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Thema: Ukraine: Onlinetagebuch Exkursion April 2011

  1. #51
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
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    Zitat Zitat von Martin K. Beitrag anzeigen
    Heute wurden dann die verschiedenen kleinen und größeren Ziele in Sevastopol besichtigt. Denkmäler, Museen, Festungsbauwerke und Bunkeranlagen standen auf dem Plan. Als mein persönliches Highlight geht heute die Batterie Maxim Gorky II / 35.te Batterie in das Onlinetagebuch ein. Unzählige unterirdische Räume auf unterschiedlichen Ebenen und mehr als 200 Meter lange Gänge
    Neben der museal nachgenutzen Batterie Maxim Gorki II wäre hier an dieser Stelle auch die durch die Schwarzmeerflotte in militärischer Nachnutzung befindliche Batterie Maxim Gorki I (30. Batterie) zu nennen die im Kalten Krieg zur Küstenverteidigung diente.

    Unter http://www.festungsbauten.de/UDSSR_MaximGorki.htm wird der "Nachtrag zu den Denkschriften über fremde Landesbefestigungen" des OKH vom 01.04.1943 zitiert:
    Zur Bekämpfung von Seezielen errichtete der Russe 5 km nördlich des Hafens von Sewastopol in den Jahren 1914 bis 1934 die Panzerbatterie Maxim Gorki, 4 Geschütze 30,5 cm, Reichweite 44 km, in Zwillingsdrehtürmen mit seewärts gerichtetem E-Meßstand, Funkstand und unterirdischem, mit automatischem Kommandogerät neuzeitlich eingerichteten Feuerleiststand. Die 360 ° schwenkbaren Geschütze konnten mit Hilfsbeobachtung auch gegen Landziele wirken. Während der Belagerung haben sie Angriff und Nachschub oft gestört und in der Zeit vom 7. bis 17.6. rd. 600 Schuß (Spreng- und Panzergranaten sowie Schrapnells) abgegeben. Aufgebaut auf der Westnase eines schmalen Höhenrückens, der nach Norden ins Belbektal und teilweise auch nach Süden steil und geröllig abfällt, ostwärts aber wellig ansteigend in breiteres kahles Höhengelände übergeht, liegt der Batterieblock. Der Eisenbetonbau hat rd. 5000 m² Grundfläche und 3 bis 4 m Deckungsstärke. Seitlich gestaffelt ist eine äußere Kraftstation gleichstarker Bauweise. Der E-Meßstand liegt ebenso wie der Funkstand und der Feuerleitstand rd. 750 m von der Batterie ostwärts abgesetzt und mit dieser durch tiefliegenden Hohlgang verbunden auf einer die Batterie etwas überhöhenden und als Stützpunkt ausgebauten Schwelle des Bergrückens, in deutschen Karten als „Fort“ oder „Bastion“ bezeichnet. Ein Vollspurgleis führt zu den Panzertürmen, eine Straße zu den Eingängen des Batterieblocks. Batterieblock und Bastion waren rundum durch Minenfelder, leichte Drahtsperren, teils in den Fels gesprengte, teils betonierte Schützengräben und zahlreiche Granatwerfer- und MG-Stände feldmäßigen, halbständigen und leichten ständigen Ausbaues gesichert. Die Turmgeschütze konnten in den Nahkampf mit Schrapnells, 2 Lagen je Minute eingreifen. Die in den Südhang eingeschnittenen Eingänge des Batterieblocks, die von Osten her aus einem Eisenbetonschartenstand leichten Ausbaues flankiert wurden, und der Schachtausgang im (Stützpunkt) Bastion hatten keine Verteidigungsscharten. Ein ungetarnter Seitenstollen des Hohlgangs war nur behelfsmäßig zugemauert. Der Abwasserkanal war als Notausgang bekriechbar. Die Besatzung betrug etwa 300 Mann, größtenteils der Küstenartillerie (30. Batterie) angehörig.
    (...)
    Es finden sich dort ein Lageplan, Zeichnungen und Fotos der Batterie Maxim Gorki I. Im Anhang der Lageplan als Overlay.
    PS: Es scheint üblich und auch ganz normal zu sein das sich Touristen von Belbek her dem Batterieblock nähern um die beiden Drillings-Geschütztürme fotografieren. Der Zaun verläuft umittelbar vor den Rohren. Die Umformerstation konnten wir bei unserem damaligen Besuch von der westlichen Wache aus erkennen.
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  2. #52
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    Batterie Maxim Gorki I

    Hier ein Vergleich zwischen alten Zwillings- und neuen Drillingsturm der Batterie Maxim Gorki I.
    Berücksichtigt ist hierbei aber nur die Form des Turmes, nicht deren Abmessungen. Übrigens hängt im Museum der Batterie Maxim Gorki II eine Karte auf der eine weitere Batterie, südöstlich von Sewastopol, also an der Südküste, verzeichnet und benannt ist.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Büttner (09.06.2014 um 14:25 Uhr) Grund: Bildanhang
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  3. #53
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    Shitomir, Koroljow-Museum

    Zitat Zitat von Martin K. Beitrag anzeigen
    So Freunde der Zeitgeschichte, der abendliche Bericht steht wieder an. Heute haben wir uns von Shitomir nach Nikolajev bewegt. Auf dem Plan standen unter anderem:

    [...]

