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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mögliche Kriegsszenarien zur Zeit des kalten Krieges



Torsten.OSL
11.06.2010, 19:08
Mal ein Beispiel aus Sicht der BRD, ohne Wertung meinerseits:

http://www.bildergalerie-diepholz.de/anlage_liebenau/html/body_das_szenario.html

Gibt es ähnliche Gedankenspiele aus der Sicht des Warschauer Vertrages?

Gruß Torsten

Hermann
11.06.2010, 22:17
Torsten,
was hast Du erwartet? Dass wir hier nun für alle das Thema aufarbeiten? Hast Du die Aussage im Booklet von Malinowski nicht gelesen? Einzige Streitkräftegruppierung die über "Kernwaffen" verfügte war die UdSSR. Was wir wussten, war allenfalls operativer Bedeutung, aber welche strategischen Erwägungen zu allen Zeiten eine Rolle spielten stand nicht an jedem KWAS Stand. Du musst Dir nur die Mühe machen, aber Parität der strategischen Mittel mal die Köpfe und Einsatzmittel zu zählen die so jeder hatte (Sipri oder Jane's D. und dann wird klar dass, da ungefähr mehr oder weniger Gleichheit vorlag, bis ein Kaputter Namens Reagan und etliche andere, versuchten das für sich vorteilhaft ausser Kraft zu setzen. Mal die Aussagen von Edward Teller dazu lesen. Also kann man die Szenarien mutmaßen, aber Auflisten in diesem Kreis ???
Schoon die Einführung in das Thema dort ist Nonsens, da wird von Strategie gesprochen und dann ein Taktiklehrbuch als Beweis erwähnt. Aha, da wird also um das mal salopp zu sagen mit dem Knüppel gesprochen und dann die Rolle der Motschützenkompanie hinter Ulm erklärt, denn das war handlungstechnisch Taktik und keine Strategie. Und und und. Vergiss den Artikel.
Grüsse Hermann

Torsten.OSL
11.06.2010, 22:49
Ich habe hier weder eine konkrete Erwartung noch will ich den Artikel als die Krönung seit der Erfindung des tiefen Tellers hinstellen. Ich finde das Thema an sich nur interessant, nicht mehr und nicht weniger.

Gruß Torsten

Hermann
11.06.2010, 23:15
TOSL
OK auch akzeptiert, aber öffentlich will ich das Thema nicht aufrollen, aus bekannten Gründen. man muss ja die Schemen, für die andere viel Zeit zum Zeichnen aufgewandt haben, nicht breitlatschen.
Empfehlen kann ich als Sichtweise der "Westlichen" auf die Östlichen" das Buch:
Sowjetische Militärstrategie in Europa,
Verlag für Wehrwissenschaften,
Joseph D. Douglass Jr.
München
1981
ISBN 3-8219-0001-6
oder
ISBN 3-8219-0011-3

Doch Vorsicht, das ist kein Buch von uns über uns, sondern die Reflektion der US Amerikaner auf die sowjetische Seite. Und daher noch interessanter.
GRüsse Hermann

Torsten.OSL
11.06.2010, 23:24
Da gebe ich Dir Recht, ich fände es auch schade, wenn die Arbeit dann irgendwann in einem reißerisch aufgemachten Buch erscheint und jemand anderes sich die Lorbeeren ans Hemd heftet. Ich werde mich mal ganz privat mit der Quellensuche der Materie beschäftigen, mal sehen wie weit ich damit komme. Auslöser der ganzen Frage war, so albern es klingt, ein Tom Clancy Buch (Im Sturm)-im letzten Jahr gelesen. Dabei kam die Frage auf wie viel Fiktion und wie viel Wahrheit darin steckt.

