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Thema: Gas-Kampfstoffe WK2

  1. #1
    Benutzer Avatar von Klondike
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    Gas-Kampfstoffe WK2

    hallo,
    an dieser Stelle möchte ich mal fragen....

    Bei allen Schutz und Vorbeugemaßnahmen kam es (meines Wissens) im 2 WK nie zu einem Einsatz von Gas bzw. Biologischen-Waffen.
    Es haben sich laut Literatur "beide" Seiten immer gegen diese Art der Kampfstoffe entschieden. Letzter Einsatz von dem Zeug war WK1 etwa 1914 /1915....

    Oder nicht???

    Grüße
    Thomas

  2. #2
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    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    Hallo Thomas,
    Zitat Zitat von Klondike Beitrag anzeigen
    Bei allen Schutz und Vorbeugemaßnahmen kam es (meines Wissens) im 2 WK nie zu einem Einsatz von Gas bzw. Biologischen-Waffen.
    was würdest Du unter Schutz- und Vorbeugemaßnahmen verstehen?
    Zitat Zitat von Klondike Beitrag anzeigen
    Es haben sich laut Literatur "beide" Seiten immer gegen diese Art der Kampfstoffe entschieden. Letzter Einsatz von dem Zeug war WK1 etwa 1914 /1915....
    Oder nicht???
    Hast Du gelesen "Der lautlose Tod" von O. Gröhler?
    In Kampfhandlungen sind meines Wissens keine Massenvernichtungswaffen eingesetzt worden, wenn man Flammenwerfer und Brandbomben da nicht einordnen will. Aber wo ist der der massenhafte Einsatz von Zyklon B und anderen Giften in Konzentrationslagern durch die Nazis einzuordnen? Zeitlich gehört er dorthin.
    MfG

  3. #3
    Gesperrt Avatar von Ralfi
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    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    Im Seewerk in Falkenhagen sollten N-Stoff und Sarin hergestellt werden und mit Langstreckenraketen (V10=10.000 Km) bis nach New York gefeuert werden...
    Wie gesagt das war in Planung und hätte nur noch ein halbes Jahr bis zur "Serienreife" gebraucht...

  4. #4
    Benutzer Avatar von Klondike
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    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    @tambour

    der Ansatz ist natürlich absolut richtig(Zyklon)

    Schutzmassnamen: z.B. Kasmasken, bzw. Gummidichtung bei LS-Türen

    Grüße

    @Ralfi: yap, andre Mittel waren auch schon vor dem Krieg "fertig" wurden aber nicht eingesetzt...wohin meine Frage führt

  5. #5
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    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    Hallo Klondike !

    Auch meines Wissens nach wurden C/B Kampfstoffe nie auf den Schlachtfeldern im WK 2 eingesetzt.

    Zu groß war die Angst vor einem Gegenschlag.
    Vor Verdun haben abertausende Soldaten den Einsatz mit Leben/Gesundheit bezahlt.In einem sinnlosem Stellungskrieg.

    Sicher gab es im 3 Reich Überlegungen/Forschungen die aber zum Glück nie fertiggestellt wurden zum Fronteinsatz.

    Gruß Helge.

  6. #6
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    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    Muß ich mal leicht widersprechen. Im Seewerk wurde sehr wohl N-Stoff hergestellt. Die Produktion lief. Nur ist N-Stoff wohl eher nicht als Massenvernichtungsmittel anzusehen. Die geplante Produktion von Giftgasen auf dem Gelände des Seewerkes ist glücklicherweise nie in Gang gekommen. Unabhängig davon sind im WK II bei Kampfhandlungen einige wenige Male Giftgase zum Einsatz gekommen. Diese sind aber von einzelnen Offizieren ohne Befehl "von oben" ausgelöst worden und von der jeweiligen Gegenseite glücklicherweise nicht entsprechend beantwortet worden.
    Glück Auf!
    rolfderwolf

  7. #7
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    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    Hallo rolfderwolf,
    Zitat Zitat von rolfderwolf Beitrag anzeigen
    Muß ich mal leicht widersprechen. Im Seewerk wurde sehr wohl N-Stoff hergestellt. Die Produktion lief. Nur ist N-Stoff wohl eher nicht als Massenvernichtungsmittel anzusehen.
    Genau, es war Tri-Fluor-Chlorid, eine äußerst reaktive Chemikalie, die zunächst als Sprengstoff und später als Treibstoff für Torpedos gedacht war. (siehe auch Kemnitz/Rentsch:"Führungskomplex Falkenhagen", edition vimudeap 2005)
    Zitat Zitat von rolfderwolf Beitrag anzeigen
    Die geplante Produktion von Giftgasen auf dem Gelände des Seewerkes ist glücklicherweise nie in Gang gekommen.
    Es heißt, daß die Anlagen für die Produktion des Nervengases Sarin wohl noch betriebsbereit geworden, aber nicht mehr zum Produzieren gekommen sind - zum Glück!
    Zitat Zitat von rolfderwolf Beitrag anzeigen
    Unabhängig davon sind im WK II bei Kampfhandlungen einige wenige Male Giftgase zum Einsatz gekommen. Diese sind aber von einzelnen Offizieren ohne Befehl "von oben" ausgelöst worden und von der jeweiligen Gegenseite glücklicherweise nicht entsprechend beantwortet worden.
    Hast Du da ein paar Einzelheiten?
    MfG

