the passenger
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Im folgenden geht es um ein Marine-Objekt am nordwestlichen Ende der Laboratorijas Iela in Liepaja, das von zwei Kollegen und mir im Juli 2025 heimgesucht wurde. Ich war vorher schon mal vor Ort, ohne viel Wissen und Ambitionen. Das besuchte Areal bei Wikimapia:
wikimapia.org
Das Objekt ist aus meiner Sicht nicht einfach zu deuten. Die noch vorhandenen Bauwerke entstammen aus einer Zeitspanne von Zarenzeit bis wohl 1970er Jahre. Es fanden wohl diverse Umnutzungen statt, im www habe ich nicht viel aussagekräftiges dazu gefunden. Das Objekt steht im Verdacht für Nukleartorpedos genutzt worden zu sein. Diese wurden wohl ab 1958 bei der sowjetischen Marine in Dienst gestellt. Des weiteren gibt es einen Zusammenhang mit der Lagerung nuklearer Waffen hier und irgendwann in Barta-Nord, nachdem der dortige R 5M-Standort sehr früh aufgegeben wurde und von der Marine nachgenutzt wurde.
Zu den Bildern. Erstes Gebäude (hier aus 6/2023). Laut Wikimapia "Submarine Battery Warehouse", könnte aber auch ein Wartungsgebäude gewesen sein:

Wenige Meter weiter eine typische Verladeeinrichtung für Nuklearsprengköpfe (alle Bilder ab hier aus 7/2025):

Und das Innenleben des Bunkers direkt nebenan. Alte Nummerierung, Überblick, spezielle Beleutung und Reste einer Kranbahn:

Als wir aus dem Bunker raus sind, fanden sich noch zwei sehr spezielle Verewigungen. Die erste ist für mich von einem Sowjetsoldaten aus 1941, die zweite von einem Wehrmachtssoldaten aus 1944 (Kurland-Kessel?):

Wir haben vor Ort nur drei der dortigen sechs Bunker besucht. Wieder mal eine Zeitfrage, richtig dokumentieren oder nur oberflächlich ... Von einem anderen Bunker weiter nordwestlich gibt es folgendes Video, auch mit gelbschwarzen Warnmarkierungen:
Damit zum letzten Gebäude unseres Besuchs. Es gibt den Verdacht auf eine Torpedo-Wartungs, oder Torpedo-Lagerhalle. Auffällig war der sehr aufwändige Terrazzo-Fußboden im Hauptsaal. Laut Wikipedia:
"Terrazzoböden können durch die Zugabe von korrosionsfesten Metallspänen oder Graphitzugaben elektrisch leitend hergestellt werden. Durch eine eingelegte geerdete Metallgittermatte können dann elektrostatische Aufladungen abgeleitet werden, was in Forschungseinrichtungen oder Operationssälen von Interesse sein kann".

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Das Objekt ist aus meiner Sicht nicht einfach zu deuten. Die noch vorhandenen Bauwerke entstammen aus einer Zeitspanne von Zarenzeit bis wohl 1970er Jahre. Es fanden wohl diverse Umnutzungen statt, im www habe ich nicht viel aussagekräftiges dazu gefunden. Das Objekt steht im Verdacht für Nukleartorpedos genutzt worden zu sein. Diese wurden wohl ab 1958 bei der sowjetischen Marine in Dienst gestellt. Des weiteren gibt es einen Zusammenhang mit der Lagerung nuklearer Waffen hier und irgendwann in Barta-Nord, nachdem der dortige R 5M-Standort sehr früh aufgegeben wurde und von der Marine nachgenutzt wurde.
Zu den Bildern. Erstes Gebäude (hier aus 6/2023). Laut Wikimapia "Submarine Battery Warehouse", könnte aber auch ein Wartungsgebäude gewesen sein:

Wenige Meter weiter eine typische Verladeeinrichtung für Nuklearsprengköpfe (alle Bilder ab hier aus 7/2025):

Und das Innenleben des Bunkers direkt nebenan. Alte Nummerierung, Überblick, spezielle Beleutung und Reste einer Kranbahn:

Als wir aus dem Bunker raus sind, fanden sich noch zwei sehr spezielle Verewigungen. Die erste ist für mich von einem Sowjetsoldaten aus 1941, die zweite von einem Wehrmachtssoldaten aus 1944 (Kurland-Kessel?):

Wir haben vor Ort nur drei der dortigen sechs Bunker besucht. Wieder mal eine Zeitfrage, richtig dokumentieren oder nur oberflächlich ... Von einem anderen Bunker weiter nordwestlich gibt es folgendes Video, auch mit gelbschwarzen Warnmarkierungen:
Damit zum letzten Gebäude unseres Besuchs. Es gibt den Verdacht auf eine Torpedo-Wartungs, oder Torpedo-Lagerhalle. Auffällig war der sehr aufwändige Terrazzo-Fußboden im Hauptsaal. Laut Wikipedia:
"Terrazzoböden können durch die Zugabe von korrosionsfesten Metallspänen oder Graphitzugaben elektrisch leitend hergestellt werden. Durch eine eingelegte geerdete Metallgittermatte können dann elektrostatische Aufladungen abgeleitet werden, was in Forschungseinrichtungen oder Operationssälen von Interesse sein kann".
