Heidekrug Prötzel Nähe Gielsdorf-Straußberg

Was für ein Aufwand!
Und das ist nur ein Teil der ursprünglichen Planungen! Für Söllichau war ursprünglich ein dreietagiges SBW geplant, die Planung sah ich, weit fortgeschritten. Von daher darf man vermuten, dass an den Standorten der anderen drei Bunkerkomplexe zunächst auch dreietagige Monolithen geplant waren.
 
Büttner,

da "Ladeburg 5" (5020) keine Nummer hatte offenbar:


gehe ich davon aus, dass keine Nummern vergeben wurden, das waren ja auch nur Vorplanungen.

martin 2,

Von daher darf man vermuten, dass an den Standorten der anderen drei Bunkerkomplexe zunächst auch dreietagige Monolithen geplant waren.

Genau, man findet zu den Objekten 6000, 7000 und auch der Wechselführungsstelle Akten im Militärarchiv, in denen die militärischen Forderungen bereits ausgearbeitet wurden. Mit dabei liegen jeweils Standortkarten und jedesmal die Grundrisse des Objektes 5001. Weiter komplett gestrichen wurde beispielsweise die Führungsstelle des Kdo. GT, dort gabs auch schon konkrete Planungen (zur militärischen Aufgabenstellung wurden Grundrisse des Bunker Ladeburg/ GS Müncheberg verwendet). Die bekannte teilgeschützte FüSt StMCGT war das Resultat der Streichung und eine Truppeneigenleistung.

Nebenbei, ein Auskunftsbericht (GKdos Nr.: A 581 213) nennt zum 31.12.1981 folgende Zahlen für die abgebrochenen Bauwerke:

Objekt 17/6003: 57 Mio Mark investiert, weitere 31 Mio Mark sind erforderlich um das Objekt in eine Kaserne umzuwandeln.
Objekt 17/6006 (Sendestelle): 6,5 Mio Mark investiert (Projektierung und Baustellenaufschluss), Bau komplett abgebrochen
Objekt 17/7007: 25 Mio Mark investiert, dazu gehört das Truppenlager ("Objekt 65"), und das Truppenlager VII für 500 militärische Baukräfte. Das Vorhaben 7008 (also Freudenberg) wird dort mit einem zusätzlichen Investitionsumfang von 12,2 Mio Mark beziffert.
 
Ach, du meintest die Vorhabennummer. Wenn man sich die ursprünglichen Vorhabennummern Anfang der 70iger anschaut, gab es allerdings keine Doppelungen an den letzten 2 Stellen der Investitionsvorhabennummer:

5001 FüSt Partei und Staatsführung
5002 Sendestelle Partei und Staatsführung
6003 FüSt Ministerrat
5004 Zentrale Datenverarbeitungsanlage ( zu 5001)
5005 FüSt MfS
6006 Sendestelle Ministerrat
7007 FüSt MdI
6008 zentrale Datenverarbeitungsanlage zu 6003
7009 Sendestelle MdI
usw
 
Ich hatte es zwischenzeitlich so verstanden das der HLP Ladeburg die HLP-Nummer 5020 erhalten hatte. Diese Idee kann aber auf einem Mißverständnis basieren. Also Übernahme Vorhaben-Nummer auf HLP-Nummer. Ein Hubschrauberlandepunkt ohne Nummer ist schwer vorstellbar. Wie gesagt, es ist spekulativ.
 
Möglich wäre es, er müsste in Verzeichnissen des Kdo LSK/LV zu finden sein, weil dieses ja die Luftfahrttechnische Sicherstellung inne hatte, siehe Anhang, Quelle: BArch, MfS, AGM 117. Die im Dokument genannte GVS liegt mir leider nicht vor.
 

Anhänge

  • Screenshot 2025-10-13 221002.JPG
    Screenshot 2025-10-13 221002.JPG
    180,7 KB · Aufrufe: 17
  • Screenshot 2025-10-13 221033.JPG
    Screenshot 2025-10-13 221033.JPG
    58,2 KB · Aufrufe: 17
Oben