Die (mobilen) Reparatur-technischen Basen der Raketentruppen

Das Reparatur-technische Basen ist ein recht interessantes. Leider sind die Infos darüber sehr gering. Nur vereinzelt findet man Veröffentlichungen.

Reparatur-technische Basis (RTB), mobile Reparatur-technische Basis (PRTB)​



Reparatur-technische Basis (RTB) - Ein Teil der nuklearen Unterstützung der Streitkräfte der Russischen Föderation, die für den Betrieb (Empfang, Lagerung, Wartung) und die Lieferung von nuklearer Munition (Sprengköpfe) für den Gefechtseinsatz von Nuklearwaffen (z. B. Raketenregimenter) bestimmt ist. Alle Reparatur-technischen Basen sind organisatorisch Teil der Zwölften Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation. Die Reparatur-technischen Basen der Raketentruppen der strategischen Bestimmung werden zur operativen Unterstellung dem Kommandeur der RVSN übergeben. Die Reparatur-technische Basis umfasst die folgenden strukturellen Elemente: Verwaltung, Montagebrigaden, Unterstützungseinheiten.
Die ersten Reparatur-technischen Basen wurden um 1956 formiert, als die ersten Atomsprengköpfe für die Raketen R-5M bei den Ingenieurbrigaden RVGK eintrafen. Sie wurden ПРТБ genannt – mobile Reparatur-technischen Basen. Zum Bestand gehörten Montagebrigaden. Daher die "Duplizität" bei der Entschlüsselung der Abkürzung RTB - Basis und Brigade (РТБ - база и бригада). Es gab auch OSBs - selbständige Montagebrigaden (ОСБ - отдельные сборочные бригады), welche den ORD zugeordnet waren - selbständige Raketenabteilungen (ОРД - отдельным ракетным дивизионам).
"Gleichzeitig wurden Militäreinheiten für den Einsatz formiert und für den Gefechtseinsatz von Sprengköpfen mit nuklearen Ladungen ausgebildet - zwei Montagebrigaden, deren Kommandeure Oberst F.P. Gladkov und Oberstleutnant V.G. Kotelnikov waren." [5]
"Seit 1957 lösen die Verwaltungen NRV (Chef der Raketenbewaffnung - НРВ начальника ракетного вооружения) die Aufgaben der Entwicklung der Ausrüstung und Bildung der Reparatur-technischen Brigaden (RTB) für die Montage von Atom- und Wasserstoffladungen sowie die Lagerung und deren Einsatz in den Truppen.

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Die Schaffung einer eigenständigen Abteilung für den Betrieb von Sonderladungen und Reparatur-technischen Basen wird durch die Notwendigkeit bestimmt, eine konstante Gefechtsbereitschaft der Raketen mit Sonderladungen sicherzustellen, Lösung einer Vielzahl von Problemen beim Betrieb dieser Ladungen in Einheiten und Erhöhung der Anzahl von Feld- und stationären Reparatur-technischen Basen in naher Zukunft." [4]
In Zukunft wurde während des Übergangs zu den Raketenkomplexen vom Typ OS (selbständiger Start) ein Teil der Reparatur-technischen Basen reduziert, und eine Reparatur-technische Basis blieb in jeder Raketendivision, wodurch alle Raketenregimenter der Division bereitgestellt wurden.
Im Zusammenhang mit der Reform der Streitkräfte am 1. Januar 2009 sind Einheiten der Reparatur-technischen Basen Teil der 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation (12. GUMO MO RF).

1. Reparatur-technische Basen (RTB), mobile Reparatur-technische Basen (PRTB)

RTB-Forum.jpg

2. selbständige Monragebrigaden

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1 Im Zusammenhang mit dem Abschluss des Einsatzes der Gefechtsordnung der Armee ... Ende 1966 wurde die 2975. Armee technische Basis aufgelöst, die sich auf dem Territorium des Arsenals in Kolosovo befand, mit drei kadrierten mobilen Reparatur-technischen Basen: 1569. (Eisenbahnversion), 1570., 1571. (Automobilversion). [6]

2 Montagebrigade im Bestand vom 955. Objekt "S" 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums (в/ч 62902), wurde nicht "selbständig". 1963 aus der 1914. Reparatur-technischen Basis formiert, um das 83. Raketenregiment (Anadyr) bereitzustellen. Informationen zu ihr finden Sie auf der Seite zur 1914. Reparatur-technischen Basis.

Quelle: https://rvsn.info/handbook_16.html
 
Aus der Geschichte der Schaffung und Weiterentwicklung spezieller militärischer Formationen für den Einsatz der Sprengköpfe für Raketen strategischer Bestimmung

Am 4. September 2006 wurde auf Dekret des Präsidenten der Russischen Föderation ein Berufsfeiertag bei den Streitkräften festgelegt - den Tag der nuklearen Sicherstellung. Dieses Datum wurde nicht zufällig gewählt: An diesem Tag wurde die 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation geschaffen, die sich mit nuklearer Sicherstellung befasste. Die Besonderheiten der Aktivitäten dieser Verwaltung machen sie zur geschlossensten in der Militärbehörde.
Seit mehr als einem halben Jahrhundert der Existenz der nuklearen Kräften wurden mehrere Zehntausend Spezialisten in der Bedienung von Raketengefechtsköpfen in allen Teilstreitkräften und Gattungen geschult. Nur in den RVSN gab es mehr als 117 Militäreinheiten, die die Aufgaben der nuklearen Sicherstellung lösten. In der Armee und der Flotte wurden die Nuklearspezialisten jedoch als "taubstumm" bezeichnet, weil sie Fragen zu den Einzelheiten ihres Dienstes ignorierten. Aus diesem Grund gibt es in der Geschichte der RVSN eine große Anzahl von "weißen Flecken", insbesondere wenn es sich um Einheiten handelt, die direkt am Betrieb der Sprengköpfe von Raketen beteiligt sind.

Am 2. Februar 1956 wurde während der Operation "Baikal" vom Polygon Kapustin Jar zum Semipalatinsker Polygon die erste ballistische Rakete R-5M mit nuklearer Ladung gestartet. Welche Einheit dann die Vorbereitung und das Andocken des Gefechtskopfes durchführte, ist noch unklar. Der Start bestätigte die praktische Machbarkeit des Einsatzes von nuklearen Ladungen in ballistischen Raketen. Und 1956 traten die ersten Atomsprengköpfe der Raketen R-5M in die Ingenieurbrigaden der Reserve des Obersten Oberkommandos (RVGK) ein. «Gleichzeitig wurden Militäreinheiten formiert, um Gefechtsköpfe mit nuklearen Ladungen im Gefecht einzusetzen - zwei Montagebrigaden unter der Leitung von Oberst F.P. Gladkov und Oberstleutnant V.G. Kotelnikov.

Zu Beginn des Jahres 1957 wurde unter militärischen Bedingungen eine experimentelle Montage eines Gefechtskopfes der Rakete R-5M durchgeführt, die Organisationsstruktur, Ausrüstung und Arbeitsmethoden der Montagebrigade praktisch überprüft. Anschließend werden auf der Grundlage der Montagebrigaden spezielle Militäreinheiten für den Einsatz von Raketengefechtsköpfen formiert».
Die Offiziere und Fähnriche dieser Militäreinheiten, im Rahmen ihrer Arbeit, die Kollegen Raketschniki nannten sie scherzhaft "Kaulquappen" («головастиками»). Sie selbst nannten sich "rtbeschniki" («ртбешниками») nach dem tatsächlichen Namen ihrer Einheiten - ртб (Reparatur-technische Basis). "Die Raketschniki (Ракетчики) waren mit dem Betrieb der Raketenkomplexe beschäftigt und die Spezialisten der Reparatur-technischen Basis (in unserem Slang "Kaulquappen") befassten sich mit der Lagerung, Montage und dem Andocken der Gefechtsköpfe an die Raketen direkt an den Startpositionen".2

Strenge Regimebeschränkungen verengten den Personenkreis, der zu Informationen über Fragen der Aktivitäten der Reparatur-technischen Basis zugelassen wurde, so weit wie möglich. Nicht einmal alle stellvertretenden Kommandeure der Division, in welcher unmittelbaren Unterstellung sich die Reparatur-technische Basis befand, durften ihre technische Position ohne Erlaubnis Moskaus nicht betreten. Das "Sonderregime" in Bezug auf die Reparatur-technische Basis hat dazu geführt, dass in den Memoiren der Veteranen der RVSN, in wissenschaftlichen und historischen Werken und Enzyklopädien fast nichts über diese Teile gesagt wird und es einige Ungenauigkeiten geben kann (Dienstjahre, aktuelle Positionen und Ränge sowie die Initialen einiger Offiziere).

