Diskussion aus "FLiEGERREVUE extra Nr. 27"

Hermann

Gesperrt
Martin,
wenn man den Titel vorab richtig interpretiert, heisst das
es gab eine ooder mehrere (belastbare und verifizierbare) zahlen für den WV.

Nun aber gibt es neue Zahlen, mehr als bisher bekannt und sogar für den ganzen WV.

Dass heisst die professionell arbeitenden, früheren Auswerter hatten Unrecht denn nun gibt es ja neue Zahlen, die so bisher nicht bekannt waren. Und es bedurfte der bekannten Personen um das zu entdecken. Genial.

Na da werden wir mal ganz gespannt sein auf die Belastbarkeit dieser Zahlen und die die für solche Zählungen auf professionelles Datenmaterial zurückgreifen können werden wassersuppisch genau hinsehen, da bin ich mir sicher.
Mal ne Frage nebenbei, fliesst Provision?
Grüsse Hermann
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Ach bitte. Haben wir dieses Niveau nötig? Es ist jedem hier aus dem Forum freigestellt Artikel zu schreiben und diese Zeitschriften oder Magazinen anzubieten.

Schade finde ich in diesem Zusammenhang das man eher Energie aufwendet um zu kritisieren als:
a.) ebenfalls gesammelte Fakten egal über welches Medium der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sich im gleichen Augenblick dem interessierten Personenkreis zu stellen
b.) einfach zusammen arbeiten

@Hermann: nein, es fließt keine Provision. Gern kannst Du mir ein Cover Deiner Fotobücher zukommen und ich baue ebenfalls eine Info ein. Es würde mich sogar freuen!

Beste Grüße
Martin
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Martin,

ich vermute du verstehst Hermann´s Artikel falsch.

Seinen Artikel versteh ich als kritische Auseinandersetzung mit deinem Eingangspost. Alle Fachleute dieser und vergangener Tage, alle sowj. Militärangehörigen, quasi alle, die sich bisher zu diesem Thema geäußert haben sollen unrecht bzw falsche Informationen gehabt haben und ausgerechnet heute wird das Ei des Kolumbus geknackt???
Halte ich für sehr gewagt, aber lassen wir uns mal von dem Artikel überrschen...

Du hast die Zeitung heute abend doch sicher bei...

Grüße Ralfi
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Nachtrag:

erstmalig detailliert

Sicher??? Ich möchte meinen Herr Uhl hat sich auch schon dazu geäußert, aber es kann sein, daß er auch falschen Informationen aus russischen Archiven erlegen ist. Warten wir´s ab...


P.S. gibts den ganzen Artikel auch frei im Netz zu lesen??? Ich möchte jetz keine 12 öre für einen Artikel ausgeben...

Grüße RAlfi
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Wir sollten hier im Bezug auf den oben erwähnten Artikel / publizistischen Tätigkeiten der Autoren eins ganz klar betonen. Wir reden hier von Beiträgen die der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bestimmte Themen wurden/werden also erstmalig detailiert in der Öffentlichkeit beschrieben. Ganz simpel.

Auch wenn über das eine oder andere Thema Wissensammlungen in bestimmten Gruppen verteilt werden, sind diese nicht frei verfügbar / öffentlich da sie nicht frei im regulären Handel erworben werden können. Sich also hinzustellen und zu sagen das es darüber schon was gibt / gab ist in meinen Augen nicht ganz richtig.

Wäre es nicht toll wenn man die Fähig- und Fertigkeiten der verschiedenen Gruppen vernetzt?

Beste Grüße
Martin
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Martin,

erstmalig detailiert in der Öffentlichkeit

Wieder falsch, wenn ich mit Herren Uhl richtig liege, dann gibt es seine Bücher offen zu kaufen... Hab letztens eins bei amazon gesehen...

Wäre es nicht toll wenn man die Fähig- und Fertigkeiten der verschiedenen Gruppen vernetzt?

Klar wär das schön. Aber dann müßte meiner Meinung nach selektiert werden. Denn es kann nicht sein, daß bestimmte Personen ständig (wohlwissend) falsche Thesen aufstellen und von den anderen erwarten, daß diese Thesen wiederlegt werden... So funktioniert eine Wissenssammlung nicht...