Gruß Torsten

Martin K.
12.06.2010, 22:44
Beiträge zur "Forenproblematik" hierher verschoben:

http://forum.hidden-places.de/showthread.php/4248-Diskussion-Generation-Forum

Beste Grüße
Martin

teddie
15.06.2010, 00:32
Mal ein Beispiel aus Sicht der BRD, ohne Wertung meinerseits:

http://www.bildergalerie-diepholz.de/anlage_liebenau/html/body_das_szenario.html

Gibt es ähnliche Gedankenspiele aus der Sicht des Warschauer Vertrages?
Gruß Torsten

ganz sarkastisch + und nur auf die frage bezogen: sonst gebe es keine 2 verschiedene systeme zu der damaligen zeit...

und wenn es sie gab, gab es auch die szenarien...

und eins is gewiss, das gesamte deutsche volk hätte es erwischt, aber dies wiederholt sich hier im forum auch schon wieder...leider

Hermann
15.06.2010, 07:38
Teddie,
und wenn Du offen und ehrlich bist, gab es nur einen Politiker der das offen aussprach "das Teufelszeug muss weg" und der hiess Erich Honecker, der andere aber, der Zigarettenraucher holte sie seinen Landsleuten erst auf den Hals. Er hatte ja Mariental und der normale Bürger? Vielleicht gehen die Medien mal diesem Umsatnd nach als ständig zu behaupten, wir wollten und verkriechen.
Grüsse Hermann

teddie
21.06.2010, 15:06
Teddie,
und wenn Du offen und ehrlich bist, gab es nur einen Politiker der das offen aussprach "das Teufelszeug muss weg" und der hiess Erich Honecker, der andere aber, der Zigarettenraucher holte sie seinen Landsleuten erst auf den Hals. Er hatte ja Mariental und der normale Bürger? Vielleicht gehen die Medien mal diesem Umsatnd nach als ständig zu behaupten, wir wollten und verkriechen.
Grüsse Hermann

deine ehrlichkeit und meine offenheit sind nicht gefragt
und auch die damals regierenden wurden teilweise nicht gefragt
es wurde von den beiden USA-UdSSR einfach gemacht - die öffnung der archive nach vielen jahren der geheimnistuerei bringen es doch zutage
noch heute weiß keiner genau, ob die amis im westen Deutschlands...

Hermann
21.06.2010, 15:22
Teddie,
also was und wo sie was hatten, wussten wir wie sie schon ziemlich genau, auch gibt es auf der Seite des DoD seit kurzem eine Seite wo alle erforderlichen Dtane erstmals genannt werden, also Standorte und Anzahl (mit Stand heute). Alles andere bleibt ab einer gewissen Grenze Spekulation, da es ja angenommen aber nicht eingetreten ist. Eben auch ein "Erfolg" derer die sich damit befasst haben. Die ungefähre Parität war übrigens erst Mitte der 70er Jahre hergestellt, das heisst die andere Seite hatte bis dorthin ein Übergewicht und konnte entsprechend drohen. Es waren ja auch sowjetische Flugzeuge die ständig im Luftraum der USA rumkurvten und Fotos schossen...
Grüsse Hermann

teddie
21.06.2010, 16:15
Teddie,
also was und wo sie was hatten, wussten wir wie sie schon ziemlich genau, auch gibt es auf der Seite des DoD seit kurzem eine Seite wo alle erforderlichen Dtane erstmals genannt werden, also Standorte und Anzahl (mit Stand heute). Alles andere bleibt ab einer gewissen Grenze Spekulation, da es ja angenommen aber nicht eingetreten ist. Eben auch ein "Erfolg" derer die sich damit befasst haben. Die ungefähre Parität war übrigens erst Mitte der 70er Jahre hergestellt, das heisst die andere Seite hatte bis dorthin ein Übergewicht und konnte entsprechend drohen. Es waren ja auch sowjetische Flugzeuge die ständig im Luftraum der USA rumkurvten und Fotos schossen...
Grüsse Hermann

wenn du mich persönlich fragen würdest - dann kann ich sagen, dass ich erschüttert war und bin, dass unsre DDR-Militärs von vielen aktionen der sowjetischen "Freunde" nichts wußten und umgekehrt kann ich mir das auch auf der andren seite damals vorstellen
daraus schlußfolgernd ergibt sich eigentlich alles...

