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Thema: USA: Reisetagebuch »Route 66« / Mai 2013

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von jollentreiber
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    USA: Reisetagebuch »Route 66« / Mai 2013

    Tag 0

    Morgen in der Frühe ist der Zeitpunkt gekommen an dem es nun endlich losgeht!

    http://www.youtube.com/watch?v=Jc8_Qs_y-xs

    Einmal quer durch die USA, von Ost nach West. Also am Morgen die aufgehenden Sonne im Rückspiegel und Abends die selbige im Gesicht.
    Einmal die „Route 66“ mit dem Motto „Verlassenes“ zu befahren und auf Sachen zu achten bzw. diese zu suchen, die für die meisten „normalen“ Einheimischen in dem Land sicher keines Blickes mehr würdig sind.
    Also Sachen zu sehen, die für uns hier im „altem Land“ durchaus von Interesse sein könnte. Aber nicht nur alte Fabriken wie die Konservenfabrik in St. Louis z.B.:

    http://sublunarphotography.blogspot....ing-plant.html

    sondern auch andere Zeugnisse aus der Vergangenheit sind Bestandteil der Tour.
    Na mal schauen was sich da so alles zusammentragen lässt.


    Da ich die HP-Gemeinde auf den Trip ja leider nicht mitnehmen kann (habe nur ein Auto) muß ich "wohl oder übel" alleine fahren.
    ABER ....wenn Interesse besteht, ja dann kann ich Euch, hier in dem Thread noch virtuelle Sitzplätze anbieten. Der Beifahrersitz und die ganze Rückbank ist noch frei. Und in den Kofferraum bekommen wir zur Not dann auch noch welche!!

    Also jeder, der mitkommen will, kann sich zu mir ins Auto schwingen und los geht die Reise....immer auf dem Weg der Sonne, 4000 km durch acht Bundesstaaten, von Chicago bis an die Westküste.


    Die erste Etappe ist Morgen jedoch noch ohne Auto: Berlin/Tegel > Zürich > Chicago
    Der Bericht folgt dann.

    Let`s go to Route 66
    Gruß
    Lutz
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von jollentreiber
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    Tag 1 Berlin - Zürich - Chicago

    Juten Morgen die Gemeinde!

    Hier nun mein erster Bericht.
    Aber was kann man schreiben über einen Tag der an sich nur voller Reisestress war?

    Die Flugverbindungen mit der SWISS haben soweit ganz gut geklappt und die beiden Flieger waren voll ausgebucht. Also keine Möglichkeit bei meiner Körpergröße in der „Holzklasse“ einen Doppelsitz für mich alleine zu ergattern. Was aber viel schlimmer war... WARUM habe ich bei Atlantikflügen immer einen nach Knoblauch stinkenden Asiaten als Sitznachbar?
    War letztes Jahr schon so und von mir als persönliches Pech eigentlich abgehakt. Aber weit gefehlt, das scheint sich auch auf dieser Tour zu wiederholen. Jedenfalls auf dem Flug Zürich – Chicago war es wieder so. Na jut, immer noch besser als einen jodelnden 150kg Bayern als Sitznachbarn.
    Schaun wir mal was später der Rückflug dann bringt.

    In Chicago angekommen,war eigentlich meine Hauptsorge die Einreisebefragung bei der Heimatschutzbehörde. Können wir, der Offizier und ich, uns auf eine gemeinsame Sprache bei der Befragung zum Sinn, Dauer, Zweck u.s.w. meiner Einreise in die USA einigen? Hängt ja davon auch ab ob ich gleich wieder zurück nach Deutschland muss oder aber die Tour antreten kann. Soll heißen das er mir die Einreise in die Staaten genehmigt.

    Nö war diesmal gaaaanz locker. Rangewunken. Pass gegeben, gelächelt, bisschen was von Route 66 gestammelt und „knall“ war der Einreisestempel im Pass. Super!!

    Also gleich weiter zu ALAMO, der größten Autovermietung hier in den USA, um den bestellten SUV abzuholen. Oha, diesmal habe ich einen „Dodge“. Richtig groß im Innenraum und irre leise drinne. Das wird jetzt also mein Auto für die vielen Kilometer der Tour sein. Zum Fahrzeug und ALAMO dann später evtl. nochmal mehr.

