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Thema: Diskussion zum Urheberechtsgesetz

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von RADOM
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    Diskussion zum Urheberechtsgesetz

    @Erkunder
    so einfach ist das nicht. auch beim fotografieren von gebäuden kann man das Eigentums- und Hausrecht des besitzers oder pächters verletzen.
    sollen die aufnahmen genehmigungs- und zustimmungsfrei sein, müssen folgende bedingungen eingehalten werden:
    1. das foto muss von einem öffendliche zugänglichen platz aus gemacht wurden sein
    2. es dürfen keine technischen hilfsmittel, wie z.bsp. leiter benutzt werden

    sobalb man von einem privatgrundstück aus fotografiert, benötigt man die zustimmung des eigentümers und wenn vorhanden des pächters des gebäudes. in innenräumen trifft dies erstrecht zu. dabei spielt es auch keine rolle, ob die fotos für den privaten gebrauch oder sogar für veröffendlichungen gemacht werden.

    zur rechtlichen stellung von eigentümer und pächter ist zu sagen, dass zumeist das Hausrecht auf den pächter übergeht. somit ist der eigentümer für eine fotogenehmigung eigendlich der falsche ansprechpartner, wenn es einen pächter gibt.
    gruß
    RADOM
    Nichts ist so wie es scheint.

  2. #2
    Denkmal
    Gast
    @ Erkunder, All,

    Bei Fotoaufnahmen bitte Urheberechtsgesetz Abschnitt 2 §2 und Abschnitt 6 §59 (1) beachten!

    Demnach sind Bauwerke urheberechtlich geschützt. Außenaufnahmen (Lichtbildwerke) von öffentlichen Wegen und Plätzen aus sind zugelassen.
    Bei Innenaufnahmen gilt das Hausrecht.

    Gruß

    Denkmal.

  3. #3
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    UrhG § 2 Geschützte Werke

    --------------------------------------------------------------------------------

    (1) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:

    1. Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;2. Werke der Musik;3. pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;4. Werke der bildenden Künste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und Entwürfe solcher Werke;5. Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;6. Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;7. Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.
    (2) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.


    UrhG § 59 Werke an öffentlichen Plätzen

    --------------------------------------------------------------------------------

    (1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.

    (2) Die Vervielfältigungen dürfen nicht an einem Bauwerk vorgenommen werden.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    ... ich wills mal einfach ausdrücken. In H. kannst Du fotografieren soviel Du willst, nur nicht die (noch ?) vorhandenen Müllberge, das Gelände außerhalb der HSA hat nen Wachschutz mit Wauwau da noch dem Bund gehörig und der Müll leicht schädlich ist. Der Müll wird aber seit letztem Jahr entsorgt, mal sehen wie weit die sind. Ab der HSA gibts einen Pächter für die gesamte Parkzone inklusive Bunker und auch für den Zufahrtweg von der Lindenalle. (denkmal kann mich gerne korrigieren ) Der kann von seinem Hausrecht gebrauch machen und Knipsen zulassen oder nicht. Du mußt Dich zwangsläufig damit abfinden.


    Gruß
    RST

    PS: ich würde auch meilenweit für einen Bunker gehen, wenn ichs noch könnte :cry:
    Warum krieg ich nur so selten oder nie Antwort auf PNs? ops:

  5. #5
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    Ok RST. Aber hier gings erstmal ums Urherrecht. Und ich wage zu behaupten, dass weder ein Bunker noch eine Kaserne ein Werk im Sinne des Urherrechts darstellt. Bei künstlerischen Gebäuden mag das ja anders sein, aber nicht bei Bauten, wo nicht mal ein Architekt zu finden ist :lol:

    Wenn dem nicht so wäre, dann kenne ich viele viele Webseiten, die Urheberrechtstechnisch gleich dichtmachen könnten. (Diese hier eingeschlossen).

    Deine älteren Harnekop-Fotos sind dein geistiges Eigentum und du hast darauf Urheberrecht und Nutzungsrecht. Wer sollte dir das denn heute auf welcher Grundlage untersagen?

    MfG!

  6. #6
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    ganz einfach auf den Bildern steht kein Datum, im Ernstfall müßte ich aber nachweisen von wann die Bilder stammen. Damals hatte ich halt noch keinen Knipser mit Datumanzeige. Es gibt da so Winkeladvokaten, die drehen Dir das Wort im Munde rum. Aber ich werde mal suchen, ob ich was definitives finde, dann stell ichs rein. Was interessiert Dich denn denn besonders? :?:

    Gruß
    RST

  7. #7
    Denkmal
    Gast
    Zitat Zitat von Erkunder
    UrhG § 2 Geschützte Werke

    --------------------------------------------------------------------------------

    (1) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:

    ....
    4. .... einschließlich der Werke der Baukunst ....


    (2) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.