STBWK
22.06.2010, 19:16
Bei der Betrachtung von Szenarien sollte man sich nicht nur auf die 1980er Jahre beschränken. Das Spiel begann schon viel früher, bereits in den späten 1940er Jahren gab es die ersten Atomkriegspläne gegen die Sowjetunion. Der ehemalige Verteidigungsminister Mc Namara nannte als einen der wichtigsten Gründe warum sie nicht ausgeführt werden konnten, die zu geringe Anzahl der verfügbaren Kernwaffen. Nach der Einschätzung von führenden US Militärs hätten ein viertel der sowjetischen Menschen und etwa zwei Drittel des Militär- und Wirtschaftspotential bei einem konzentrierten Kernwaffenschlag vernichtet werden müssen, um die Gefahr für die USA möglichst gering zu halten. Bei Deutschland sollte man die Rolle eines Konrad A. nicht vergessen, der als Erzantikommunist alle Weichen stellte, damit der jungen Bundesrepublik eine gebührende Rolle in einer möglicherweise tödlichen Allianz zu viel. Dabei wurde auch nicht davor zu rückgeschreckt einige Militärs mit einer tausendjährigen Geschichte zurück zu holen. Die wegen ihrer Rußlanderfahrung hoch geachtet wurden und darauf setzten ihren schlechten Ruf wett zu machen. Reflektionen dieser Art werden in der politisch motivierten Geschichtsschreibung dieser Republik gerne verdrängt und in der medialen Aufarbeitung schlichtweg vergessen. Aber sicher wird man auch in diesem Forum, wie schon richtig von Hermann bemerkt, keine umfassende Einschätzung dazu finden.
Mit freundlichen Grüssen

Torsten.OSL
22.06.2010, 20:42
Militärs mit einer tausendjährigen Geschichte zurück zu holen

Was genau meinst Du denn damit?

Gruß Torsten

STBWK
22.06.2010, 21:20
Was genau meinst Du denn damit?

Gruß Torsten

Es gab einen gewissen Adolf H. der von einem tausendjährigem Reich träumte und seine führenden Militärs standen ihm hilfreich zur Seite. Zum Glück war es nach zwölf Jahren zu Ende, aber nicht alle hatten dazu gelernt.

Torsten.OSL
22.06.2010, 21:23
Ok, jetzt kann ich den Satz nachvollziehen.