Inzwischen ist in jeder Formation der Raketentruppen der Personalbestand der Reparatur-technischen Basis als Erster im Gefechtsdienst, zusammen mit der ersten Abteilung oder dem Regiment, in wessen Interesse es handelte. Bei der Auflösung der Formation wurde die Reparatur-technische Basis als letztes entfernt, nachdem alle Gefechtsteile der Raketen auf die Lagerbasen verteilt wurden. Die "rtbeschniki" erfüllten ihre Aufgaben überall dort, wo mindestens eine Raketenabteilung den Gefechtsdienst leistete. Von Anadyr im Osten bis zum Oblast Kaliningrad im Westen, von der Kola-Halbinsel im Norden bis nach Zentralasien im Süden. Zeitweise wurden die Aufgaben der nuklearen Unterstützung außerhalb des Landes erfüllt. 1959 wurden zwei mobile Reparatur-technische Basen in die DDR verlegt.

«Die Entscheidung, die 72. Ingenieurbrigade RVGK auf das Territorium der DDR zu verlegen, wurde 1955 durch einen Beschluss des Zentralkomitees der KPdSU und des Ministerrates der UdSSR getroffen. In der DDR wurde die Brigade in den Rayonen Fürstenberg und Vogelsang eingesetzt. Zum ersten Mal wurden stationäre Einrichtungen für zwei technische Abteilungen, zwei mobile Reparatur-technische Basen und die Verwaltung der Brigade sowie Lager für Raketen und die nuklearen Ladungen gebaut. Im Frühjahr 1959 wurde die Brigade in die Deutsche Demokratische Republik versetzt, im April wurde die Atomsprengköpfe (nukleare Munition) geliefert und im Mai war die Brigade für den Gefechtseinsatz bereit. Im August 1959 erhielt man den Befehl, das Territorium der Deutschen Demokratischen Republik zu verlassen und in die UdSSR zurückzukehren. Der lange Aufenthalt der Brigade in der DDR fand nicht statt».3

Drei Jahre später erfüllten die ртбешники erneut ihre militärische Pflicht über die Grenzen des Vaterlandes hinaus. Diesmal auf Kuba. Aus den Erinnerungen eines Oberstleutnants der Reserve, Viktor Ivanovitsch Gudym, 1960-1963 leitender Techniker der 329. Reparatur-technischen Basis der 50. Raketendivision in Belokorovitschi stationiert: «Es gab Gerüchte über die Verlagerung mehrerer Raketenregimenter und damit der Reparatur-technischen Basen, die sie bedienen, ins Ausland. In den Einheiten, die sie auf eine höhere Gefechtsbereitschaft umstellten, wurde der Offiziersbestand in die Kasernenordnung versetzt.

Mit der Ankunft des neuen Kommandeurs, Chef der Reparatur-technischen Basis Oberst S.K. Romanov, verwandelte sich das früher turbulente (wie wir glaubten) Leben unserer Einheiten sich in ... einen sprudelnden Vulkan. Sie haben offensichtlich begonnen, uns gezielt auf etwas vorzubereiten, aber niemand konnte genau verstehen, was.

Trotz der Stränge die bei der Lösung von Produktions- und Dienstfragen gezeigt wurden, hat Oberst S.K. Romanov von uns allen Respekt erlangt und wir haben von den ersten Tagen seines Aufenthalts in unserer Einheit an nur einen Nachteil festgestellt. Plötzlich, ohne ersichtlichen Grund, wurde er blass und mit großen Schweißtropfen bedeckt. Schlich etwas in seinen Mund und erstarrte für ein paar Momente. Danach kehrte die Farbe in sein Gesicht zurück, er seufzte schwer und setzte den durch den Angriff unterbrochenen Satz fort.

Mitte Juli 1962 erhielt man den Befehl, unsere Ausrüstung für den Versand vorzubereiten und selbst für die Abfahrt mit der Bahn bereit zu sein, aber weder die Zeit noch das Ziel wurden genannt. Völlige Verwirrung. Es war nur bekannt, dass der gesamte Bestand des Raketenregiments von Oberst N.F. Bandilovsky und unser Reparatur-technische Basis verlegt werden sollten. Wohin, wozu, wie viel? Das wusste niemand. Das Kommando empfahl uns, unsere Familien zu Verwandten zu schicken.

Nach der abgereisten Technik, die wir bereits nur in Kuba gesehen haben, gingen alle unsere Mannschaften auf den Weg. Fast zehn Tage in Güterwagen verbracht. Mitte August 1962 kamen sie schließlich in Sewastopol an.

Wir verließen Sewastopol am 13. September 1962. Die ersten Überflüge unseres Schiffes durch Flugzeuge der US Navy begann gleich nach der Passage von Gibraltar mit der "Admiral Nakhimov".

Erst jetzt wurde klar, dass der Ausbruch des Dritten Weltkrieges nicht gänzlich ausgeschlossen war. Es stimmt jedoch, dass sie nicht darüber gesprochen haben.
Es gab keine Panik und äußerlich änderte sich nichts an unserem Verhalten, aber innerlich zog sich jeder sofort zusammen, wurde sogar ein wenig enger.

Auf Kuba, im Hafen von Havanna, kam die "Admiral Nakhimov" am 6. Oktober an. Zum Einsatzort unseres Teils sind wir bereits am Nachmittag angekommen. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen kleinen Berg handelte, an dessen Fuß sich die kleine Stadt Artemis befand. Die Amerikaner hatten hier einst Lagerhäuser in den Tunneln, die in diesem Berg gegraben wurden. Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den unterirdischen Räumen waren stabil, was sehr gut für die Lagerung von Gefechtsköpfen geeignet war, die bereits vor unserer Ankunft hier waren. Nicht weit entfernt schlugen unsere früher angekommenen Kameraden ein Zeltlager auf, das uns einen Platz bot. Der Chef der Reparatur-technischen Basis Sergei Konstantinovitsch Romanov, der uns hier traf, sah müde und beschäftigt aus. Er war sehr kurz: "Zu Tisch - und ans Werk. Die Zeit ist knapp!"

Die Arbeitsplätze befanden sich in den Fahrzeughallen, die Fahrgestelle wurden entfernt und am Boden installiert, um das Be- und Entladen zu vereinfachen. Gearbeitet wurde in Schichten rund um die Uhr. Umweltparameter beeinflussten nicht nur den Menschen, sondern auch die Technik. In heiß-feuchten Klimazonen verhielten sich Instrumente zur Messung des Strahlungspegels etwas anders.

Die an uns ausgegebenen "Füllfederhalter" aus IDP-46 für die Zeit der Wartung eines einzelnen Produkts haben sich vollständig entladen. Die Physik behauptet, dass der Mensch dabei mindestens eine zulässige Dosis Strahlung erhält. Aber unser Kommando hat richtig entschieden, dass bei erhöhter Luftfeuchtigkeit eine beschleunigte Entladung sogar eines abgedichteten Kondensators möglich ist. Nach dem nächsten (dritten) Mal wurde der Kondensator entladen (übrigens für einige Stunden außerhalb der Montagehalle überhaupt nicht entladen), sie haben überhaupt aufgehört, uns "Stifte" zu geben und ich denke, sie haben es richtig gemacht: Der Raketschniki, wie er in der Kampfcharta der RVSN vorgeschrieben ist, ist verpflichtet, seine militärische Aufgabe in jeder Situation zu erfüllen, auch unter Bedingungen einer starken radioaktiven Kontamination. Und es gibt nichts zu denken. Und wir haben nicht gedacht.

Zuerst arbeiteten wir alle wie erwartet in weißen Kitteln, welche zum Komplekt der Montagehallen gehörten, gaben sie aber schnell ab, weil sie buchstäblich nach einigen Minuten durchnässt waren, schmutzig wurden, am Körper klebten und die Bewegungen in dem begrenzten Raum der Montagehalle einschränkten. Wenn der Gefechtsköpfe dort war, war von der Arbeitskleidung an uns allen nur noch Badehosen oder Unterhosen übrig. Der Schweiß, bedeckte den ganzen Körper und wr tupften nur das Gesicht mit einem Lappen ab, damit keine großen Tropfen auf die Teile der Gefechtsteile fielen.

Im Großen und Ganzen war unsere Arbeit so geschult, dass wir sie automatisch ausführten. Die Anweisungen erforderten jedoch, dass die Chefs der Mannschaften den Leitfaden vorlesen und vergleichen, was wir getan haben, mit dem, was darin angegeben ist. Und diese Anforderung wurde akribisch erfüllt, denn eine Person kann immer einen Fehler machen, insbesondere unter den für uns ungewöhnlichen Bedingungen und selbst bei einer angemessenen Menge an körperlicher Müdigkeit und chronischem Schlafmangel aufgrund von zwei bis drei (manchmal vier) Schichten hintereinander.

