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Thema: S1-Sondernetz fr Bedarfstrger, Geschichte und Entwicklung nach 1989

  1. #11
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    alles sehr interessant und darber hinaus aeusserst frustrierend... ich habe nach 89 einige gesprche mit den verantwortlichen des katastrophenschutzes meiner heimatstadt fhren drfen und auf die frage nach den dringenden "blitz"gesprchen via OB-Verbindung zur Bundes- und Landesregierung bzgl. nahrungsmittel- und energieversorgung oder sicherstellung der entsorgung von allem mglichen einer 1/2 Millionenstadt nur ein ratloses Schulterzucken geerntet... auch im bereich der deutschen bahn, fr den ich heute im bereich leit-und sicherungsrechnik ttig bin, sind solche, das krisenmanagement betreffende themen nur spinnert-weltfremde phantastereien... von der natur oder den menschen verursachte krisen kommen in den unternehmensstrategien einfach nicht vor. wir aber wissen es besser, denk ich mal. ich bin bekennender freund kupferbasierter "primitiver" kommunikation und halte die verlagerung der informationswege zur sicherstellung der daseinsfrsorge ins internet oder ins funknetz fr strflichen leichtsinn... der zeitgeist halt, alle mssen erst aus den angriffen auf oder dem versagen des gewhlten mediums lernen... das kupfer zumindest lag resp. liegt, von der bevlkerung bezahlt, relativ sicher in der erde...

    danke euch fr das forum

    und verbleibe

    Kunstseide942

  2. #12
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    Ich bezweifle mal einfach die zustndigkeit der deutschen post/telekom
    nach aussage des damaligen zustndigen offiziers der abt 2000 (spionageabwehr/MfS) lag die alleinige zustndigkeit und der besitz des netzes in den hnden der NVA...
    Warum auch immer, MfS, MdI, Bezirks,- und Kreisleitungen der SED waren nur "Kunden", im damalgen jargon sonderbedarfstrger...
    wir haben uns im rahmen der wartungs- und entstrttigkeiten oft genug auf bestehende gesprche aufschalten mssen (entgegen landlufiger meinungen ohne knack., knister. und rauschgerusche)... die ATZ 65A/N war das war das fortschrittlichste, was die Technik vor digitalen NST- OVST mzu bieten hatte und das Mithren war
    a - grottenlangweilig und b nicht zu bemerken, weil hochohmig....

  3. #13
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    Im brigen halte ich das verlagern von kernkompetenzen der fr die sicherstellung der fr die ffentliche daseinsfrsorge ntigen Kommunikation (Deutsche Bahn, Enegieversorgung, Feuerwehr, Polizei etz.pp.) ins internet oder in den funknetzraum fr fahrlssig oder strafbar. als bekennender kupferfreund verurteile ich jegliche versuche, das mit erheblichen, vom steuerzahler aufgebrachten mitteln erworbene eigentum an Kupfer(fern)leitungenfr null und lall und gegen eine unausggorene, angreifbare technologie zu verschleudern. meine OB-Telefonapparate zu Hause funktionieren mit einer 1,5 V Batterie und einer Kupferader gegen Erde ber zig Kilometer ohne Problem...

  4. #14
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    Eine Frage an kunstseide942:
    Die Koaxkabel, und die heutigen Glasfaserkabel, kennst du auch? Die liegen am gleichen Ort wo das Kupfer lag,oder immer noch liegt.

    Gruss
    Varga

  5. #15
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    Hallo Varga,
    ob wir damals Koaxkabel hatten, kann ich Dir nicht sagen, aber nach meiner Erinnerung nicht, wozu auch.
    Mit TF 240 und PCM xx waren auch so ausreichende bertragungskapazitten mglich.
    Glasfaser hab ich im Studium an der DP-Hochschule Leipzig kennelernen drfen aber, leider nein, wir hatten m.W. keine im realen Betrieb der SBZ.
    Sicher gab es auch in unserem Bereich Versuche mit diesem und jenem (wie mit dem unix-basierten, abgekupfterten 16-bit - System P8000)
    aber Du weit, wie lange so etwas getestet werden mu um wirklich hilfreich und hinreichend sicher in kritischen Umgebungen eingesetzt werden zu knnen.
    Was heute da liegt, vermag ich nicht zu sagen, meine Vorredner haben dazu ja einiges gemutmat...