Hermann
23.06.2010, 13:22
STBWK,
weil die Militärs in der Regel das machten was die Politik wollte, aber auch einige Militärs selbst Politik mitmachten, ist das Thema für 40 jahre betrachtet sicher nicht so ohne weiteres zu bewältigen. Dazu müsste man wesentlich mehr Archiveionsicht zu bestimmten Sachverhalten haben, als man heute hat. Es nur an bestimmten waffensystemen, Truppenstärken oder Konzepten festzumachen ist sicher einseitig, denn dazu gehörte ja auch die konkrete Lage in der Welt, die Satelliten der Fürhungsmächte und auch jede Menge Nebenentwicklungen. Ich glaube so eine umfassende Betrachtung würde weil veile tausend Seiten, "kein Schwein" lesen. Schade um die Arbeit. Allerdings kann man es auch so machen wie manche Nachwuchsexperten, die es nur auf bestimmte Sachverhalte reduzieren, platter geht es dann gar nicht. Letztens las ich dazu:
wegen des Wettrüstens, der allgemeinen Situation un der neuen Verteidigungsdokrtin wurden den Streitkräften die und die Waffengattungen neu zugeführt. AHA. Das war denn für Oma Helga geschrieben. Es war also das Wettrüsten, die allgemeine Situation und die neue Verteidigungsdoktrin... bla bla. Man hätte auch den schiefen Turm von Pisa und das Umfallen eines Kartoffelhängers der LPG Bollersdorf betrachten können. Was ich damit sagen will, zu dem Thema ist von beiden Seiten auch jede Menge "vollständiger Dünnschiss" am Markt und es fällt schwer gutes vom Mumpitz zu trennen.
Gefüchtet sind die Politologen, die die antikomunistische Rolle schon beim Zaren und seinem Hofstaat sahen und beim Gorbatschowschen Siegeskurs anhalten. Ich habe dazu aus vergangenen Zeiten jede Menge Literatur gesammelt, aber es ist derart komplex in der Betrachtung, dass es eigentlich ein müdes weil schweres Thema ist. man kann eigentlich alles behaupten mit einigen gedrückten Zahlen kann man alles behaupten und auch begründen. In diesem Zusammenhang hatte ich mir wegen eines anderen Forenthemas hier, mal ein Buch von einem Russen (Überläufer) und einer amerikanischen Politologin zukommen lassen, es war derart brisant, dass es nur 2 Dollar kostete. Der Inhalt war entsprechend. Kofferbomben des KGB, Massen von hochgebildeten Agenten überrennen die USA, ein General Lebed, der von Koffer Nukes philosopiert und ähbnliche Blähungen der übelsten Art.
Von diesen Bomben sollen etliche hundertverschwunden und im Umlauf gewesen sein. Mal einer so ein ding gesehen oder eine eingesetzt worden? Das ist dann das Niveau dass man da widerfindet. Mit solchen Bilanzen muss man sich ebenso auseinandersetzen, wie Wunderwerke eines Spiegel, der von der Zonenarmee und Russenstreitkräften berichtet, wo aber 40 Prozent der Bezeichnungen und/ oder der genannten Standorte Mumpitz sind. Das sind nur einige Eregbnisse solcher Betrachtungen. Weil sich solche Betrachtungen immer dann ergeben, wenn man die Politik einfliessen lässt, muss man aus meiner Sicht diese Politik rauslassen wo es geht. Kurz und schmerzlos die Fakten bewerten und analysieren und Ende. Doch schon dafür, allein was Militärkonzepte der NATO betraf, waren mehrere hundert Seiten notwendig.
Also TOSL ich meine wir können das nicht leisten, viel zu viel Aufwand auch in Ebenen strategischer Höhe aufzusteigen in der keiner von uns je den Hintersinn mancher Entscheidungen kannte, weil es nicht unsere Ebene war. Auch dieses Thema dürfte für unseren Kreis eine ganze Nummer zu gross ein, vor allem wenn es um beweisbare Fakten geht...
Oder man macht es wie die Experten. Eine Seite der Kiste ist rot, eine gelb, eine grün und eine braun. Welche Farbe hat die Kiste?. Experten fangen an, über den Sichtwinkel und den Sonnenstand zu philosophieren, der Normalo sagt einfach: "die Kiste ist bunt".
Grüsse Hermann

HeerMann
23.06.2010, 17:08
...Also TOSL ich meine wir können das nicht leisten, viel zu viel Aufwand auch in Ebenen strategischer Höhe aufzusteigen in der keiner von uns je den Hintersinn mancher Entscheidungen kannte, weil es nicht unsere Ebene war. Auch dieses Thema dürfte für unseren Kreis eine ganze Nummer zu gross ein, vor allem wenn es um beweisbare Fakten geht...
Grüsse Hermann
Auch meine Meinung - zu viel Aufwand. Vor allem, wenn STBWK im Jahre 2010 die Entdeckung macht, das der kalte Krieg schon vor den 80er Jahren begonnen hatte :-( Da scheint eine Menge Nachholpotenzial zu schlummern. Was bleibt? Die Kunst ist, komplexe Vorgänge in wenigen Worten zu erläutern.
Beachte: Der Zweck der Geschichte (Geschichtsschreibung) ist nicht einfach zu wiederholen. Geschichte vermittelt vielmehr eine Vision für die Zukunft. Es geht in diesem Sinne NUR um nützliche Dinge, alle anderen Daten sind unwichtig. Da tun sich einige schwer damit.
HM

Torsten.OSL
23.06.2010, 17:18
wenn TOSL im Jahre 2010 die Entdeckung macht, das der kalte Krieg schon vor den 80er Jahren begonnen hatte :-( Da scheint eine Menge Nachholpotenzial zu schlummern.HM

Danke erst einmal für deinen fachlich hoch qualifizierten Beitrag. Ich kann mich zwar nicht erinnern etwas derartiges geschrieben zu haben. Aber das liegt sicher an mir, denn offensichtlich hast du ja die Beiträge sehr genau studiert.
;-)