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von jürgen
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    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    @Klondike,
    da der selbsternante Feldherr im WK-I am eigenem Leib erfahren durfte was das für ein Zeug ist,wurde es nicht eingesetzt.
    Zu groß war die Angst der Vergeltung.
    Es gab zum Beginn der Angriffe auf London auf Seiten der Engländer die kurze Überlegung solche Mittel gegen deutsche Großstädte einzusetzen.

    Da das Mißtrauen doch vorhanden war,wurde aber auf einen ausreichenden Gasschutz der Truppen und in Bunkeranlagen wert drauf gelegt.

    Mit B/C-Waffen fällt mir auf die Schnelle nur ein Attentat durch Spezialeinheiten der Engländer auf einen hochrangigen Offizier der Deutschen ein.
    Dort sind Milzbranderreger zum Einsatz gekommen.

    Gruß Jürgen


    Kleiner Nachtrag:

    Schon im Mittelalter haben sich die Völker mit Milzbrand bekämpft. Man praktizierte dies indem man verseuchte Tierkadaver über die Burgmauern warf und wartete, bis die Bevölkerung gestorben war. Die Milzbranderreger wurden jedoch erst 1849 in Schafsblut entdeckt. Robert Koch untersuchte die Erreger 1877 und beschrieb sie genau.

    Schon im Ersten Weltkrieg wurde von deutschen Wissenschaftlern mit Milzbrand experimentiert, sie verseuchten Tiere im Balkan. Das Programm wurde jedoch wegen geringen Erfolges wieder eingestellt.

    Die Kaiserlichen Streitkräfte Japans setzten Anthrax 1932 in der Mandschurei ein. Bei einem „Forschungsprojekt” der Einheit 731 wurden circa 3000 Kriegsgefangene als „Versuchsobjekte” missbraucht. Auch andere Kampfstoffe wurden getestet.

    Im Zweiten Weltkrieg entwickelte Frankreich einen Milzbranderreger. Dieser wurde beim Einmarsch der deutschen Truppen entdeckt und deutsche Wissenschaftler experimentierten mit dem Erreger, obwohl Hitler es ausdrücklich verbot. Angeblich sollen die USA während des Zweiten Weltkrieges an Milzbrandbomben gearbeitet haben. 1942 hat Großbritannien auf der Insel Guida beziehungsweise Gruinard Island Milzbranderreger getestet, die Insel war fast fünfzig Jahre lang Sperrgebiet. Zwar wurde die Insel in den 1980er Jahren mit 200 Tonnen Formaldehyd entseucht, es besteht aber noch Kritik an der Gründlichkeit und Wirksamkeit dieser Maßnahme.

    Textquelle: wikipedia.de

  9. #9

    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    @all:

    Ich kann zu diesem Thema ebenfalls nur empfehlen, das Buch "Der lautlose Tod" von O. Gröhler zu lesen!

    Planungen von deutscher Seite gab es demnach einige! Und wenn ich es richtig gelesen habe, beschreibt der Autor einige Giftgaseinsätze während des 2. WK in Rußland, wenn auch einige nur an Indizien:

    So soll es am 5. Mai 1942 auf der Krim dazu gekommen sein, auch wenn die dt. Propaganda verharmlosend von bisher unbekannten "neuen Pulversorten" und "harmlosen, einschläfernden Nervengasen" sprach. Zumindest die Russen und die Engländer sahen es als erwiesen an und ließen sich nur schwer davon abbringen, dies entspr. zu vergelten.

    Das nächste Mal war es ab dem 25. Mai 1942, als auf der Halbinsel Kertsch, zerschlagene sowjet. Verbände, die in Steinbrüchen Zuflucht gesucht hatten, mit Kampfstoffen "ausgeräuchert" wurden - Folge: ca. 3000 Tote! Wiederholung des Ganzen am selben Ort im Herbst 1943 gegen Partisanen. Für diesen Einsatz wurde der damalige Oberbefehlshaber der 17. Armee, Jaenecke, nach dem Krieg sogar zum Tode verurteilt (später zu 25 Jahren Zwangsarbeit abgeändert)!

    demo01

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von burk
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    AW: Gas-Kampfstoffe WK2

    Hallo,

    mir ist nur folgendes bekannt:

    Es gab entsprechende Produktionsanlagen für C-Kampfstoffe ( Tabun, Sarin, Loste ) aber zu einem Einsatz dieser Waffen als solche gab es nicht.

    siehe hierzu:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Waffe
    keine Garantie das das vollständig ist.

    BURK

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