Oft kam Romanov selbst zu den Zelten, weckte einen von uns und sagte: "Wir müssen in die Halle, da ist niemand, der dort arbeitet. Du bist jung, du kannst alles ertragen, die Heimat wird dich nicht vergessen." Und wir gingen. Es gab keinen einzigen Störfall von unserer Seite. Aber wer könnte ihn widersprechen, wenn man sieht, wie dieser tapfere Mann, der immer häufiger an Herzinfarkten leidet, einen gemeinsamen Wagen mit sich führt, der nicht aufmerksam, sondern grundlegend in unserem Team ist. Sergei Konstantinovitsch fand die Kraft in sich, auch zu scherzen. "Ich werde hier nicht sterben können", sagte er, "ich habe drei Kilogramm Nitroglycerin mitgenommen."

S.K. Romanov kehrte in seine Heimat zurück und kam mit den letzten Militärzug in Belokorovitschi an, begleitet von unserer Technik. Dies war im Januar 1963 und einige Monate später starb er an einem Herzinfarkt. Es geschah direkt auf der Tribüne, als Sergej Konstantinovitsch eine der Dienstberatungen eröffnete».4

Die Mannschaften der Reparatur-technischen Basis bereiteten die Atomsprengköpfe während des Raketenstarts bei der Operationen der RVSN "Rozy" im September 1961 und "Tjulpan" im September 1962 vor und koppelten sie an.

An der Operation "Roza" nahmen zusammen mit zwei Gefechtsmannschaften des 181. Raketenregiments von Oberst Nikolai Fokitsch Bandilovsky zwei Mannschaften zur Montage der Gefechtsköpfe der 319. Reparatur-technischen Basis von Oberst Ivan Grigoryevitsch Ivanov teil. Aus den Erinnerungen des Teilnehmers an der Operation "Roza", Oberst der Reserve (damals Oberleutnant) Ivan Ivanovitsch Gorbunov: «Während der Übungen am 3. und 4. September wurden zwei Ausbildungsgefechtsraketen 8K63 zu Forschungszwecken mit Frachtmodellen von Gefechtsköpfen abgefeuert und am 12. und 16. September wurden zum ersten Mal in der UdSSR zwei Gefechtsraketen abgefeuert, die mit thermonuklearen Gefechts-köpfen ausgestattet waren, von Feldpositionen im Rayon des Polarurals (zwischen Salechard und Vorkuta) auf Ziele auf der Nordinsel Novaja Zemlja.

Die folgenden Einheiten der 50. Raketendivision waren an der speziellen Übung "Roza" beteiligt: Die 2. Raketenabteilung des 181. Raketenregiments, bestehend aus zwei Start-, einer technischen Batterie sowie einen Trupp Datenaufbereitung, einer Batterie Raketentransport- und Zufuhr der Komponenten Raketentreibstoff, zwei Mannschaften der Reparatur-technischen Basis zur Montage der Gefechtsköpfe, ein Trupp Nachrichten sowie Einheiten der ohmschen, Ingenieur-technischen, topografischen, geodätischen und meteorologischen Dienste der RVSN.

Das Gelände im Bereich der Übung war ein Tal, das auf beiden Seiten von 1000 bis 1200 m hohen Bergen begrenzt wurde. Der Boden ist schwer und kiesig. Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut. Für die Ausstattung des Rayons wurden in Ingenieur-technischer Hinsicht 5 Tage vor der Ankunft der Raketenabteilung zwei Ingenieur-technische Kompanien formiert und dorthin verlegt, die neben dem, welche die Startpositionen eingerichtet hatten, 30 km Straßen verlegten und sieben Einwegbrücken bauten.

Bei den vorläufigen Kontrollen wurden jedoch Mängel festgestellt: Die Wechselwirkung zwischen den Mannschaften des Starttrupps und der Reparatur-technischen Basis ist schlecht eingestellt und innerhalb der Startbatterie interagierten sie ebenfalls nicht sehr gut. Um die festgestellten Mängel bei den Mannschaften des Starttrupps zu beseitigen, wurden drei integrierte Übungen und ein tägliches Training mit Spezialausrüstung durchgeführt. Infolgedessen wurden alle Mannschaften der Startbatterien mit "gut" bewertet und sie durften im Bereich der Übung "Roza" unabhängig vor Ort arbeiten.

Der Personalbestand der Mannschaften der Reparatur-technischen Basis handelte bewusst, dessen Chefs waren Kapitän A.G. Truchmanov und Oberleutnant Ju.I. Tschuschkin».5

Genau ein Jahr später, im September 1962, wurde die experimentelle Übung "Тjulpan" durchgeführt. Währenddessen wurden Raketen R-14 mit Gefechtsköpfen, die mit thermonuklearen Ladungen ausgerüstet waren, vom Territorium des Aginsky Polygons im Oblast Tschita nach Novaja Zemlja abgefeuert. An der Übung nahm der Personalbestand des 344. Raketenregiments von Oberst S.G. Tschistjakov und der Personalbestand 1508. Reparatur-technischen Basis von Oberst A.V. Zavjalov teil.

Am 5. September wurde der erste Start der Rakete R-14 mit Gefechtsköpfen ohne spaltbares Kernmaterial durchgeführt und am 8. September startete eine Rakete mit Gefechtskopf. Die Gefechtsbereitschaft der Abteilung (Kommandeur - Oberstleutnant N.A. Kolinko) und der Montagebrigade (Oberstleutnant N.I. Simanin, Chef der Mannschaften Montage - Major V.G. Fomin, Kapitän (Hauptmann) V. S. Fedyukov), ihre Fähigkeit, Gefechtsaufgaben durchzuführen wurde mit hoch bewertet.6

Viele Male haben die Offiziere der Reparatur-technischen Basen Mut gezeigt, wenn es zu Unfällen kam. An einen solchen Fall im Jahr 1969 von Oberst der Reserve Klarist Sunagatullitsch Achtareev (damals Kapitän, Gehilfe des Chefs des Trupps Gefechtsbereitschaft und Gefechtsausbildung 50. Raketendivision der Reparatur-technische Basen). Während eines Gefechtsausbildungsstarts einer Rakete R-12 auf dem Polygon Kapustin Jar brach an der Position der 5. Startbatterie ein Feuer aus: «Ich werde Sie nur an die mutige (keine Angst zu sagen!) Heldentat von Kapitän Frolov erinnern, dem Chef der Startmannschaft der Reparatur-technischen Basis. Als eine gute Hälfte der Startrampe und einige Aggregate darauf bereits vom Feuer bedeckt waren, befahl er allen Soldaten, seinen Unterstellten, sich zu verstecken und setzte sich hinter das Steuer einer Heizmaschine (8N223), deren Körper das Feuer bereits bedeckt hatte und zog es aus der Gefahrenzone heraus.

So wurde teure Technik gespart. Eine würdige Tat eines sowjetischen Offiziers (übrigens Vater zweier Zwillingstöchter) ».7

Der Personalbestand der Reparatur-technischen Basen nahm zusammen mit Raketenregimentern an den gefährlichsten Übungen teil. Beispielsweise wurde vom 4. bis 9. August 1975 mit der in der Stadt Gwardejsk stationierten 24. Raketendivision eine experimentelle Übung durchgeführt, um Raketenstarts von einer Feldgefechtsstartposition aus unter Bedingungen realer Kontamination mit Spezialsubstanzen vorzubereiten und durchzuführen. Zum ersten Mal in den Raketentruppen wurde tatsächlich eine Giftstoffsubstanz wie "Sarin" verwendet. In der Übung handelte die 1. Raketenabteilung des 308. Raketenregiments (Neman) mit der Montagebrigade. An den Verlauf dieser Übung erinnern sich der pensionierte Oberst V.I. Potschetschuev und der pensionierte Oberstleutnant Ju.P. Gostev: «Die Inspektoren fragten den Personalbestand, ob sie einem langen Aufenthalt in Gasmasken standhalten würden. Bei den Antworten war zu spüren, dass alle Teilnehmer der Übung gefechtsfähig waren: Offiziere, Serganten und Soldaten antworteten zuversichtlich, dass sie den Test bestehen würden. Der Personalbestand hat unter den ständigen Bedingungen (ungefähr 7 Stunden) in persönlicher Schutzausrüstung die Aufgaben gemeistert. Nachdem der Kommandeur die Bereitschaft der Abteilung zur Durchführung der Übung festgestellt hatte, gab er Anweisungen zur Beseitigung der festgestellten Mängel und gab das Datum der Übung bekannt.

Auf Befehl des Armeekommandeurs Generaloberst K.V. Gertschik, wurde in der Abteilung Alarm ausgelöst, die Bodenausrüstung zusammen gerollt und nach Einbruch der Dunkelheit zum Trainingsgelände marschiert.