    Auch das erste Hotel hatte ich schon in Deutschland geordert.
    Ist auch anzuraten von wegen der Papiere bei der Einreise wo es erforderlich ist eine Anlaufstation (Hotel) zu benennen.
    Ich habe mich, aus Deutschland, für das „Howard Johnson“ entschieden. 55USD und Raucherzimmer waren bei meiner Wahl ausschlaggebend. Das hier allerdings die Bettwäsche nicht regelmäßig gewechselt wird, haben mir die Haare des Vorschläfers auf dem Lacken gezeigt.
    Aber was soll´s, müde und erschöpft war mir das in dem Fall ausnahmsweise egal. Wichtig war jetzt nur erst mal nur schlafen. Aber trotzdem....egal ich habe es überlebt.

    Soweit so gut. Es ist hier jetzt 04:29 AM und Chicago als Startpunkt der Tour wartet.


    Let`s go to Route 66

    Gruß
    Lutz
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  3. #3
    Ihhh, Haare. Hoffe die kommenden Unterkünfte werden reinlicher... Viel Spaß noch.

    Bei mir geht's Morgen auf die Insel. Stonehenge ist jetzt nochmal Programmpunkt und andere Kreise.
    "Platz der alten Steine, aus unserer Asche gemacht" Greifenkeil
    .




    www.ruinenstaat.eu

    http://www.flickriver.com/photos/99637942@N03/

  4. #4
    Benutzer Avatar von Klondike
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    @Jolle das Foto´s hochladen hat nicht geklappt!!!! ich kann deine Reisebilder nicht sehen

    Viel Spaß !!!! und gute Fahrt!!!!!!

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von jollentreiber
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    Zitat Zitat von Klondike Beitrag anzeigen
    @Jolle das Foto´s hochladen hat nicht geklappt!!!! ich kann deine Reisebilder nicht sehen

    Viel Spaß !!!! und gute Fahrt!!!!!!
    Thomas, ich habe doch (noch) keine Bilder hochgeladen. Habe aber schon einige auf der Platte hier fürs Forum.
    Werde mal sehen ob das mit der WiFi Leistung in den Motels hinhaut.

    Gruß
    Lutz
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  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von jollentreiber
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    Zitat Zitat von TumraNeedi Beitrag anzeigen
    Ihhh, Haare. Hoffe die kommenden Unterkünfte werden reinlicher... Viel Spaß noch.
    Ja war irgendwie eklig.
    Jetzt bin ich grade eben in einem Motel der US-Kette "Motel 8". Ist sauber und ordentlich sowie preislich auch nicht viel teurer als Gestern.


    Zitat Zitat von TumraNeedi Beitrag anzeigen
    Bei mir geht's Morgen auf die Insel. Stonehenge ist jetzt nochmal Programmpunkt und andere Kreise.
    Hattest Du die nicht schon alle da drüben besucht?
    Ich wünsche Dir viel Erfolg, Spaß und auch noch eine Stabkirche extra mit dazu. (Aber die wird es da ja wohl nicht geben.)

    Gruß
    Lutz
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  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von jollentreiber
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    Tag 2, Chicago, IL – Braidwood, IL

    08.05.2013
    Wetter: Sonnig, 23°C
    Tagesleistung: 209 km

    Guten Morgen Deutschland

    es ist jetzt hier 04:10 AM und bei Euch 11:10 Uhr. Bin also immer noch nicht im hiesigen Zeitrythmus angekommen und das Motel schläft noch.

    Was gibt es zu berichten?

    Chicago war Gestern bis 08:00 PM Ziel der ersten Tagesetappe. Beginnt dort doch die legendäre Route 66.
    Aber ehe es auf die Route ging mussten erst mal Auftragsbilder eines Gemeindemitgliedes abgearbeitet werden. So ganz nebenbei war ich dann noch in einigen Seitenstraßen der Metropole schauen. Das kann dann aber mal später, auf der Wüstenetappe, ein Auffüllthema werden.

    Ja wo ist er den, der Beginn der alten Straße?
    In Chicago ja, aber ganz unscheinbar zwischen den Wolkenkratzern der Stadt versteckt.


    Und hier geht sie nun los, die Reise in die Vergangenheit, meine Reise in den Westen der USA.

    Aber erst mal führt die Strecke durch unanschaulichen Vororte von Chicago bis etwa nach Romeoville an den Stadrand.
    Ab hier ist es dann schön geworden. Die Straße ruhiger und etwas „rumpelig“ und keine Interstate mehr unter den Rädern.
    Und hier soll sie nun beginnen.....die Freiheit?!
    Na mal sehen wie Frei ich mich denn nun fühlen kann/darf. Den Tacho sollte ich jedoch dabei immer im Auge behalten. Das wird auch notwendig sein, weil anscheinend mein Tempomat im Amischlitten nicht funktioniert. Werde ich dann in St. Louis bei der nächsten „Alamo“ Station ansprechen.