Mehr heute Abend, muß los...

Grüße Ralf
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Wieder falsch, wenn ich mit Herren Uhl richtig liege, dann gibt es seine Bücher offen zu kaufen... Hab letztens eins bei amazon gesehen...

Räusper. Du möchtest mir also den Buchmarkt erklären? Die blosse Verfügbarkeit eines Titels bei Amazon o.ä. sagt noch lange nichts über die Absatzzahlen. Nicht umsonst sprechen wir hier von wissenschaftlichen Büchern, überlege mal warum die Bücher höhere Verkaufspreise haben, bestimmt nicht um die Taschen der Verlage oder Autoren zu füllen.

Denn es kann nicht sein, daß bestimmte Personen ständig (wohlwissend) falsche Thesen aufstellen und von den anderen erwarten, daß diese Thesen wiederlegt werden...

So ein Quatsch habe ich aber nun lange nicht mehr gehört.

Beste Grüße
Martin
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Martin,

ich vermute du verstehst Hermann´s Artikel falsch.

Seinen Artikel versteh ich als kritische Auseinandersetzung mit deinem Eingangspost. Alle Fachleute dieser und vergangener Tage, alle sowj. Militärangehörigen, quasi alle, die sich bisher zu diesem Thema geäußert haben sollen unrecht bzw falsche Informationen gehabt haben und ausgerechnet heute wird das Ei des Kolumbus geknackt???
Halte ich für sehr gewagt, aber lassen wir uns mal von dem Artikel überrschen...

Du hast die Zeitung heute abend doch sicher bei...

Grüße Ralfi

Ich kenne den Artikel nicht, noch habe ich die Zeitung, noch verdiene ich irgendwelche Provisionen. So ein Blödsinn aber auch gleich immer damit zu kommen.

Es geht mir hier ums Prinzip. Wie man an meinen postings hier in der Unterkategorie sieht, erwähne ich regelmäßig neue Bücher und DVD's die mir hier und da unter kommen. Wie schon im Beitrag #4 angeboten erwähne ich auch gern Publikationen die nicht im Buchhandel oder im Internet oder bei mir im Shop verfügbar sind, oder anders: man kann auch gern selbst drauf hinweisen.

Was ich auch, nennen wir es mal suboptimal finde, ist sich nachdem jemand sich die Arbeit gemacht hat und einen Artikel in einem öffentlich und der breiten Masse zugänglichen Medium publizierte drauf zu hauen und sagen "ätsch, gabts doch schon da und da zu lesen und ist noch obendrein falsch, weil ..." Dann frage ich wo bitte, und wo kann man dieses gesammelte Wissen ohne großen Hürden einsehen? Welche Bibliothek, welches Archiv, welcher Buchhandel?

Was bleibt am Ende bestehen? Wissen welches nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich ist, geht in der Regel verloren. Öffentliche Zeitungen, Bücher usw. landen alle meines Wissens in doppelter Ausfertigung in der Nationalbibliothek und sind so für die Nachwelt erhalten.

Man sollte also mal hinter die Kulissen schauen bevor man sich äußert.

