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Thema: Lutherstadt Wittenberg: Bunker Weserstraße / 'Bunkerberg'

  1. #21
    Erfahrener Benutzer Avatar von Klondike
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    alles toppi! viel Erfolg fürs Buch!

    Grüße

  2. #22
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    Die Situation im Lutherhaus und die Vermeidungsstrategien und Verdrängung hinsichtlich der Zeitphase 1933 bis 1945 sehe und beurteile ich gänzlich anders. Mir ist bewusst, das gezielt an einer Geschichtsfälschung gearbeitet wird. Dr. Stummeyer schrieb mir von "permanter Weißwäsche". Er hat mit seiner Frau ein Buch über Dr. Paul Bosse geschrieben, der die Opfer des WASAG-Unglücks als Chefarzt des PG-Stifts behandelte und nachdem er dort seine Stelle verlor, die Bosse-Klinik gegründet. Seine Frau wurde im KZ ermordet.

    Welche Relevanz die Nazis in Wittenberg hatten, kann man bei Dr. Kabus "Die Juden der Lutherstadt Wittenberg" nachlesen.

    Wittenberg wurde auf Beschluss des Reichsinnenministeriums 1938 offiziell zur "Lutherstadt". Im gleichen Jahr wurden zu Luthers Geburtstag die Geschäfte der jüdischen Wittenberger verwüstet.

    Superintendent Meichßner hielt bereits Jahre zuvor eine flammende Predigt in der Stadtkirche, wie bedeutsam der Antisemitismus bei Luther für die Gegenwart ist. Und Luther schrieb wörtlich, er möchte die Synagogen brennen sehen und die Juden gerne eigenhändig umbringen.

    Hitler wurde Ehrenbürger der Lutherstadt Wittenberg und hat der Stadt einen riesigen Globus geschenkt, der jahrzehntelang im 'Alten Rathaus' stand. Um mgl. Fragen auszuweichen, hat man den Globus in einem Keller versteckt, darüber aber kein Wort verloren. Der Hausmeister im 'Alten Rathaus' erzählte davon.

    Für einseitige, beschönigende und selektive Darstellungen bin ich nicht zu haben. Da es diesebzüglich erhebliche Defizit gibt, werde ich auch diese Zeitphase in einem Buch beleuchten. Darin werden neben Prof. Thulin und Prof. Meichßner auch Kleinschmidt vom Kirchlichen Forschungsheim und Museumsdirektor Julius Riemer eine Rolle spielen. Auch diese beiden haben sich im NS-System gut eingerichtet und engagiert. Kleinschmidt als Rassenforscher, Riemer in der NS-Höhlenforschung. Beide bekamen nach 1945 schnell die Kurve. Kleinschmidt trat der SED bei, Riemers Frau ebenso, zudem hatte sie eine Funktion bei der GST und übernahm die Leitung des Museums. Ihr Mann war übrigens zugleich ihr Patenonkel.

    Dass man in der DDR etliche NSDAP-PG weiter agieren ließ, besagt nichts über deren tatsächliche Verstrickungen in der vorangegangenen Diktatur.

  3. #23
    Erfahrener Benutzer Avatar von martin2
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    Zitat Zitat von MathiasTietke Beitrag anzeigen
    Dass man in der DDR etliche NSDAP-PG weiter agieren ließ, besagt nichts über deren tatsächliche Verstrickungen in der vorangegangenen Diktatur.
    Du sagst es.

    An einem Punkt in Deinem letzten Beitrag ist zu widersprechen: Du versuchst den Eindruck zu erwecken, dass da etwas verschwiegen werden soll. Dem ist mitnichten so, alles das ist wohlbekannt und veröffentlicht. Und in Ausstellungen verarbeitet, siehe Kabus. Es spricht ja nichts dagegen, dass Du das nochmals bringst - aber Du bist da nicht der Erste.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  4. #24
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    Zitat Zitat von martin2 Beitrag anzeigen
    Du sagst es.

    An einem Punkt in Deinem letzten Beitrag ist zu widersprechen: Du versuchst den Eindruck zu erwecken, dass da etwas verschwiegen werden soll. Dem ist mitnichten so, alles das ist wohlbekannt und veröffentlicht. Und in Ausstellungen verarbeitet, siehe Kabus. Es spricht ja nichts dagegen, dass Du das nochmals bringst - aber Du bist da nicht der Erste.
    Also mit Dr. Kabus bin ich in einem guten Kontakt. Sein Thema war "Juden in der Lutherstadt Wittenberg im III. Reich". Das hat er gut ausgearbeitet. Das Thema "Wittenberg nationalsozialistisch" geht jedoch wesentlich weiter.

