PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Buch: Bausoldaten in der DDR



Martin K.
11.03.2011, 09:16
Bausoldaten in der DDR

Mit diesem Buch legen die Autoren eine wissenschaftlich fundierte Geschichte der Bausoldaten in der DDR von 1964 bis 1990 vor. Erstmals werden die Hintergründe der Bausoldatenregelung, die Dimensionen des Ersatzdienstes sowie das Verhalten der offiziellen Stellen gegenüber Bausoldaten umfassend dargestellt. Zu den etwa 15 000 jungen Männern, die das Tragen von Waffen oder den Wehrdienst aus Glaubens- oder Gewissensgründen ablehnten, zählen u. a. Rainer Eppelmann, Wolfgang Tiefensee, Werner Schulz, Klaus Renft, Gerhard Schöne und Reinhard Schult. Ein Exkurs zu den etwa 7500 grundwehrpflichtigen Totalverweigerern und zahlreiche Dokumente vervollständigen den Band.

Preis: 39,90 EUR
Autoren: Bernd Eisenfeld, Peter Schicketanz
Ausstattung: Broschur
Format: 14.8 x 21.0 cm
Seitenzahl: 628
Abbildungen s/w: 23

Das Buch ist ab sofort erhältlich.

Link zur Verlagswebsite: http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?inhalt=detail&nav_id=1&titel_id=637

Link zu Amazon: https://www.amazon.de/dp/3861536374/ref=as_li_ss_til?tag=hiddenplace06-21&camp=2906&creative=19474&linkCode=as4&creativeASIN=3861536374&adid=18YVDQ4ZN029YVYYR3CG&

BG
Martin

Aschekater
12.03.2011, 07:29
Nun ich kenne das Buch nicht , jedoch sollte man bedenken , das Bausoldaten und Spatensoldaten zwei verschiedene Dinge waren .

Denn Bausoldaten waren ganz normale Soldaten , z.B. in Pionierbaubattallionen, die unter Waffen und Ausbildung standen und eben auf millitärischen oder zivilen Baustellen ihr Tagwerk verrichteten .

Wogegen Spatensoldaten eben die Waffenverweigerer (aus welchen Gründen auch immer ) waren .

Frank K.
12.03.2011, 09:28
jedoch sollte man bedenken , das Bausoldaten und Spatensoldaten zwei verschiedene Dinge waren.
In der Literatur wird es wohl so bezeichnet. Was du meinst, sind bestimmt die 'Baupioniere'. Umgangssprachlich etwas verwirrend. Letztere waren naturgemäß öfters anzutreffen und wurden so genannt, weil sie i.d.R. Angehörige von Pionierbau-Regimentern bzw -Bataillionen waren und u.a. bei der Realisierung aller möglicher Objekte der NVA mithalfen bzw. eigenständig durchführten.

Grüße Frank

nauticcruise
12.03.2011, 17:37
Hallo Aschekater,

ich war auch als Spatensoldat (wir wurden aber auch Bausoldaten genannt) in einem Pionierbaubataillon! Was meinst Du wo wurden Spatensoldaten sonst eingesetzt.
Auch wenn wir z. B. im Gesundheitswesen eingesetzt waren, sind wir immer Angehörige eines Pionierbaubataillons gewesen.

Gruß

Lars

Frank K.
12.03.2011, 18:16
wir wurden aber auch Bausoldaten genannt

So ist es, eigentlich in meiner Erinnerung nur so. Ich hatte auch direkt mit euch zu tun (eben weil es so war, wie du schreibst, ihr habt da mitgearbeitet). Der Kontakt war nie ein Problem. Eine persönliche Bemerkung sei dazu gestattet » dies könnte ich mir nun mit Herrn Eppelmann so überhaupt nicht vorstellen. Und ich hatte im letzten Jahr 1990 zu ihm direkten Kontakt.

Und damit das allgemein mit den Spatensoldaten etwas klarer wird, hier ein (!) Beispiel ihrer ehemaligen Rangabzeichen.

Grüße Frank

nauticcruise
13.03.2011, 13:40
Hallo Frank,

eine kurze Bemerkung zum Rangabzeichen. Zu meiner Zeit 11/89 - 12/89 in Prenzlau war es Mode, den grau lackierten Spaten mit einem Taschenmesser zu bearbeiten. Somit wurde aus dem grauen Spaten ein Messingspaten. Da die Vorgestzten das nicht gerne sahen, musste man sich in gewissen Abständen neue Rangabzeichen besorgen.

Gruß

Lars

Aschekater
13.03.2011, 14:11
Hallo Aschekater,

ich war auch als Spatensoldat (wir wurden aber auch Bausoldaten genannt) in einem Pionierbaubataillon! Was meinst Du wo wurden Spatensoldaten sonst eingesetzt.
Auch wenn wir z. B. im Gesundheitswesen eingesetzt waren, sind wir immer Angehörige eines Pionierbaubataillons gewesen.

Gruß

Lars

Und ich war in einem Pibb. da waren keine Spatensoldaten und trotzdem arbeiteten wir auf zivilen Baustellen und waren Bausoldaten, aber keine Waffenverweigerer . Somit dürfte der Knoten perfekt sein .
Allerdings waren wir eben außerhalb der Kaserne frei eingesetzt , das heißt nicht auf einer seperat abgesperrten Baustelle .

nauticcruise
13.03.2011, 16:41
Hallo Aschekater,

ja nun ist der Knoten perfekt! Kann es sein, dass ihr unter den Begriff "Baupioniere" fallt? Bausoldat ist ja auch nicht falsch aber wird wahrscheinlich eher mit den
"Waffenverweigerern" in Verbindung gebracht.

Gruß

Lars

fernaufklärer
14.03.2011, 07:46
Bausoldaten in der DDR
, zählen u. a. .... Klaus Renft, ..........
Martin

Das passt nicht; seine Biografie liest sich anders.

Einberufung 1967 nach Döbeln, geplanter Einsatz als Funker. Da es sich schnell herumspricht, dass er einer der Musiker der damals legendären "Butlers" war, sorgt er, der Klaus Renft - Symbolfigur der Unangepasstheit, dessen Stärke eher die musische Kampfkraft ist - bei der Truppe für Skandale.
Hält sich fast nur im Med.- Punkt auf, kommt zur Vereidigung im Pantoffeln angelatscht und wird später mit der Aufforderung, "..sich anderweitig für den Staat nützlich zu machen..", ins Zivilleben zurückgeschickt.

hat FA rausgekramt