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Thema: Überleben im Notfall, Tipp´s und Erfahrungen

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von jollentreiber
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    Überleben im Notfall, Tipp´s und Erfahrungen

    Moin moin die Gemeinde,

    stelle das Thema hier bei „R..... und Reise-Tipps“ ein.

    Ich hatte es ja schon kurz in meinem Reisetagebuch zur NORGE 2016 angesprochen. Das Überleben im Katastrophenfall u.ä. schlechten Umständen.

    Zitat Zitat von jollentreiber Beitrag anzeigen

    Ich teste mit meiner beweglichen Zweitwohnung seit zwei Tagen, abgelegen in der Wildnis, meine autarke Überlebensfähigkeit für den Tag X den uns die Regierung in Erinnerung gesetzt hat.

    .....

    Heute Nachmittag wird dann im vorbereiteten Erdofen (Pfeil) noch ein Brot gebacken.......
    ....

    IMG_4786.jpg
    Tja, „Reise-Tipps“.

    Wie es sich aktuell entwickelt sollte man sich auch auf eine Reise ins Ungewisse, zumindest mal beschäftigt haben.
    Und gleich vorweg, das Thema soll jetzt keinesfalls der aktuellen Panikmache folgen, sondern sich sachlich mit den Optionen und Möglichkeiten beschäftigen.

    Naturgewalten, Anschläge, längerer Stromausfall, allgemein die Bedrohung durch äußere Einflüsse usw, dass alles sind Ereignisse die man als einzelner wenig beeinflussen kann. In einem solchen Szenario weiß keiner genau wohin die „Reise“ geht.

    Ich bin der Meinung das wir dieses Thema auch hier im Forum behandeln könnten/sollten. Denn genau hier, die reine Fotoszene mal höflich ausgenommen, tummeln sich User welche sich schon Jahrelang mit Schutz und Schutzbauten und allem was dazu gehört beschäftigen.

    Und um es nochmals zu schreiben, wenn dieses Thema angenommen wird dann wäre es schön wenn wir die Thematik ohne Spinnerei und Phantasterei abhandeln könnten.
    Es wäre angeraten wenn wir uns hier konstruktiv und locker über alle Belange auseinander setzen würden die uns im Fall der Fälle hilfreich sein könnten.

    Mit hilfreich meine ich zum Beispiel auch das Überleben in der freien Natur. Wie kann ich mich bzw. meine Familie im Notfall versorgen, schützen, über eine schlechte Zeit führen.

    Tipp´s wie man mit einfachsten Hilfsmitteln z.B. einer Getränkedose und Schokolade, Tampons (ja richtig, die unbenutzten für die Damen) oder einer Bogenfidel ein lebenswichtiges Feuer entfachen kann.
    Oder was esse und trinke ich wenn meine Reserven für die neuerlich wieder empfohlene 10tägige Bevorratung verbraucht oder anderweitig abhanden gekommen sind?

    Ich habe mich vor 6 Monaten bei der Vorbereitung eines Survivial-Camp für eine Gruppe unerfahrener Berliner mit dem Thema noch näher beschäftigt und dann bei der Durchführung im Camp einiges an Hilflosigkeit erlebt.

    Alleine das fehlen des vertrauten I-Phon hat schon etwas Irritation bereitet. Bei der Orientierung im Gelände nur mit Sonnenstände, Karte und Kompass oder die Zubereitung der Nahrung ohne gewohnte technische Hilfsmittel, nur mit dem wenigen was die Natur und der Rucksack hergab, war die Hilflosigkeit fast komplett.

    Das ist aber nur ein Punkt den man vorab für sich schon mal betrachtet haben sollte. Die Palette der entstehenden Notwendigkeiten ist da bei weitem größer.
    Wer hat diese Thematik für sich schon näher in Betracht gezogen und/oder auch schon Vorkehrungen für den Fall der Fälle wie getroffen?

    Ich bin gespannt ob und wie sich die Diskussion hier entwickelt.

