Köthen: Flugplatz / ehemaliger Fliegerhorst

Die Kernfrage dazu war und ist immer noch, ob die Verlängerung der SLB Anfang der sechziger Jahre nach Westen dazu führte das dieses Gleis stillgelegt wurde.
anbei der Ausschnitt aus der kommentierten TK50 des MfNV von 1989 zum Thema Köthen. Die Karte selbst hat den Stand von 1972. Der Eintrag zum FP ist anhand seiner Merkmale dem Zeitpunkt der Ersterstellung des Kartenwerkes 1974±1 zuzuordnen. Weitere Einträge der Karte zu Objektentwicklungen können zeitlich ab 1982 zugeordnet werden.

Die Liegenschaft des FP endete direkt an besagtem Gleis.

M-32-12-D_Koethen_9063.JPG
 
Die Karte selbst hat den Stand von 1972.

Anhang anzeigen 116096
Köthen war einer der ersten Flugplätze in der DDR die diese AU-11-Bogendeckungen bekommen haben. Das bildet sich auf dieser Karte, datiert auf 1972, aber so nicht ab. Nämlich die südwestliche Dezentralisierungszone. Diese hätte sich in dieser Einzeichnung erkennen lassen müssen. Andererseits kann man gewillt sein die Lage des Granit auf der Karte abzuleiten, das fällt schon auf. Schaut man sich diese Einzeichnungen genauer an wird deutlich das es alles wohl nur als grober Anhalt zu verstehen ist. Vielleicht ist die Flugplatzerweiterung vom Ende der sechziger Jahre erst 1982 im Grundbuchamt bearbeitet worden.
Insgesamt zum Thema Streckenstilllegung westlich Flugplatz Köthen, das wird sich womöglich nie mehr heraus finden lassen was genau deren Ursache war. Also ob es irgendeinen Zusammenhang zur Verlängerung der Start- und Landebahn in westliche Richtung gab.


Mit Bedauern müssen wir mitteilen, dass unser Flugplatz zum 30.09.2025 geschlossen wird, da die Wimex den langjährigen Gestattungsvertrag gekündigt hat. Weitere Infos folgen.
2025-08-25T17:38:52.727Z

 
Einzeichnungen auf der vor jeder Karte liegenden transparenten Folie für Bemerkungen zu Objekten o.ä. legen die Vermutung nahe, daß Ende der 80er eine neue SLB geplant war. Lage » damalige westl. Stadtgrenze Köthen bis Frenz, im Prinzip nördlich der Bahnstrecke. Liegenschaft nördlich bis Großpaschleben, südlich bis Kleinwülknitz.

Ist dir dazu etwas bekannt ?
 
Also bei den sowjetischen Flugplätzen hat man manchmal eine neue Start- und Landebahn unmittelbar neben der bereits existierenden gebaut. Somit auf dem Flugplatzgelände. In seltenen Fällen wurde die Ausrichtung verändert, sofern dafür Platz war.
Da von einer Länge von 2,5 km auszugehen ist im Fall solcher Flugplätze lässt sich das zwischen den von dir genannten Ortschaften so nicht umsetzen. Auch ist die Ausrichtung im Zusammenhang mit der Stadt Köthen nicht akzeptabel.
Eine Vergrößerung des Flugplatz Köthen wäre nur für den Bau der Bogendeckungen der AU-16 zu erwarten gewesen. Das wäre in den engen Grenzen dieses Flugplatzes in der Gesamtheit so nicht möglich gewesen.
 
Grundsätzlich, das 73. Garde-Jagdfliegerregiment rüstete ab Mitte der achtziger Jahre auf das nachfolgende Muster MiG-23MLD um. Die letzten MiG-23ML flogen 1987 in Köthen, von da an nur MiG-23MLD. Diese widerum wurden im Jahr 1989 teilweise gegen MiG-29 ausgetauscht. So kam es das Anfang 1990 noch MiG-23MLD in Köthen zu sehen waren, Fotos davon vermutlich Fehlanzeige. Von den MiG-29 gibt es nur wenig Bildmaterial.
Im Jahresbericht der USMLM aus dem Jahr 1984 gibt es eine Information mit der das Jahr der Einführung der MiG-23MLD in Köthen auf 1984 festgelegt werden kann.