    Der Beitrag des Enkels von Max. Meichßner im "Wbg. Heimatkalender" war eine mehrseitige Geschichtsverfälschung. Für den Enkel und Sohn verständlich, dass er die arg befleckte Weste vom Opa und Vater weiß färbt. Dennoch bleibt es Geschichtsverfälschung, wie auch die Einträge bei Wikipedia. Was da formuliert wurde, ist reines Wunschdenken, bei dem viele unliebsame Tatsachen unterschlagen werden.

    Im Falle von Otto Kleinschmidt hat Dr. Gensichen in seinem Beitrag über das Kirchl. Forschungsheim die Phase 1933 - 1945 komplett ausgeklammert wie auch die SED-Mitgliedschaft.

    Also: WO exakt stehen denn diese Beiträge mit "alles das ist wohlbekannt und veröffentlicht"?
    Wer hat sich mit Thulin als NSDAP- und SA-Mann befasst, die Archivunterlagen ausgewertet und diese publiziert?
    In welchem Buch wird das Leben der beiden NS-Meichßners kritisch dargestellt?

    Quintessenz: Das Thema Wittenberg & NS ist längst nicht erschöpft.
    Durch meine bisherigen Recherchen im Bundesarchiv Koblenz und im Landesarchiv Berlin bin ich zuversichtlich, dass sich da reichlich Dokumente anfinden werden, die noch niemand ausgewertet hat.
    Selbst bei Himmler, wo man annehmen könnte, das Thema ist durch (und da gab bzw. gibt es in der Tat eine Menge an Literatur!), konnte ich neue Aspekte und Belege finden, wie stark die indische Philosophie sein Denken und seine Reden beeinflusst hat. Das wurde nach der Veröffentlichung international reflektiert und kommentiert, von London bis Delhi und New York.

  5. #25
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    Nic im Heimatkalender. Aber - immer wieder Fundstücke

    Zitat Zitat von Andi39GE Beitrag anzeigen
    Leider besitze ich den Heimatkalender nicht, darum herzlichen Dank Lucius!
    Das Bauwerk sah aber schon ziemlich ramponiert aus (s/w).
    War da noch mehr zu sehen (bei den Umbauten) und finden sich noch mehr
    Informationen zum Bauwerk im Kalender?
    Mit dem Herausgeber der Heimkalender habe ich vorgestern gesprochen. Er sagt, es gab zum Thema Bunker nichts im Wittenberger Heimatkalender.
    Aber eine Beitrag aus der MZ wurde mir zugeschickt, dabei auch ein Foto plus Zeitzeugenbericht.

    MZ20150416S10 - Bunkersprengung.pdf

  6. #26
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    Aber 100pro! Bin gerade im Urlaub, wenn ich wieder zu Hause bin, suche ich es raus. Es ging um die Malerin, die auch im Bunker einige Wände gestaltet hatte.

  7. #27
    Erfahrener Benutzer Avatar von martin2
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    Die Dame heißt Else Hertzer. Mit freundlichen Grüßen an Herrn Dittrich: Er möge seinen Hematkalender 2005 aufschlangen, Seite 73ff.

    Wenn so die umfassenden Recherchen aussehen, dass nicht einmal das zu finden war, dann weiß ich auch nicht.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  8. #28
    Zitat Zitat von martin2 Beitrag anzeigen
    Wenn so die umfassenden Recherchen aussehen, dass nicht einmal das zu finden war, dann weiß ich auch nicht.
    Lieber Martin2. Wenn ich an die Recherche von Marcus von Erben denke.... Huuuuu
    Wer keine Fehler macht werfe den ersten Stein.


  9. #29
    Zitat Zitat von MathiasTietke Beitrag anzeigen
    Aber eine Beitrag aus der MZ wurde mir zugeschickt, dabei auch ein Foto plus Zeitzeugenbericht.

    MZ20150416S10 - Bunkersprengung.pdf
    Hatte ich übersehen. Herzlichen Dank!!
    Ich frage mich, welche Schnarchnase den Thread von Bunkerberg in Bunker Weserstraße umbenannt hat und warum.
    Für alle Wittenberger ist das der Bunkerberg. War das Deine Idee Herr Ebert?

    VG
    Andreas

  10. #30
    Erfahrener Benutzer Avatar von martin2
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    Nein.

    Im Übrigen finde ich, dass Dein Ton neuerdings wieder ... sagen wir so: Mäßige ihn bitte.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

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