Noch ein paar z.T. aufschlußreiche Bilder aus einem ziemlich baugleichen Objekt:
Wenn man sich das etwas genauer anschaut findet man noch einige interessante Aussagen die so den Tatsachen entsprechen könnten.
Zweimal wird da etwas es zu den Kammern mit der "doppelten Decke" und deren Glasscheiben gesagt.
Бывшее помещение хранилища нейтронных источников, которое было перестроено в конце 1960-х гг., когда инициаторы стали не такими требовательными к хранению и перестали быть такими радиоактивными как первые.
Освещение здесь было оборудовано за фальш-потолком с толстыми свинцовыми стёклами т.к. спирали лампочек накаливания перегорали из за сильного нейтронного излучения ранних источников. Также эти хранилища имели собственную систему вентиляции.
Automatische Übersetzung:
Der ehemalige Lagerraum für Neutronenquellen, der Ende der 1960er Jahre umgebaut wurde, als die Initiatoren nicht mehr so speicherintensiv wurden und nicht mehr so radioaktiv waren wie die ersten.
Die Beleuchtung wurde hier hinter einer falschen Decke mit dicken Bleigläsern ausgestattet. die Spiralen der Glühbirnen brannten aufgrund der starken Neutronenstrahlung früher Quellen aus. Auch diese Speicher hatten eine eigene Lüftungsanlage.
В конце его располагались крюйт-камеры хранилища нейтронных источников, служивших инициаторами ядерной реакции. Про освещение и устройство в таком хранилище мы уже писали выше.
Automatische Übersetzung:
Am Ende befanden sich die Kruit-Kammern des Neutronenquellen-Speichers, die als Initiatoren der Kernreaktion dienten. Über die Beleuchtung und das Gerät in einem solchen Speicher haben wir bereits oben geschrieben.
Auf Basis dieser Informationen versuche ich das mal zusammen zu fassen und näher zu erläutern, ich hoffe ich habe nichts durcheinander gebracht:
Diese kleinen Räume, oft als Kruit-Kammern bezeichnet, waren hochgesicherte, kompakte Kammern, speziell konzipiert für die kurzzeitige, kontrollierte Handhabung von Neutronenquellen (Neutroneninitiatoren) – den Bauteilen, die in Atomwaffen die Kernreaktion zuverlässig starten sollen. Diese Neutronenquellen hat wohl die Form einer Kugel oder Zylinder und befanden sich möglicherweise in Bleikassetten.
Die absolut typische Anordnung und Aufbau verraten den Zweck dieser Arbeitsplätze. Die Beleuchtung war indirekt und geschützt. Glühlampen saßen hinter einer Zwischendecke, das Licht fiel durch eine dicke, bleihaltige Glasscheibe (ursprünglich 3–7 cm stark, mit abgerundeten Ecken, gelblich-grün). Diese Konstruktion schützte die Lampenfäden vor der starken Neutronenstrahlung früher Initiator-Modelle, die normale Glühbirnen schnell zerstörte.
Zur Belüftung: Jede Kammer hatte ein eigenes, separates Belüftungssystem, um radioaktive Partikel abzusaugen.
Auffällig die "Nichtausstattung" der Kammern: keine Schränke oder sonstiger Stauraum – die Kammern dienten nie der dauerhaften Lagerung, sondern nur der kurzzeitigen Prüfung, Messung oder Vorbereitung eines einzelnen Initiators. Es gab nur ein Brett als Tisch an der Wand und möglicherweise einen Hocker davor. In jede Kammer passt nur eine Person rein, möglicherweise noch eine zweite, hinter dem Sitzenden stehend um den 4-Augen-Prinzip zu entsprechen. Eine der Kammern (etwas größer als die anderen) ist mit einer Holzzarge versehen, hier gabs also wohl mal eine Holztür, geht man hinein fällt ein hölzernes Regal auf. Vielleicht wurden darin diese Neutroneninitiatoren gelagert? Ich zählte hier 28 Fächer.
Ursprünglich (1950er- bis späte 1960er-Jahre) waren diese Kammern für hoch radioaktive Polonium-Beryllium-Initiatoren ausgelegt: Techniker in Schutzkleidung brachten eine einzelne Bleikassette herein, öffneten sie auf dem Brett, prüften oder tauschten den Initiator und entfernten ihn sofort wieder. Der Aufenthalt dauerte nur Minuten. Ab Ende der 1960er-/Anfang der 1970er-Jahre wurden modernere, fast nicht mehr strahlende Initiatoren (z. B. Deuterium-Tritium-Röhrchen) eingeführt. Die extremen Schutzmaßnahmen (dicke Bleigläser, aufwendige Beleuchtung) waren nicht mehr nötig. Diese Kammern wurden wohl umgebaut: Die schweren Originalscheiben durch dünnere (ca. 1 cm) Röntgenschutzscheiben ersetzt, die Konstruktion aber meist belassen. Man müsste mal genauer die Fassungen dieser Scheiben anschauen.
Um in den Kruit-Kammer-Trakt zu gelangen muss man durch eine Art von doppelflügeliger Tresortür treten. Das scheint mit den Platzverhältnissen des vorbeiführenden Flures zu tun zu haben.
Hier einer von zwei Schriftzügen an der Wand in dem die Abkürzung WW auftaucht die ich nicht übersetzen kann:
ПЕРЕД РАБОТОЙ
С ДЕТАЛЯМИ ИЗ ВВ
ПРОВЕРЬ ОДЕЖДУ,
НЕ ХРАНИ ПРИ СЕБЕ
З А П Р Е Щ Ё Н Н Ы Е
В Е Щ И !
VOR DER ARBEIT
MIT BAUTEILEN AUS WW
ÜBERPRÜFE DIE KLEIDUNG,
BEWAHRE NICHT BEI DIR AUF
VERBOTENE
GEGENSTÄNDE!
Die beiden Fotos wo WW auftaucht:
Es gibt noch weitere Beschriftungen, direkt über einer der Türen der einzelnen Kammern:
ARBEITSPLATZ Nr. 2
FÜR ARBEITEN MIT DRUCKLUFT
VERANTWORTLICHER
(Name, evt. ??RNILOW)
Und noch ein Foto über der Zwischendecke der Kammern, die Lampenhalterungen kann man noch erahnen:
Gibts solche Kruit-Kammern auch noch in anderen Lagerbunkern? Im Typ III gehören die ja grundsätzlich dazu. Entweder ein Trakt oder zwei Trakte an verschiedenen Stellen im Lagerbunker.