STBWK
23.06.2010, 17:27
Hermann,
Vollkommen richtig was du schreibst, ich wollte auch nur einen geschichtlichen Aspekt mit anmerken der für die jüngeren Leute nicht so bekannt und wie gesagt von offizieller Seite gerne ausgeblendet wird. Damit ist es dann leichter solche hirnrissigen Unternehmen wie z.B. den Afghanistankrieg zu verkaufen. Zum Thema neue Waffensysteme, eine sehr bedenkliche Entwicklung erscheint mir die neuen bunkerbrechenden Systeme. Nicht weil sie die schönen Bunker kaput machen, sondern weil die neuesten Entwicklungen mit kleinen Nuklearsprengköpfen bestückt sind. In der Größe 1-2 kt von der Sache nicht viel und damit sinkt auch die Hemmschwelle sie gegen die sogenannten "Schurkenstaaten" einzusetzen. Doch wenn die über eigene Sprengköpfe und Trägermittel verfügen und die entsprechenden Geheimdienste ebensolch tolle Arbeit wie in der vergangenheit leisten, dann könnte dadurch so nebenbei ein regionaler Atomkrieg ausgelöst werden. Aber wie der gebildete Leser weiß, kann auch der sehr unangenehme Auswirkungen haben und somit sind wir zwar aus dem Kalten Krieg raus und im nächsten Schlamassel drin.
Grüsse STBWK

HeerMann
23.06.2010, 17:28
Danke erst einmal für deinen fachlich hoch qualifizierten Beitrag. Ich kann mich zwar nicht erinnern etwas derartiges geschrieben zu haben. Aber das liegt sicher an mir, denn offensichtlich hast du ja die Beiträge sehr genau studiert.
;-)
Keine Panik T.OSL, habe den Entdecker schon geändert. Fehler meinerseits. Danke natürlich für das Lob "fachlich hoch qualifizierter Beitrag" :-)

STBWK
23.06.2010, 17:32
TOSL
Danke für den Hinweis an HeerMann, ich finde auch erst Brille putzen und nachdenken bevor man andere Beiträge zu bewerten glaubt.
Grüsse STBWK

HeerMann
23.06.2010, 17:37
...ich wollte auch nur einen geschichtlichen Aspekt mit anmerken der für die jüngeren Leute nicht so bekannt und wie gesagt von offizieller Seite gerne ausgeblendet wird. ...
Grüsse STBWK
Also die jüngeren Leute, die hier lesen und damit kundtun, dass sie ein gewisses Interesse haben, kommen nicht umhin, auch das nötige Hintergrundwissen zu "studieren". Möglichkeiten gibt es heute mehr als jemals zuvor. Diese Arbeit können wir ihnen hier im Forum nicht ersetzen.
Im übrigen, was ist damit gemeint, wenn Du schreibst, dass "ein geschichtlicher Aspekt von offizieller Seite gerne ausgeblendet wird"??

STBWK
23.06.2010, 17:55
HeerMann
Wie schon angeregt Bitte die die Beiträge richtig lesen dann liegt die Antwort auf der Hand.
Selbstverständlich sollten sich junge Leute ein eigenes Wissen erarbeiten aber mit Beiträgen aus unserem Forum kann man sie auch auf solch Aspekte aufmerksam machen die nicht in ihren Geschichtsbüchern stehen.
Grüsse STBWK

HeerMann
23.06.2010, 18:11
HeerMann
Wie schon angeregt Bitte die die Beiträge richtig lesen dann liegt die Antwort auf der Hand.
Selbstverständlich sollten sich junge Leute ein eigenes Wissen erarbeiten aber mit Beiträgen aus unserem Forum kann man sie auch auf solch Aspekte aufmerksam machen die nicht in ihren Geschichtsbüchern stehen.
Grüsse STBWK
Ja versprochen, ich gebe mir Mühe die Beiträge "richtig" zu lesen. Nebenbei, ich weiß ja nich, was die Leut für Geschichtsbücher lesen.

