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Thema: Diskussion aus 'Überleben im Notfall' » Fallout

  1. #11
    Benutzer Avatar von fernaufklärer
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    100 kilo Atomstaub hört sich wirklich nicht viel an, den können ja ne Handvoll Muschkoten fast auffegen. Denken die Kernwaffeneinsatzstrategen so?
    Allein der Gedanke, dass die zerhackstückten Uranatome völlig neue Atome gebildet haben, die ihrerseits kaskadierend unter Strahlenabgabe weiterzerfallen ("Zerfallsreihen sind ja bekannt"), darüber hinaus freigesetzte Neutronen Sekundäreffekte verursachen können und bei nahezu jedem Kernzerfall noch Gamma nach Einstein Masse/EnergieÄquivalenz abfällt, grault mir. Egal, ob eine Bombe hochgeht oder der Reaktor des KKW meines Vertrauens durchbrennt.

    Atomfreies WE gewünscht!
    Der Sozialismus hat ein Zentralkomitee - die kapitalistische Diktatur hat eine Zentralbank.

  2. #12
    Benutzer Avatar von martin2
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    Zitat Zitat von fernaufklärer Beitrag anzeigen
    100 kilo Atomstaub hört sich wirklich nicht viel an, den können ja ne Handvoll Muschkoten fast auffegen. Denken die Kernwaffeneinsatzstrategen so?
    Ja.

    Die gewünschte Waffenwirkung ist doch eine ganz andere, es geht um den Energieeintrag. Der fallout ist eher "nebenbei", jedenfalls nicht das Ziel der Waffe. Als Ergebnis kommen Cäsium-137 und Strontium-90 in die Atmosphäre. Das meiste in Zone A, da ist aber wegen der Waffenwirkung praktisch schon jeder tot. Die Abnahme (wegen der Verdünnung in der dritten Potenz) ist sehr groß, nach zwei Wochen kann das Gebiet der Zone C (mit Risiken) wieder betreten werden.

    Bei einer Reaktorkatastrophe sieht das völlig anders aus: Erstens ist der Auswurf um Größenordungen höher, zweitens ist dann Jod-131, Cäsium-134 und Cäsium-137 am Start. Das ist eine völlig andere Bedrohung.

    Mir wäre (und das richtet sich an alle meine Vorredner) etwas mehr Sachlichkeit recht. Mir ist durchaus klar, dass die öffentliche Wahrnehmung sowohl in ost als auch in west sich nie änderte: Das ist böse, wir sind dann alle tot. Und das ist auch gut so: Diese Waffen dürfen nie zum Einsatz kommen.

    Da mich nun mehrere sehr deutlich und -wie ich fand- unhöflich belehrten, möchte ich freundlich anregen, genau das zu tun, was mir angeraten wurde: Am "Kernphysikalischem Grundwissen" zu arbeiten. Kleiner Hinweis am Rande: Die Standzeit von Bunkern wurde nicht nach volkswirtschaftlicher Kraft, sondern nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten festgelegt. Die drei beziehungsweise 21 Tage wurden nicht ausgewürfelt - sie haben einen wissenschaftlichen Hintergrund.

    Im Übrigen geht es hier um "Überleben im Notfall": Mir scheint es eine gute Idee ohne Hysterie mit sachlichen Annahmen zu diskutieren.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  3. #13
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    Ist nicht unser ganzer Alltag , ein einziger Notfall ( ohne Plan )??

  4. #14
    Martin,

    die Aussage deinerseits war: kein oder keinen nennenswerten Fallout bei Kernwaffeneinsätzen, die Aussage ist schlicht falsch. Was Strategen dazu meinen, ist der Physik egal. Belassen wir es besser dabei.

    Skynet

  5. #15
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Diskussion aus 'Überleben im Notfall' » Fallout

    Einige Beiträge von

    hidden-places.de/Überleben-im-Notfall-Tipp´s-und-Erfahrungen

    zum Thema 'Fallout' hierher ausgelagert.

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