In dem ausgewiesenen Einsatzgebiet installierten die Pioniere des Militärbezirks auf beiden Straßenseiten 122-mm chemische Artillerie Granaten, die mit der chemischen Substanz des Nervengiftenes "Sarin" ausgestattet waren (drei Granaten auf jeder Straßenseite). Sie meldeten ihre Bereitschaft zur Untergrabung dem KNP und dem Regimentsstab.

Командующий армией приказал построить личный состав, привлекаемый к участию в учении. In einer kurzen Rede sagte er, dass die persönliche Schutzausrüstung zuverlässig vor der Einwirkung giftiger Substanzen schützen würde, aber die Hauptsache sei, unter keinen Umständen die Gasmasken zu entfernen, Fenster und Autotüren nicht zu öffnen und im Falle eines Stopps die Fahrzeuge in der Kontaminationszone nicht zu verlassen. Jeder wird sofort bei der Evakuierung aus der Kontaminationszone mit speziell vorbereiteten Fahrzeugen unterstützt. Danach wandte er sich den Reihen zu und fragte: "Gibt es Kranke oder Unsichere bei der Überwindung der Kontaminationszone? Wenn ja, können Sie gerne austreten." Es gab eine Pause, in der niemand austrat. Es gab keine Ablehnungen, um die gestellte Aufgabe abzuschließen.

Dann befahl der Armeekommandeur den chemischen Alarm, ging zum Periskop und gab nach 2 Minuten den Befehl zur Detonation der chemischen Munition.

Nachdem der Kommandeur weitere 10 bis 15 Minuten gewartet hatte, bis sich die Wolke der primären Kontamination gelegt hatte, gab er den Befehl, die Zone der chemischen Kontamination zu überwinden.

Nachdem die Abteilung die chemische Kontaminationszone erfolgreich überwunden hatte, machte sie einen Stopp für eine teilweise Sonderbehandlung. Auf den an den Windschutzscheiben einiger Autos angebrachten Indikator-Polyethylenfolien AP-1, auf denen sich vor dem Experiment eine gelb-orangefarbene Indikatorschicht befand, wurden während der Untersuchung blaugrüne Flecken festgestellt, die auf die Auswirkungen toxischer Substanzen hinwiesen. Ohne die persönliche Schutz-ausrüstung auszuziehen, wurde unter der Leitung des Abteilungskommandeurs eine teilweise Spezialbearbeitung der Maschinen mit der Nutzung der Autokomplekte DK-4K(D) und der Persobalbestand mit den Applikationen IPP-8 und Paketen DPS-1 durchgeführt.

Nach teilweiser Sonderbearbeitung wurde der Marsch entlang der festgelegten Route fortgesetzt. Der Punkt der vollständigen Spezialverarbeitung befand sich fünf Kilometer von der Grenze des Territoriums des Polygons entfernt. An der Sonderbehandlungsstelle der Technik, 200 Meter von der Sanitär- und Waschstelle entfernt, kamen die Maschinen an. Die Engasung eines Teils der Maschinen wurde mit den Etatmitteln DK-4K, DK-4D und anderen Teilen mit Hilfe einer Abteilung der Tankstelle durchgeführt. Die verarbeiteten Maschinengruppen wurden einer sorgfältigen chemischen Kontrolle unterzogen, wonach der Personalbestand mit seinen positiven Ergebnissen die Erlaubnis erhielt, die Gasmasken zu entfernen.
Außerdem fuhren die Autos vorwärts und hielten nicht weit von der Sanitärwaschstation an, wo sich der Personalbestand bereits einer Sanitär-behandlung unterzog.

Durch die geleistete Arbeit wurden bei keinem Symptome einer Vergiftung festgestellt. Es gab natürlich einige Kommentare zu den Handlungen des Personal-bestandes während der Desinfektion von Ausrüstung und der persönlicher Schutzausrüstung. Sie wurden ausführlich über die Analyse der Ergebnisse der Übung diskutiert.

In der Zwischenzeit ging die zweite Etappe des Unterrichts zu Ende. Die Müdigkeit der Menschen, die großen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt waren, war zu spüren, aber das Bewusstsein einer erfüllten Pflicht gab neue Kraft. Daher fand die dritte Etappe der Übung in einer für alle vertrauten Umgebung statt. Ein Marsch zur Feldausbildungsgefechtsstartposition. Der Einsatz auf den Feldpositionen und der bedingte Start von Raketen wurden organisiert».8

Die Offiziere und Fähnriche der Reparatur-technischen Basis waren immer diszipliniert und hochqualifiziert. Gleichzeitig wurde die technische Kompetenz nicht nur unter den Spezialisten der Montagebrigaden, sondern auch unter den offiziellen Personen, die nicht direkt an der Wartung von Atomwaffen beteiligt waren, gefördert.
Aus den Memoiren von V.I. Lazarenko, damals Oberstleutnant, leitender Ingenieur der 6. Abteilung des Armeestabes: «Ich erinnere mich besonders an die Überprüfung während der Truppenüberprüfung der Andockmannschaften der 1640. Reparatur-technischen Basis (Karmelava) der 58. Raketendivision Und deshalb. In meiner Prüfmethode wurde ein erhebliches Augenmerk auf theoretisches Wissen als Grundlage für feste und nachhaltige Fähigkeiten der praktischen Arbeit gelegt. Die Umfrage basiert zunächst auf dem Prinzip - was Sie wissen müssen und dann - was es wünschenswert ist zu wissen.

Als ich davon überzeugt war, dass alle Mannschaftszahlen für obligatorische Fragen sehr gut vorbereitet waren, begann ich, tiefere Fragen zu stellen. Und hier war ich beeindruckt von Wissen eines Kranmechanikers. Ich werde erklären, dass eine grundlegende elektrische Kranschaltung 8Т210 komplex genug für einen Menschen ohne spezielle Ausbildung ist. Ich wäre mit den allgemeinen Sätzen zufrieden, wenn ich über den Betrieb der Schaltung im Modus "langsamer Abstieg" erzähle. Ich war jedoch erstaunt, als in der begründeten Antwort Argumente wie "regenerativer Einschluss", "Schlupfkoeffizient", "magnetischer Widerstand" und "magnetische Permeabilität" gesprochen wurden. Er schrieb sogar die Ohmsche Gesetzformel für einen Impedanzwechselstromkreis.

Ihr Wissen im Aufgabenbereich ist aufgeblitzt und anderer Mannschaftszahlen. Ich frage. Wer hat bei der Vorbereitung geholfen? "Major Abdullin", folgte als Antwort.
Und Major Schamil Jakmarovitsch Abdullin ist der stellvertretende Chef der Montagebrigade für politische Angelegenheiten, Absolvent der Fakultät für Funktechnik der Militärakademie A.F. Mozhhajska.

Es stellte sich heraus, dass die spezielle Ausbildung in dieser Montagebrigade durch Aktivitäten im Rahmen des parteipolitischen Plans ergänzt wurde, der verschiedene Wettbewerbe und Tests mit verschiedenen Spezialisten vorsah - Installateure, Elektriker, Kranführer. Und bei den meisten dieser Veranstaltungen nahm Major Abdullin persönlich direkt teil, insbesondere als Leiter der Schicht. Während der Überprüfung der Mannschaft in einer umfassenden Lektion über die Startbatterie bat ich ihn, seine Kommentare zum Betrieb der Mannschaft abzugeben.

Es gab mehr Hinweise als ich. Die Analyse der Mängel war tiefgreifend und Empfehlungen zu den Mannschaftszahlen wurden taktvoll und väterlicherseits abgegeben. Ich sah die Sympathie des Personalbestandes für meinen Mentor, "Chef", wie sie den politischen Offizier unter sich nannten».9

Militärangehörige, die den hohen Anforderungen an die Ausbildung nicht gerecht werden können oder einfach nur undisziplinierte Menschen, haben sich in der Reparatur-technischen Basis nicht lange aufgehalten.

Fast keine Pessimisten und verdächtigen Personen waren unter ihnen. Die Wartung von Atomwaffen war mit einer erhöhten radioaktiver Exposition verbunden. Aus den Memoiren von V.I. Gudyma: "Zur Messung der Intensität des Neutronenbündels diente ein Spezialgerät, das durch ein radioaktives Cäsiumreferent kalibrierte, das sich in einem Bleibehälter von etwa 30 kg befand. Das Blei schwächt die radioaktive Strahlung natürlich stark, aber Tatsache ist, zur Durchführung der eigentlichen Kalibrierung wurde ein Stück radioaktive Substanz aus dem Container entwendet und in ein spezielles offenes Nest gelegt und am Ende der Arbeiten wieder in die Bleihülle zurückgeführt. Niemand kannte das wahre Maß an Strahlung, das durch die Referenz erzeugt wurde, aber da die Kalibrierung einmal im Quartal durchgeführt wurde und die Zeit, für die der Container geöffnet wurde, nicht mehr als ein paar Minuten war, glaubte man, dass es für die Gesundheit nicht gefährlich ist (dies wurde in den entsprechenden Anweisungen beschrieben). Man muss denken, das entsprach der Realität. Aber während der Regelarbeiten wurde genau dieses Kalibriergerät dreimal durch die Intensität der Strahlung der Neutronenkanone gemessen, und wir freuten uns sehr, wenn das Gerät "vom Maßstab abwich".
Dies bedeutete, dass alles in Ordnung war und von der hohen Zuverlässigkeit der von unserer sowjetischen Wissenschaft und Industrie hergestellten Waffe sprach.

