Werneuchen: ehem. dt. Fliegerhorst und sowjet. Militärflugplatz (allgemein)

Büttner

Well-known member
Da es kein allgemeines Thema zum Flugplatz Werneuchen gibt ist es hiermit eröffnet. Der Flugplatz wurde 1993 an die deutsche Verwaltung übergeben. Letzte fliegende Einheit war dort das 487. Hubschrauberregiment mit Mi-8 und Mi-24.

Im Zusammenhang mit dem Flugplatz gibt es folgende Einzelthemen hier im Forum:

Was gibt es "neues" zum Flugplatz?
Es wird mal wieder gebaut, auf dem Feld zwischen Wesendahler Str. (Zufahrt zur Flugplatz-Kaserne) und Flugplatzrand ist ein Wohngebiet im Bau.
Durch den Bau bzw. der Erweiterung der Grundschule am Rosenpark wurde jene Schranke wirkungslos die ein Befahren des Hallenvorfeldes an der Flugleitung verhinderte.
Der Sonderlandeplatz Werneuchen ist weiterhin in Betrieb, die Start- und Landebahn hat sich mittlerweile nach Westen verschoben und befindet sich damit ungefähr in der Mitte der alten Piste. Zu beachten ist das auch von Halle 7 aus Rollverkehr zur Piste stattfindet.
Aktuell stehen zwei Bogendeckungen leer, jene im Südwesten, diese wurde in der letzten Nutzungsphase als Munitionslager benutzt. Mit einer Wiedervermietung ist zu rechnen.
Hier ein Bild von der Vorstartlinie, da wächst etwas gen Himmel .... neues zur Geschichte des Flugplatzes gibt es auch 2025 noch zu entdecken.

zs.JPG
 
Sehr schön! Damit erhält der Flugplatz nun die Beachtung, die er meines Erachtens nach verdient. Immerhin hat er teilweise (trotz Nachnutzung) noch den Charme des alten Militärflugplatzes. Aus diesem Grund widmen wir ihm eine Videodoku, die aktuell in Arbeit ist. Noch basteln wir am Text, denn es gibt eine Fülle von Informationen, die nicht leicht in ein "kompaktes Format" gelegt werden können - da ist die Kunst des Weglassens zu üben. :cool:
 
Im April 1942 beschloss die Luftwaffe, auf dem Gelände des Flugplatzes eine „Erprobungsstelle“ zu errichten. Die Erprobungsstellen stammen aus den frühen 1920er-Jahren, wir werden uns heute nur mit diesen beschäftigen. Als das Reichswehrministerium heimlich mit der Vorbereitung verdeckter Teststandorte für die Luftwaffe begann. Diese Standorte waren mit der Forschung und Entwicklung von Flugzeugen, Waffen, Triebwerken und spezieller technischer Ausrüstung beauftragt – und erlebten nach der Vorstellung der neuen Luftwaffe im Jahr 1935 eine rasante Entwicklung. Diese Erprobungsstelle war mit der Entwicklung und Erprobung von Such- und Zielgeräten für die Luft- und Seeaufklärung beauftragt und arbeitete eng mit der Flugfunk-Forschungsanstalt in Oberpfaffenhofen zusammen. Zunächst wurde eine Staffel des „Technischen Versuchskommandos“ mit der Flugerprobung der neuen technischen Ausrüstung beauftragt, sie übergab die Verantwortung jedoch bald an die neu gebildete Nachtjagdgruppe ab. Ende 1943 wurde die „Erprobungsstaffel für Schiffsbekämpfung“, eine speziell für den Seekrieg geschaffene Einheit, gegründet. Der Reichsarbeitsdienst errichtete 1943 mit Unterstützung zahlreicher Kriegsgefangener einen riesigen „Hochbunker“ für die Erprobungsstelle. Der Bunker sollte dem technischen Personal dienen, über den genauen Zweck liegen jedoch kaum Informationen vor.