Frank K.
23.06.2010, 18:17
Die meisten User hier lesen schon die 'richtigen' Geschichtsbücher. Davon konnte ich mich überzeugen und dies bemerkt man auch an den Fragestellungen / Diskussionsbeiträgen an sich.

HeerMann
23.06.2010, 18:26
Die meisten User hier lesen schon die 'richtigen' Geschichtsbücher. Davon konnte ich mich überzeugen und dies bemerkt man auch an den Fragestellungen / Diskussionsbeiträgen an sich.
Das ist prima!

STBWK
23.06.2010, 18:29
Die meisten User hier lesen schon die 'richtigen' Geschichtsbücher. Davon konnte ich mich überzeugen und dies bemerkt man auch an den Fragestellungen / Diskussionsbeiträgen an sich.

Davon bin ich überzeugt, ich meinte auch mehr die Schulbücher da fehlten nach Aussagen einiger Betroffenen, einige von mir vorgebrachten Aspekte.
Grüsse STBWK

Frank K.
23.06.2010, 18:35
Davon bin ich überzeugt, ich meinte auch mehr die Schulbücher da fehlten nach Aussagen einiger Betroffenen, einige von mir vorgebrachten Aspekte.

Ja das ist wohl leider so, dies ist der normale Verlauf der Geschichte. Daher ist es ja so wichtig, dass Insider zugehörige Informationen dazu aufbereiten und zur Verfügung stellen. Der (allgemeine) Bedarf der nachgewachsenen Generation (auch hier) ist dazu vorhanden. Vielleicht kann es so mindestens eine weitere Generation direkt überleben ?

Grüße Frank

HeerMann
23.06.2010, 19:30
Davon bin ich überzeugt, ich meinte auch mehr die Schulbücher da fehlten nach Aussagen einiger Betroffenen, einige von mir vorgebrachten Aspekte.
Grüsse STBWK
Habe lange kein Schulbuch mehr von innen gesehen. Die sind Ländersache, richtig? Darin fehlt die Erwähnung "möglicher Kriegszenarien zur Zeit des kalten Krieges"?
Hatte ich nicht (zu) oft während der vergangenen Jahrzehnte gelesen, dass der kalte Krieg recht schnell in einen Krieg zwischen den Supermächten hätte ausarten können. Ehrlich gesagt, habe ich den Berichterstattern und Artikelschreibern in der Tagespresse und im TV nie großartige Sympatien entgegen gebracht - das gilt für beide Seiten der Mauer! Und jetzt soll ein Eventualgeschreibsel auch noch in die Schulbücher? Nee, lieber nich.

HeerMann
23.06.2010, 19:36
...normale Verlauf der Geschichte. Daher ist es ja so wichtig, dass Insider zugehörige Informationen dazu aufbereiten und zur Verfügung stellen...
Grüße Frank
Informationen aus der Vergangenheit "aufbereiten" und zur "Verfügung" stellen. Mir graust davor, insbesondere was die Aufbereitung betrifft. In früher Zeit ist damit ehr unflätig verfahren worden. Bei 'Aufbereitung' höre ich doch glattweg das Wort 'Propagander'. Aber vielleicht meinst du es ja auch anders.
So, jetzt ein bissel Fußball...

Torsten.OSL
23.06.2010, 20:23
@HeerMann
ich wollte mich Dir gegenüber eigentlich im Sinne der Forenregeln "füttert nicht die Trolle" zurückhalten. Dennoch kann ich mir die Frage nicht verkneifen, wenn Du schon nichts konstruktives zu einem Thema beisteuern kannst oder willst, warum schweigst du nicht einfach? Ich finde Deine Ausführungen nicht besonders sinnvoll oder fachlich.
Wenn Du mir darauf etwas entgegnen möchtest, dann bitte per PN, denn das Forum ist kein Spielfeld für Smalltalk.

