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Thema: Sperrgebiete in der DDR / BStU-Atlas

  1. #11
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    Wieviele von denen wären wohl heute froh , wenn sie noch eine guten Draht nach Moskau hätten ?

  2. #12
    Benutzer Avatar von gerd
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    Zitat Zitat von Aschekater Beitrag anzeigen
    Wieviele von denen wären wohl heute froh , wenn sie noch eine guten Draht nach Moskau hätten ?
    In meiner Gegend wohnen inzwischen viele russische Bürger. Ich denke, die meisten hatte wohl früher eine Uniform an und waren schon mal hier....

  3. #13
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Zitat Zitat von gerd Beitrag anzeigen
    In meiner Gegend wohnen inzwischen viele russische Bürger. Ich denke, die meisten hatte wohl früher eine Uniform an und waren schon mal hier....
    Wohnen die in Saarow am See ? Halten die die Therme besetzt - habe ich mal so erlebt.

    Zitat Zitat von martin2 Beitrag anzeigen
    Hehe, ihr habt einen Server des Bundes kaputtgemacht ... der zuckt ja kaum noch. :-( Und das seit zwei Tagen. Gna.
    Na wenigstens was erreicht Der Arbeitsstand dazu ist daß die CD-ROM der Publikation mit dem Online PDF Dokument übereinstimmt. Falls nicht und alles schief geht ist das PDF bei Einigen gesichert - ua bei mir.

    Grüße Frank

  4. #14
    Benutzer Avatar von Büttner
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    Was haben jetzt russische Bürger mit dem Mitarbeiter-1 zu tun?
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  5. #15
    Benutzer Avatar von martin2
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    Der Server war so gnädig ...

    Ich habe auf die Schnelle meinen Kreis mit mehreren damaligen Nachbarkreisen verglichen. Daher wird aus meiner Vermutung in gewisser Hinsicht Gewissheit: Die Mitarbeiter-1 haben unterschiedlich genau zugearbeitet. Während in zwei Nachbarkreisen wirklich alles (bis auf eine wohl zu gut getarnte Liegenschaft) aufgeführt ist, fehlt in meinem Kreis bei den inoffiziell genutzten Liegenschaften doch einiges: Wasserübungsplatz, Konzentrierungsraum, Entfaltung Richtfunk uswusf. Selbst bei den offiziell genutzten Liegenschaften fehlen in meinem Kreis Einzelobjekte wie Wohnblock - während im Nachbarkreis "jede Hundehütte" mit Vornamen angesprochen wird.

    Hierzu ist wichtig zu wissen, dass 1987(?) AG Keßler den Befehl gab, mal genauer nachzusehen ob und wie die Gruppe das Stationierungsabkommen einhält: Die (von der DDR erstellten) Listen und Karten basieren im Grunde auf diesem Befehl.

    Die Objekte des MdI lassen mich ratlos zurück: Da fehlt auch was. Beispielsweise lag hier eine Einheit (Kompanie oder Zug?) der kasernierten Trapo. Und auch die Wasserschutzpolizei - da habe ich Fragen.

    Das auf den allerersten Blick.

    Nachtrag zum 1. Absatz: Ich kann das insoweit beurteilen, da ich die Unterlagen des MA-1 meines Kreises kenne ...
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  6. #16
    Benutzer Avatar von martin2
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    Zitat Zitat von Aschekater Beitrag anzeigen
    Wieviele von denen wären wohl heute froh , wenn sie noch eine guten Draht nach Moskau hätten ?
    Ich beziehe mich auf die Funktion "Mitarbeiter 1" in den Räten der Kreise (es gab auch solche in Großbetrieben).

    Um den Forderungen nach "Wachsamkeit und Geheimhaltung" Genüge zu tun, wurde eine Schnittstelle zwischen den Funktionen und Mitarbeitern des Rates des Kreises einerseits und "Sicherheitsorganen" wie MdI, MfS, GSSD geschaffen: Nur über den Mitarbeiter-1 sollten solche Kontakte laufen. Diese Funktion bedingte besondere Verschwiegenheit und Treue zur DDR. Wegen der Vielzahl auch bilanziell wichtiger Fragen war der MA-1 auch gleichzeitig gesetztes Mitglied der Staatlichen Plankommission dieser Führungsebene. Eine gewisse Nähe zum MfS darf man allein der Aufgabenstellung wegen annehmen.

    Die Aufgabenstellung sowie die notwendige Persönlichkeitsstruktur der MA-1 führte zur sowie nach der Wende dazu, dass diese Personen weniger kooperativ erscheinen: Sie führten ihren primären Auftrag (Verschwiegenheit) passiv weiter aus. Das machte es forscherisch im regionalen Rahmen eher schwierig - so einige kennen das. Mir war es nun vergönnt, einen MA-1 näher kennenzulernen. Schritt umd Schritt wuchs Vertrauen. Ich erfuhr näheres über das Aufgabengebiet, Inhalte, konnte als vernichtet geltende Akten einsehen. Das war nach meinen ersten Veröffentlichungen, ich wurde kontaktiert. Und mir wurde in der Sache ein Versprechen abgenommen: Ich habe sachlich an Hand der Fakten der Nachwelt zu berichten. (Ich glaube, dass das kein Problem darstellt.)