    UrhG § 59 Werke an öffentlichen Plätzen

    --------------------------------------------------------------------------------

    (1) ..... Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.

    Sicher haben alle ein Problem, die sich eins schaffen.....

    Grundsätzlich ist jedes Bauwerk als Werk der Baukunst anzusehen. Ausgebildete Fachleute auf dem Gebiet der Baukunst nennen sich Architekten.

    Im Gesetz ist ausdrücklich festgelegt, welche Rechte eines Bürgers nicht eingeschränkt werden dürfen. Dazu gehört die Schaffung von Lichtbildern bzw. -werken aus der äußeren Ansicht der Bauwerke von öffentlichen Wegen und Plätzen heraus.

    Einen unterirdischen Bunker allerdings kann man nur selten von außen aufnehmen....

    Das Fotografieren im Innenraum kann demzufolge durch den URHEBER eingeschränkt werden. Der URHEBER kann dieses Recht auf den Besitzer übertragen bzw. diesen damit beauftragen. Dieser Umstand wird im allgemeinen mit dem Architektenvertrag geregelt.

    Selbstverständlich hat wohl auch der Besitzer einer Immobilie das Recht, Innenaufnahmen zu verweigern, da sich in Innenräumen letztendlich auch sein Privateigentum (nämlich die Ausstattung als Nichtbestandteil der Baukunst) befindet. Das hat sicher etwas weniger mit Urheberrecht und mehr mit Hausrecht zu tun.

    Allerdings ist es wohl allgemein üblich, Verbote vor einer Handlung auszusprechen. Dies geschieht durch die Abgrenzung eines Grundstückes (Befriedung = gleich Ausübung des Hausrechtes) und / bzw. bei öffentlich zugänglichen Flächen durch eine Hausordnung bzw. mündlich ausgesprochene Verhaltensregelungen.

    IN EINKAUFSCENTERN war beispielsweise noch vor Jahren das Fotografieren nur mit gesonderter Genehmigung gestattet.
    Mit Inkraftsetzung des UrhG wurden fast durchgängig die darin befindlichen Ladenstraßen als "öffentlich zugängliche Straße" durch die Verwalter gesehen und dieser Passus aus der Hausordnung entfernt. Die Shops bzw. Läden selbst gelten jedoch als Innenräume, für die eine gesonderte Genehmigung des Ladeninhabers eingeholt werden muß.
    (HINWEIS: Immer die Hausordnung VORHER lesen, ob dort Verbote ausgesprochen sind!)


    Zitat Zitat von Erkunder
    UrhG § 59 Werke an öffentlichen Plätzen

    --------------------------------------------------------------------------------
    (2) Die Vervielfältigungen dürfen nicht an einem Bauwerk vorgenommen werden.
    Dieser Passus bezieht sich auf den "Nachbau" eines Bauwerkes an einem anderem Ort.
    Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel; die Vervielfältigung - also der "Nachbau" von "Typenprojekten" - wird ebenfalls mit dem Architekten als Urheber in einem Werkvertrag geregelt.

    Allerdings gilt heute immer:

    Ein "Rechtsstaat" hat nichts mit "Gerechtigkeit" zu tun. D.h. im Einzelfall:
    Man bekommt lediglich Recht oder auch nicht!

    Insofern ist dieser Beitrag keine Rechtsberatung.

    Urheber-Rechtshinweis:
    Wiedergabe dieses Beitrages ist nur als Großzitat (also nur insgesamt und keinesfalls auszugsweise = Kleinzitat) gestattet.


    Gruß

    Denkmal.

  8. #8
    Denkmal
    Gast
    Zitat Zitat von Erkunder
    ....Wenn jemand zb. behauptet, dass ich eine CD geklaut habe, muss ich ja auch nicht den Kassenzettel aufheben, um den Kaufzeitpunkt zu dokumentieren.
    Da hast Du sicher schlechte Karten, wenn die CD NUR IN EINEM EINZIGEN Shop zu haben ist.... und Du in flagranti erwischt wirst.
    Ansonsten hast Du möglicherweise recht und die Verdächtigung wäre mittels Videoaufnahmen oder Aussage mehrerer Zeugen nachzuweisen.
    Zitat Zitat von Erkunder
    Denke mal wenn dich jemand verklagen will, muss er DIR nachweisen, dass du Unrecht begangen hast und nicht andersrum -> in diesem speziellen Fall gegen ein Fotoverbot verstossen hast.
    Begrenze das mal nicht nur auf ein Fotoverbot. Der Hausfriedensbruch ist ziemlich klar definiert.


    StGB
    Siebenter Abschnitt. Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
    § 123 Hausfriedensbruch

    (1) Wer ..... in das befriedete Besitztum eines anderen ..... widerrechtlich eindringt ...., wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.


