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Thema: MDR-Mediathek: "Echt" - Operation "Hamster" (Spionageabwehr MfS)

  1. #11
    Benutzer Avatar von Frank K.
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    Zitat Zitat von railroader Beitrag anzeigen
    Was mich erstaunt ist, der Datendurchsatz. Wie oder wie viele Daten konnte man in 300 ms senden?
    Mit den damals aktuellen µProzessor-Schaltkreisen erreichte man auf seriellen Ein- / Ausgabe-Kanälen (wie heute zB USB am PC) Übertragungsraten bis 550 kBit/sec. Um das zu verdeutlichen entspricht dies umgerechnet auf Zeichen ~50 kByte pro Sekunde. Hier:

    50 kByte Zeichen × 0.3 Sekunden Sendezeit » 15 kByte » ~15000 Zeichen.

    Das sind in Textform in A4-Normseiten (30 Zeilen je 60 Zeichen) ~8 A4-Seiten ! Das ist mE ziemlich satt und ist dabei sehr konservativ von mir gerechnet. Es gab auch deutlich schnellere IC-Familien gleicher Funktion als zugrundegelegt, so das da noch ein Faktor 10 nach oben drin ist

    Zitat Zitat von Klondike Beitrag anzeigen
    Danke. auf eine solche Erklärung hatte ich gehofft
    na aber gern doch.

    Grüße Frank

  2. #12
    Benutzer Avatar von martin2
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    Da viele das andere Forum nicht lesen, dort aber ein damals direkt Beteiligter offen (und vmtl. zwei weitere ohne Outing) schreibt, fasse ich den dortigen Diskussionsstand zusammen und hoffe, dass beide Foren damit kein Problem haben.

    Nochmals: Zusammenfassung eines Diskussionsstand, nicht mein Wissen
    1. Sonde (älter) küstlicher Ast bei Bombodrom Belgern
    2. bei Eberswalde
    3. bei Krügersdorf
    4. bei Irfersgrün

    Angeblich in der Wendezeit vier weitere, ohne Ortsangabe.

    Einer (er war wohl HV III) schreibt zu der Sonde in der Sendung sinngemäß: Marisat 1 ( Atlantik 15°W). Sendungen zwischen 1 und 2,5 Sec, PHDM (Phasen-Differenzmodulation) mit einem Phasenssprung von 135°, völlig unüblicher Phasensprung, vermutlich um Erkennung der Bit-Struktur des Signals zu verhindern bzw. zu erschweren.

    Der Beteiligte (sagt, dass er auch nicht alles erfuhr) meint FLTSATCOM-3 beobachtet durch HV III.

    (Vorschlag: Wer Fragen an die Beteiligten hat, meldet sich dort an und fragt direkt - das ist auch fair gegenüber dem anderen Forum. Ich vermittle KEINE Fragen/antworten.)

    (Quelle)
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  3. #13
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    Moin

    Zitat Zitat von martin2 Beitrag anzeigen
    Im Sinne des Aufklärungsziels (wir wollen großen Abmarsch erkennen) ist das ja eigentlich kontraproduktiv
    Wobei wir tatsächlich nichts über die tatsächlichen Aufklärungsziele nichts wissen. Vielleicht wollten die entsprechenden Labore und Firmen nur Geld mit dem Bau der Geräte verdienen. Und manchmal wird das gewünschte Ziel auch nicht erreicht. Ein ähnliches Programm gab es ja mit "Igloo white" auch schon mal. Lange davor.

    Volker

  4. #14
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    Zitat Zitat von Klondike Beitrag anzeigen
    Selbst das dsl via Sat ist auch heute noch immer nur Daten empfangen, das Kommando zeig mir Seite xyz geht nicht über den Sat, also Datenempfang und/oder Daten senden an einen Sat ist mit dem Karton nicht möglich.
    Nein.
    DSL über Satellit arbeitet auch im Rückweg schon über SAT.
    Dafür gibt es spezielle LNBs mit Modem.
    Allerdings überbrückt diese Variante eine Entfernug von ca. 36000 km.
    In dieser Höhe arbeiten geostationäre Satelliten.
    Da braucht man die Antenne nicht nachzuführen und muss keine Zeitfenster einhalten.