Und Grüße
Martin
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Martin,
zum ersten Mal beziehst Du Position. Interessant. Den RL für seine Meinung zu verdreschen ist fehl am Platz.
1.
eine Frage wird ja noch gestattet sein,
2.
Das Prinzip heisst ganz eindeutig, ehe ein Nachwuchsautor, die Arbeit derer, die damit über 30 Jahre ob in West oder Ost, professionell zu tun hatten, (und ich meine hier nicht mich), nicht mal ansatzweise bewerten kann, sollte man mit solchen kindlichen Einstufungen in jeglichen Zeitschriften zurückhaltend sein, denn im Gegensatz zu Herrn Büttner haben diese Leute im Interesse ihres Landes ziemlich umfassend u. professionell den potentiellen Gegner beurteilt, manche über 40 Jahre. Komischerweise gestehst Du dem Fachmann Dinge zu, die Du anderen nicht zugestehst. Wenn Du die (National Intelligence Estimates u. andere) aufmerksam liest, wirst Du etliche zu der Problematik finden. Allerdings war der Kernwaffeneinsatz immer auch ein politisch und militärdoktrinär unterlegtes Problem, welches sich nicht annähernd mit dem Zählen von Halteschienchen u. Schalterchen erklären ließ. Wenn die die sehr konkreten Aussagen von M Malinowski zu eben jenem Problem (in Russich oder Deutsch) gegenüber den Oberbefehlshabern und Befehlshabern der Armeen auch nur mal gelesen hättest, wüsstest Du um die Denke zu dem Problem und dass eben NICHT jeder kleine Anfall mit einem Masseneinsatz von taktischen KW beantwortet werden konnte und wäre. Weder vom Westen, weil sie die Ablehnung der Flexible Response seitens der UdSSR kannten, noch von der UdSSR weil eben das Konzept der massiven Vergeltung im Raume stand. Stellt sich nur dre Frage wer ist eigentlich Malinowski? Hatte der überhaupt Durchblick? Ich denke schon. Leider reicht Dir anscheinend der andere Autor. UND das ist eben der ganz einscheidende Grund, warum es bisher keine Vernetzung wie immer so schön angeregt, gegeben hat. Ich bin mal so hoch überarrogant zu behaupten, dass man sich mit Leuten, die den Kernwaffeneinsatz der breiten Masse, als Zwischending zwischen LPG Einsatz, Kremserfahrt und Knöpfendrücken erklären wollen, nicht an einen Tisch setzen kann oder würdest Du einen Schüler der voller Freude feststellt, dass er Zählstäbchen nicht mehr braucht, und in sein Hausaufgabenheft schreibt: Jetzt zeige ich es allen!, ernstnehmen?
3.
Die Konzeptionen im Verlaufe der Jahre waren sehr komplex. Daher waren diese Fachleute meist Analysten der verschiedensten Fachbereiche, bis hin zu Wisschenschaftlern. Ich zumindest würde mir für den größten Teil derer die mit solchen Fragen zu tun hatten, nicht anmaßen, denen falsche Konzeptarbeit zu unterstellen. Wenn ich mich Recht erinnere, war der Einsatz unter vielen anderen Bedingungen mit bestimmten Eskalationsstufen verknüpft. Haste mal was dazu vom Fachautor gehört? Schon aus diesem Grund glaube ich zumindest diesem Personenkreis erheblich mehr zu als das der Bahnhofsheftefreund vielleicht tut.
3.
Nun war es vermutlich wieder an der Zeit, es denen zu zeigen, denn zählen konnten sie anscheinend nicht. Du gibst vor, den Artikel nicht zu kennen, weist aber, dass andere nicht Recht haben können. Warum? Ich kenne natürlich eine Antwort aber das tut hier nichts zur Sache.
4.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Artikel bei einigen Diensten Aktivität auslöst, nach dem Motto:
"Waren unsere Analysen von damals falsch"?
"Waren wir tatsächlich so blind das nicht zu erkennen"?

Diese Frage zu bejahen, ist nicht nur in höchstem Maße dumm, sondern auch frech, aber wie die Paraxis zeigt, scheuen einige davor in ihren Veröffentlichungen nicht zurück.
5.
Einige Abteilungsleiter werden sich auch fragen,
"Warum haben wir unseren Doktoren vertraut, wenn es doch so einfach war?", Mensch hätte ich doch auch so einen Tüchtigen gehabt, dann hätte man die ganze VA einsparen können...
6.
Danach wird je nach Ergebnis die Frage im Raume stehen:
"Wer sind die Autoren?"
"Woher ziehen sie ihre Detailinfos?"
"Wie ist ihr fachlicher Background".
Hier geht es nicht um ÄTSCH,, hier geht es um Stil.
Stil wäre gewesen:
a) der Sachstand.
b) folgende Informationen lagen dazu vor und zwar von dem und dem,
b1) wie ist die neue Informationslage, was unterscheidet sie zu früher?
c) das Autorenteam geht aber nach neusten Erkenntnissen von dem und dem aus,
d) Bezugsbasis der Vermutung.
e) fachlich sauberer Umgang mit dem Problem
f) Ergebnisse.