Gruß Torsten

HeerMann
23.06.2010, 21:32
@HeerMann
ich wollte mich Dir gegenüber eigentlich im Sinne der Forenregeln "füttert nicht die Trolle" zurückhalten. Dennoch kann ich mir die Frage nicht verkneifen, wenn Du schon nichts konstruktives zu einem Thema beisteuern kannst oder willst, warum schweigst du nicht einfach? Ich finde Deine Ausführungen nicht besonders sinnvoll oder fachlich.
Wenn Du mir darauf etwas entgegnen möchtest, dann bitte per PN, denn das Forum ist kein Spielfeld für Smalltalk.

Gruß Torsten
Ok, schreibe hier nicht mehr zu deinem Thema.
PN kommt morgen, heute zu spät. Hatte gerade eine längere an dich geschrieben und wollte dann absenden, und was passiert, das System will erneut eine Anmeldung von mir. Mach' ich und schwupps der PN-Text an dich ist weg. Schitt

Frank K.
23.06.2010, 21:53
Bei 'Aufbereitung' höre ich doch glattweg das Wort 'Propagander'. Aber vielleicht meinst du es ja auch anders.

Tja, so ist das nunmal. Jeder sucht sich sein Forum selbst raus. Es ist doch ein schönes freies Land. Und was @Torsten gerade geschrieben hat, dem könnte ich auch zustimmen :rolleyes:. Grüße Frank

Hermann
24.06.2010, 10:52
DJ,
naja, jeder darf seine Meinung haben, und dass billige Propaganda überall eine Rolle spielt, konnte man schon beim Naumann lesen, na und vor kurzem bis heute erst...
Andere geben noch viel grösseren Stuss von sich und werden dann von ebensolchen Flachzangen als Wissenschaftler gefeiert.
Beispiel:
Die Ursprungsbewertung eines sehr anspruchsvollen Themas:

http://www.welt.de/welt_print/article2470511/Sowjets-lagerten-Atombomben-auf-Brandenburger-Flugplaetzen.html

Vorallem die Platten Aussagen in der fotooptischen Totale! restlos wegradiert würde man sagen...

und
eine andere Bewertung möglicher Handlungen hier:
http://www.php.isn.ethz.ch/collections/colltopic.cfm?lng=en&id=16606
Dokument Punkt 6 ,
sogar in Deutsch mit etwas anderen Details und um Lichtjahre fachkundiger)

Zu allererst weis der Autor des Artikel den Unterschied zwischen Südwestfront und Südgruppe der Streitkräfte richtig einzuordnen und da fängt Fachkunde wenn man dise Ebene abhandelt will, ja an. So ist es eben oben zu lesen, wenn man von etwas plappert, wovon man keine Ahnung hat. Zu dem Artikel gab es mal eine Rezension von mir, andere rezensieren ja sogar Doktorarbeiten, aber lassen wir das, sonst heult der ganze Fanwald wieder auf.

So unrecht hat HM ja nicht, es ist mitunter sehr schwierig die Propaganda vom realen Kern zu trennen. Das taten wir doch auch oder kennst Du den Mist aus WISSEN und KÄMPFEN nicht? Lag wie Blei im Flur und wurde freiwillig nur als Kaffeeuntersetzer genutzt. Dabei hatten die meisten Soldaten viel mehr Geist das zu bewerten als man ihnen in solchen Heften zutrauen wollte. Das war eben das Unehrliche an der politischen Basisarbeit, das haben die Leute gespürt und das hat sie (berechtigterweise) schnell einschlafen und abschalten lassen.
Grüsse Hermann

Martin K.
24.06.2010, 11:30
Andere geben noch viel grösseren Stuss von sich und werden dann von ebensolchen Flachzangen als Wissenschaftler gefeiert.
Beispiel: Die Ursprungsbewertung eines sehr anspruchsvollen Themas:

http://www.welt.de/welt_print/article2470511/Sowjets-lagerten-Atombomben-auf-Brandenburger-Flugplaetzen.html

Vorallem die Platten Aussagen in der fotooptischen Totale! restlos wegradiert würde man sagen...