    Die Sonden arbeiteten zusammen mit umlaufenden Satelliten auf einer weit niedrigeren Umlaufbahn.
    Damit braucht man weniger Sendeleistung und kann andere Frequenzbereiche benutzen.

    Funkamateure können z.Bsp. so die ISS im VHF-Bereich erreichen, wenn sie gerade im Überflug ist.

  5. #15
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    Zitat Zitat von Klondike Beitrag anzeigen
    Es gibt ja auch zu klären ob dieser "Schuhkarton mit Batterie" leistungsmässig in der Lage gewesen wäre so stark zu senden, mehr als 1x wenn überhaupt, das das Signal einen Satelliten erreicht. Jedes Minihandy kann Sat-Infos empfangen ja, senden dorthin ist ein ganz anderes Thema.
    Naja. COSPAS-SARSAT funktionierte auch schon in den 80ern auf recht ähnlichen Frequenzen. Auch mit geostationären Satelliten. Es funktioniert also auch in Richtung Satellit. Wie die Praxis in Bezug auf die Sonden bewies. Wenn die Signale auf Abwärtsfrequenzen geostationärer Sat gesendet wurden, müssen sie diese doch auch über die entsprechende Aufwärtsfrequenz erreicht haben.

    Volker

  6. #16
    Neuer Benutzer
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    Zitat Zitat von martin2 Beitrag anzeigen

    Nochmals: Zusammenfassung eines Diskussionsstand, nicht mein Wissen
    1. Sonde (älter) küstlicher Ast bei Bombodrom Belgern
    2. bei Eberswalde
    3. bei Krügersdorf
    4. bei Irfersgrün

    Angeblich in der Wendezeit vier weitere, ohne Ortsangabe.


    (Quelle)
    Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest. Werfe also einfach mal so eine Bemerkung in den Raum.
    Nach meinen heutigen Kenntnissen gab es erheblich mehr solcher und ähnlicher Geräte an militärischen Objekten in der DDR. Die bis heute im Boden schlummern. Hat denn schon einmal jemand versucht, so etwas auszugraben? Oder davon gehört, ob versehentlich etwas ans Tageslicht kam?

    Volker

  7. #17
    Benutzer Avatar von Jens ( B.E.K. Nord )
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    Hallo,

    den Beitrag von "Echt" habe ich leider nicht mehr im Internet finden können. Kann mich schwach erinnern, dass mein mittlerweile verstorbener Onkel beim MfS im Bereich Abwehr / Spionageabwehr / Personenschutz als Major tätig war. Er erzählte in den 80er Jahren mal davon, dass er mitgeholfen hat / dabei war eine dieser Kisten aufzuspüren. Auch die Art und Weise der Datenanalysen ( seismische Erschütterungen und dadurch Erkennen des Fahrzeugtypes ) bestätigte er. Leider kann ich ihn zu mehr Details nicht mehr fragen...

    Gruß Jensspio1.jpg

  8. #18
    Benutzer Avatar von Jens ( B.E.K. Nord )
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    2. Versuch mit dem 2. Bild.

    Gruß Jensspio2.jpg

  9. #19
    Neuer Benutzer
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    Hallo Jens,
    dann dürfte er bei der HA II (Spionageabwehr) gewesen sein. Die war daran maßgeblich beteiligt. Besonders was die "Vorgänger" des abgebildeten Modells betraf. Da kaum anzunehmen ist, dass damals alle versucht oder tatsächlich dieser und ähnlicher ausgelegten Spionagegeräte gefunden wurden, könnten als durchaus noch solche unentdeckt im Boden schlummern. Also zum Beispiel an weiteren der ehemaligen NVA Komplexlager.

    Volker

  10. #20
    Benutzer Avatar von Büttner
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    Als Eigentümer dieser Geräte hätte ich diese nach dem 3.10.1990 einfach wieder eingesammelt.
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

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