    Gruß
    Lutz
    - PROJEKT 20/45 -

    Bau- & Geschichtsforschung zur Festungsfront Oder-Warthe Bogen

  2. #2
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    Zitat Zitat von jollentreiber Beitrag anzeigen

    Mit hilfreich meine ich zum Beispiel auch das Überleben in der freien Natur. Wie kann ich mich bzw. meine Familie im Notfall versorgen, schützen, über eine schlechte Zeit führen.
    Moin

    Ich denke wenn es so weit ist haben wir ein ganz ernstes Problem und was zu essen zu finden ist da nur eines davon.

    Kann man drüber lachen, aber so ein Szenario läuft ja wieder gerade im TV.
    The Walking dead
    Wenn man die Zombies mal weg lässt werden da auch genau diese Sachen Thematisiert.

    Der Stadtmensch wird an ganz banalen Dingen scheitern.( also ich auch )

    Der eine Mann hat eine Ziege. Wie sie Milch gibt hat er heraus gefunden, nur wie kann man Käse daraus machen ?
    Die einen finden auf der Suche nach Wasser einen Bach in dem auch Fische sind. Das fangen bekommen sie noch hin, aber wer nimmt die Dinger aus ?
    Das Wasser wird übrigens gefiltert mit einer Plastikflasche und mit einer Sand gefüllten Damenstrumpfhose. Danach muss es noch abgekocht werden.
    Ob das so geht weiss ich nicht, aber auf jeden Fall sehr aufwendig wenn es heiss ist und man braucht viel Wasser.

    Ich denke auf so etwas kann man sich nicht richtig vorbereiten.

    In Amerika boomt ja das Bunkerbauen, aber auch das kommt mir alles sehr theoretisch vor und zeigt keine wirklichen Lösungen.
    Gruss Andreas

  3. #3
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    Ich hab mich zumindest mit dem Thema "Navigation" ohne GPS beschäftigt und hatte ein gutes Ergebnis (DDR Unterricht und ein guter Geografie/Astronomie Lehrer sei dank) .
    Aber wie schon B.Man richtig schreibt,beim Rest wird es wahrscheinlich scheitern. :-(

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von PolleBLN
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    Interessantes Thema.

    Daß zur Zeit ne Menge Müll verkauft wird, ist kein Geheimnis. Da entwickelt sich gerade n riesiger Markt. Auch mit und wegen der Panikmache.

    Grundsätzlich finde ich es nicht verkehrt, daß von oben mal wieder das Thema Vorratshaltung angestoßen wurde. Über Jahre wurde darüber gar nicht mehr gesprochen. Die Menschen verlassen sich da auf den Staat. Der packt es aber nicht. Kann er auch nicht.
    Private Vorsorge ist also nicht verkehrt. Jeder hat ja auch ne Verantwortung gegenüber sich und seiner Familie. Wobei ja meist erstmal nur die Chaosphase überbrückt werden muss. Danach laufen die Hilfsapparate an.
    Die Art und Weise, wie es publiziert und kommuniziert wird, ist fürn Eimer. Da fehlt mal wieder das Fingerspitzengefühl und führt somit zur Ablehnung.

    Es fängt mit nem normalen Stromausfall an. Wer hat denn noch Kerzen im Haus? Oder Batterien? Klar kann man alles im Laden holen. Aber der hat n Problem. Der kann mit der EC-Karte gerade nichts anfangen. Dem Bürger wirds egal sein. Dann plündert man halt. Damit ist das Chaos perfekt. Fällt diese Hemmschwelle, dann brennt die Luft. Zumindest in den Großstädten.

    Futter machen ohne Strom ist auch schwer, wenn man sich nicht zu helfen weiß.
    Bestes Beispiel war für mich damals das Emsland. Als damals aktiver Feldkoch im Katastrophenschutz hab ich da nur denn Kopf geschüttelt über die Rat- und Hilfslosigkeit. Und da reden wir nur von mangelnden Strom. Nicht von anderen gravierenden und hoffentlich nicht so schnell eintretenden Dingen.

    Überleben heißt Grundwissen und Improvisation.
    Ich habe als Pionier schon gelernt, mit nem Kompass umzugehen. Wo Moos wächst und wie der Sonnenverlauf ist, weiß ich auch. Landmarken sind mir auch nichts neues.
    Mein Mutterschiff ist zwar schon ne alte Oma. Aber in der kann ich autark Leben.
    Wenns an Sprit mangelt komme ich halt nicht mehr weiter. Aber n wetterfestes Dach übern Kopf hab ich trotzdem. Meinen Strom kann ich da selbst erzeugen. Alles notwendige ist da eh verlastet um auf meinen Touren zurecht zu kommen.