@Hermann: findest Du es nicht langsam müßig immer die Keule in eine Richtung zu schwingen? Deine Meinung kennen wir bereits. Wenn Kommentare / Redebedarf zu Stefan Büttners Liste / Thesen besteht, dann eröffne bitte ein Thema analog "Charles Tuten Äußerungen zu Sonderwaffenlagern" in dem dann sachlich diskutiert werden kann. Die "Auseinandersetzung" in mittlerweile mehreren Beiträgen nervt nur noch.

So, hier nun weiter mit einer sachlichen Diskussion zum Thema "Mögliche Kriegsszenarien zur Zeit des kalten Krieges", sollte dies nicht möglich sein wird der Beitrag geschlossen.

Beste Grüße
Martin

Frank K.
24.06.2010, 11:33
Hermann,
klar ist das irgendwie so. Und es ist ganz gut, dass in einem Forum weitestgehend zusammengearbeitet wird und man (in dem Fall ich) auch an ganz interessante Dokumente per Mausklick rankommt.

An SPAPAD 81 habe ich unmittelbar teilgenommen. Ich sage mal entspannt und lax, es war damals schönes Wetter & es war eine schöne Woche. Ich habe damals ziemlich viel (nur durch meine persönliche Anwesendheit & Ansprechbarkeit der handelnden Generale) gelernt. Übrigens wurde damals u.a. auch der Einsatz der S-200 N-Verison seitens der GSSD durchgespielt, einfach weil nur so die ankommende massive Zielwelle beherrschbar schien.

Grüße Frank

Hermann
24.06.2010, 12:55
DJ,
der Einsatz dieser Mittel hätte ggf. auf deren Territorium erfolgen müssen, denn wenn sie erst hier sind ist es zu spät. Wohlgesagt gegen diese Handlungsgruppierungen aus den in einem anderen Threat. Ob so eine Unterschei-dung im Falle des Massenanfluges möglich ist, weis ich nicht. Wie gesagt die Option hätte rein logisch lauten müssen, so weit wie möglich vorn. Dass damit aber dem "Gegner" ein eindeutiges Signal gegeben wird, was zu einer erheblichen Eskalation führen kann, dürfte klar sein. Zudem entsteht sofort eine zweite Frage, wer denn genau diese Mittel einsetzen sollte, denn die NVA hatte keine. Da der Anflug aus ganz anderen Richtungen erwartet wur-de und in diesen Richtungen die NVA handelte, steht sofort die Frage, wer denn diese Option hätte wahrnehmen sollen.
Grüsse Hermann

Frank K.
24.06.2010, 18:04
Hermann,
das ist schon so richtig. Im Zusammenwirken wurden dabei (auch) Szenarien in den die Handelnden betroffenen Räumen trainiert. Ich bemerkte zuvor ja, gehandelt wurden in diesem Szenario mit diesen Waffen seitens der Sowj. SKe (eben weil die NVA Kräfte überfordert waren) und der gemeinte zugehörige Einflug 'fand' über der nordwestlichen Ostsee (Skagerrak) statt und wurde da auch bekämpft. Es war schon interessant (auch mal Generale unter Stress zu erleben).

Grüße Frank

Kurtz
26.06.2010, 01:07
An SPAPAD 81 habe ich unmittelbar teilgenommen. ... Übrigens wurde damals u.a. auch der Einsatz der S-200 N-Verison seitens der GSSD durchgespielt, einfach weil nur so die ankommende massive Zielwelle beherrschbar schien.

Klingt interesssant. Aber hatte die GSSD damals überhaupt schon welche? *grübel
K.

"Do not fly with nuclear weapons until authorized." USAF Instruction 91-113

Frank K.
26.06.2010, 08:44
Aber hatte die GSSD damals überhaupt schon welche?

Dazu kann ich mich nicht äussern, da keinerlei Info vorhanden. Die Übung war eine Stabsübung mehrerer Ebenen, wo den Handelnden ensprechende Mittel (theoretisch) zur Verfügung standen und Lageszenarios abgehandelt wurden. I.d.R. war es schon so, dass die Kräfte & Mittel denen der vorhandenen Realität halbwegs entsprachen. Daraus Schlüsse ziehen, wäre fahrlässig.

Grüße Frank