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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Videoanimation zum Grenzaufbau



Ralfi
08.07.2009, 15:54
"Eingemauert!" Die innerdeutsche Grenze (http://www.youtube.com/watch?v=jlbAUFvh04k)

Grüße Ralfi

Hermann
08.07.2009, 16:27
Wenn man ganz genau hinsieht, sieht man auch das Mitgliederbeautragtendenkmal.
Grüsse Hermann

Ralfi
08.07.2009, 17:55
Alter, Hermann... Nicht so frech...;-):mrgreen:

Grüße Ralfi

xyz27
09.07.2009, 14:47
Gab es diese Türchen in den Mauersegmenten wirklich? Höre ich zum erstenmal. Hinter der Berliner Mauer war doch Westgebiet, somit hätte doch jeder Grenzer der dort durchsteigt westliches gebiet betreten. Und welchen Anlass hätten denn die Grenzer gehabt die westliche Seite der Mauer zukontrollieren? Auch von den Sollbruchstellen höre ich zum erstenmal. Da hätte man ja im Vorfeld die Fahrzeugsperren beräumen müssen.

Danke Hermann, ein "ganzer" Ralfi!!

martin2
09.07.2009, 15:59
Hinter der Berliner Mauer war doch Westgebiet,
Nein.

Vor der Mauer kam noch "das Vorgelagerte" - in Berlin
im Durchschnitt ein Meter. Die Mauer stand also klar
auf Ostberliner Gebiet.
Somit konnten die Grenztruppen auch die westliche
Seite der Mauer kontrollieren.

Martin
P.S: In der Sequenz zum 5 km-Sperrgebiet ist am Kontroll-
punkt ein Trabant in Ausstattung der DVP zu sehen. Den hat
es meines Wissens nie gegeben.

Ralfi
09.07.2009, 16:02
Nein.

Vor der Mauer kam noch "das Vorgelagerte" - in Berlin
im Durchschnitt ein Meter. Die Mauer stand also klar
auf Ostberliner Gebiet.
Somit konnten die Grenztruppen auch die westliche
Seite der Mauer kontrollieren.

Martin

Warum sollten sie das denn tun??? Was hätten sie davon gehabt, außer ne bessere Möglichkeit zur Republikflucht???

Ralfi

xyz27
09.07.2009, 16:03
Mag ja sein, obwohl an vielen Orten direkte Staßenzüge an der Westseite der Mauer verliefen, aber zu welchem Zweck sollte man da nach schauen?

Hermann
09.07.2009, 16:23
Boulder,
die in den einzelnen Mauersegmenten zum Teil vorhandenen Kontrolltüren aus Beton mit einem besonderen Schließmechanismus gestatteten die Kontrolle des AFSW auf Schmierereien, Pickereien, aber auch die Kontrolle auf Beschädigungen, Bohrversuche
auf der "feinlichen" Seite. Die Turchgangspunkte gestatteten das Passieren von
speziellen Kräften wenn Äste, überhängende Teile, Laternenmasten, Bäume auf der Mauer lagen (z.B. Sturmschaden). Irgendwie musst man ja in das vorgelagerte Gebiet gelangen und das geschah durch diese speziellen Tore. Da der AFSW komplett auf DDR Gebiet stand, hatten die westlichen oder die WB Einwohner auch keine Rechte daran, es war ostdeutsches Eigentum und alle Veränderungen daran eigentlich "Sachbeschädigung" In meiner Erinnerung hat man viele Jahre die Mauer westlich auch gestrichen, irgendwann hat man es dann sein gelassen. Die Kräfte die in das Vorgelagerte gelangen konnten, wurden speziell ausgebildet und auch ausgewählt. Wegen 10 DM die Oma X denen bei passieren des Tores anbot sind die nicht stiften gegangen. Lillos kamen erst gar nichts ins Auswahlverfahren. Die Gegebenheiten und die Sicherung der Grenze Berlin im Gegensatz zur Grenze zur Altbundesrep. wies kleine Unterschiede auf, so gab es in Berlin keine SM 70 Anlagen. Sonst halte ich das Werk für gelungen. Gut gemacht, gute Berater.
Die Tätigkeit in diesem anderen Gebiet (also vor dem Bauwerk) regelte die Anordnung 13 des STMCGT.
Hier spricht ein Django (so nennt er sich) zu einem solchen Einsatz über sich selbst:
http://www.wer-weiss-was.de/theme86/article786613.html
Grüsse Hermann

martin2
09.07.2009, 18:07
Somit konnten die Grenztruppen auch die westliche
Seite der Mauer kontrollieren.
Warum sollten sie das denn tun???
Weil die Mauer der DDR gehörte.
Und da macht(e) es sich ganz schön, die auch auf eigenes Gebiet
zu stellen - um eben notfalls auch die andere Seite des Eigentums
zu begehen.

Gründe gab es viele. Einer davon: Teile der Westseite der Mauer
waren ja bemalt. Nicht alles fand die DDR so sehr schön. Das
wurde dann weiß übertüncht.


Was hätten sie davon gehabt, außer ne bessere Möglichkeit zur Republikflucht???
Mir ist nicht bekannt, dass auf diesem Weg jemand "stiften" ging.
Die Grenzer waren ja eh etwas gesiebt. Aber das setzte sich
während der Dienstzeit noch fort: Die HA I des MfS (Verwaltung 2000)
guckte schon genau, wer da so als Grenzer am Start ist.

Es gab ein (den Soldaten allenfalls als Gerücht bekanntes) Bewer-
tungssystem - die sogenannten Blutgruppen. Jeder Grenzer kam
in eine definierte Kategorie. Und das wurde auch ständig aktualisiert.

Somit war genau definiert - wer "ins Vorgelagerte" auf Befehl gehen
durfte: Wenn ich das recht zusammenbekomme: Ein Grenzaufklärer
durfte allein. Ein A durfte mit A oder A1 gemeinsam.

Und das Ganze auch nur auf Befehl und nach Anmeldung beim
Führungspunkt. Und ohne Schlüssel ging die Türe ja auch nicht auf.

Hoffe geholfen zu haben. Ggf weiterfragen.

Martin

teddie
09.07.2009, 23:44
das kann man kaum glauben, aber so detailiert und explizit war das ganze schon "organisiert"
die grenzproblematik kommt in einer doku, im moment is sie mir entfallen - aber ich glaube zur ehemaligen BRD in höhe Hötensleben ? - zum tragen

martin2
11.07.2009, 00:31
die grenzproblematik kommt in einer doku, im moment is sie mir entfallen
Diese Dokumentation heißt "Die Grenze".

Sie wird ab und an im MDR und RBB wiederholt.

Uneingeschränkte Empfehlung von mir.

Martin

Martin K.
11.07.2009, 08:31
Ich hätte diese DVD noch im Rennen:

"Halt! Hier Grenze"

Einen Trailer und weitere Informationen gibt es auf der Homepage:

http://film-europa.de/halthiergrenze/trailer/

Beste Grüße
Martin

Ralfi
13.07.2009, 14:23
Schlecht ist auch nicht "Grenze Lebensabschnitt Todesstreifen"...
Es sprechen einige Zeitzeugen...

http://www.spielfilm.de/bild/film/19459-4/grenze-wa-edition-salzgeber.jpg

http://www.spielfilm.de/galerie/kino/20800/grenze-wa/19459.html#bild

Grüße Ralfi