    Zusammenfassend kann man sagen das von den gestrigen 209 Km noch nicht viel „alter Asphalt“ unter meinen Rädern war.
    Wie auch, bewege ich mich jetzt doch erst so richtig weg von Hecktick und Stress der Ostküste, rein ins Innere des weiten Landes. Da wo das Auge weit schaut und die wenigen Menschen dort sich freuen über neugierige Reisende. Da wo man das Auto auch mal kurz offen stehen lassen kann.

    Dahin geht es jetzt weiter und immer auf der Suche nach Relikten der alten, längst vergangen Zeit am Wegesrand der Road 66.

    Let`s go to Route 66

    Gruß
    Lutz

    Hier mal einige wenige Bilder der gestrigen Tagesetappe. Die Gebäude auf den Bildern, (z.B. #3, erstes und damit ältestes Hotel an der Road) haben alle zum größten Teil einen geschichtlichen Hintergrund. Leider kann ich aus Zeitgründen dazu i. M. keine weiteren Ausführungen machen.
    Der Asphalt ruft !!!
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
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  8. #8
    Benutzer Avatar von Klondike
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    danke @Jolle, hast meinen (versuchten) Witz ja bestens verstanden, Danke für die Bilder!!!!

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von jollentreiber
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    Tag 3 / 09.05.2013
    Strecke: Braidwood /Illionis – Staunton/Illionis
    Tageskilometer: 394 km ….aber nicht alle in der richtigen Richtung
    Wetter:17°C, Bewölkt, teilweise starke Regenschauer
    Unterkunft: "Super 8" Motel


    Das Leben kann so grausam sein, auch hier in den USA!!!



    Aber wenden wir uns wieder dem schönen, also der Route und dem Menschen an dieser zu.

    Ich bin jetzt endgültig auf der Tour angekommen.
    Das erste mal Ruhe und Ausgeglichenheit. Endlich weitab vom Verkehr der Interstate und stressigen Einkaufsmärkten alleine auf der Route 66 unterwegs.



    Allein bedeutet aber auch den Faden, sprich die Streckenführung nicht aus den Augen zu verlieren. Wobei das an manchen Stellen gar nicht so einfach ist auf dem Tripp zu bleiben.
    Grade auch wenn man, so wie ich es mache, öfters mal vom Weg abweicht um auf Seitenstraßen noch mehr „richtiges Leben“ erkunden möchte.





    Tja, dann kann es passieren das man sich zwar wieder auf der Route befindet, aber nach einigen Miles feststellt das sich die Eindrücke wiederholen....nur rückwärts! Also zurück Richtung Osten!! Kurze Verwirrung, laut geflucht (aber nur ganz kurz!) neu orientiert und weiter ging die Reise gen Südwesten.



    Die alte Straße zeigt sich hier im Bundesstaat Illionis Streckenweise von ihrer besten/ältesten Seite. Der Belag ist original und an einigen Brücken würde man lieber das Auto alleine rüber rollen lassen. Also alles bestens.










    Mir ist aufgefallen das die Menschen sich freuen wenn man als "66er" erkannt wird. Man läuft mit seiner Fotokiste durch den Ort und alle, auch die vorbeifahrenden Anwohner, grüßen einen ganz freundlich.
    Beim ersten Autofahrer dachte ich noch das er mich mit Billybob von der Miller´s Ranch verwechselt hat. Geht aber an sich nicht, Texas ist noch weit weg und bei meinem europäischen Auftreten (neugierig und mit Kamera in der Hand) auch schwer vorstellbar.

    So das war es erstmal. Früstück wartet und die Road ruft.



    Einige Streckenerkenntnisse des Tages:

    - die 394 km bis zum Tagesziel hätten (ohne meine Dummheit) auch weniger sein können
    - der Dodge schluckt wie ein Tier, aber Benzin ist hier nur halb so teuer...also ok
    - die Regenschauer hier sind genau so heftig wie in Deutschland !!

    Let`s go to Route 66

    Gruß
    Lutz

    Jetzt aber zu einigen Streckenbildern:
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
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  10. #10
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    Hallo Jolle! Den (teilweise) "guten" Straßenbelag gibt es in der Süd-Ukraine auch,da war der Feldrand manchmal besser!
    Viel Spaß noch!

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