    Vor dem Fotografieren könnte also bereits eine vorhergehende Starftat bestehen.
    Stelle Dir vor, jemand dringt in Deine Wohnung ein - nimmt Dein Barvermögen mit und gibt es als Fundsache ab... Zumindest stände ihm dann (ich vermutete Deiner Auffassung nach richtigerweise) ein Finderlohn zu . Wäre nur die Verhältnismäßigkeit Aufwand (Strafe wegen Einbruch) und Nutzen (Finderlohn) vorab zu prüfen...

    Zitat Zitat von Erkunder
    ....Nunja, IMHO ist Fakt lediglich, dass dir die Person mit Hausrecht auf einer Liegenschaft die Fotoerlaubnis verweigern kann und dich dafür haftbar machen kann, wenn du dem zuwider handelst.
    Siehe meinen vorherigen Beitrag. Voraussetzung ist allerdings, daß eine solche Liegenschaft ausreichend befriedet ist. Dazu reicht mitunter ein Graben bzw. eine Steinreihe aus. Eine solche Kennzeichnung darf (ebenso wie eine Einfriedung) Lücken haben.

    Zitat Zitat von Erkunder
    Alles andere kann ich mir nicht vorstellen, da mir der Zusammenhang "Werk" und Liegenschaft fehlt.
    "Liegenschaft" bezeichnet das "Liegende", also den Grundbesitz - den Besitz an Boden. Die darauf befindlichen Bauwerke gehen üblicherweise in das Eigentum des Grundbesitzers ein, auch wenn er nicht der Besitzer des Bauwerkes bzw. der Bauwerke ist. (Eigentümer und Besitzer sind unterschiedliche Rechtsverhältnisse).

    Urheber-Rechtshinweis:
    Wiedergabe dieses Beitrages ist nur als Großzitat (also nur insgesamt und keinesfalls auszugsweise = Kleinzitat) gestattet.



    Gruß

    Denkmal

  9. #9
    Denkmal
    Gast
    Zitat Zitat von rst
    Denkmal : leider ist aber generell in der Parkzone knipsen nicht gestattet, das widerspräche ja Deinem Schreiben :?: von wegen nur innen...
    @rst,

    ist die Parkzone "öffentlich"?

    Ich glaube das nicht.

    Zutrittsberechtigt ist sicher nur, wer am Einlaß zur P-Zone durchgelassen wird (ein Hinweis auf eine "Anmeldepflicht" am Eingang ist wahrscheinlich ausreichend). Damit ist die Parkzone nicht für Jedermann - egal woher er kommt - zugänglich -> also meiner Meinung nach "nichtöffentlich". Da greift der Gesetzestext kaum.

    Zum anderen obliegt es dem Hausrechtinhaber, eine Hausordnung zu erlassen, die Gesetzen nicht widerspricht- auch wenn es sich dabei nur um ein Fotografierverbot handelt. (Wobei man schon für sich selbst unterscheiden sollte, ob es sich um ein ernstzunehmendes oder eher um ein "historisches" Schild handelt. Ein "militärisches Sperrgebiet" ist Harnekop meiner Meinung nach sicher nicht mehr.
    Wird nachfolgend ein Fotografierverbot durch einen Vertreter des Hausherrn mündlich ausgesprochen, sollte man sich schon daran halten, um Ärger zu vermeiden.

    Andererseits können Hausrechtinhaber auch Einschränkungen für Besucher in Anspruch nehmen, die sie dem Gesetz nach nicht dürfen. Dann gibt es möglicherweise einen Rechtsstreit - und nicht immer ist der Ausgang vorhersehbar oder vom Geldbeutel abhängig.

    Gruß

    Denkmal

  10. #10
    Denkmal
    Gast
    Zitat Zitat von rst
    ganz einfach auf den Bildern steht kein Datum, im Ernstfall müßte ich aber nachweisen von wann die Bilder stammen. Damals hatte ich halt noch keinen Knipser mit Datumanzeige. Es gibt da so Winkeladvokaten, die drehen Dir das Wort im Munde rum. Aber ich werde mal suchen, ob ich was definitives finde, dann stell ichs rein. Was interessiert Dich denn denn besonders? :?:
    @ rst,

    auch Filmmaterial altert...

    Wenn nicht aufgrund der Fotos auf dem Filmstreifen ein zeitlicher Zusammenhang hergestellt werden kann, gibt es da noch andere Methoden.

    Im Übrigen gilt auch heute noch in Deutschland der Grundsatz, daß eine Schuld (insbesondere wenn lediglich behauptet) nachzuweisen ist und nicht der Angeklagte seine Unschuld nachzuweisen hat.
    Im konkreten Fall: Dir muß nachgewiesen werden können, daß die Fotos nur in einer bestimmten Zeit gemacht worden sind und in dieser Zeit Du gesetzwidrig gehandelt hast.

    Gruß

    Denkmal

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