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Thema: Europa: Reisetagebuch Tour durch Nord- und Westeuropa / Mai 2013

  1. #1
    Benutzer Avatar von Büttner
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    Europa: Reisetagebuch Tour durch Nord- und Westeuropa / Mai 2013

    Erster (Schnell-) Beitrag, Reisebericht: Sind unterwegs .... die Fähre legte ab, dort am rechten Bildrand ;-)
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  2. #2
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    Zitat Zitat von Martin K. Beitrag anzeigen
    Heute Nacht beginnt nun auch diese Fahrt. Analog zu Lutzes Reisetagebuch entlang der Route 66 wirds auch was von uns geben.
    Na mit analog wird ja nun nichts mehr.
    Meine "Route 66" Tour ist heute in Santa Monica angekommen und beendet. Nun geht es nur noch einige Tage gemächlich die Westküste hoch (San Francisco) und dann wieder nach Deutschland zurück.

    Ich wünsche Euch allen eine super Tour durch halb Europa!!!
    Und schüttet Car Driver Stefan bei dem Fahrpensum auch immer genügend Kaffee in den Hals.

    Viel Spaß und Gruß


    Lutz
    - PROJEKT 20/45 -

    Bau- & Geschichtsforschung zur Festungsfront Oder-Warthe Bogen

  3. #3
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    Strecke: Berlin > Rostock > Stevensfort > Langelandfort > Quickborn
    Kilometer: knapp 1000km plus Fährüberfahrt Rostock-Gedser
    Wetter: 15°C / wechselhaft


    Der Startschuss in Form eines Schnellposting mit dem Foto vom Überseehafen Rostock erfolgte gerade noch in Reichweite der Telekom heute morgen. Nun auch der textliche Bericht des Tages.

    Im heutigen morgengrauen startete auch die tapfere Reisegruppe die in den kommenden Tagen nicht die Route 66 aber mindestens ebenso spannnende Länder Nord- und West-Europas durchreisen wird. Die erste Fähre von Rostock nach Gedser war pünktlichst um 4:30Uhr geschafft. An Board wurde kurzerhand durchgeatmet und sich mental auf den Tag vorbereitet.

    In Dänemark bei strömenden Regen angekommen besserte sich das Wetter glücklicherweise bis zum ersten wirklichen Ziel des Tages.

    Stevensfort / Kalte Kriegs Museum. Zwischen 1951-1955 wurden knapp zwei Kilometer an unterirdischen Stollen und Räumlichkeiten im Kalkstein errichtet.

    Beeindruckt Vom Stevensfort ging es weiter zum Langelandsfort / Kalte Kriegs Museum. Auch dort wurden wir bereits erwartet und konnten ein ähnliche Anlage wie in Stevensfort besichtigen.

    Bilder und weitere Details folgen nach. Jetzt erstmal ko ins Bett fallen.
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  4. #4
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    Strecke: Quickborn > Hamburg-Wilhelmsburg > Olst > Austerlitz > Soesterberg > Utrecht > Breda
    Kilometer: 600
    Wetter: 13°C / leicht bewölkt


    Nach langem Ausschlafen und ausgiebig Früchstück im Hotel in Quickborn stand in Hamburg der aktuell Energiebunker genannte ursprüngliche Flak-Bunker Wilhelmsburg auf dem Plan. Das Cafe im Bunker lud zum zweiten Frühstück ein. Manche kannte das Bauwerk noch in einem ganz anderen Zustand. Die Verwandlung war erstaunlich.

    In den Niederlanden bei Olst folgten Befestigungen, Sperren, Bunker und ein Museum der Ijssel-Linie aus der Zeit des Kalten Krieges. Eine erstaunlich anmutende Anlage deren Zweck die Flutung großer Niederländischer Landstriche war um den Vormarsch der Streitkräfte der Sowjetunion bzw. der Warschauer Vertragskoalition zu stoppen bzw. erheblich zu behindern. Die wasserbautechnisch veranlagten Niederländer schufen hier eine raffinierte Flußsperre mit dem Zweck das angestaute Wasser seitwärts der Deiche abzuleiten und das umgebende Gelände damit einen halben Meter unter Wasser zu setzen und damit unpassierbar zu machen.

    Weiter auf dem Weg nach Westen entlang der Autobahn zunächst die Pyramide Austerlitz, der sehr schön ausgeleutete Sockelflieger F-104 vom Luftfahrtmuseum Soesterberg und das Fort Vechten / Utrecht.
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  5. #5
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    Strecke: Breda /Niederlande > Ypern / Belgien > Kemmel > Diksmuide > Dunkerque / Frankreich > Langemark / Belgien > Ypern
    Kilometer: 370
    Wetter: 19°C / sonnig

    Der heutige Tag stand grundsätzlich im Zeichen der Schlachten des 1. Weltkrieges. Neben Kemmel, Diksmuide und Langemark gibt es gerade im Raum Ypern zahlreiche Orte aus dieser Zeitepoche die sich dieses Themas umfänglich annehmen. Über ein Dutzend Museen, Friedhöfe, Denkmäler, Befestigungen und Stellungssysteme wurden besichtigt. Auch wenn die Ereignisse nun schon bald 100 Jahre zurück liegen fallen die Spuren des 1. Weltkrieges sprichwörtlich nahezu an jeder Ecke auf.

    Ein kleiner Abstecher führte bereits nach Frankreich zu einer anderen Zeitepoche nach der hierzulande Dünkirchen genannten Hafenstadt.