    Zu Deiner Frage - Draht nach Moskau:
    Ich kann und will nicht ausschließen, dass der eine oder andere MA-1 auch IM des KGB oder der GRU war. Aber die gesuchte Persönlichkeitsstruktur war anders: Die MA-1 fühlten sich der DDR (und nur dieser) verpflichtet. Darüber hinaus sollte eine Überwerbung eines MA-1 (theoretisch!) nicht möglich gewesen sein: Die Zentralkartei der HA XII hätte das verhindert. (Praktisch würde ich vereinzelte Überwerbungen nicht ausschließen wollen ...)

    Das ergibt für die 1980er Jahre ein freundliches, gleichzeitig sachlich-kritisch blickendes Auge auf die Truppen der GSSD sowie anderer sowjetischer Organe. Ich will nicht von Ausspähung sprechen, das ginge zu weit - aber eine Aufgabe war durchaus auch, Daten über Vorgänge, Liegenschaften der GSSD zu sammeln. Die Vermutung, dass die MA-1 "von Moskau gesteuert" waren geht fehl.

    Das war (ganz kurz und sehr verkürzt) meine Erfahrung mit EINEM MA-1. Vielleicht haben andere User andere oder weitergehende Erfahrungen - das wäre spannend.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  7. #17
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Zitat Zitat von martin2 Beitrag anzeigen
    Ich beziehe mich auf die Funktion "Mitarbeiter 1" in den Räten der Kreise (es gab auch solche in Großbetrieben)
    Im Dokument steht im Kapitel 'Quellengrundlage und kartographische Darstellung' ab Seite 16 daß im Wesentlichen für die Listen Material der HA I, II & VIII des MfS verwendet wurde. Für das MfS selbst die Datenbank von VRD MfS. Zusätzlich ein Atlaswerk der Wehrbezirkskommandos.

    Bei MdI steht daß die Listen unvollständig sind. Gründe sind erläutert. Die Liste der 'inoffiziellen' Liegenschaften der GSSD ist durch Begehung (als Kontrolle auf Einhaltung der Sperrgebiete) entstanden und hatte mehr informellen Charakter.

    Es ist erläutert daß in allen Listen nicht mehr verifizierbare Fehler enthalten sind.

    Grüße Frank

  8. #18
    Benutzer Avatar von Büttner
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    Zitat Zitat von Frank K. Beitrag anzeigen
    Es ist erläutert daß in allen Listen nicht mehr verifizierbare Fehler enthalten sind.
    Und einige der in den letzten gut 20 Jahren gemachten diversen publizistischen Angaben lasse sich mit dem Werk nun hinsichtlich der Quelle nachvollziehen und bewerten.

    Mir ist die unterschiedliche Verfahrensweise nicht klar. Einerseits besteht die Kaufmöglichkeit für Zehn Euro, andererseits kostenloser Download? Das erhaltene Ergebniss ist das gleiche Produkt.
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  9. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von Maus
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    Zitat Zitat von Büttner Beitrag anzeigen
    Mir ist die unterschiedliche Verfahrensweise nicht klar. Einerseits besteht die Kaufmöglichkeit für Zehn Euro, andererseits kostenloser Download? Das erhaltene Ergebniss ist das gleiche Produkt.
    Stefan,
    das Werk selber (also die Arbeit der Autoren) ist ja schon bezahlt, die sind beschäftigt bei der BSTU und eine von deren Aufgaben (neben der Bearbeitung von Anträgen) ist per Gesetz die Veröffentlichung von Dingen, die sie in den übernommenen Unterlagen so finden.
    Wenn sie nun aber einen Verlag beauftragen, einen ihrer Ergüsse in Buchform zu drucken, kann man von dem schlecht erwarten, daß er die Bücher ebenfalls kostenfrei der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.
    Und als Verbraucher/Nutzer hast Du so die Wahl, entweder stellst Dir das Buch für einen Zehner ins Regal, oder wenn Dir der Inhalt / die Daten als solches ausreicht, nimmst Du halt einfach das pdf.

    Gruß M.

  10. #20
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Und es kommt noch dazu » der verstorbene Nutzer @Waldwichtel hatte bis zum Schluß eine Festnetz-Internet-Verbindung mit ~300 kByte pro Sekunde - er lebte in einem Versorgungsloch. Da Verbot sich nahezu jeglicher Download(-Versuch). Etliche Nutzer hier benutzen nur noch I-Net via Smartphone. Da ist natürlich Kauf vernünftiger.

    Das Verfahren wird so (offenbar) generell seitens BStU angeboten. ZB ist das Dokument zur HA III sowohl kostenneutral online als auch als Broschüre für 5€ erhältlich.

    Grüße Frank

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