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Thema: Kagel: Funksendezentrale des MfNV

  1. #191
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    Hallo,
    als erstes wünsche ich alles Gute für das Jahr 2018.
    Deine Erklärung habe ich verstanden. Offensichtlich wurde die Stromversorgung komplett umgebaut.
    Den Schacht zwischen BAS und Haupteingang kannte ich noch nicht. War ja alles mit feinem Fußbodenbelag ausgelegt und geklappert hat es auch nicht.
    Es stimmt, die Klima war tatsächlich einige Meter kürzer als das 1.UG. Da habe ich doch meine eigene Zeichnung vergessen.
    Waren die Leute der Funkwerkstatt nur für Reparaturen zuständig oder wirkten sie im normalen Betriebsdienst mit?
    Bekam die Spät- und die Nachtschicht immer noch ein bzw. zwei Päckchen (je 500g) ungemahlenen Kaffee, den man in der Küche selbst zu bereiten konnte?
    Die R136 hatte meines Wissens ca. 3KW HF-Leistung. Stimmt das?
    In jeden Einschub des R110, den ich mal reparieren musste, habe ich Datum und Monogramm eingeschrieben. Euer Spezi für die R110 hat sich bestimmt gesagt: „Noch ein Verrückter, der Russensender repariert“.
    Vor einigen Jahren habe ich mittels „Sketchup 5.0“ einen virtuellen Bunkerrundgang über alle Ebenen mit Bildern u. Ton auf DVD erstellt. Falls Du interessiert bis, sende eine PN. Im Gegenzug hätte ich gern Deine Bilder.

    Herzliche Grüße
    Kellergeist
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    Geändert von Kellergeist (03.01.2018 um 16:45 Uhr) Grund: Bild fehlte

  2. #192
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    Herzliche Grüße
    Kellergeist
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    Geändert von Kellergeist (03.01.2018 um 16:46 Uhr) Grund: Doppellung

  3. #193
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    Nun denn ... auch von mir ... für alle Mitleser
    und Beitragsschreiber die besten Wünsche für
    ein gutes 2018 ...


    Denke auch, dass sich in den Jahren zwischen der Dienstzeit von Kellergeist und mir
    drastische Umbauten vollzogen.
    Noch einmal zur Stromversorgung:
    Auf einem deiner Bilder stand da etwas von 20kV, die ich auf die Einspeisung bezogen habe, richtig?
    Selbst das hat sich dann geändert. Vom Energieversorger kam/ging bei uns ein 10kV-Kabel aus/in
    Richtung Lichtenow (Hochspannungsschalter 1. Kammer) und ein 10kV-Kabel aus/in Richtung Kagel
    (Hochspannungsschalter 2.Kammer) - siehe meine Skizze_1h .
    Die Übergabe zu den Niederspannungs-(NS-)Trafos erfolgte mit dem Hochspannungsschalter in der
    3. Kammer. Jede der drei Phasen auf der Abgangsseite der Schalter (unter der Decke) war mit der
    identischen der anderen Schalter per kräftiger Stromschienen verbunden und im Normalfall waren
    alle drei Schalter eingeschaltet, so dass sowohl eine Verbindung zwischen den Energieversorgungskabeln
    aus Lichtenow und Kagel, als auch zu unseren NS-Trafos (10kV auf 400V) bestand. Wie schon geschrieben,
    hat für die Versorgung des Objektes die Zuschaltung eines der NS-Trafos ausgereicht
    (meist Trafo 1 zu meiner Zeit). Der andere diente als Ausfallreserve (Trafo 2).

