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Thema: Ballenstedt: ehemalige Parteihochschule "Karl Marx" und NAPOLA

  1. #51
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    Zitat Zitat von SurfBruder Beitrag anzeigen
    Immer darann denken, dass im hinteren Teil des Areals ein seltsamer Sportverein die Nutzung hat. Die machten nicht unbedingt einen sympatischen Eindruck.

    Von den "seltsamen" Sportverein kann ich nichts berichten, da ich niemanden von dort gesehen habe.
    Und zu der Kamera: Wäre nicht der erste Ort mit einer Atrappe.

  2. #52
    Bilder aus 2012, damals mit blair unterwegs...












  3. #53
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    Vorstellung des Buchprojekts „NAPOLA – Verführte Elite im Harz“

    Öffentliche Präsentation und Diskussion in Ballenstedt (Stadtmuseum)
    am 17. November 2018 um 11 Uhr mit anschließender Führung
    über das ehemalige NAPOLA-Gelände


    Nach sechsjähriger Vorbereitungszeit wird am 17. November 2018 um 11 Uhr im Ballenstedter Stadtmuseum das Buchprojekt „NAPOLA – Verführte Elite im Harz“ präsentiert. Vier Autoren (Karl-Heinz Meyer, Dr. Friedhart Knolle, Söhnke Streckel und Wolfgang Schilling) haben in einem reich bebilderten Sachbuch die Harzer Eliteschulen während der NS-Zeit kritisch unter die Lupe genommen. Gemeinsam mit dem Verein „Spurensuche Harzregion e.V.“ ist ein außergewöhnliches Buch zu einer lange tabuisierten Thematik mit weit über 700 Fotos erschienen. Damit soll ein Schlaglicht in die Zeit des Nationalsozialismus geworfen werden, um die Entwicklungen dieser Diktatur in die größte humanitäre Katastrophe des 20. Jahrhunderts nachvollziehbarer zu machen. Das Buch versteht sich auch als Beitrag zur politischen Aufklärung:

    Sie sollten zur NS-Zeit Eliteschulen für den Führernachwuchs im Großdeutschen Reich werden. Ausgelesene Jungmannen erwarben an paramilitärischen Internatsschulen nicht nur das Abitur, sondern erhielten das Rüstzeug später in Staat, Verwaltung, Wehrmacht und SS an vorderster Stelle die nationalsozialistische Gesinnung durchzusetzen. An zwei sehr unterschiedlichen Standorten kamen Schüler im Harz in Nationalpolitische Erziehungsanstalten (NPEA/NAPOLA). Die Klosterschule Ilfeld verwandelte man 1934 vom einstigen humanistischen Vorzeigegymnasium in eine straff geführte Einrichtung neuer Gemeinschaftserziehung. Im anhaltischen Ballenstedt entstand nach 1934 der einzige Neubau einer NAPOLA in Deutschland, der mit seiner gigantomanischen Architektur heute befremdet und einer Nachnutzung harrt. Abseits von Städten sollten im Mikrokosmos der neuen Bildungsanstalten wehrhafte Herrenmenschen heranwachsen, die später als „Politische Soldaten“ dem Führerstaat bedingungslos zu dienen hatten.
    Auch hier funktionierte das NS-System von Lager, Kolonne und Fahne. Als Vorbilder dienten Kadettenanstalten, Landschulheime und die englischen Public Schools mit ihrer spartanischen aber kameradschaftlichen Prägung.
    Unter der Parole „Mehr sein als scheinen“ wuchsen hier ausschließlich Jungen als Führungskräfte heran, die auch nach dem Untergang des NS-Staates in Schlüsselpositionen gelangten, wenn sie nicht vorher auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges ihr Leben ließen.

    Zur Präsentation wird es eine Einleitung durch den Herausgeber sowie einen historischen Filmausschnitt mit Erläuterungen durch Karl-Heinz Meyer geben, zu dem anschließend diskutiert werden kann. Eine Buchlesung im eigentlichen Sinne ist nicht geplant, da das Sachbuch sich dafür nicht eignet.
    Das Buch ist nicht vor dem 24. November 2018 im Buchhandel erhältlich. Für die Besucherinnen und Besucher, die am Präsentationstag in Ballenstedt ein Buch erwerben, wird es anschließend die Möglichkeit geben, sich vor Ort den Originalschauplatz auf dem Großen Ziegenberg bei einer Führung anzusehen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, in den Räumen zu fotografieren (Zutritt auf eigene Gefahr). Die vier Autoren werden zur Buchpräsentation anwesend sein und stehen für Nachfragen sowohl im Stadtmuseum als auch bei der Führung auf dem Großen Ziegenberg zur Verfügung.
    Die Auflage des Buches ist stark limitiert, da es nur anteilig gelang, Institutionen und Firmen als Unterstützer zu gewinnen.
    Weil die Platzkapazität begrenzt ist, bittet der Herausgeber darum, dass sich alle Besucherinnen und Besucher per Mail anmelden. Der Einlass erfolgt in der Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen. Diese sind ab sofort unter folgender Adresse möglich: Napolaimharz@gmx.de
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