    - Shitomir, Koroljow-Museum
    Hier ein Bildlink zu diesem Museum, mit Innenraumfotos, die Ausstellung KOSMOS. Eingestellt am 2. Juli 2013. Es ist die Rede von Restaurierungsarbeiten im Freigelände. Bei unserem damaligen Besuch waren je eine SS-3 und SS-4 auf ihren zugehörigen Starttischen aufgerichtet.
    http://www.dishmodels.ru/wshow.htm?p=2676&np=all
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  4. #54
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    Zitat Zitat von Martin K. Beitrag anzeigen
    So, schnell noch einige Bilder vom Donnerstag...

    Bild 1-4: Impressionen aus der Gegend um Sevastopol

    http://forum.hidden-places.de/attach...3&d=1302932569
    http://forum.hidden-places.de/attach...4&d=1302932569

    BG
    Martin
    Zum damals von uns besuchten Dnepr-M Radar bei Chersones unmittelbar westlich von Sewastopol fand ich unter http://www.interfax.ru/russia/388129 eine Meldung über Überlegungen des Russischen Militärs diese Anlage wieder in Betrieb zu nehmen. Auch eine Modernisierung auf das modernere Frühwarnradar Woronesh-DM wird nicht ausgeschlossen:

    Военные задумались о реанимации крымской РЛС "Днепр"

    28 июля 2014 года
    Москва. 28 июля. INTERFAX.RU - Российское военное ведомство изучает возможность восстановления и модернизации радиолокационной станции предупреждения о ракетном нападении "Днепр", дислоцированной в Севастополе, сообщил "Интерфаксу" источник, знакомый с ситуацией.

    "Специалисты оценили техническое состояние радиолокационного объекта в Севастополе. Изучается возможность его реанимации и технического перевооружения в интересах противоракетной и противовоздушной обороны", - сказал собеседник нарастить тактико-технические характеристики Это совершенно правильно, поскольку станция покрывает все Черное море. Информация лишней не бывает", - заявил Родионов "Интерфаксу".
    (...)
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  5. #55
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    Zitat Zitat von Büttner Beitrag anzeigen
    Neben der museal nachgenutzen Batterie Maxim Gorki II wäre hier an dieser Stelle auch die durch die Schwarzmeerflotte in militärischer Nachnutzung befindliche Batterie Maxim Gorki I (30. Batterie) zu nennen die im Kalten Krieg zur Küstenverteidigung diente.
    Ich schlage diesen sowie die Beiträge #51 und #52 vor für ein eigenes Thema.
    Hier noch ein Beitrag von Silvester 2014 mit vermutlich aktuellen Außenansichten:
    http://eagle-rost.livejournal.com/308784.html
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  6. #56
    Erfahrener Benutzer Avatar von Klondike
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    hallo, da ich kein Einzelbeitrag zum "Objekt 221" finde stelle ich den Link mal hier rein, die gezeichnete 3D Ansicht aus dem Link lässt nochmals die riesigen Abmessungen erahnen... und die Darstellungen des senkrechten Schachtes. War das ein Mörder Aufstieg damals ;-) und geschifft hat es auch wie Sau, aber gut das wir es durchgezogen haben.... https://www.yaplakal.com/forum2/topic630303.html

    Grüße

  7. #57
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    Zitat Zitat von Büttner Beitrag anzeigen
    Das auf dem Flugplatz Oktjabrskoje ein Marinefliegerregiment stationiert war ist ja grundsätzlich und mit seinen Details wie Benennung, Flugzeugtypen, Anzahl und Unterstellung hinreichend bekannt. Das Sonderwaffenlager kann man überdies in Einklang mit den dort stationierten Flugzeugtypen bringen ist somit auch nichts ungewöhnliches.
    Zitat Zitat von Büttner Beitrag anzeigen
    Um den Bogen in die Neuzeit zu spannen, eine KSE-Meldung benennt für diesen Standort mit Datum 17.07.1992 ein 943. MRAP als Belegung mit einem Technik- von zwanzig Tu-22M und einem Personalbestand von 729.

    Soweit einige historische Hintergründe zu unserem Stopp am Sonderwaffenlager des Flugplatzes Oktjabrskoje.
    Zu ergänzen wäre das auf diesen Flugplatz in der fraglichen Zeit noch weitere Flugzeuge stationiert waren. Bekannt ist ja das bereits erwähnte 943. MRAP. Aber in Oktjabrskoje kam 1989 noch das 30. ODRAP (selbst. Fernaufklärungungsfliegerregiment) aus Saki mit Aufklärern und Störflugzeugen dazu. Damit waren dann dort zusammen 18 Tu-22M, 12 Tu-16 und 19 Tu-22R stationiert. 1990 kamen noch weitere - nicht mehr benutzte - Flugzeuge von anderen Flugplätzen in der Nähe dazu so das es dann knapp 70 Bomber, Störer, Aufklärer, Tanker und Trainer waren. Später ging es dort bergab und seit etwa 25 Jahren steht dieser Flugplatz leer und es passiert dort nichts mehr. Das Sonderwaffenlager am Flugplatz Oktjabrskoje war tatsächlich eines von drei existierenden bei den Marinefliegerbasen auf der Krim.

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