann wir die zweite Hälfte, die wir gestern nicht mehr geschafft haben, in Angriff nehmen wollen. Ich hab ja den gesamten November durch Urlaub, vielleicht passt es dann auch noch mit der Unterflurversorgung und der Pipeline.
 
Jau, von Deiner Tante hattest Du mir schon mal erzählt. Schön, dass sie jetzt regelmäßiger dazu kommt, Dir Sachen zu übersetzen (es sei denn natürlich, das bedeutete, dass sie arbeitstechnisch weniger Aufträge hat und darum mehr Zeit). Danke für die Ausführung, ich seh im Detail nochmal drüber und vermag hoffentlich Lehren draus zu ziehen. Die andere Übersetzung habe ich noch nicht angefangen, geschieht irgendwann der Tage. Halte bis dahin bitte die Version deiner Tante vor, damit die Übersetzungen völlig unabhängig sein können.
Die Übersetzung wäre fertig....ist offensichtlich nichts "Dickes" - simpler Text wie es aussieht.
 
Werneuchen gehörte zu den wenigen sowjetischen Flugplätzen in der DDR die von Mittelstreckenbombern der Fern- und Marinefliegerkräfte angeflogen wurden. Entsprechende Landungen, Aufenthalte und Starts sind belegt aber bisher gab es meines Wissens keine Fotobelege dazu.
Hier gibt es ein Foto das Tu-16 des 574. maritimen Raketenfliegerregiments der Marinefliegerkräfte der Nordmeerflotte aus Lachta zeigt. Lachta ist 2000 km von Werneuchen entfernt. Das Foto entstand im Sommer 1976 auf der Vorstartlinie von Werneuchen und wurde von einem OBATO-Angehörigen gemacht. Im Vordergrund sind zwei Tu-16K-10 zu sehen. Hauptbewaffnung war der Marschflugkörper K-10 der gegen Seeziele eingesetzt werden sollte. NATO-Bezeichnung war AS-2 Kipper.
Hier nähere Angaben zum betreffenden Regiment:

Sommer 1976.jpg
Das Foto stammt von Rafail Achmadschin der es bei www.ok.ru hochgeladen hat. Möglicherweise leistete er seinen Wehrdienst 1976/77 in Werneuchen, zumindest legen das seine Fotos nahe.
Am rechten Bildrand ist ein Betankungsaggregat erkennbar. Anhand der Fugen und Rollmarkierungen ist zu sehen das die Tu-16 mit der Nase auf dem Rollweg vor der Vorstartlinie stehen.

Ein weiteres Foto von ihm datiert auf Frühjahr 1977 und zeigt nicht nur eine MiG-25RU mit der Bordnummer 02 sondern auch im Bildhintergrund das Pumpengebäude am Ende Vorstartlinie.

Frühjahr 1977.jpg

Abschließend eine Marschroute zu Zwecken der Verlegung im Alarmfall nach Neu-Welzow, vorgesehen für jeden OBATO-Fahrer.

Verlegung.jpeg
 
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