Wie dem auch sei, und nachdem wir in Semipalatinsk studiert und die Tests in Theorie und Praxis bestanden hatten, durften wir endlich den Gefechtsdienst leisten und mit militärischen Gefechtsköpfen arbeiten. Zur gleichen Zeit wudre begonnen uns (oh Freude!) monatlich 35 Rubel mehr zu zahlen als der gleiche Kategorie hochrangiger Techniker, die in Raketenregimentern dienten. Natürlich waren wir stolz darauf, dass die Arbeit in der Reparatur-technischen Basis höher bewertet wurde als die Arbeit mit Raketen in den Regimentern und gleichzeitig wurde uns klar, dass zusätzliches Geld nicht umsonst gegeben wurde. Was war der Grund für diesen Anstieg? Es ist klar, dass sie uns nicht mehr für die Komplexität unserer Technologie bezahlen (in Bezug auf grundlegende elektrische Schaltkreise ist die Rakete selbst komplizierter als die Gefechtsköpfe) und nicht für das streng Geheime (ja, der große Teil unserer Vorschriften, der Instruktionen und der Handbücher hatte den Geheimhaltungsstempel der SS oder ОV, aber auch in den Regimentern war es ungefähr gleich). Wofür dann? Es gab zwei Gründe: die erhöhte Gefahr für uns, die mit Strahlung verbunden ist und die kolossale Verantwortung für die Ökologie der größten Regionen der Welt insgesamt, ganz zu schweigen von der lokalen, örtlichen Zone».10

Diese Menschen, die bei der Erfüllung ihres Militärdienstes ihre Gesundheit riskierten, haben das Recht, die Geschichte ihrer Einheiten zu bewahren. Es ist an der Zeit, den Geheimhaltungsstempel aus der Geschichte der Reparatur-technischen Basen zu entfernen, zumindest im Hinblick auf die seit langem aufgelösten Einheiten.

Die Einführung der vollständigen Liste der Reparatur-technischen Basen in die wissenschaftliche Verbreitung, mit Ausnahme der derzeit geltenden, wird es ermöglichen, mit der Erhaltung der Geschichte der nuklearen Unterstützung der strategischen Raketentruppen zu beginnen. Diese erstmals veröffentlichte Liste basiert auf Materialien aus freigegebenen Fällen des Sekretariats des Oberbefehlshabers der RVSN und ist in der Tabelle aufgeführt.

RTB-2.jpg

Quelle: http://rvsn.ruzhany.info/guljajev_001.html
 
Aus der Geschichte der Schaffung und Weiterentwicklung spezieller militärischer Formationen für den Einsatz der Sprengköpfe für Raketen strategischer Bestimmung
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Die Mannschaften der Reparatur-technischen Basis bereiteten die Atomsprengköpfe während des Raketenstarts bei der Operationen der RVSN "Rozy" im September 1961 und "Tjulpan" im September 1962 vor und koppelten sie an.

An der Operation "Roza" nahmen zusammen mit zwei Gefechtsmannschaften des 181. Raketenregiments von Oberst Nikolai Fokitsch Bandilovsky zwei Mannschaften zur Montage der Gefechtsköpfe der 319. Reparatur-technischen Basis von Oberst Ivan Grigoryevitsch Ivanov teil.
(Fettdruck von mir eingefügt.)

Mooooment mal!
Dieses 181. Raketenregiment ist jetzt nicht zufällig die Einheit, die am 3. August 1962 als 181. Raketenbrigade nach Dessau-Kochstedt verlegte?

Genau ein Jahr später, im September 1962, wurde die experimentelle Übung "Тjulpan" durchgeführt. Währenddessen wurden Raketen R-14
So ein Zufall aber auch. Es gibt seit Jahren den Verdacht, dass parallel zur nie ausgeführten R-12-Stationierung im Norden der DDR eine zeitgleiche Stationierung von R-14 im Südraum der DDR geplant war, offenbar silobasiert.
 
Bitte, bitte. Das Interesse hält sich ja in Grenzen.
Ach Quatsch. Du gräbst oft sehr interessante Dinge aus.

Du wurdest dafür verdroschen, dass Du nie Quellen angibst. Und da verstehe ich Dich echt nicht: Das würde Dich doch nicht schwächen - das würde Deine Beiträge zur Forschung stärken.

Aber es gibt noch mehrere interessante Veröffentlichen zu diesem Thema, wo man das ein und andere darüber erfährt.
Frisch ans Werk!
 
(Fettdruck von mir eingefügt.)

Mooooment mal!
Dieses 181. Raketenregiment ist jetzt nicht zufällig die Einheit, die am 3. August 1962 als 181. Raketenbrigade nach Dessau-Kochstedt verlegte?

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Nein! Dieses Raketenregiment gehörte zur RVSN war zuletzt mit der RSD-10 Pionier-K bewaffnet und wurde 1990 aus dem Gefechtsdienst genommen. Im Oktober 1962 war es kurzzeitig auf Kuba stationiert, ansonsten befanden sich die Abteilungen: https://www.google.de/maps/place/51%C2%B017'26.0%22N+28%C2%B016'28.0%22E/@51.2905589,28.2722557,563m/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d51.2905556!4d28.2744444

https://www.google.de/maps/place/51%C2%B018'34.0%22N+28%C2%B010'26.0%22E/@51.3094477,28.1717002,563m/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d51.3094444!4d28.1738889

https://www.google.de/maps/place/51%C2%B012'18.0%22N+28%C2%B026'28.0%22E/@51.2050033,28.4389224,564m/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d51.205!4d28.4411111
 
(Fettdruck von mir eingefügt.)

...............
So ein Zufall aber auch. Es gibt seit Jahren den Verdacht, dass parallel zur nie ausgeführten R-12-Stationierung im Norden der DDR eine zeitgleiche Stationierung von R-14 im Südraum der DDR geplant war, offenbar silobasiert.

Davon habe ich noch nichts gehört oder gelesen, nicht einmal ansatzweise. Die Operation "Тjulpan" hat damit eigentlich nichts zu tun.
 
Falls das in Vergessenheit geraten sein sollte. Auf die Stationierung von R-12 in der DDR wurde verzichtet weil die Reichweite der in den westlichen Sowjetrepubliken stationierten R-14 Westeuropa abdeckte. Somit gäbe es auch keinen Grund R-14 in der DDR stationieren zu wollen. Ich halte das für eine Fehlmeldung oder Fehlinterpretation.
 
Habe mir mal den originalen Text bezüglich dem Sonderwaffenlager auf Kuba angeschaut und die Übersetzung verglichen. Weil mich mögliche konkrete Orte interessieren bzw. deren exakte Beschaffenheit.

У американцев здесь когда-то были склады, размещавшиеся в тоннелях, прорытых в этой горе.
Also sklady ist erstmal nur ein "Lager", eine Spezifizierung hinsichtlich Halle o. ä. erfolgt hier nicht. Also ein Lager im Stollen von einem Berg.

Рабочие места были в залах-машинах, снятых с автомобильных шасси и установленных на грунт с целью упрощения погрузочно-разгрузочных операций.
Auch hier keine Rede von Hallen oder Fahrzeughallen, eher Maschienensaal oder Maschienenraum. Der Rest von diesem Satz ist unverständlich. Man könnte eine NEA vermuten aber das muss nicht sein.

Im weiteren Text ist ebenfalls nicht die Rede von Halle, eher von einem Saal. Und auch Montagesaal statt Montagehalle. Nach meinen bisherigen Erfahrungen bezeichnet Saal im konkreten Zusammenhang immer den Ort wo der Gefechtsköpfe entweder gelagert oder wo an diesen gearbeitet wurde.
 
Das ist möglich, das teilweise zu allgemein übersetzt ist, da ich diesen Text ursprünglich nur für mich übersetzt hatte.
 