USMLM_1984.jpeg
 
Wilde Geschichten über die Unterwelt der Fliegerhorst-Kaserne Köthen:

В 15-ти метрах от дома, где я жил, был здоровенный, около 2-х метров в диаметре колодец, который был до верху заполнен мусором и опавшей листвой. Многие сменившиеся поколения офицеров и прапорщиков живших в этом дворе, выходя на воскресники по уборке территории, ссыпая в колодец и трамбуя ногами убранный во дворе мусор даже и не задумывались , что это за колодец и для чего. При мне он был прикрыт крышкой сваренной из тонкой листовой стали.
В нашей эскадрилье служил офицер, техник самолета, старший лейтенант, мой ровесник, приятель и тоже заменщик этого года, назову его Виктор. Почему он оказался в тот период не у дел, я сейчас не помню, но его почему-то назначили старшим на раскопки этого колодца, дали троих солдат и самосвал. Ребята трудились, а мы, проходя мимо, подкалывали Виктора, насчет авиационной археологии и прочего, подходили заглянуть внутрь. А над оголовком колодца уже была сооружена из брусьев тренога с блоком и таким образом, удавалось поднимать мусор бадьей на поверхность. Внутри колодца от оголовка вниз уходили три ряда ржавых скоб, заделанных в стену, образуя три скобтрапа, и располагались на равном расстоянии друг от друга, деля окружность колодца на три равные части. Из этого можно было сделать вывод о том, что колодцем, как ходом на поверхность могли одновременно пользоваться, как минимум, три человека.
Прошла где-то неделя, наши копатели углубились метров на 20-ть, сбоку показалась ржавя, закрытая, без ручек железная дверь, вскрывать, которую решили на следующий день газовым резаком. Вот только не удалось этого сделать, потому, что назавтра колодец оказался почти на 2/3 заполнен водой и лопни мои глаза, если я вру.
Витю больше не подкалывали, скорее по достоинству оценили старания его команды - все только и говорили в гарнизоне про неожиданное появление воды в колодце. Крышку колодца от греха подальше, подварили к оголовку.
Тайна ржавой двери у дна колодца так и осталась тайной, а вот вывод о том, что побежденные, но непокоренные самые настоящие фашисты или их последователи, спустя 37 лет после окончания войны, продолжают за нами приглядывать и даже способны на диверсии, я для себя сделал.


Fünfzehn Meter von meinem Haus entfernt befand sich ein riesiger Brunnen, etwa zwei Meter im Durchmesser, bis zum Rand gefüllt mit Müll und Laub. Viele Generationen von Offizieren und Unteroffizieren, die in diesem Hof lebten und sonntags das Gelände säuberten, den gesammelten Müll in den Brunnen kippten und ihn mit den Füßen festtraten, hatten sich nie Gedanken darüber gemacht, was für ein Brunnen das war oder wozu er diente. Als ich dort war, war er mit einem Deckel aus dünnem Stahlblech abgedeckt.
In unserer Staffel gab es einen Offizier, einen Flugzeugtechniker, einen Oberleutnant in meinem Alter, einen Freund und außerdem einen Ersatzmann für dieses Jahr; ich nenne ihn Viktor. Warum er damals arbeitslos war, weiß ich nicht mehr, aber aus irgendeinem Grund wurde er mit dem Ausheben dieses Brunnens beauftragt und bekam drei Soldaten und einen Muldenkipper. Die Jungs arbeiteten, und wir, die wir vorbeikamen, neckten Viktor wegen seiner Kenntnisse in der Luftfahrtarchäologie und so weiter und schauten hinein. Über dem Brunnenkopf war bereits ein Dreibein mit Flaschenzug aus Balken errichtet worden, mit dem der Abfall in einem Eimer an die Oberfläche befördert werden konnte. Im Inneren des Brunnens erstreckten sich drei Reihen rostiger Klammern, die in die Wand eingelassen waren, vom Brunnenkopf nach unten und bildeten drei Klammerleitern. Sie waren gleichmäßig verteilt und teilten den Brunnenumfang in drei gleiche Teile. Daraus ließ sich schließen, dass mindestens drei Personen gleichzeitig den Brunnen als Zugang zur Oberfläche nutzen konnten.
Etwa eine Woche verging, unsere Gräber hatten rund 20 Meter tiefer gegraben, und an der Seite kam eine rostige, verschlossene, grifflose Eisentür zum Vorschein. Sie beschlossen, sie am nächsten Tag mit einem Schneidbrenner zu öffnen. Doch es gelang ihnen nicht, denn am nächsten Tag war der Brunnen fast zu zwei Dritteln mit Wasser gefüllt, und ich schwöre, das ist kein Scherz.
Sie neckten Vitya nicht mehr; stattdessen würdigten sie die Leistung seines Teams – in der ganzen Garnison sprach man über das unerwartete Wasser im Brunnen. Sicherheitshalber schweißten sie den Brunnendeckel an den Brunnenkopf.
Das Rätsel der rostigen Tür am Brunnengrund blieb ungelöst, doch ich schloss daraus, dass die besiegten, aber nicht bezwungenen Faschisten oder ihre Anhänger, 37 Jahre nach Kriegsende, uns weiterhin beobachten und sogar zu Sabotageakten fähig sind.
 
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