Da Du Dich ja schon auf eine Seite geschlagen hast, wird Dich das Ergebnis sicher nicht so interessieren, wie zum Beispiel die Analyse zum letzten Bläher Artikel. Was hat denn die sowjetische Militärführung ganz konkret zum Kernwaffeneinsatz und seinen politischen Optionen gesagt? War da nicht etwas mehr an Beweggründen zum Nicheinsatz? Wenn man da tiefer einsteigt findet man durchaus die Essentials die erklären, dass man eben nicht mit jeder Menge Bomben in Europa rumwerfen konnte oder zweistellige Anzahlen von Städten auslöschen wollte.
Wo sind die Beweise die man von anderen stehts gern und überall fordert?
7.
Dass die Arbeiten anderer, (vielleich einem anderen Verkündungsstil zuzumessender) historisch interessierter Personen verloren ist, glaube ich eher nicht, es muss ja nun nicht immer die NB sein. Sammlungen nehmen ja auch andere Fachanstalten gern entgegen.
GRüsse Hermann
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Guten Morgen,

eins vorweg, wie ich im Beitrag # 9 schrieb geht es mir ums Prinzip. Mir ist vollkommen wurscht um welchen Artikel und vom wem es hier vom Grund her geht.

Das Prinzip heisst ganz eindeutig, ehe ein Nachwuchsautor, die Arbeit derer, die damit über 30 Jahre ob in West oder Ost, professionell zu tun hatten, (und ich meine hier nicht mich), nicht mal ansatzweise bewerten kann, sollte man mit solchen kindlichen Einstufungen in jeglichen Zeitschriften zurückhaltend sein

Warum? Wir dürfen hier nicht die verschiedenen Ebenen vermischen. Das hatte ich bereits kritisiert.

denn im Gegensatz zu Herrn Büttner haben diese Leute im Interesse ihres Landes ziemlich umfassend u. professionell den potentiellen Gegner beurteilt, manche über 40 Jahre. Komischerweise gestehst Du dem Fachmann Dinge zu, die Du anderen nicht zugestehst.

Falsch. Ich weiss nicht in welchen Beitrag Du diese meine Aussage rauslesen möchtest aber Deine Aussage ist falsch.

das ist eben der ganz einscheidende Grund, warum es bisher keine Vernetzung wie immer so schön angeregt, gegeben hat. Ich bin mal so hoch überarrogant zu behaupten, dass man sich mit Leuten, die den Kernwaffeneinsatz der breiten Masse, als Zwischending zwischen LPG Einsatz, Kremserfahrt und Knöpfendrücken erklären wollen, nicht an einen Tisch setzen kann oder würdest Du einen Schüler der voller Freude feststellt, dass er Zählstäbchen nicht mehr braucht, und in sein Hausaufgabenheft schreibt: Jetzt zeige ich es allen!, ernstnehmen?

Ach bitte. Egal aus / mit welchen Hintergrund man sich mit verschiedenen Themen dauerhaft beschäftigt ist man ernstzunehmen. Wenn es keine Vernetzung gibt, muss man eben damit rechnen das andere trotzalledem weiter machen. Was ist nun ehrwürdiger? Wenn man sich für eine Thematik interessiert und seinen Weg sucht oder sich hinzustellen und immer drauf zu hauen und generell zu verurteilen ohne einen gemeinsamen Weg zu suchen?

Die Konzeptionen im Verlaufe der Jahre waren sehr komplex. Daher waren diese Fachleute meist Analysten der verschiedensten Fachbereiche, bis hin zu Wisschenschaftlern. Ich zumindest würde mir für den größten Teil derer die mit solchen Fragen zu tun hatten, nicht anmaßen, denen falsche Konzeptarbeit zu unterstellen.

Ich kann jetzt auch nur für mich sprechen. Hat man das getan? Bitte nun nicht wieder die verschiedenen Ebenen vermischen. Wir reden hier über einen Beitrag in einer populären, nicht wissenschaftlichen Zeitschrift.

Wenn ich mich Recht erinnere, war der Einsatz unter vielen anderen Bedingungen mit bestimmten Eskalationsstufen verknüpft. Haste mal was dazu vom Fachautor gehört? Schon aus diesem Grund glaube ich zumindest diesem Personenkreis erheblich mehr zu als das der Bahnhofsheftefreund vielleicht tut.