    Tja, vielleicht gab es den Bodendurchbruch im Flur zwischen BAS und Haupteingang (Bilder Flur_1/2)
    bei dir noch nicht ... wenn bei euch hinten vor Toilette/Abzweig NSHV ein Durchbruch bestand ...
    Wo kam der denn unten in der Klima an? Muss ja hinter der mir bekannten Wand gewesen sein, an der
    bei uns der Klimablock KB12 (u.a. Luftwäscher) stand (Skizze SBW_2c). Da hinter der Wand bei uns
    die beiden beschriebenen Kanäle verliefen und dann Schluss war, vermute ich jetzt fast, dass die bei
    uns vorhandene Wand incl. Kanäle bei der Umbauerei erst dorthin gesetzt wurde, sonst passt das für
    mein Verständnis alles nicht ... (siehe Skizze_1h).
    Auch müsste der Flucht-Kanal bei euch an den Moniereisenstufen hinter der Tür Notküche
    vorbeigeführt haben, wozu sollen die sonst gewesen sein... dass hieße aber auch, dass das Ende des
    dir bekannten Teiles eures Kanales nicht außerhalb der SBW-Fläche, sondern innerhalb (unter der Toilette)
    lag, eure Moniereisenstufen am Ende nur ein Stück hoch und dann rüber zur Notküche führten, damit sowohl deine
    Beschreibung (#166), als auch die Verwendung der Moniereisenstufen hinter der Tür der Notküche passt ....

    Könnte es sein, dass bei dir auf der Skizze der Quader im Garten irgendwie an der falschen Stelle steht
    (dito auf der Skizze bei Hr. Kampe)? - denke, der muss weiter Richtung Antennenfeld (s. meine Skizze und
    angehängte Bilder). Das hieße aber auch, dass der Kanal bei euch nicht gerade, sondern irgendwo mit einem
    Winkel zu dem Betonquader geführt haben muss, wenn der Kanal dort und nicht aus dem Pilz wie bei uns ins Freie
    geführt haben soll... Die Funktion des Pilzes bei euch wäre dann aber unklar, oder gab es den bei euch
    noch nicht? (bei uns: 4 Pilze im Garten, der Quader, je 1 kleiner Pilz am SBW hinten (Garten)
    und ein 'halber' vorne (Hof) Richtung Alarmeingang (Abluft / Zuluft Schleusengang) - s. Skizze.
    Auch das 'Dreiergestirn' der Betonpilze über unseren NS-Trafos macht irgendwie wenig Sinn,
    wenn ich die bei dir vorhandenen Räumlichkeiten richtig verstanden und korrekt in meine Skizze
    integriert habe. Gab es dieses 'Dreiergestirn' bei euch überhaupt schon?

    o.k., lassen wir das erst einmal ...

    In deinem Beitrag #135, als du bereits wegen den zu tragenden Halbschuhen von 'schönem Fußbodenbelag'
    geschrieben hast, setzte ich das für mich in Anführungsstriche. War das falsch? Denn jetzt ist es
    'feiner Fußbodenbelag'. War der wirklich so ansprechend?
    Also bei uns war das stinknormales braunes Linoleum, musste am Schichtende gekeult und in der letzten
    Nachtschicht zum Freitag mit neuem Bohnerwachs versehen + gekeult werden, wenn nicht irgendwelche
    Aktionen im Laufe der Woche das vorher nötig machten ...

    Die Leute aus der Funkwerkstatt arbeiteten ausschließlich in der Tagschicht, hatten sich nur um Sender-
    reparaturen zu kümmern und gehörten nicht zum Betriebsdienst.
    Wenn wir nach Stabsdienstschluss in der Spät- oder Nachtschicht einen defekten Sender nicht selbst
    hinbekamen, wurde der am nächsten Morgen der Funkwerkstatt zur Reparatur 'übergeben'.

    Wenn ich mich nicht sehr irre, mussten wir unseren Kaffee selbst kaufen (beim Spießschreiber in seiner
    Mini-MHO). Ich glaube, auf dem Blech-'Panzerschrank' im BAS stand die Standard-DDR-Kaffeemaschine,
    mit der wir uns den dann brühen konnten. Dem reichlichen Kaffeegenuss von damals fröhne ich heute
    noch - bleibender Schaden ...
    Das Frühstück und wochentags auch das Abendbrot konnte man gegen Entgelt mit einem (oder mehreren)
    Kännchen Kaffe und auch zu bezahlenden Spiegel-oder Rühreiern - von den Ziv-Frauen der Küche zubereitet -
    aufbessern.
    Da unser Kraftfahrer jeden Morgen vor dem Frühstück zu einem (etwas schäbigem) Lebensmittelladen in
    Lichtenow fuhr, um dort u.a. auch frische Schrippen zu holen, wurde er für viele zum regelmäßigen
    Lieferanten einer Flasche Milch (0,5 Liter ?), die dann ebenfalls das Frühstück ergänzte.