Der Hochbunker von 1943
 
Es wird mal wieder gebaut, auf dem Feld zwischen Wesendahler Str. (Zufahrt zur Flugplatz-Kaserne) und Flugplatzrand ist ein Wohngebiet im Bau.

Zum Wohnpark Wesendahler Str., aus dem B-Plan von April 2022 (Entwurf):
Ziel der Planung ist die Festsetzung eines allgemeinen Wohngebietes (§ 4 BauNVO) in dem sowohl Einfamilienhäuser als auch Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Damit wird der in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden erheblichen Wohnungsnachfrage in Werneuchen Rechnung getragen. So wurden zwischen 2011 und 2018 ca. 350 neue Wohnungen errichtet und die Bevölkerung stieg um ca. 1.000 Personen auf rund 9.000 Einwohner an. Der Schwerpunkt der Neubautätigkeit lag mit rund 300 WE auf Einfamilienhäusern. Mit Blick auf die zukünftige Bevölkerungsentwicklung, die tendenzielle relative Zunahme älterer Bevölkerungsgruppen und einem zu erwarten relativen Zuwachs an kleineren Haushalten1 sollen aber auch Wohnungsangebote für andere Nachfragesegmente geschaffen werden. Das Plangebiet stellt sich gegenwärtig noch als landwirtschaftlich genutzte Fläche dar, die unmittelbar an das Wohngebiet Rudolfshöhe anschließt. Mit der geplanten baulichen Entwicklung kann die bestehende Lücke im Siedlungszusammenhang zwischen dem Wohngebiet Rosenparksiedlung im Osten und dem Wohngebiet am Ligusterweg im Westen geschlossen werden. Zudem wird durch die Lage in der Kernstadt Werneuchen mit den bestehenden bzw. in Planung befindlichen Versorgung- und Infrastruktureinrichtungen eine nachhaltige Siedlungsentwicklung unterstützt.

Im Bereich des Flugplatzes plant die Stadt Werneuchen außerdem die Errichtung einer Erschließungsstraße, die das Gewerbegebiet Hangar Werneuchen in nördlicher Richtung auf Höhe der Alten Hirschfelder Straße an die B 158 anbinden soll.

www.werneuchen-barnim.de

 
Für die geplante Anschlussstraße kann ja nur einer der Rollwege dran glauben. So viel Platz gibt´s ja ansonsten nicht.
Logisch wäre tatsächlich das der Verlauf dem südwestlichen und nordwestlichen Rollweg folgt und mittig das westliche Ende der SLB tangiert. Wie auch immer, die Anzahl der Spaziergänger auf dem Flugplatz wird nach Fertigstellung des neuen Wohngebietes weiter ansteigen. Gerade an sonnigen Abendstunden ist da immer ordentlich Betrieb. Also eine gewisse Art von Naherholungsgebiet.
 
Logisch wäre tatsächlich das der Verlauf dem südwestlichen und nordwestlichen Rollweg folgt und mittig das westliche Ende der SLB tangiert. Wie auch immer, die Anzahl der Spaziergänger auf dem Flugplatz wird nach Fertigstellung des neuen Wohngebietes weiter ansteigen. Gerade an sonnigen Abendstunden ist da immer ordentlich Betrieb. Also eine gewisse Art von Naherholungsgebiet.
Ja, das ist jetzt schon an den Wochenenden zu merken. Der südliche Rollweg weist seit dem letzten Jahr erheblich mehr Schäden auf. Man fährt dort (trotz der eingebauten Hindernisse) mit Motorädern und auch Autos Rennen (soweit es diese Strecke zulässt). Die zunehmenden Löcher im Beton werden das immer mehr einschränken - einerseits gut, aber eben für Radfahrer nicht schön, denn es wird immer mehr zur Holperstrecke.
Vielleicht wird unser Film schon deshalb eines Tages einen besonderen Wert haben, weil man den Platz in dieser (vergleichsweise) "Einsamkeit" dann nicht mehr vorfinden wird.
 