Ich schreibe hier nicht so engagiert um das Wissen anderer zu beurteilen. Steht mir auch gar nicht zu. Wer bin ich den? Es geht mir um die Art und Weise wie man sich mit anderen "Gruppierungen" auseinandersetzt.

Nun war es vermutlich wieder an der Zeit, es denen zu zeigen, denn zählen konnten sie anscheinend nicht. Du gibst vor, den Artikel nicht zu kennen, weist aber, dass andere nicht Recht haben können. Warum? Ich kenne natürlich eine Antwort aber das tut hier nichts zur Sache.

Ahhhhhh. Kenne ich auch nicht, kennst Du ihn schon? Nochmal, mir geht es um das drumrum und nicht um den Inhalt.

Da Du Dich ja schon auf eine Seite geschlagen hast, wird Dich das Ergebnis sicher nicht so interessieren, wie zum Beispiel die Analyse zum letzten Bläher Artikel. Was hat denn die sowjetische Militärführung ganz konkret zum Kernwaffeneinsatz und seinen politischen Optionen gesagt? War da nicht etwas mehr an Beweggründen zum Nicheinsatz? Wenn man da tiefer einsteigt findet man durchaus die Essentials die erklären, dass man eben nicht mit jeder Menge Bomben in Europa rumwerfen konnte oder zweistellige Anzahlen von Städten auslöschen wollte.

Es geht mir hier um keine Seite. Hermann, ich schätze Dich, genauso wie ich jeden weiteren schätze der vernünftigt Zeitgeschichte aufarbeiten möchte.

Ich schlage hiermit ein Treffen vor. Wenn man so will einen runden Tisch.

Beste Grüße
Martin
 
Martin,
einem runden Tisch würde ich als erstem Schritt zustimmen,
weitere Schritte werde ich mir reiflich überlegen. Ich setze mich und das sei vorab ganz deutlich gesagt, nicht mit Leuten an einen Tisch, die öffentlich so tun, als müssten sie dem normaldoofen Leser unterjubeln, dass die sowjetische Seite mehrere tausend tak-tische Nuklearschläge uberall unterzubringen gedachte u. das noch als grossen Forschungserfolg verbuchen. Wenn es möglich gewesen wäre, die hergestellten Plastik-Modell-MIG auch als solche Träger zu verkaufen, hätte man die auch dazu zählen können.

Ansonsten ist es angebracht, die Argumentation eines Herrn Ebert zur Lesbarkeit oder Nichtlesbarkeit der Arbeiten anderer nicht für seine Argumentation zu übernehmen. Der Mann ist so weit weg vom Informationsfluss, dass sich jeder weitere Disput dazu erübrigt, hat er doch Kraft seiner Fachkompetenz bereits verkündet welche Flachzangen-rolle die NVA Generalität zu diesem Thema bisher spielte, oder dass ein GM Schubert als Spezialist dem MfS zuzurechnen war. Gesprochen hat er aber dazu (damals in Verantwortung) keinen einzigen. Wir belassen das Thema wo es ist. Dass man die Fliegerrevue nunmehr als unwissenschaftliche Massenware ansehen kann, wo eben solche Thesen ungeprüft hingehören, war mir neu. Nichts anderes habe ich aber seit langem kundgetan.

Übrigens gibt es von allen wisschenschaftlichen Veröffenlichungen Datenbanken des AWZ , die die Quellenangaben aus wissenschaftlichen und allen möglichen Veröffenlichungen zusammenzählen und in einer Matrix verarbeiten. Will sagen man kann sehen, wer wen wie oft zitiert und auf diesen Bezug nimmt, man kann da auch erkennen wer auf wen wann wo Bezug nimmt, und wenn man das zeitlich staffelt, wer als erster textlich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Arbeit dazu was gesagt hat (zum Beispiel Veröffentlichungsdatum) als dann, kann man die Bezüge zeitlich sortieren lassen um zu sehen wie viele andere Doktoranden, Anaylitker, Historiker auf diese Quelle zugreifen oder sie zitieren.

Bei manchen Leuten ist das sehr interessant, vorallem wenn fast alle von einem "abschreiben" oder diesen zitieren. Schon aus diesem Grund geben manche Leute nie Quellen an, könnte ja sein, man kann die Spueren der Erhaschung erkennen.

