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Thema: Schabowskis Zettel / Doku aus 2009

  1. #11
    Administrator Avatar von Martin K.
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    AW: Schabowskis Zettel

    Die Dokumentation wirde heute Abend 23:00Uhr wiederholt ausgestrahlt oder man schaut es sich einfach in der ARD Mediathek an:

    http://mediathek.daserste.de/daserst...d=&goto=1&show

    Laufzeit: ca. 75min.

    Beste Grüße
    Martin

  2. #12
    Benutzer Avatar von Klondike
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    mir ist bei dem Beitrag nur aufgefallen dass immer nur von dem einen Grenzübergang berichtet wurde... gab´s die langen Schlangen nicht auch an den anderen Übergängen?? und wann waren die offen? und hat dort auch der Wachhabende entschieden??(wie in dem Beitrag dargestellt)
    Kommt mir komisch vor...
    PS: hab den Abend verpennt...(vor 20 Jahren)
    Grüße

  3. #13
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    Hallo,

    unter http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl...all-Zeitleiste gab es vor Jahren den Versuch, den Ablauf des Abends tabellarisch darzustellen. Demnach dauerte es 45 Min. nach der Flutung an der Bornholmer Brücke bis auch anderswo aufgemacht wurde.

    Herrn Jäger und seiner Flutung wurde (nicht erst in dieser Doku) soviel Zeit eingeräumt weil er die Premiere abgeliefert hat. Und wahrscheinlich, weil er offen in die Kamera sagte "ich bin froh dass es die DDR nicht mehr gibt".

    Übrigens wurde in einer reißerischen ZDF-Doku vor ein paar Wochen (ungef. Titel "Wie die Mauer wirklich fiel") ein Offizier der GÜST Woltersdorfer Chaussee interviewt, der nach eigener Aussage um 19:30 seine Leute entwaffnen ließ und die Grenze öffnete...

    Gruß,
    Bonner

  4. #14
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    Im Spiegel wurde vorige Woche ein ganz netter Artikel über das Thema geschrieben. Ich finde diese Darstellung sehr realistisch. Sollte diese Darstellung stimmen, ist das Thema "Verschwörung" totaler Quatsch.
    Einzig das Chaos innerhalb der damaligen Regierung führte zu diesen Ereignissen. Auch wird das Verhalten Moskaus mit beleuchtet.
    Ich halte jedenfalls diese Darstellung für glaubwürdig.

  5. #15
    Benutzer Avatar von fulcrum
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    Zitat Zitat von Joes Beitrag anzeigen
    ist das Thema "Verschwörung" totaler Quatsch.
    Von Verschwoerung hat keiner gesprochen, außer die, die nicht ueber den offiziell gewuenschten Informationsrahmen hinaus sehen wollen / koennen...die Presse transportiert ja Gott sei Dank nichts als die reine Wahrheit...oder doch eher Opium fuers Volk?!?!

    Das Verlangen nach moeglichst vorurteilsloser Pruefung aller Zusammenhaenge ist ein Menschenrecht erster Klasse...denkt zumindest Fulcrum.

  6. #16
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    Zitat Zitat von fulcrum Beitrag anzeigen
    Von Verschwoerung hat keiner gesprochen
    Richtig, aber diese Stimmen wurden teilweise laut.
    Auch darüber wurde mit geschrieben.
    Das Problem war doch eigentlich Schabowskis Mappe. Er hattte eben Seite 2 nicht gelesen. In der TV- Doku sieht man sehr schön, wie ein Helfer ihm die Mappe zeigt, nachdem Er in seinen Unterlagen vergeblich gesucht hatte.
    Fazit-vorher lesen was in seinen Unterlagen steht!
    Gruß

  7. #17
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    Aber was hätte es gebracht, wenn er sie vorher gelesen hätte? Es fehlte ihm die alles entscheidende Pressemitteilung, in der die Sperrfist (nächster Tag 4:00 Uhr morgens) stand.

    Schabowski hat die Regelungen komplett vorgelesen. Sie wurden erstellt, um die Fluchtwelle durch die CSSR zu stoppen. Insofern handeln sie zu 90% von der ständigen Ausreise, nur in einem Unterpunkt wird von Privatreisen gesprochen. Die Grenzübergangsstellen zu Berlin (West) wurden nur in dem Zusammenhang der "ständigen Ausreise" erwähnt! Ganz abgesehen davon galt für jede Reise Antrag + Pass = Visum.

