Berlin: Mauerreste in der Stadt

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Bild 1, 3, 6, 7: Laternen der Vorfeldsicherung
Bild 2: Der Gedenkstein aus Mauerblöcke an der Blankenfelder Chaussee, anlässlich der Maueröffnung durch die Freiwillige Feuerwehr von Lübars und Blankenfelde
Bild 4: der zugemauerte Spalt in der Friedhofsmauer (Vorfeldsicherung, ohne Vorlage sehr schwer zu finden und mit Grünzeug überwachsen, Vorsichtig von mir freigelegt)
Bild 5: Zufahrt zur Vorfeldsicherung
Bild 8: Eisenpfosten (sollten den Durchbruch mit KfZ verhindern. Laut meiner Vorlage sollen das die Originalen sein, ob sie es sind weiß ich nicht, sahen irgendwie so "neu" aus.)
Bild 9: Fundament Wachturm
Bild 10: Fundamentreste Wachturm
 
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Bild 1: Brücke am Nordgraben, hier fehlen schon die Wehranlagen die ein Durchschwimmen verhindern sollten

Bild 2: im Jahre 2003 war hier noch eine kleine Brücke der Hinterlandsicherung zusehen, heute ist diese weg. Von den Resten der Kolonnenwegbrücke, die vor der kleinen Brücke (westwärts) lag, ist auf Grund der starken Vegetation nichts mehr zusehen
Bild 3: noch vorhandene Reste der Wehranlage am Nordgraben, Richtung Wittenau (also weiter westwärts der ersten Brücke)


Wenn es meine Zeit erlaubt werde ich mich an nächsten Abschnitt machen (Lessingstr.-Borsigwerke)
 
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Die Zeit hat es erlaubt.
2. Abschnitt: Borsigwerke (drum herum) - S-Bahnhof Wollankstraße.
Diesmal bin ich zu Fuß gegangen, ist einfach besser, als dieses ständig anhalten, Rad abstellen. Kostet zuviel Zeit und man ist lange nicht so flexibel um in jeden Busch zu krabbeln.

#1: Schranke an der Vorfeldsicherung (VFS), Vorplatz Borsigwerke
#2: Pfähle der Hinterlandmauer
#3: Rest der VF (Vorfeld) Ausleuchtung
#4: Hinterlandmauer aus Plattenelementen
#5: Lampe der Lichttrasse der VFS
#6: ehem. Kolonnenweg, heute verbreitert
#7: Reste der zur Hinterlandmauer umfunktionierten Werkmauer
#8: Kolonnenweg an der Westseite der Werkmauer
#9: Fenster (Feindwärts) mit Vergitterungen
#10: Abbruchkanten und Vergitterungen

Leider bin ich nicht direkt auf das Gelände gekommen um die noch vorhandenen Übersteigschutzelemente ordentlich abzulichten.
 
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#1: Grenzgebietsmarkierung
#2: seperater Kontrollgang für die Zugangskontolle der Werktätigen
#3: Eisengestänge der VFS
#4: Grenzstreifen vor Schönholz
#5: Zaun VFS (Freundwärts)
#6: Reparaturhof/Lager (Werkstatt) der Grenztruppen am S-Bahnhof Wilhelmsruh
#7: am Lagerhof der GT
#8: Zaun VFS
#9: Streckmetalzaun VFS, mit Eisendornen auf dem Pfahl
#10: Blumenkübel, versetzt aufgestellt, sollen KfZ Durchbruch verhindern
 
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#1: Pfahl für Hinweisschild "Grenzgebiet"
#2: Freigeräumte Friedhofsseite (VFS), Friedhof Schönholz
#3: Elektrokasten der GT
#4: Übersteigschutz an einem Werkhof, nahe der Kurt-Fischer-Str.
#5: Lampe der Lichtrasse (Peitschenauslegerlampe)
#6: Ansatzpunkt Hinterlangmauer, noch zu sehen die Weiß gestrichene Häuserwand (soll Flüchtlinge reflektieren)
#7: Übersteigschutz/Signaldraht/Stromdraht o.ä.
#8: Postenbegrenzmarkierung an der Lichttrasse (weiter als hier hätten die Posten nicht gehen dürfen, alles weitere hätte als Flucht gezählt)
#9: Kolonnenweg nahe S-Bahnhof Wollankstr.
#10: Fundament Wachturm
#11: Elektroverteilerkasten, direkt S-Bahnhof Wollankstr.
 
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@Boulder ...Top !!! Danke für die tolle Übersicht!!

Erstaunlich was noch so zu finden ist. Wenn man es erkennt so wie du.

Gruss Robbells
 
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Vielleicht kann ja mal einer der Mods die themen zusammen legen.

