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Thema: Buch: Führungssystem der Volksmarine

  1. #1
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Buch: Führungssystem der Volksmarine

    Das Führungssystem der Volksmarine der DDR Endstand 1990 - eine Beschreibung

    Titel eines gerade veröffentlichten Buches von Fregattenkapitän a.D. Ulrich Paduch.

    Erhältich ist es bisher nur in den Strausberger Filialen der Buchhandlung Micklich, Froße Strasse & Handelscentrum.

    Paduch hat sowohl in der Volksmarine als auch in der Bundesmarine gedient. Das Buch umfasst 190 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Dokumenten. Erschienen ist es in der Reihe " Strausberger Studien zur Geschichte", die Horst Klein herausgibt. Auch dieses Publikation wurde wie frühere Bände der Edition vom Verein zur Förderung freien Wissens in der Region Strausberg herausgegeben.

    Seit 31.08.2016 im Vertrieb.
    Kosten: 20,50 Euro

    Inhalt:
    Zum Geleit
    Vorwort
    Einführung: Begriffserklärung Führungssystem
    Der Führungsprozess
    Aufbau und Struktur der Führungsorgane der Volksmarine
    Die Bestandteile des Führungssystems der Volksmarine
    System der Gefechtsstände und Führungspunkte
    System der Gewinnung von Lageinformationen
    Landgestützes Beobachtungssystem
    Luftgeschützte Seelageerstellung
    Kräfte und Mittel der Aufklärung der Volksmarine
    Einheiten im Einsatz und Gefechtsdienst
    Kräfte und Mittel des Seehydrographischen Dienstes
    Schnittstellen zu Lagerinformationssystemen anderer Teilstreitkräfte
    Bewertung des Systems der Gewinnung von Lageinformationen
    System der Lageverarbeitung und -darstellung Seelage

  2. #2
    Erhältich ist es bisher nur in den Strausberger Filialen der Buchhandlung Micklich, Froße Strasse & Handelscentrum.
    Das stimmt nicht ganz. Kann man auch online bestellen über den Oberst a.D. Dr. Horst Klein. Hat jedenfalls bei mir geklappt.

    http://www.dbwv-strausberg.de/Inform...uchangebot.pdf

  3. #3
    Benutzer
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    Sicher, auch der Autor dürfte noch Exemplare haben.

    Im Detail beschreibt der Autor ab Seite 51 die Schnittstelle zum Luftlageinformationssystem der LSK/LV und das überaus fehlerhaft.
    eine umfangreichere Anmerkung zu den Ausführungen im Buch ab Seite 51 bezüglich Zusammenwirken mit LSK/LV.



    Entgegen der Darstellung des Autors war weder Kommando VM noch HGS VM an das System Almas direkt angeschlossen.

    Die durch VM empfangene Luftlage war im System MIDA-32. Bereits hier thematisiert.

    (Alle Übertragungsverbindungen im Verbundsystem Almas waren verschlüsselt.)


    Almas Fürstenwalde übertrug eine ausgewählte Luftlage zum Rechnersystem MIDA-32. An diesem Rechnersystem waren über offene Fernschreibleitungen die zu versorgenden Nutzer/Führungsstellen angeschlossen.



    Die VM verfügte über 2 MIDA-32 Zugänge. Eine Verbindung vom Gefechtsstand 3. LVD Cölpin zum Kdo VM nach Rostock-Gehlsdorf und 1 Verbindung vom ZGS LSK/LV Fürstenwalde zum HGS VM Tessin.

    MIDA-32 arbeitete auf den Verbindungen grundsätzlich nur in eine Richtung. Von uns ( LSK/LV) zu den Nutzern/Führungsstellen.



    Auf Seite 53 beschreibt der Autor wie Luftlage der VM direkt an Almas umgesetzt wurde.

    Leider muß ich auch dazu sagen, keine Stelle der VM konnte direkt auf Almas senden.

    Die VM hatte zur Übermittlung ihrer Luftlage eine Verbindung zum Gefechtsstand-31 Cölpin auf das automatisierte Führungssystem "Wosduch".