    Nen Koreaofen ist mir auch bekannt. Ne Angel hab ich. Und wenn ich beim Nachbar mal nett frage habe ich auch ne Flinte. Ausnehmen, ausbeinen und zubereiten am Feuer ist mir auch nichts neues.
    Feuer machen kann ich als Raucher auch recht simpel. Da sag ich nur KARTOFFELSCHIPS!!!! Die von Lutz erwähnten Tampons sind aber auch n Knaller. Es braucht dann nur trockenes Holz, Kienäpfel, oder trockenes Moos. Dann funzt das. Das Glutbett eines Feuers und das Erdreich darunter kann man zum Garen auch super nutzen.
    Es gibt also vieles, was man nutzen könnte.
    Das größte Problem würde wohl sein, essbare Pflanzen zu erkennen. Das ist Wissen, daß über die Jahre verloren gegangen ist. Wer kennt denn schon die heimische Vegetation und deren Nutzbarkeit. Wächst ja nicht alles in Dosen mit Etikett.

    Das Thema Wasserfilterung ist recht interessant. Damit hab ich mich bis jetzt nicht wirklich beschäftigt. Aber ich habe gelernt, mit wenig auszukommen.

    Ich glaub, verhungern würde ich nicht.
    Wenns soweit ist hab ich aber eh keine Zeit. Dann ruft der Dienstherr.
    Wenn ich an sowas denken muss, dann ist eh alles zu spät. Dann fangen wir von vorne an.

    Gruß Polle

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von PolleBLN
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    @ Jolle
    Wo treibst du dich denn jetzt wieder rum, daß dich solche Gedanken bewegen?
    Ich glaub, wir beide sollten uns wirklich mal auf n Bier treffen und uns austauschen. Wenn ich das richtig sehe, wohnen wir ja nicht sooo weit voneinander entfernt.
    Ich sehe da Potential für ne Menge Spaß.

    Gruß Polle

  6. #6
    Benutzer Avatar von martin2
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    So schnell läuft also ein ernsthaftes Diskussionsangebot aus dem Ruder.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von sq7
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    Lutz das Thema haben wir hier schon im Forum oder du machst zwei Themen draus.

    !.Hilfe zur Selbsthilfe
    2. Survivial (Rüdiger Nehberg-Nummer)

    Zu Panik vor 12 Jahren haben die schon mal so einen Affen gemacht beim WiSiV 2004.

  8. #8
    Benutzer Avatar von Klondike
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    Ich denke das ist ein anderes Thema da es hier um echte praktische Erfahrungen geht... und nicht so blödsinn.....oh ich hab seit 2h nichts getrunken ich dehydriere.....

    Mich würde nämlich schonmal interessieren welches Werkzeug @Lutz für den Defi so aufm Wagen hatte? Also Wagenheber Ersatzrad fertig?
    Oder die anderen hier, Flaschenzug? An Bord? Sowas....

    Grüsse

    Also weiter im Text

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von PolleBLN
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    Also ich kann dazu sagen, daß ich mich mit der normalen Ausstattung begnüge.
    Ne Winde werde ich an meine Oma nicht anschrauben. Sie ist hochbeinig genug um nich überall aufzusetzen. Aber als 2WD gibt's schon Potential zum festsetzen. Ich hab für solche Fälle n Stahlseil dabei. Radkreuz und Reserverad (in baumarmen Gegenden zu verwenden) wirken Wunder.
    Festpunkt suchen, Stahlseil doppelt legen und dann mit Radkreuz eindrehen. Braucht zwar Zeit und ein wenig Kraft, aber man kommt wieder frei.
    Sollte kein Festpunkt vorhanden sein wird das Reserverad eingebuddelt und somit einer geschaffen. Selbst getestet und als funktional befunden.
    Wenn ich es mir recht überlege nehmen ein paar Umlenkrollen auch nicht viel Platz weg. Somit wäre auch schnell n Flaschenzug gebaut.

  10. #10
    Benutzer Avatar von Klondike
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    Siehste @Polle, sowas mein ich, danke dir!

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