Mit jedem Raketenregiment wurde eine Reparatur-technische Basis formiert, welche die Aufgaben der nukleartechnischen Unterstützung (Lagerung, Vorbereitung für den Einsatz der Gefechtsteile [Sprengköpfe] und deren Andocken an die Raketen) löste.
Die Reparatur-technische Basis befand sich auf der Gefechtsposition des Regiments in einer speziellen Zone (in einem selbständigen Objekt), zu dem nur der Regimentskommandeur Zugang hatte, aber zum Lager der Gefechtsteile und Montagehallen für die nuklearen Ladungen nur der Divisionskommandeur, sein Stellvertreter und zwei Offiziere der Abteilungen Gefechtsbereit und Gefechtsschießen, welche die Aktivitäten der Reparatur-technischen Basis überwachen. Materiell gehörten die Reparatur-technischen Basis vollständig zum Regiment, mit Ausnahme der besonderen Unterstützung, was zentral durch die Arsenale der 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums durchgeführt wurde. In der Reparatur-technischen Basis gab es eine sehr kleine Anzahl vom gewähnlichen- und Sergantenbestand, alle Operationen im Zusammenhang mit der Handhabung der Gefechtsteile wurden nur von Offizieren durchgeführt. Der gewöhnliche- und Sergantenbestand war lediglich in den Einheiten der Objektbewachung der Reparatur-technischen Basis sowie als Fahrer und Fahrzeugmechaniker im Einsatz.

Es gab zwei Arten von Reparatur-technischen Basen: stationär und Feld. Letztere hatte alle notwendigen Geräte auf Kraftfahrzeugen montiert, um vor Ort arbeiten zu können. Stationäre Reparatur-technische Basen verfügten über:


· "Gebäude 20" - Lager der Gefechtseile
· "Gebäude 2" – Montagehalle
· "Gebäude 22" Endlager für die radioaktiven Abfälle.

Die Reparatur-technische Basis bestand aus Montagebrigaden - entsprechend der Anzahl der Raketenabteilungen im Raketenregiment. Jede Montagebrigade bestand aus zwei Montagegruppen, von denen jede aus zwei Montagemannschaften bestand und einer Gruppe Andocken (koppeln). Gleichzeitig wurden die Offiziere der Montagegruppe geschult und durften daran arbeiten, den Gefechtsteil mit einer Rakete anzudocken. Ausgerüstet war die Andockgruppe mit eine Andockmaschine (8Т318) und eine Heizungsmaschine für den Gefechtsteil (8N223). Für den Einsatz unter Feldbedingungen nutzte die Montagbrigade darüber hinaus Maschinen - Montagesäle (8М68) auf Chassis KrAZ, Maschinen – Lager Gefechtsteile auf KfZ "Ural" und Autokräne auf Chassis "Ural". Alle Arbeiten mit jedem Gefechtsteil in allen Montagebrigaden wurden unter der persönlichen Aufsicht des Chefingenieurs der Reparatur-technischen Basis (seinem Gehilfen) durchgeführt.

Die Dienstschicht der Reparatur-technischen Basis wurde vom Diensthabenden Kommandeur geleitet. Sie waren tagelang im Dienst und wechselten sich gegenseitig: Chef der Reparatur-technischen Basis, Chefingenieur und sein Gehilfe, Stabschef, stellvertretender Chef der Reparatur-technischen Basis für politische Angelegenheiten, Chef der Montagebrigade. Beim Dienstwechsel wurden zwei versiegelte Pakete übergeben, die nach dem Erhalt von Signalen aus dem Hauptstab der RVSN und der 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeruims geöffnet werden mussten. Die Dienstschicht der Montagebrigaden bestand aus einem Chef und vier Offizieren. Beim Dienstwechsel war sicherlich jemand von der Führung der Reparatur-technischen Basis anwesend.

Quelle: http://rvsn.ruzhany.info/29rd_book.html
 
Auch wenn es im Original nicht auftaucht, es sollte Gebäude 21 heißen. Bei den Gebäuden 20 und 21 handelt es sich real um Bunker (Bogendeckungen). Bereits Dutzendfach fotografiert, aber manchmal stehen auch genau diese Ziffern dran. Bunker 20 und 21, einfach nur spannend! Und praktisch ist das diese funktionelle Zuordnung auch bei anderen nuklearen Raketensystemen funktioniert.

Gebäude 22, ich könnte mir ungefähr vorstellen was damit gemeint ist. Wenn es da wirklich um "Abfälle" geht .... :tyrannosaurus:

https://komariv.livejournal.com/59077.html?thread=606405
http://dv-destroy.at.ua/news/rtb/2017-11-05-822
 
Mal ganz langsam mit den jungen Pferden.

Falls das in Vergessenheit geraten sein sollte. Auf die Stationierung von R-12 in der DDR wurde verzichtet weil die Reichweite der in den westlichen Sowjetrepubliken stationierten R-14 Westeuropa abdeckte.
Ist das jetzt Beweis durch Behauptung? Oder kannst Du das an Hand von Akten belegen?

Somit gäbe es auch keinen Grund R-14 in der DDR stationieren zu wollen.
Es gab für vieles keinen Grund - und trotzdem wurde es gemacht. Oder geplant. Nur mal ein Beispiel: 15П666 Скорость rief @panzerzwerg auf, siehe http://www.hidden-places.de/showthread.php/6833-Altengrabow-Stationierung-Rakete-Skorost . Und siehe russische Wikipedia unter https://ru.wikipedia.org/wiki/Скорость_(ПГРК) . Das Ding hatte eine maximale Reichweite von 4.000 km. So - und nun?

Du kannst doch der glorreichen Sowjetunion nicht nachträglich verbieten, etwas geplant zu haben, was in Deinen Augen Unfug ist.

Ich halte das für eine Fehlmeldung oder Fehlinterpretation.
Ich hingegen sehe, dass für den Stationierungszeitraum R-12 ff. für den Südraum der DDR eine Stationierung fehlt. Das ist nicht schlüssig: Für praktisch alle anderen Dinge gab es immer diese Zweiteilung für ein mögliches zwei-Fronten-Modell der ersten Staffel.
 
Martin, die Russen sagen es doch selber warum sie auf die Stationierung der R-12 in der DDR verzichteten. Das ist seit der berühmten Ausgabe der Krasnaja Swesda vom 16.10.1999 bekannt. Das Dokument haben alle die sich dafür interessieren gelesen, es sollte auch hier im Forum hochgeladen worden sein. Das war die Operation Nebel gewesen. Dort wurde beschrieben warum auf die Stationierung verzichtet wurde. Wenn schon in der Sowjetunion stationierte R-14 eine Stationierung von R-12 in der DDR obsolet führten dann muß ich erst Recht keine R-14 in der DDR planen. Egal ob R-14U als Silo oder bodenbasiert als R-14.
PS: Die Wortkombination Silo und DDR ruft bei mir allergene Reaktionen hervor :eek:range:
 
Ist das jetzt Beweis durch Behauptung? Oder kannst Du das an Hand von Akten belegen?


Es gab für vieles keinen Grund - und trotzdem wurde es gemacht. Oder geplant. Nur mal ein Beispiel: 15П666 Скорость rief @panzerzwerg auf, siehe http://www.hidden-places.de/showthread.php/6833-Altengrabow-Stationierung-Rakete-Skorost . Und siehe russische Wikipedia unter https://ru.wikipedia.org/wiki/Скорость_(ПГРК) . Das Ding hatte eine maximale Reichweite von 4.000 km. So - und nun?

@martin2: Interessante Gedankenspiele, aber 0 Beleg von deiner Seite! Mein Fazit nach (heute morgen erfolgter) erneuter Durchsicht der "Nazad-Seite" (dein Link): Wir wissen es nicht so genau, könnte sein, könnte nicht sein ... Da solltest Du jetzt mal Butter bei die Fische bringen!
(Reichweite wäre laut meinen Kenntnissen wohl 4500 km mit der kleinsten nuklearen Sprengkopf gewesen, aber das ist hier jetzt nebensächlich).
 
Bitte genau lesen, irgendwo steht was wichtiges.

Martin, die Russen sagen es doch selber warum sie auf die Stationierung der R-12 in der DDR verzichteten.
Exakt.

Wenn schon in der Sowjetunion stationierte R-14 eine Stationierung von R-12 in der DDR obsolet führten dann muß ich erst Recht keine R-14 in der DDR planen. Egal ob R-14U als Silo oder bodenbasiert als R-14.
Erkennst Du den Widerspruch in Deiner Aussage selbst? Oder muss ich Dich mit der Nase draufstupsen?

Die R-12-Stationierung wurde geplant, es gab Bauvorbereitungen. Es gab aber keine Stationierung. - Daraus schlussfolgerst Du, dass es keine R-14-Planung gab. Das ist ganz dünnes Eis.

PS: Die Wortkombination Silo und DDR ruft bei mir allergene Reaktionen hervor :eek:range:
Als Chronist, Dokumentarist, Historiker solltest Du Dir Gefühle mal ganz schnell abgewöhnen, die haben da nichts verloren. Es geht nie darum, was jemand fühlt, es geht darum, was die historische (belegbare) Wahrheit ist.

