Schachtbauwerk bei Barnaul

the passenger

Well-known member
Zufällig bei Google Earth gefunden (53 33 58, 84 16 41), Tarnhalle und nach deren Abriß das Bauwerk darunter auf der Zeitleiste sehr schön zu erkenen. Das Objekt ist inzwischen komplett abgerissen, der Rückbau begann etwa 2016. Es handelte sich wohl um einen SKP der strategischen Raketentruppen. Durchmesser 30 Meter, also etwas kleiner als z.B die hier bekannten Front-Schachtbauwerke in Moldawien oder der Ukraine, und mit einer deutlich anderen "Innenform" innerhalb der Tübbinge.
Es gibt zum Objekt bei wikimapia einen Link mit z.T. wunderbaren 199 Bildern mehrerer russischer "Digger". Aufgefallen ist mir neben vielen technischen Details u.a. ein Bauteil-Datum (7/1989) und eine Verewigung (DMB 1994-96).
Hier der Link zu den Bildern:

Viel Spaß!
 
Hallo Christian, diese "Kugeln" haben eine noch höhere Schutzklasse als die bekannten Schachtbauwerke, sind mit diesen auch baulich nicht vergleichbar. Diese Kugeln bilden den letzten Stand sowjetischer Schutzbauwerkstechnologie ab.
 
Hallo Christian, diese "Kugeln" haben eine noch höhere Schutzklasse als die bekannten Schachtbauwerke, sind mit diesen auch baulich nicht vergleichbar. Diese Kugeln bilden den letzten Stand sowjetischer Schutzbauwerkstechnologie ab.

Hab ich auch so gedacht. Das Innenleben ist ganz andersartig, als uns bekannt. Im Link wird von einem "Ei in einer Röhre" gesprochen ...
 
Angesichts der Menge an Metall eine lohnenswerte Angelegenheit für jeden Metallverwerter ...

vk.com/@dark_territory-unikalnyi-sovetskii-bunker-na-pruzhinah
 
Danke! Die Bilder waren mir aber schon bekannt. Sie sind von dem "Urban Explorer" (Ralph Mirebs), der in Baikonur (2015?) mal in der Buran-Halle gewesen ist.
 
Hast du (oder wer anderes) dazu noch mehr Informationen?

Viel gibt es dazu nicht. Zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der UdSSR gab es mehrere angefangene Schutzbauwerke сфера. Davon ausgehend wurden diese etwa ab etwa 1980 konstruiert. Sie sollen die Schutzklasse S haben. Konstruktiv ist es zunächst eine senkrecht stehende Röhre aus Tübbingen unter einer Halle. Darin hängt quasi freischwebend die Zigarre, das Ei, der senkrechte Zeppelin. Bekanntermaßen ist der Kreis (noch besser: die Kugel) das stabilste Konstruktionselement. Dieses Ei hängt an großen Federsystemen, Luftfederung, real: Stickstoffdämpfer. Die sind aber deutlich größer und vor allem länger als die bekannten PKU-40. Dabei kann das Bauwerk auf die Spitze abgesenkt werden. Neben dieser Federung gegen senkrechte Stöße ist das Bauwerk auch waagerecht gegen horizontale Stöße verspannt. Das Bauwerk selbst besteht vollständig aus Stahl. Das hat mehrere Vorteile: Stahl ist in Grenzen elastisch. Stahl bringt den EMP-Schutz quasi direkt mit. Allerdings ist das Ganze extrem teuer, das liegt auf der Hand. Dem Vernehmen nach ist mindestens ein Bauwerk fertiggestellt und in Betrieb: Das logistische Zentrum des System PERIMETR (Zweitschlagsfähigkeit, tote Hand) ist in einem Sphära-Bauwerk geschützt. Davon ausgehend würde ich vermuten, dass die Ausweichführungsstelle dazu auch in einem (weiteren) Sphära-Bauwerk ist.

Schau mal, zu den Verspannungen und senkrechten Federn: https:// novate.ru /blogs/090718/47009/

Es gibt weitere Fotoserien; ich meine, dass die ersten Infos auf englischrussia waren.
 
Hallo,

vor Jahren hatten wir diese "Sphären" Bauwerke schonmal hier im Forum thematisiert, Kugeln, in einem runden Schacht an Hydraulischen Stoßdämpfern aufgehangen. Da war auch ein Link, wo behauptet wurde, dass auch fertiggestellte Bauwerke existieren und mit "Tote Hand" zusammenhingen. Ich finde das hier im Forum allerdings nicht mehr.