    Es grt Dich hochachtungsvoll

    die Kunstseide942

  6. #16
    Erfahrener Benutzer Avatar von martin2
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    Zitat Zitat von kunstseide942 Beitrag anzeigen
    Was heute da liegt, vermag ich nicht zu sagen, meine Vorredner haben dazu ja einiges gemutmat...
    Im Forum sind mehr Leute, die von der Materie Ahnung haben - als Du ahnst. Keine Mutmaungen, jedenfalls meinerseits.

    Daher ist auch den Mutmaungen zu widersprechen, dass systemkritische Strukturen ins Internet verlegt worden seien. Und die Leute, die sich mit dem Thema befassen, wissen im Allgemeinen schon, was sie tun und verantworten.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  7. #17
    Erfahrener Benutzer Avatar von gerd
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    1. Fr alle Freunde von alter Cu-Technik und OB Telefonen. Ich habe noch einige Kilometer LFL, LFK u.a. , sowie viele FF, OB62, WSG, KSS, DVG, Funktechnik mit berleittechnik u.a.m. auf Lager und bin im Katastrophenfall gern bereit auszuhelfen. Gern auch mit Stromerzeugern und Beleuchtungstechnik.....
    2. Ist mir nicht bekannt, das alle Leitungsweger im S1 Postmiet waren. Es gab SOK im S1 die auch dafr genutzt wurden. Meines Wissens war es eine Mischung von Postmiet und Bedarfstrger eigenen Leitungen. Je nach (zeitlicher und konomischer) Mglichkeit.
    3. Sind die alten Haupt-Cu-Trassen, egal ob Tube/ Koax oder Vierer, zumindest als "Fernkabel" ausser Betrieb. Ich kenne nur wenige Flle in denen alte TF-Kabel jetzt quasi als Teilnehmeranschlussleitung fungiereren.
    PS.: Da ich aber lngst nicht alles wei ist das nur mein Kentnissstand.
    gerd

  8. #18
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    Tja- @gerd ist schon ein kleiner Fernmeldefuchs.
    Aber die SOK waren Teilstrecken zum Endnutzer und die Leitung selbst und waren POxxxxx PNxxxxxx... TGPO...... - ergo Postmiet.
    Die eigenen Leitungen trugen die Buchstabenkennzeichnung IF....... und IT.... und IWT...waren in der Regel auf Postmiet-Primrgruppen oder bei "eigenen" Primrgruppen war die tragende Sekundrgruppe eine Postmiet..
    Die Sachen mit MfS, das war ein anderes separates Netz und unterlag nicht der Medienfhrung des S1. Wenn MfS dort etwas kreuz und quer geschalten hat, dann war die Sache eine interne Lsung.
    Schon ab Planungsphase war ein Arbeitsgremium eingesetzt, in dem alle Bedarfstrger und ZfSB und ZFN parittisch vertreten waren. Dort in der Arbeitsgruppe waren dann die technischen Ablufe, Technikeinbau wo und wann, welche Vermittlungsstelle wann in Betrieb ging und wo Endnutzer der Bedarftrger aufgeschalten wurden.... befristet als bergangslsung oder Endlsung..... usw. besprochen wurden. Ich durfte auch teilnehmen.
    Die Treffen fanden periodisch bs 1990 statt.
    Auerdem war ich ja bei den S1-Anbindungen unserer Dienststellen stndig involviert. Nicht nur informativ sondern auch praktisch weil ich den Schaltauftrag schrieb.
    Mithin sinds keine Mutmaungen.
    Aber im Net sind auch andere Ehemalige aus SBZ unterwegs. Die Kollegen Offiziere a.D. oder Fhnriche a.D. kennen dann auch andere Details.
    Immerhin war das S1 unterteilt in Obere Netzebene, Mittlere Netzebene und Untere Netzebene.
    Gendert von Uecker (21.06.2017 um 21:20 Uhr) Grund: Ergnzung

  9. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von martin2
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    Zitat Zitat von gerd Beitrag anzeigen
    3. Sind die alten Haupt-Cu-Trassen, egal ob Tube/ Koax oder Vierer, zumindest als "Fernkabel" ausser Betrieb.
    gerd
    Ich melde leisen Widerspruch an.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  10. #20
    Erfahrener Benutzer Avatar von gerd
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    Zitat Zitat von martin2 Beitrag anzeigen
    Ich melde leisen Widerspruch an.
    Gern nehme ich den Widerspruch an. Ich habe ja ausdrcklich von meinem Kenntnisstand gesprochen und in meine Region geschaut...

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