Für 4 Studenten der FU, die ich bei einigen Formulierungen u. meiner historischen Sicht
eines "OSSIS" der in interessanten Bereichen dienen durfte, momentan unterstütze, haben wir das für ausgesuchte Leute mal gemacht. So tauchen zum Beispiel
J. Douglas jr. mit seiner Analyse zu sowjetischen Doktrinen und den dazu (zum Betrachtungszeitpunkt) tatsächlich ableitbaren Handlungsoptionen 173 mal auf, Miller aus dem Cold War Komplex 68 x. Gribkow 42x, Perwow, 57 x usw usf. Die von mir so geschätzten Fachleute auch. Dazu nenne ich keine Zahl, denn ich will ja niemanden zu Nahe treten...
Grüsse Hermann
 
@Hermann,
Vorbedingungen für einen 'Runden Tisch' machen sich nicht unbedingt gut & könnten ein zustandekommen scheitern lassen. Dies sollten gerade Vertreter unserer Generation noch genau Wissen.
Ein Runder Tisch wird oft eingesetzt als symbolische Sitzordnung einer Konferenz zur Bewältigung von Krisen, in der Vertreter verschiedener Institutionen gleichberechtigt, d. h. ohne Hierarchiestufen oder Vorsitzenden, einen von allen Seiten anerkannten Kompromiss finden wollen. Ein bekanntes Beispiel sind die Runden Tische, an denen die Revolutionen im Jahr 1989 ausgehandelt wurden.

Quelle » Wikipedia

Du wirst sehr geschätzt hier, dies ist meine Meinung und dies entnehme ich auch Meinungen gerade hier zuvorstehender Postings.

Man könnte genauso gut auf die Idee kommen, als Bedingung für Gespräche gerade die hier wieder in einigen deiner Beiträge enthaltenen persönlichen Verunglimpfungen zum Thema zu machen. So wirken jedenfalls Teile deiner Äusserungen auf mich.

Entschuldige, aber wenn ich Blähungen habe, ist mir dies bewusst und ich befinde mich dann in der Regel an einem anderen Ort.

Grüße Frank
 
Dj,
ich würde vorschlagen, Du ziehst Dir Schuhe, die nicht für Dich gedacht waren auch nicht an. Wenn Du meinst, Du müsstest Dich zu dem Kreis der angesprochenen zählen, so war mir das neu. Diese Netzwerke sind ja nichts neues, das pflegen andere Teilnehmer seit Jahren intensiv, der Rest ist ein offener Prozess. Wenn Zeitreisende meinen, sie müssten sich zum Unvermögen der von mir nur ansatzweise genannten Analysten äussern, sei gestattet, dass einer der Zunft dazu etwas sagt. Wenn Unterführerdienstgrade der NVA ganz öffentlich ihre ehemalige Führung angehen, und dieser ohne eigenen Beitrag zu Sachverhalt versagen vorwerfen, ist das ganz offensichtlich o.k. Das ist eben das Internet. Das sehe ich allerdings anders und aus diesem Grund sei des öfteren mal der Finger in die Wunde gelegt auch wenn das unan-genehm ist. Sonst entsteht der Eindruck, dass denen das gemäss ihrem letzten Dienst-grad oder ihrer Vita zusteht. Nicht mehr und nicht weniger steht dahinter. Wenn denn also ein runder Tisch werden soll ist es o.k., wenn nicht, lebe ich damit auch weiter.
Grüsse Hermann
 
AW: FLiEGERREVUE extra Nr. 27

Räusper. Du möchtest mir also den Buchmarkt erklären? Die blosse Verfügbarkeit eines Titels bei Amazon o.ä. sagt noch lange nichts über die Absatzzahlen. Nicht umsonst sprechen wir hier von wissenschaftlichen Büchern, überlege mal warum die Bücher höhere Verkaufspreise haben, bestimmt nicht um die Taschen der Verlage oder Autoren zu füllen.

Ich will dir garnichts erklären, denn davon hab ich keine Ahnung. Es geht nur um die Äußerung "erstmalig" weil sie so nicht stimmt. Dieses Buch ist jedem zugänglich, jeder der Interesse daran hat kann sich das Buch kaufen...
Wo liegt denn jetzt das Problem???