So! Wir haben es geschafft! Unser bisher aufwendigstes und umfangreichstes Video ist nun nach anderhalb Jahren Film-, Recherche- und Schnittarbeit sowie unzähligem Gedankenaustausch endlich fertiggestellt worden und online gegangen. Der Flugplatz Werneuchen erhält hiermit eine späte Wertschätzung, denn einige seiner Geheimnisse lagen auch für uns zum Teil bis heute im Verborgenen. Stefans geübtes Auge entdeckte bei einer Erkundung Unglaubliches, das in unserer Darstellung einen gebührenden Platz gefunden hat.
Wir wünschen allen Interessierten viel Freude beim Anschauen und sagen zugleich Danke für die Unterstützung!
 
Unser bisher aufwendigstes und umfangreichstes Video ist nun nach anderhalb Jahren Film-, Recherche- und Schnittarbeit sowie unzähligem Gedankenaustausch endlich fertiggestellt worden und online gegangen.
Angesichts dessen was Marco da so alles filmte ließ sich bei dieser Gelegenheit durch unseren laufenden Gedankenaustausch dazu ein vermutlich bisher völlig unberücksichtigter Aspekt näher beleuchten. Ich meine damit das Thema der Vorstartlinie mit der Unterflurversorgungsanlage.
Das war in dem Fall tatsächlich Neuland, hier meine ich die konkrete zugehörige Technik. Hilfreich war hier insbesondere das betreffende Handbuch, von dem einige Seiten im Film zu sehen sind. Das konnte ich glücklicherweise auf einer bekannten Plattform in der Ukraine ersteigern.
Marco machte mich in diesem Zusammenhang auf die auffällige Gebäudeanordnung hinter der Vorstartlinie aufmerksam. Da stehen u. a. drei kleine Kalksander-Rohbauten die sich als Hinweis auf eine geplante Reaktivierung bzw. Modernisierung der Unterflurversorgungsanlage interpretieren lassen.
Das dortige Zwischentanklager selbst - das wird im Film beschrieben - zeigt zwei verschiedene Gruppen an Tankbehältern. Die westliche Gruppe kann eine Erweiterung der ursprünglichen Kapazitäten darstellen. Unmittelbar westlich davon scheint ein zweite Erweiterung in Vorbereitung gewesen zu sein. Da kann man im nächsten Winter nochmal genauer hinschauen. Auch mit Blick auf den Verlauf der Pipeline vom "Pumpengebäude" hinter "Ohr Nr. 33" zum (abgerissenen) südlichen Tanklager. Diese Pipeline scheint zumindest teilweise noch vorhanden zu sein.
Ja, es gab unterirdische Pipelinesysteme auf sowjetischen Militärflugplätzen. Aber mit dem exakten Verlauf solcher Leitungen hat sich wohl noch niemand im Detail auseinandergesetzt. Ich hatte da lediglich Groß Dölln u. ä. Standorte auf dem Schirm.
Bisher bekannt waren hier nur ganz grundsätzliche Angaben zu Unterflurversorgungsanlagen (vorhanden/nicht vorhanden und Anzahl der versorgten Flugzeuge) und Kerosinpumpenbunker in Staffeldezentralisierungszonen. Letzteres gabs in Werneuchen aber nicht.
 
als Hinweis auf eine geplante Reaktivierung bzw. Modernisierung der Unterflurversorgungsanlage interpretieren lassen.
Könntest Du Dich bitte freundlicherweise zu präziser Formulierung hinreißen lassen?
Also was sollte da gegebenenfalls reaktiviert werden, so für den Laien erklärt? Eine unterirdische Installation aus Rohren (aus was noch?) aus der Zeit von -jetzt wird es spannend- vor 1945? Oder 45 bis 53? Oder 53-58? Oder wie genau?
 