    Dem R136 dichte ich nach meiner Erinnerung 5 kW an, also etwas mehr, als bei den KN4 (4kW)
    und weniger, als die WjasM2.
    Als der aufgebaut war und in Betrieb gehen sollte, flog beim Zuschalten der Leistung immer
    eine interne Sicherung. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Funkwerkstatt da übermäßig lange nach der
    Ursache gesucht, aber nichts gefunden.
    Unserem stellv. Ltr. FuBd und mir war es dann vergönnt, einen Isolationsdefekt zwischen
    Wicklung und Eisenkern am Trafo (glaube für die Anodenspannung der Endstufe) zu entdecken.
    Nach dem Lösen des Trafos vom Gerätechassis und Unterschieben eines Brettes aus geleimten Holzspänen
    zur Isolation des Trafos von Masse funktionierte der Sender dann.
    Zumindest bis zum Ende meiner Dienstzeit blieb das Brett dort im Einsatz...

    Jetzt wo ich das lese ... richtig, da waren in einigen Einschüben der WjasM2 Datumsangaben mit Signum ...
    fiel mir irgendwann auf, als ich mit dem stellv.Ltr. FuBd dran rumschraubte. Meine Frage nach
    der Bedeutung konnte er aber damals - wenn ich mich nicht irre - nicht beantworten...

    Soweit für heute,
    Kellergeist, betrachte meine 'Skizze_1h' einfach als Diskussionsbasis
    Bensing


    Skizze_1h.jpg Flur_1.jpg Flur_2.jpg Quader_1.jpg Quader_2.jpg

  4. #194
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    Hallo Bensing,
    der von Dir eingezeichnete Notausstieg (Quader) ist richtig. Meine Darstellung ist nicht korrekt.
    Das „Dreigestirn“ gab es schon. Es war durch kurze Kanäle mit der HSA verbunden. Möglicherweise hatte man diese Klötze schon gebaut und danach im Planungsbüro Süd (Dresden) den zweiten Trafo weggeplant, weil das Geld gekürzt wurde. Ich weis es nicht.
    Deiner Beschreibung nach hat man die Klima tatsächlich baulich verkleinert. Der Sinn bleibt mir aber verborgen.
    Zum Fußboden: Das Bohnerregime war das gleiche wie bei euch. War aber keine sonderliche Mühe, weil der braune Belag hochglänzend und glatt war. Da wir unsere privaten Schuhe trugen, wurde der Belag kaum belastet. Nur im Gang des 1.UG deuteten sich schon „Trampelpfade“ an, verursacht durch ein paar Stiefelträger. Unserem Chef war das ein Dorn im Auge. Weil der Bunker relativ neu war, kamen Militärs aus der UdSSR (z. B. Marschall Kulikow ), aus Kuba und Generäle der NVA (Streletz, Weiß, Chef Nachrichten Georg Reymann) zu Besuch. Alles sollte bestens Aussehen.
    Deshalb musste der Fußbodenbelag im Gang gewechselt werden. Der neue Belag war blau-weiß marmoriert. Optisch toll, war aber ungeeignet und bald wieder mit Trittspuren versehen. Nachdem wir bei passenden Gelegenheit mit „Schorschi“ (G. Reymann) gesprochen hatten, wurden Besuche nur noch kurzfristig angemeldet. Damit hatte sich das Thema Fußboden erledigt.
    Windungsschluss zum Trafokern, ein sehr seltener Fehler. Da muss man schon eine Weile suchen.
    Genug für heute.
    Freundliche Grüße

    Kellergeist

  5. #195
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    Hallöchen Mitleser, hallöchen Kellergeist,

    gut soweit. Dann glaube ich, kommen wir zu dem Thema ohne einen
    Wissensträger aus der Umbauphase in den 70'ern hier nicht mehr weiter.
    Außerdem bin ich mit meinem Latein / meinen Erinnerungen jetzt scheinbar
    am Ende ...
    Sehen wir mal, ob sich jemand meldet, der uns weiterhelfen kann.
    Bis dann denn
    Bensing
    Geändert von Bensing (10.01.2018 um 17:13 Uhr)

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