Nun gut, wie ich schon anfangs geschrieben hatte, habe ich ja da dieses Buch was mir als Vorlage dient. Es ersetzt zwar nicht das wandern und fotografieren, erleichtert aber das finden. Allerding endet das Buch an der ehem. Güst Waltersdorfer Chaussee (bis dahin noch ein weiter Fußmarsch für mich). Ich will aber eigentlich einmal rum, mal sehen ob ich das durchhalte.
 
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Boulder, lass uns mal bitte den Abschnitt Wilhelmsruh einen Tag zusammen machen...

Hab dort mal bei Alstom gearbeitet und bin jeden Tag über den Grenzstreifen gelaufen...

Kenn da einige interessante Ecken...;-)


Grüße Ralfi
 
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Aber sicher doch, Ralfi, wenn Du das nächstemal in der Gegend bist, laufen wir mal ne Runde um den Block. Allerdings kommt man nicht auf das Gelände der Borsigwerke, falls Du das meinst. Drauf rumgelaufen wäre ich auch gerne, da ist bestimmt noch mehr zusehen. Wie z.B. den erwähnten Übersteigschutz an einigen Werkshallen.
 
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...nicht zu vergessen;
hier kommt der Nachschub an zertifizierten Souvenir- Mauerbruchstücken für die vielen Shops her. ;)

mfG, FA
 
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Dauert zwar lange diese Pickerei, aber gerade im Öffentlichen Dienst hat man doch Zeit und könnte auf diese art Abrisskosten sparen :D
 
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Grenzübergang Bornholmer Straße


Nach der live übertragenen Erklärung Günter Schabowskis auf einer Pressekonferenz am 9. November 1989, dass die DDR-Bürger die Reisefreiheit erhalten würden, war der Grenzübergang Bornholmer Straße der erste Grenzübergang in Berlin, an dem um 23.30 Uhr die Passkontrollen eingestellt wurden und über den Tausende DDR-Bürger die Gelegenheit nutzten, nach West-Berlin zu fahren.

Im Laufe des Abends versammelten sich tausende DDR-Bürger am Grenzübergang, um nach West-Berlin zu gelangen. Der Leiter des Grenzübergangs Bornholmer Straße, Oberstleutnant Harald Jäger, fragte bei seinen Vorgesetzten mehrmals nach, wie weiter zu verfahren sei und erhielt von denen keine bzw. nichtssagende Anweisungen. Nach dem Auslösen der Alarmkette kam die Anweisung (ab zirka 21:20 Uhr) einzelnen Leuten die Ausreise zu genehmigen. Der DDR-Personalausweis erhielt dazu einen Stempel halb über das Lichtbild. Dies sollte eine Wiedereinreise in die DDR verhindern – die Personen wurden darüber aber nicht in Kenntnis gesetzt. Damit wurde das Problem allerdings nicht gelöst, immer mehr DDR-Bürger versammelten sich vor dem Grenzübergang Bornholmer Straße.

Die Situation verschärfte sich vor Ort weiter. Harald Jäger ließ – von seinen Vorgesetzten alleingelassen, mit etwas Wut im Bauch und teilweise resignierend – am 9. November 1989 um 23:29 Uhr, entgegen der Befehlslage, eigenmächtig die Grenzübergangsstelle öffnen und sämtliche Passkontrollen einstellen.[1][2] An dieser Stelle wurde die Berliner Mauer als erstes geöffnet, worauf die bis dahin fast 1000 Reisewilligen, die sich an der Grenzübergangsstelle versammelt hatten, in den Westen gelangten.[3]

An jedem 9. November versammeln sich an der Bösebrücke in den Abendstunden Berliner Bürger sowie die beiden Bürgermeister der Stadtbezirke Mitte und Pankow, um bei einem Glas Sekt an die Ereignisse von 1989 zu erinnern. Am ersten Jahrestag des Mauerfalls wurde östlich der Brücke auf dem Gelände der ehemaligen Grenzübergangsstelle ein Gedenkstein errichtet. Dieser ist aus einem Mauersegment gefertigt. Seine Inschrift lautet: An der Brücke Bornholmer Straße öffnete sich in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 erstmals seit dem August 1961 die Mauer. Die Berliner kamen wieder zusammen. Willy Brandt: „Berlin wird leben und die Mauer wird fallen.“ Im westlichen Sprengwerk der Bösebrücke befindet sich eine Gedenktafel mit der Inschrift: Bösebrücke 1961–1989 DDR-Grenzübergang/war am 9. November 1989 der erste Grenzübergang der innerdeutschen Grenze, an dem die DDR-Grenzschranken fielen.

Textquelle: Wiki

Ehemaliger Grenzübergang Bornholmer Straße

Bildergalerie...

In der nähe gibt es noch die ehem. Überdachung des Abfertigungsbereiches. Bei meinem Besuch hab ich sie leider nicht gefunden und da sie gerade bei ebay versteigert wird wollte ich die berliener Fraktion mal ganz herzlich bitten ein paar Bilder zu machen...

DDR-Grenzübergang «Bornholmer Straße» auf Ebay zu erwerben

Grüße Ralfi
 
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