Du magst Beispiele?
Bevor Matthias Uhl mit Aktenbelegen kam, hätte niemand an eine R5-Stationierung in der DDR geglaubt. Bevor Du nicht ... wären die frühen Drohnenüberlegungen nie ans Tageslicht gekommen. Bevor ich nicht ... hätte niemand geglaubt, dass extrem früh R-11 in Dessau waren. So ist das mit dem Glauben. Und jemand mit Allergien gehört zum Arzt.

@martin2: Interessante Gedankenspiele, aber 0 Beleg von deiner Seite! Mein Fazit nach (heute morgen erfolgter) erneuter Durchsicht der "Nazad-Seite" (dein Link): Wir wissen es nicht so genau, könnte sein, könnte nicht sein ... Da solltest Du jetzt mal Butter bei die Fische bringen!
Mal abgesehen davon, dass ich weder was sollte, noch was muss: Christian, Stefan, wir fahren auf erkennbar unterschiedlichen Gleisen. Wir müssen das methodisch mal genau sortieren:

Ein Ablauf sieht grob gesagt so aus:
1) Idee
2) Planungen
3) notwendige Bauten
4) Stationierung

Wir gehen diese Phasen mal am zivilen Projekt eines Autobahnbaus durch:
1) Idee
Wir haben die politische Idee, eine Autobahn zwischen Bad Hersfeld und Eisenach zu bauen. Die könnte man brauchen.

2) Planungen
Nun werden Planer beauftragt, zu planen: Die planen quer durch die Landschaft und an Bergen entlang so einige alternative Streckenverläufe. (In neuerer Zeit kommen dann noch politische Prozesse wie Bürgerbeteilung dazu, aber die ignorieren wir. Wir reden ja über Diktaturen.)

3) notwendige Bauten
Bis auf einen Plan wurden alle anderen Pläne verworfen. Und nun wird losgebaut - gar nicht die eigentliche Autobahn. Sondern unterstützende Bauwerke. Beispielsweise Brücken. Oder Erdarbeiten.

4) Stationierung
Die Betonpumpen sind beauftragt, die Dumper fahren vor, die große Streichbetonmaschine rödelt zentimeterweise durch die Landschaft: Wir bauen eine Autobahn!

Dieses Beispiel kann man sich konkret ansehen, ich bitte auch darum: Die "Strecke 46" blieb in Phase 3) hängen. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Strecke_46

So, das gleiche jetzt militärisch:
1) Idee
Politische oder militärische Ideen gibt es wie Sand am Meer. Die können wir ignorieren.

2) Planungen
Da wird es schon spannender: Es gab also einen politischen oder militärischen Auftrag zu einer Planung - diese führt wie gesagt oft zu mehreren Ausführungsalternativen. Das ist aber der Grenzbereich, wieder am Beispiel: Wenn man alle irgendwann gemachten Autobahnplanungen übereinanderlegt, dürfte halb Deutschland unter einer Autobahn liegen ...

3) notwendige Bauten
Es ist entschieden! Wer notwendige Bauten errichtet, der hat einen KONKRETEN Plan, er hat alle anderen Alternativpläne verworfen. Er will stationieren!

4) Stationierung
Die Träger, die Sonderwaffen rücken an.

Wie auch beim Autobahnbau kommt immer was dazwischen: In irgend einer der Phasen kommt jemand von ganz oben und sagt: Nehneh, das machen wir doch nicht.

Für uns sind nur die Phasen 3) und 4) interessant.

Natürlich wäre es mit Akteneinsicht einfacher. Den hat man nur nicht immer. Daher darf man selbstverständlich fragen "ist dieses Bauwerk etwa ein '3) notwendige Bauten'?" Und dieses Recht nehme ich mir (und habt ihr euch immer genommen) natürlich auch heraus. Beispielsweise habe ich eine sehr komische Konstruktion im hinteren Bereich in Kochstedt im Auge. (So halbwegs dokumentiert, inzwischen abgerissen.)

(Reichweite wäre laut meinen Kenntnissen wohl 4500 km mit der kleinsten nuklearen Sprengkopf gewesen, aber das ist hier jetzt nebensächlich).
Denkfehler, mit Verlaub.
Du tust so, als ob die möglichen Ziele auf einem Kreisring mit Radius 4.000 km liegen. Das ist aber völlig falsch.

Ballistische Flugkörper haben eine Mindestreichweite und eine Höchstreichweite. Du darfst Dir das wie eine Kreissegmentscheibe vorstellen: Innerhalb dieser Segmentscheibe konnte man jedes Ziel anvisieren. Die Höchstreichweite spielt für 15П666 Скорость für Europa keine Rolle. Die wirklich interessante Frage bei dieser Waffe ist die Mindestreichweite! (Die wissen wir nicht.)

Gesund bleiben!
 
Aktivitäten der Reparatur-technischen Basen

Teil I

Eine der Hauptrichtungen in der Tätigkeit der Reparatur-technischen Basis ist die Aufgabe, die Zeit für die Vorbereitung der nuklearen Munition für die Lieferung an die Startposition zu verkürzen und die Technologie zum Andocken des Gefechtskopfs an den Träger zu verbessern, um die Standards für Startoperationen mit einer Verbesserung der Qualität ihrer Implementierung zu verringern.

Um dieses Problem gemäß dem Befehl des Oberbefehlshabers der Raketentruppen vom 19. Januar bis 17. Februar 1966 radikal zu lösen, hat der Personalbestand der Reparatur-technischen Basis die Aufgabe, die Munition der Gefechtsköpfe für den ersten Abschuss von der Bereitschaftsstufe 4 auf die Stufe 5 zu übertragen. Die auf Bereitschaftsstufe 5 übertragenen Gefechtsköpfe wurden in voller Gebrauchstauglichkeit und Eignung für den Gefechtseinsatz eingelagert. Auf den Siloabschussvorrichtungen wurden die Gefechtsköpfe an die Raketen angedockt.

Diese äußerst verantwortungsvolle Arbeit wurde unter ständiger Aufsicht von Offizieren der 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums und Offizieren der Abteilung Reparatur-technische Basis der Armee, Ingenieur Oberst F.E. Lomatschuk (Chef der Abteilung), Ingenieur Oberstleutnant G.I. Litvinenko (Stellvertreter) und M.P.Spasova (leitender Ingenieur) durchgeführt.

Die neue Ausgangsposition der Munition der Gefechtsköpfe erforderte zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung des Temperatur- und Feuchtigkeitsregime in den Gebäuden, in denen sich die Munition befand.

Von Februar bis Mai 1967 führte die Armee eine Reihe von Aktivitäten durch, um das Temperatur- und Feuchtigkeitsregime während der Lagerung der Gefechtsköpfe zu gewährleisten. An den Gebäuden zur Lagerung der Sprengköpfe wurden Änderungen vorgenommen, mit dem Zweck sie besser abzudichten. Rationalisierer (Kapitän A.A. Zaboronsky und leitender Techniker, Leutnant B.N. Schabalin von der 1513. Reparatur-technischen Basis in Gomel) konstruierten Luftentfeuchter, basierend auf den Lufterhitzer 8G27, montierte Systeme zur Fernüberwachung der Luftparameter in den Lagern. In der Folgezeit begann der Zulauf mechanischer Luftentfeuchter МОV-5 der industriellen Produktion, mit denen alle Lagereinrichtungen für Raketen und Gefechtsköpfe ausgestattet wurden. Dies ermöglichte es dem Kommandeur der Armee, die Lagerung von Gefechtsköpfen für den ersten Start in Containern ohne obere Halbschalen zu organisieren, was die Zeit für die Vorbereitung der Munition für die Lieferung an den Start verkürzte. Die Frage der Aufrechterhaltung der optimalen Parameter der Gefechtsköpfe wurde auf der V Militärwissenschaftlich Konferenz der Armee erörtert.

Infolge der Maßnahmen konnte die Verweilung der Gefechtsköpfe in der Luft mit einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 80% im Jahr 1967 um mehr als das 50-fache verringert werden. Wenn zu Beginn des Jahres 1967 nur 20% der Montagebrigaden für die containerfreie Lagerung von Gefechtsköpfen verwendet werden konnten, konnten dies nach den oben genannten Aktivitäten alle Montagebrigade tun.

Besser organisiert wurde diese Arbeit in der Reparatur-technischen Basis, die befehligt wurden von В.А. Балин, Н.Н. Сериков, А.М. Вишневский, А.А. Геленко, А.А. Гагашкин, М.К. Шульга, Н.Л. Щеглов, Г.И. Лещинский, подполковник Л.И. Новокрещин.