So ein Quatsch habe ich aber nun lange nicht mehr gehört.

Beste Grüße
Martin

Soll ich jetzt hier wirklich öffentlich nen Beispiel nennen???

Was ich auch, nennen wir es mal suboptimal finde, ist sich nachdem jemand sich die Arbeit gemacht hat und einen Artikel in einem öffentlich und der breiten Masse zugänglichen Medium publizierte drauf zu hauen und sagen "ätsch, gabts doch schon da und da zu lesen und ist noch obendrein falsch, weil ..."

Suboptimal fand ich die Wortwahl und das tat ich kund... Was ist daran falsch??? Meine Texte werden hier doch auch kritisiert, warum darf ich das nicht???

So wirken jedenfalls Teile deiner Äusserungen auf mich.

Richtig, wenn man in der Materie nicht drin steckt und nicht wirklich Ahnung hat worum es geht, bekommt man einen falschen Eindruck.

meint Ralfi
 
Ralfi,
ich würde sagen, wir lassen das Thema ruhen. Es ist eigentlich alles gesagt. Die Heran-gehensweisen in der Untersuchung bestimmter historischer Aspekte scheinen sich doch stark zu unterscheiden. Erstaunlicher Weise finden sich immer Kämpfer die vehement für die eine oder andere Seite fighten, ohne aber das Thema selbst verinnerlicht zu haben. So ist es eben.

Das Thema der nuklearen Rolle der MIG 21 (mit ihren wichtigen und im Einsatz zu beach-tenden Parametern wie Flugreichweite im Rückkehrfall, denn Piloten gab es nicht auf La-gerhalde) waren aber bereits ab 1992 in mehreren russischsprachigen Veröffenlichungen Thema der Erörterung. So ich weis, haben dazu mindestens zwei Oberstleutnante an der Shukowskaja zu einigen Nebenthemen promoviert. In den früheren Veröffenlichungen ist man zu etwas anderen Schlußfolgerungen gekommen, die ggf auch mit der Tauwetter-periode in der Jelzin-Ära zusammenhängen (Archivzugang), mit den damals noch verfüg-baren Zeitzeugen (Altersproblem), oder aber mit dem Blickwinkel derer, die dort als BETEILIGTE ihren Blickwinkel beschrieben haben.

Die RBF Analysen (R= Right für richtig) (B= Bad für schlecht/ falsch) (F = Fake für frei erfunden) sind jedenfalls aufschlußreich. Ob die Analysten richtig liegen, ist eine weitere Frage, aber die wäre abschließend nur zu beantworten, wenn man sowohl die Quellen der Autoren u. alle Beweisquellen der Analysten kennt. Zum Glück nennen die Autoren ja keine oder besser nur wenige. Der Rest ist mir wurscht, mag jeder das schreiben was er will...

Der Beitrag hat ja hier und da einige Wellen geschlagen, man kann davon ausgehen, dass der MAA (Mil Attache App) der Botschaft der RF zu dem Heft seine Sequenzen gemeldet hat. Es gibt da auch einige Reaktionen drauf, doch das hiesse sich wieder mit dem Thema auseinanderzusetzen, was viel Zeit kostet aber nichts bringt.
Grüsse Hermann
 
@WW,
dies ist nur der Anfang des rund 32 Druckseiten langen Artikels und das ist nicht der Teil, der von so hohen Interesse scheint und offenbar mehrere Geheimdienste bewegt ...

Dieser Teil umfasst 2 Druckseiten innerhalb des Gesamtartikels.

Grüße Frank
 
Danke für die Info.
Bei uns ist Sie schon aus den Regalen verschwunden.

Gruss

So gut verkauft oder vom Verlag zurück gezogen???
Danke für den Internettip... Vieleicht hat ja einer die Ausgabe und lässt mich mal kurz blättern...

@Hermann,

ich denke auch es würde zu nix weiter führen. Jeder hat seine Ansicht und jeder hat seine Fachhistoriker mit denen er zusammen Arbeiten möchte... Der eine sieht es so und der andere eben anders... Lernen will eben auch gelernt sein...

meint Ralfi
 
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