    Dorthin übertrug die VM ihre Luftlage mit VV (etc), daher auch das Ansprechen mit Wosduch Wosduch in kyrillisch. Dort erfolgte die Einpflege der gemeldeten Daten in der Luftlagebild der nördlichen Division (3.LVD) und Wosduch übertrug dann das Gesamtbild der Luftlage Nord zum Almas-System Fürstenwalde sowie zu den Partnern GSSD, Polen.



    Ich bin der Meinung, dass die Darstellung des Autors doch erheblich von der realen Luftlageinformation der NVA abweicht.

    Eben nur mit theoretisches Wissen aus irgendwelchen Dokumenten.
    Geändert von Uecker (27.09.2016 um 20:53 Uhr) Grund: Textkorrektur

  4. #4
    Eben nur mit theoretisches Wissen aus irgendwelchen Dokumenten.
    Den Eindruck hatte ich beim ersten Übersichtlesen auch. Es gibt auch Textstellen, wo er sogar direkt darauf verweist, das es Internetwissen ist.

    Für die Führungssysteme an sich bin ich nicht so der Experte, daher lese ich Beiträge wie den von Uecker mit großem Interesse. Zumindest hat das Buch ja schon mal bewirkt, dass wir uns in dem einen oder anderen Forum damit beschäftigen...

    Den Reservegefechtsstand der 4. Flottille hat der Autor auch in Rosenort angesiedelt, obwohl wir doch fast alle wissen was bei Schwarzenpfost im Wald war. Den Bunkertyp FB 32 schreibe ich mal dem Fehlerteufel zu...

  5. #5
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Zitat Zitat von bitti Beitrag anzeigen
    Es gibt auch Textstellen, wo er sogar direkt darauf verweist, das es Internetwissen ist.
    Dann hat er die große Suchmaschine offenbar unzureichend genutzt. Zu der im Buch erwähnten 'Fernüberwachungsanlage FÜ 445' haben wir hier quasi ein Uraltthema

    » hidden-places.de/Tessin-HGS-VM-Seelagedarstellung

    Dank @Claus's Zeitaufwand & Mitarbeit stehen seit ~5 Jahren hier dazu originale Anhänge zur Verfügung. Der Direktkontakt zu ihm wäre kein Problem gewesen & da ist noch viel mehr im Stahlschrank. Tja ...

    Grüße Frank

  6. #6
    WWW-bunker-Tessin. de ist eine der Internetquellen die angeführt sind.

    Mein Eindruck vom Buch ist leider nicht so zufriedenstellend....

  7. #7
    Benutzer
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    Der Dr. Klein als Herausgeber teilte mir mit, dass er gemeldete grobe Schnitzer und fachliche Unzulänglichkeiten dieses Buches an den Autor weiter leiten wird und die Gesamtheit dann in einer Neuauflage berücksichtigt wird.
    Wir sollten die Sache Buch als Ergebnis wissenschaftlicher Forschung sehen und da passieren eben auch Fehler durch subjektive Sichtweisen.
    Nun können sachliche Hinweise an ihn ergehen.

    Das DFÜ-445 hatten wir bei LSK/LV bis ca. 1978 auch im Einsatz. Mit Leuchtschaubild in GS-31+33 und ZGS Eggersdorf. Dazu müssen wir aber erst einmal Material sammeln.
    Darstellung der DHS-Kräfte und Bereitschaftsstufen auf dem Territorium.
    Geändert von Uecker (02.10.2016 um 23:46 Uhr) Grund: Ergänzung

  8. #8
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Zitat Zitat von Uecker Beitrag anzeigen
    Der Dr. Klein als Herausgeber teilte mir mit, dass er gemeldete grobe Schnitzer und fachliche Unzulänglichkeiten dieses Buches an den Autor weiter leiten wird und die Gesamtheit dann in einer Neuauflage berücksichtigt wird.
    Also, da muß ich schon ein bisschen lächeln. So ist das eben wenn man zu sehr von sich selbst überzeugt ist und nachdem man an die Öffentlichkeit gegangen ist, feststellt, daß andere durchaus (von mir aus in Teilen dazu) mehr Wissen und das auch noch belegen können

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