Ja, es gab unterirdische Pipelinesysteme auf sowjetischen Militärflugplätzen. Aber mit dem exakten Verlauf solcher Leitungen hat sich wohl noch niemand im Detail auseinandergesetzt. Ich hatte da lediglich Groß Dölln u. ä. Standorte auf dem Schirm.
Bisher bekannt waren hier nur ganz grundsätzliche Angaben zu Unterflurversorgungsanlagen (vorhanden/nicht vorhanden und Anzahl der versorgten Flugzeuge) und Kerosinpumpenbunker in Staffeldezentralisierungszonen. Letzteres gabs in Werneuchen aber nicht.
In den Kommentaren zum Film gibt es einen Hinweis auf die Unterflurversorgungsanlage im Hallenvorfeld aus der deutschen Zeitepoche. Hier der entsprechende Artikel der da angesprochen wurde. Das hat jetzt aber nichts mit der sowjetischen, nicht mehr betriebsbereiten, Unterflurversorgungsanlage der Vorstartlinie zu tun. Das ist jene worauf sich die Frage von Martin bezieht.

Nun zu der "Entdeckung" von 2017, die Koordinaten beschreiben Stellen die heute noch vorhanden sind:

Westliches Betankungsfeld:
Dokumentieren konnte ich die beiden Kraftstoffbunker 1 und 2. Vermutlich bereits zurück gebaut waren die Zapfstellen 1 bis 4 (je zwei groß und klein).
Erhalten blieb ein unklare Installation bei 52°37'41.27"N 13°45'52.74"E

Östliches Betankungsfeld:
Zugang Kraftstoff-Bunker 1/2
52°37'42.04"N 13°45'49.83"E

Zapfstelle 1/4 (klein)
52°37'40.14"N 13°45'48.64"E

Zapfstelle 2/4 (groß)
52°37'41.18"N 13°45'50.69"E
52°37'41.36"N 13°45'51.03"E

Unklare Installation:
52°37'41.27"N 13°45'52.74"E

Der Kraftstoff-Bunker 2/2 befindet sich oder befand sich unter dem Hauptringrollweg. Die Zapfstelle 3/4 (groß) wurde ebenfalls 2017 abgerissen. Die Zapfstelle 4/4 (klein) befindet sich oder befand sich unter dem Hauptringrollweg.

FRX-76_Im Blickpunkt.jpgFRX-76_Titel.jpg
 
In den Kommentaren zum Film gibt es einen Hinweis auf die Unterflurversorgungsanlage im Hallenvorfeld aus der deutschen Zeitepoche. Hier der entsprechende Artikel der da angesprochen wurde. Das hat jetzt aber nichts mit der sowjetischen, nicht mehr betriebsbereiten, Unterflurversorgungsanlage der Vorstartlinie zu tun. Das ist jene worauf sich die Frage von Martin bezieht.

Nun zu der "Entdeckung" von 2017, die Koordinaten beschreiben Stellen die heute noch vorhanden sind:

Westliches Betankungsfeld:
Dokumentieren konnte ich die beiden Kraftstoffbunker 1 und 2. Vermutlich bereits zurück gebaut waren die Zapfstellen 1 bis 4 (je zwei groß und klein).
Erhalten blieb ein unklare Installation bei 52°37'41.27"N 13°45'52.74"E

Östliches Betankungsfeld:
Zugang Kraftstoff-Bunker 1/2
52°37'42.04"N 13°45'49.83"E

Zapfstelle 1/4 (klein)
52°37'40.14"N 13°45'48.64"E

Zapfstelle 2/4 (groß)
52°37'41.18"N 13°45'50.69"E
52°37'41.36"N 13°45'51.03"E

Unklare Installation:
52°37'41.27"N 13°45'52.74"E

Der Kraftstoff-Bunker 2/2 befindet sich oder befand sich unter dem Hauptringrollweg. Die Zapfstelle 3/4 (groß) wurde ebenfalls 2017 abgerissen. Die Zapfstelle 4/4 (klein) befindet sich oder befand sich unter dem Hauptringrollweg.

