Die Insel Sazan und der gegenüberliegende Küstenstreifen wurden vor geraumer Zeit von der Trump-Familie auserkoren, um dort luxuriöse Hotelanlagen zu errichten – ein Vorhaben, das nicht nur auf exklusive Adriaküste und touristisches Potenzial setzt, sondern auch im Kontext Albaniens als steuerlich attraktiver Standort für internationale Investitionen diskutiert wird.
Die sogenannte „Flamingo-Revolution“ steht dabei sinnbildlich für den wachsenden Widerstand gegen solche Prestigeprojekte: Benannt nach den geschützten Flamingokolonien in den nahegelegenen Lagunen von Narta, formierte sich eine Bewegung aus Umweltaktivisten, lokalen Gemeinden und internationalen Beobachtern, die vor den ökologischen Folgen massiver Eingriffe in dieses fragile Küstenökosystem warnen. Was zunächst wie ein regionaler Konflikt erschien, entwickelte sich rasch zu einem Symbol für den Spannungsbogen zwischen wirtschaftlicher Öffnung, politischem Kalkül und dem Schutz einzigartiger Natur- und Lebensräume entlang der albanischen Adriaküste.
Aktuell sind noch Besuch der Insel möglich, immer wieder spannend dort. Mehrere verlassene Bauten, hunderte Bunker, unzählige Tunnel/Stollen und unterirdische Küstenbatterien.