Zur Thematik DDR und Schachtbauwerke: das einzige Dokument, dass wir nach Jahren Wühlerei im BA MA finden konnten, war ein Vorlagedokument für den NVR. Dabei gings um die massiven Einsparungen beim Programm zentraler Spezialbauten Anfang der 80iger. Konkret um das Objekt 5005, welches gestrichen werden und später in "Silobauweise" errichtet werden sollte. Ich persönlich würde das aber als Wunschdenken werten, wenn man sich anschaut, was alles in den 80igern gestrichen wurde, weil einfach kein Geld mehr da war, bzw. was überhaupt noch gebaut wurde (8850, im Prinzip ein geschützter Keller).
 
vor Jahren hatten wir diese "Sphären" Bauwerke schonmal hier im Forum thematisiert, Kugeln, in einem runden Schacht an Hydraulischen Stoßdämpfern aufgehangen. Da war auch ein Link, wo behauptet wurde, dass auch fertiggestellte Bauwerke existieren und mit "Tote Hand" zusammenhingen.
Du hattest den Link hier eingestellt ;)
Das Forum gibt es noch, die Bilder sind weg.
Die Location lief unter Barnaul und hatte die Koordinate » 53.566280, 84.277306°
 
Dem Vernehmen nach ist mindestens ein Bauwerk fertiggestellt und in Betrieb: Das logistische Zentrum des System PERIMETR (Zweitschlagsfähigkeit, tote Hand) ist in einem Sphära-Bauwerk geschützt.
Dafür gibt es welche Quellen? Oder wenigstens Anhaltpunkte?

Alle mir bekannten öffentlich zugänglichen westlichen Quellen und auch alle russischen Andeutungen gehen davon aus, dass sich das Command and Control Center von "Perimeter" im Ural befindet - und dass diese(s) Bauwerk(e) eher dem amerikanischen Pendant Cheyenne Mountain Complex ähnelt/ähneln. Nicht ganz so tief im Berg wie im Cheyenne Mountain, aber mindestens 250-300 Meter Granit sollen da schon darüber sein.

Gehandelt werden zwei aktive Locations, die beide tief im Berg stecken. Welches der Bauwerke - oder: ob beide - in der Lage ist/sind, das Doomsdayszenario zu steuern, ist nicht bekannt.

Genauso, wie allen russischen Andeutungen zum Trotz eine Restunsicherheit besteht, ob Perimeter so überhaupt noch existiert/je einsatzbereit existiert hat.

Dass die Russen tief im Berg einen Schacht abteufen, in den sie eine Kugelkonstruktion hängen... da würde ich ja dann eher ein deutliches Fragezeichen anhängen.

Die für die semiautomatische Zweitschlagsfunktion von "Perimeter" entscheidende Voraussetzung ist ja aber dessen Kommunikationsfähigkeit unter den Bedingungen eines nuklearen Infernos. Es braucht, wenn auch nur grob umrissen stimmt, was in den Jahrzehnten seit den Achtzigern so alles beschrieben wurde, funktionierende Verbindungen zu im großen Zarenreich verteilten seismischen und Strahlungssensoren, es braucht funktionierende Verbindungen zu Menschen in der Führung der Streitkräfte, und es braucht letztlich funktionierende Verbindungen zu den kolportierten Kommandoraketen...

Ein einzelnes „Kugel-im-Schacht“-Objekt mag extrem gut gegen Stoß/Acceleration optimiert sein – aber das löst nicht automatisch das Netzproblem von Antennen, ELF-VLF, gehärteten Leitungen, Redundanz, EMP-Robustheit, sehr tiefen/geschützten Knoten, geografischer Streuung etc. pp.
 
Dem Vernehmen nach ist mindestens ein Bauwerk fertiggestellt und in Betrieb: Das logistische Zentrum des System PERIMETR (Zweitschlagsfähigkeit, tote Hand) ist in einem Sphära-Bauwerk geschützt. Davon ausgehend würde ich vermuten, dass die Ausweichführungsstelle dazu auch in einem (weiteren) Sphära-Bauwerk ist.
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Eine Quellenangabe dazu würde mich auch stark interessieren. Bezüglich Zusammenhang von сфера und "PERIMETR" kann ich mir sonst auch einfach nur den Anfang des Kubrick-Films "Dr. Seltsam, oder wie ich ..." von 1964 anschauen, über die Zeitschiene nachdenken, und es dabei belassen. Das ist ja wohl nicht deine Absicht, obwohl es ein genialer Film ist?
 
Ich habe gestern schon gesucht, aber nicht wiedergefunden. Das war eine Internetquelle, möglicherweise kyrillisch. Oder die bei englishrussia, dann englische Sprache.
 
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