Anhang anzeigen 115933Anhang anzeigen 115932
Ist der vorletzte Satz in dem Artikel auch heute noch aktuell, dass sich die beiden Bunker vor Halle 6 immer noch dort befinden? Vermutlich ja.
 
An all den genannten Koordinaten müsste noch was zu finden sein, ja.
Ob der eine Bunker unter dem Hauptrollweg noch vorhanden ist weiß ich nicht. Möglicherweise schon.
 
Könntest Du Dich bitte freundlicherweise zu präziser Formulierung hinreißen lassen?
Also was sollte da gegebenenfalls reaktiviert werden, so für den Laien erklärt? Eine unterirdische Installation aus Rohren (aus was noch?) aus der Zeit von -jetzt wird es spannend- vor 1945? Oder 45 bis 53? Oder 53-58? Oder wie genau?
Also soweit ich hierzu eine Erläuterung abzugeben vermag, bezog sich alles, was im Video zur Unterflurversorgung gesagt wurde, auf die Zeit der sowjetischen Nutzung, und vielleicht hätten wir noch mal explizit erwähnen sollen, dass es (vermutlich) um die 1970er Jahre ging. Ansonsten ist ziemlich weit vorn im Video schon gesagt worden, dass wir uns nur mit der sowjetischen Nutzungsepoche beschäftigen wollen. Alles, was sich dann im Verlauf des Videos doch auf die Zeit davor bezieht, ist dann extra erwähnt worden.
Bei der Unterflurversorgungsanlage auf der Vorstartlinie sind wir irgendwie davon ausgegangen, dass es klar ist, dass hier nur die sowjetische gemeint ist, zumal auch entsprechende Abbildungen aus sowjetsicher Quelle eingeblendet worden sind. Auch die kleinen Häuschen dahinter sind in diesem unmittelbaren Zusammenhang gezeigt und kurz erläutert worden, wobei für uns hier einige Fragen offen blieben, so dass wir den Konjunktiv gewählt hatten. Genauer kann ich es auch nicht sagen.
 
Das Foto hier mit dem Mi-8T wurde irgendwann Ende 1990 - Anfang 1991 auf der Vorstartlinie von Werneuchen fotografiert. Anlass könnte ein Tag der offenen Tür oder eine interne Veranstaltung gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt waren die MiG-25 noch auf dem Platz aber die Hubschrauber der Stabsführungsstaffel aus Finow waren schon hierher verlegt worden.
Hinter dem Mi-8T ist ein grüner Kasten zu sehen, das könnte eine Abdeckung eines Betankungsaggregates sein. Diese Abdeckung hatte möglicherweise auf der Unterseite Kufen, im Film als Kasten bezeichnet.
Hinten sieht man den Strahlabweiser der Vorstartlinie, allerdings wurden hier gerade die Stahlprofilplatten vom Erdwall abgenommen und aufgestapelt. Üblicherweise wurden die Strahlabweiser aus Betonplatten oder aus winkeligen Betonelementen gestaltet. Das man dafür Stahlprofilplatten nimmt ist etwas ungewöhnlich. Die Höhe war im Vergleich zu anderen Plätzen auch scheinbar geringer. In Werneuchen wurden auf diesen - im Original dunkelgrünen - Platten großformatige Phrasen und Sprüche mit weißer Farbe aufgebracht. Diese ungewöhnlichen Merkmale erlauben auf historischen Fotos eine schnelle Zuordnung zu Werneuchen. Ein Beispiel dazu von der Seite https://bvvaul-barnaul.narod.ru/1977Zah_Yak-28.htm Zu sehen eine Jak-28, die ich in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre noch am Himmel über Berlin-Marzahn erleben konnte. Auf dem Foto steht diese Jak-28 wohl am westlichen Ende der Vorstartlinie weil der Strahlabweiser im Bildhintergrund dort beginnt bzw. endet. Am westlichen Ende der Vorstartlinie gab es keine Unterflurversorgungsanlage.