Erinnert sich an Oberst I.V. Povarushkin, der damalige Chefingenieur der 1505. Reparatur-technischen Basis (Postawy): «Um die Gefechtsteile in der höchsten Bereitschaftsstufe (Bereitschaftsstufe 5) zu versetzen, benötigte laut Gefechtsgrafik eine Montagemannschaft 3 Stunden und 15 Minuten. Das verlangsamte die Zeit der Vorbereitung der Rakete zum Abschuss auf der Startposition. Diese Zeit wurde durch die folgenden Punkte bestimmt. Die Akkumulatoren für den Gefechtsteil (sie wurden separat gelagert) mussten monatlich aufgeladen werden. Zu diesem Zweck wurde in jeder Montagebrigade eine Akkumulatorladestation ausgerüstet und verantwortliche aus dem Offiziersbestand dafür zugewiesen. Ein ernsthaftes Problem war auch die Bereitstellung des erforderlichen Temperatur- und Feuchigkeitsregime.

In den späten 60-er Jahren wurden die Gefechtsköpfe des ersten Starts auf die höchste Stufe der Bereitschaft übertragen – Bereitschaftsstufe 5. An den Gefechtsteilen wurden neue wiederaufladbare Akkumulatoren installiert, die nicht aufgeladen werden mussten, ein Reaktor und elektrische Zünder. Daher waren keine zusätzlichen Arbeiten an den Gefechtsköpfen des ersten Starts erforderlich, bevor sie in die Startposition gebracht wurden. Es blieb nur, sie auf die Andockmaschinen zu verladen, an den Start zu bringen und im Laufe der Vorbereitung auf die Kugel an die Raketen anzudocken».

Das Personalbestand der Reparatur-technischen Basis der Armee in den Jahren 1968-1969 verbesserte die Indiensthaltung der Gefechtsköpfe und anderer Sonderbewaffnung weiter. Die im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen haben es ermöglicht, die Anzahl der Ausfälle der Sonderbewaffnung durch Verschuldung des Personalbestandes gegenüber 1967 um 20% zu reduzieren.

Das Hauptaugenmerk lag zu diesem Zeitpunkt auf:

- die Zeit für die Vorbereitung der Gefechtsköpfe für die Gefechtsanwendung zu verkürzen;

- Verbesserungen beim Betrieb und der Wartung spezieller Gebäude und Systeme;

- Entwicklung der Einführung von Vorrichtungen zur Senkung der Luftfeuchtigkeit in den Einrichtungen № 20 und zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit auf die erforderlichen Werte in den Montagehallen und Räumen des Tages der Vorbereitung der Einheiten;

- Verbesserung der dosimetrischen Kontrollsysteme

Im gleichen Zeitraum wurde die Umschulung des Personalbestandes für einen neuen Typ Gefechtskopf AA48 abgeschlossen. Geschult wurden sie in den Ausbildungszentren der 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums. Ihre hohe methodische und professionelle Ausbildung sowie die klare Organisation der Klassen ermöglichten eine rechtzeitige und qualitativ hochwertige Umschulung des Offiziersbestands der Reparatur-technischen Basen, ohne die Gefechtsbereitschaft zu beeinträchtigen. Die Lehrer des Ausbildungszentrums und die Ausbildung der Soldaten und Serganten leisteten dem Kommando große Hilfe. All dies ermöglichte es, zeitnahe und qualitativ hochwertige Arbeiten mit der Munition für die Gefechtsköpfe AA48 durchzuführen.

1968 wurde ein großer Wert darauf gelegt, die Montagemannschaften auf die Arbeit der um 1-2 Personen verkürzten Bestand vorzubereiten. Dies war eine Folge der Maßnahmen, die Ende 1967 durchgeführt wurden. In jeder Montagebrigade wurden 4 Montagemannschaften erstellt, um die Gefechtsteile des 2. Starts gleichzeitig vorzubereiten. Die schnelle Einführung verkleinerter Montagemannschaften wurde durch Schulungen erleichtert, die von Februar bis Mai 1968 im Verhältnis der Verbände zu den Chefs der Montagebrigaden der Reparatur-technischen Basen abgehalten wurden. Gleichzeitig im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer zweijährigen Dienst, standen auf der Tagesordnung die Fragen der Aufrechterhaltung einer stabilen Hochschulausbildung und das regelmäßige Andocken der Mannschaften sowie der Vorbereitung auf die Arbeit abnormaler Mannschaften

Gleichzeitig wurde die Wechselwirkung zwischen den Mannschaften der Reparatur-technischen Basen und Startbatterien, Montagebrigaden und Raketenabteilungen herausgearbeitet. Eine gewisse positive Rolle spielten dabei die von der Abteilung Reparatur-technischer Basen der Armee (Chef der Abteilung - Oberst F.E. Lomatschuk) entwickelten «methodischen Anweisungen zur Organisation der Interaktion der Regimentseinheiten und der Reparatur-technischen Basis bei der Vorbereitung der Raketen für den Abschuss».

Eine echte Prüfung der Ausbildung des Personalbestandes der Reparatur-technischen Basen, die Fähigkeit, ihre Sonderbewaffnung kompetent zu betreiben, war die Übung der erhöhten Gefechtsbereitschaft im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Tschechoslowakei im August 1968. Die Organisation und Qualität der Arbeiten mit den Gefechtsköpfen vor der Auslieferung an die Startbatterien, das Andocken der Gefechtsköpfe an die Raketen zeigten, dass das Ausbildungsniveau des Personalbestandes und die Organisation des Einsatzes der Munition der Gefechtsköpfe die Erfüllung der Aufgaben durch die Reparatur-technischen Basen der Armee in vollem Umfang gewährleisten.

Die Erfahrungen mit der Übersetzung der Reparatur-technischen Basen in die erhöhte Gefechtsbereitschaft und umgekehrt wurden zusammengefasst und im September 1966 in der 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums vorgestellt.

Die Besonderheiten der Organisation des Gefechtsdienstes in den Reparatur-technischen Basen, die Bedenken und Anweisungen in der Arbeit des Kommandos im Alltag schildert Oberst V.V. Popow, der 12 Jahre lang drei Reparatur-technische Basen kommandierte: «Die Gefechtsausbildung in der Reparatur-technischen Basis war schon immer auf der Höhe. Wir beschäftigten uns ernsthaft und intensiv nicht nur mit kombinierten Waffenthemen, physischem und Feuertraining, Chartas und Politik, sondern vor allem mit dem Studium der Automatisierung, Ladung, Betriebsregeln für thermonukleare Gefechtsköpfe und den theoretischen Grundlagen der Kernphysik. Jeder von uns kannte aus dem Gedächtnis alle Widerstände, Transistoren, charakteristischen Flugpunkte auf der Flugbahn, die Arbeitsreihenfolge der Elemente und Baugruppen nach dem Prinzip und Halbkreisdiagramme usw.

Und doch war die Hauptaufgabe im Dienst der Betrieb der Gefechtsprengköpfe und die nukleare Unterstützung. Für einen Typ der Raketen 8K63 erhielt jede Reparatur-technische Basis fast alle 2-3 Jahre neue, fortschrittlichere Gefechtsköpfe von der Industrie durch Teile der 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums. Unsere Aufgabe war es, sie zu empfangen, zu transportieren, zu entladen, auf ein Höchstmaß der Gefechtsbereitschaft zu bringen, Vorschriften zu erlassen, sie zu lagern, Gefechtsaufgaben im Gefechtsdienst durchzuführen und sie natürlich zu studieren.

Die Umschulung der Offiziere für neue Arten von nuklearen Produkten und technologischer Ausrüstung wurde von Offizieren der 12. Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums aus Zagorsk vor Ort durchgeführt, ohne die Gefechtsbereitschaft zu beeinträchtigen.

In den ersten Jahren des Bestehens der Raketentruppen wurden die Gefechtsköpfe in der Bereitschaftsstufe 4 eingelagert. Dies beinhaltete eine Risikominderung, eine höhere Sicherheit beim Betrieb der nuklearen Munition aufgrund der getrennten Lagerung des Produkts, die darin installierten Kernladung, Komponenten und Elemente, die für die Installation auf diesen vorgesehen sind. Mit dem Eingang eines Befehls zur Ausgabe der Gefechtsköpfe für den Start mussten die Mannschaften der Reparatur-technischen Basis in kurzer Zeit gemäß der entwickelten Arbeitssequenz den Gefechtskopf bis zur Bereitschaftsstufe 5 zusammenbauen, d.h. bereite dich auf den Gefechtseinsatz vor. Es war eine Höllenarbeit, insbesondere im Rahmen strenger Zeitstandards. Wir verschwanden in den Montagehallen, trainierten und unterstützten unsere Fertigkeiten. Mit dem Übergang in eine neue Gefechtsbereitschaft mit erheblicher Zeitverkürzung für die Vorbereitung der Rakete auf den Start war dieser Anfangszustand der Munition der Gefechtsköpfe eingestellt, um die Erfüllung der Gefechtsmission sicherzustellen und die Gefechtsköpfe für den 1. Abschuss wurden in voller Gefechtsbereitschaft eingelagert.

Quelle: http://rvsn.ruzhany.info/50ra_t2_p14.html
 
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