    Schabowski hat also eigentlich gar keinen Fehler begangen. In einem unmittelbar nach der Pressekonferenz mit dem US-Sender NBC geführten Interview bestätigt er den Ansatzpubkt der Regelungen nochmals wörtlich: "It is no question of tourism. It is a permission of leaving GDR."

    Erst die Kombination aus der ersten Agenturmeldung "DDR öffnet Grenzen" und der Verkürzung von Schabowskis Aussagen auf "das gilt sofort, unverzüglich" löste dann die Lawine aus. Und wie dies verstärkt oder wissentlich gesteuert wurde sieht man eindrucksvoll bei den ARD-"Tagesthemen", wo Hanns J. Friedrichs sagte "die Tore in der Mauer stehen weit offen" - was absolut falsch war, wie die anschließende Liveschaltung nach Berlin bestätigte. Aber nach diesem Satz dürften nochmals Tausende Menschen zu Hause aufgesprungen und in Richtung Grenze gezogen sein.

    Gruß,
    Bonner

  8. #18
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    Zitat Zitat von Bonner Beitrag anzeigen
    Aber was hätte es gebracht, wenn er sie vorher gelesen hätte? Es fehlte ihm die alles entscheidende Pressemitteilung, in der die Sperrfist (nächster Tag 4:00 Uhr morgens) stand.
    Da Schabowski schlecht vorbereitet war, hat er eben nicht gewußt, dass es eine Seite 2 gab. Dort stand, ab wann diese Regelung inkraft tritt. Nachweislich hatte diese Gesetzesvorlage 2 Seiten. Er hat jedenfalls nur die erste Seite vorgelesen.
    Immerhin hatte Er an den Beratungen dazu nicht teilgenommen. Somit war Er einfach schlecht unterrichtet. In diesen Tagen war innerhalb der Regierung sowieso das Chaos ausgebrochen.
    Einige Tage zuvor war von Seiten der DDR-Regierung mit der BRD das Thema der Grenzöffnung besrochen wurden. Dabei wurde die Forderung nach Geldzahlungen gestellt. Es soll über Summen in Höhe von 100 Mil. pro Grenzübergang gesprochen wurden sein. Somit besiegelte Schabowskis Zettel das Ende der DDR.

    Gruß

  9. #19
    Benutzer Avatar von Klondike
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    @Joes
    Warum hätten man dafür 100 Mille bezahlen sollen?

    Grüße

  10. #20
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    AW: TV-Doku: Schabowskis Zettel

    Zitat Zitat von Klondike Beitrag anzeigen
    Warum hätten man dafür 100 Mille bezahlen sollen?
    Wenn man sich Transitstrecken, Häftlinge usw. bezahlen ließ, warum dann nicht auch die Grenzöffnung? ;-) Es gab wohl solche Überlegungen von DDR-Seite, in meiner Erinnerung aber erst nach dem Mauerfall von Krenz in einem Telefongespräch mit Kohl geäußert, so nach dem Motto "wir haben ja nun eine wesentliche Forderung der BRep. erfüllt, da könnte die sich ja erkenntlich zeigen". Und dass man Geld brauchte, zeigte sich wenige Wochen später bei Modrows Besuch in Bonn, wo es um einen 15 Mrd. DM Kredit ging.

    Korrektur/Zusatz zu Beitrag #17:
    Schabowski hat doch die Pressemitteilung gehabt, denn er liest auf eine Nachfrage vor: "Wie die Presseabteilung des Ministeriums ... hat der Ministerrat beschlossen". Und das ist der Wortlaut der Pressemitteilung, siehe letzte Seite des Gesamtdokuments:
    http://www.chronik-der-mauer.de/inde.../file/id/54239
    Wie man sieht, stand in der zweiten Seite der Beschlussvorlage als einzige Sperrfrist 10. November (die von mir erwähnte Uhrzeit 4:00 Uhr morgens hat Krenz mal in einem Interview angeführt).

    Insofern hatte Schabowski offenbar nur die Pressemitteilung zur Hand und musste mit Blick in selbige zu dem Schluss kommen, dass dies beschlossen und in Kraft ist. Ersteres stimmt, letzteres bekanntlich nicht. Abgesehen davon wurde es von den (west-)nachrichtensehenden Ostberlinern ohnehin missverstanden - und das war auch gut so ;-)

    Gruß,
    Bonner

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