1978Aka_007.jpgVorstartlinie.jpg
 
In den Kommentaren zum Film gibt es einen Hinweis auf die Unterflurversorgungsanlage im Hallenvorfeld aus der deutschen Zeitepoche. Hier der entsprechende Artikel der da angesprochen wurde.
Hier ein paar Bilder von den zurückgebauten Anlagen aus der Zeit vor 1945. Man muss unterscheiden zwischen Treibstoffbehälter im Bunker und Zapfstellen. Die Zapfstellen sind durch Deckel verschlossen, dort gibt es einen kleinen Raum in den man hinabsteigen kann. Darin befindet sich eine Schlauchtrommel mit Schlauch und Zapfpistole und vermutlich die Pumpe. Die Zapfstellen sind überrollbar und überfahrbar gewesen. So etwas gab es auf allen ausgebauten deutschen Fliegerhorsten. Die viereckigen Deckel sollten zu den Zapfstellen gehören. Die quadratischen zu den Treibstoffbunkern. Es scheint so zu sein das die Zapfstellen und die Treibstoffbunker mit Leitungen miteinander verbunden sind. Aber so ganz klar ist das nun auch wieder nicht. Meistens bekommt man erst beim Rückbau mit wie das ganze System aufgebaut war. Auf jeden Fall ist in Werneuchen noch was davon vorhanden. Auf einem Bild ist ein Spannschloss zu sehen. Damit wird der Tank im Bunker fixiert gewesen sein. Die runden Deckel könnten was mit Entwässerung zu tun haben. Oder Übergabeschächte der Rohrleitungen für den Treibstoff.

IMG_7322.JPGIMG_7376.JPGIMG_7419.JPGIMG_7421.JPGIMG_7432.JPGIMG_7438.JPGIMG_7449.JPG
 
So! Wir haben es geschafft! Unser bisher aufwendigstes und umfangreichstes Video ist nun nach anderhalb Jahren Film-, Recherche- und Schnittarbeit sowie unzähligem Gedankenaustausch endlich fertiggestellt worden und online gegangen. Der Flugplatz Werneuchen erhält hiermit eine späte Wertschätzung, denn einige seiner Geheimnisse lagen auch für uns zum Teil bis heute im Verborgenen. Stefans geübtes Auge entdeckte bei einer Erkundung Unglaubliches, das in unserer Darstellung einen gebührenden Platz gefunden hat.
Wir wünschen allen Interessierten viel Freude beim Anschauen und sagen zugleich Danke für die Unterstützung!
So, bin jetzt durch mit dem Anschauen. Sehr, sehr gute Dokumentation, sowas detailliertes und informatives findet sich ja sonst auf YouTube gar nicht mehr. 9 von 10 Punkten von mir! Ein halber Punkt Abzug wegen der nicht gezeigten Sowjet- und Nazi-Wandbilder aus einem von euch nicht besuchten Gebäuden. Bilder dazu aus 7/2013:

die Börse.JPG Buran.JPG
 
So, bin jetzt durch mit dem Anschauen. Sehr, sehr gute Dokumentation, sowas detailliertes und informatives findet sich ja sonst auf YouTube gar nicht mehr. 9 von 10 Punkten von mir! Ein halber Punkt Abzug wegen der nicht gezeigten Sowjet- und Nazi-Wandbilder aus einem von euch nicht besuchten Gebäuden. Bilder dazu aus 7/2013:

Anhang anzeigen 115954 Anhang anzeigen 115955
Danke dir vielmals! :) Wir planen ein Ergänzungsvideo, in welchem wir Details aufgreifen wollen, die im vorliegenden unberücksichtigt blieben. Das wäre eine gute Gelegenheit, auch das von dir Angeregte zu berücksichtigen, denn gerade dort gibt es noch etliches mehr. :cool:
 
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