    Zum Abschluss wurden wir Zeuge eines täglichen Rituals, den abendlichen Zapfenstreich vom Menin-Tor / Ypern. Eine sehr gut besuchte Veranstaltung die mahnend den Toten nicht nur im Raum Ypern gedenkt.
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  6. #6
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    Sind da noch die vielen Gräben und Granatlöcher zu sehen(1. WK)?Und besucht ihr eigentlich noch eins der zahlreichen Fort´s?

  7. #7
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    Hallo emporli,
    zu Deiner Frage:

    Zitat Zitat von emporli Beitrag anzeigen
    Sind da noch die vielen Gräben und Granatlöcher zu sehen(1. WK)?Und besucht ihr eigentlich noch eins der zahlreichen Fort´s?
    Ist zweimal mit JA zu beantworten, im Verlauf gestern gesehen und auch nochmals morgen vorgesehen. Einige der Grabensysteme wurde restauriert bzw. neu angelegt und somit den Touristen zugänglich gemacht. Man weiß dann immer nicht ob das nun original ist oder nicht. Aber zahlreiche Infotafeln mit zeitgenössischen Luftbildern hinterlassen schon den Eindruck das man auf originalen Spuren wandelt. Es gibt zahlreiche Museen wo man sich Grabensysteme anschauen kann. Bei den Trichtern ist es eindeutiger. Hier fallen insbesondere jene auf die entstanden aufgrund von gegrabenen Tunneln und darin verbrachten Sprengstoff bzw. Minen die unter die feindlichen Linien hindurch führten. So etwas Trichter zu nennen ist noch harmlos, das sind richtige Krater die heute als See zu erkennen sind.
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  8. #8
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    Strecke: Ypern /Belgien > Kemmel > Mimoyecques / Frankreich > Lottinghen > Wizernes > Laon > Reims
    Kilometer: etwa 450
    Wetter: 13°C / regnerisch


    Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der sog. Vergeltungswaffen, hier also V1, V2 und V3. Zunächst aber besuchten wir den Führungsbunker Kemmel in der Nähe von Ypern. Diese Anlage stammt aus den frühen 1950er-Jahren und lässt Schleusen, Drucktüren so wie jeglichen Schutz gegen Massenvernichtungswaffen vermissen. Das Gelände befindet sich immer noch in Hand der Belgischen Streitkräfte, das wird auch sichtbar durch die Anwesenheit entsprechend uniformierten Personals.

    Schließlich ging die Fahrt weiter nach Frankreich. Zunächst zum V3-Museum Mimoyecques dann weiter zu den V1-Rohbauten Lottinghen und schließlich zum V2-Museum "La Coupole" Wizernes.
    Gerade letztgenanntes Museum besuchten wir zwar schon einmal im Jahr 2009 aber mittlerweile wurde die Ausstellung verändert und erweitert.

    Weiter auf dem Weg nach Reims noch ein kurzer Halt an einem der beiden Flugplätze von Laon.
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  9. #9
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    Strecke: Reims / Frankreich > Verdun > Thionville > Luxemburg > Bitburg
    Kilometer: 390
    Wetter: 12°C / wechselhaft


    Erneut stand ein Tag im Zeichen des 1. Weltkrieges, Ziele waren insbesondere die Schlachtfelder von Verdun. Über Luxemburg verließen wir Frankreich endgültig und bezogen Unterkunft auf dem ehem. US-Amerikanischen Flugplatz Bitburg.

    Die Spuren und Hinterlassenschaften des 1. Weltkrieges sind in und um Verdun unübersehbar. Neben den beiden großen Fort's Douaumaont und Vaux standen mehrere Gedenkstätten und Museen auf dem Programm. Hier waren wir über einen halben Tag beschäftigt.

    Noch in Frankreich in Thionville fielen die beiden gewaltigen Feste Obergentigen und Illingen auf, zwei sicher einmalige Festungsbauwerke ohne Beispiel.

    In Luxemburg besichtigten wir verschiedenen Festungsanlagen im Stadtgebiet.
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  10. #10
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    Strecke: Bitburg > Idenheim > Niederstedem > Koblenz > Bodenrod
    Kilometer: 325
    Wetter: 15°C / überwiegend sonnig


    Unser vorletzter Tag spielte sich in der Epoche des Kalten Krieges ab. Auf dem Flugplatz Bitburg sind zahlreiche Zeugen aus dieser Zeit zu finden. Flugzeugshelter, Staffelgefechtsbunker, Schutzdeckungen für Personal und Kfz-Technik sind in großer Zahl vorhanden. Ein Avionik-Bunker aus den 1980er-Jahren bot sich mit seinen abgeschrägten Wänden als Photovoltaik-Anlage an.

    Diese Art der Nutzung wiederfuhr der Patriot-Stellung Idenheim, kaum mehr lassen sich Spuren dieser Flugabwehrstellung finden. Ursprünglich war dieses Objekt eine verbunkerte Marschflugkörper-Stellung für Mace.

    Bei Niederstedem ein CEPS-Tanklager für die Versorgung des Flugplatzes Bitburg sowie in der Nähe davon eine Kfz-Zapfstelle.

    Trotz Feiertages in der Region lud die Wehrtechnische Sammlung in Koblenz zum Besuch ein, ein Abstecher zum Deutschen Eck war obligatorisch.

    Der Tag endete im Warnamt Bodenrod, die Übernachtung erfolgt im geschützten Keller eines Dienstgebäudes.

    Morgen der letzte Tag mit Rückreise nach Berlin.
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