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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Autobahn-Notlandeplätze



Ralfi
25.01.2009, 16:58
# A4 Waltersleben
# A4 Weixdorf (2300 x ??? m)
# A9 Thurland
# A9 Zöllschen
# A10 Perwenitz
# A12 Spreenhagen (2500 x 22,5 m)
# A13 Ruhland
# A14 Gallschütz
# A15 Forst (Lausitz) (2500 x 22,5 m)
# A19 Waldeck / Kavelstorf (2500 x 22,5 m)
# A24 Temnitzquell

Autobahn-Behelfsflugplatz - Wikiinfo (http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn-Notlandeplatz)

Tester U3L
25.01.2009, 17:50
http://www.mil-airfields.de/de-rpt/ddr-autobahnabschnitte.htm

Der NVA zugewiesene ABA:

Kavelstorf (2500 x 22,5 m)
Spreenhagen (2500 x 22,5 m)
Forst (2500 x 22,5 m)

Tester U3L
25.01.2009, 18:01
Lustige Anekdote zum ABA Kavelstorf:
Dieser ABA war für die NVA LSK (JBG-77 und MFG-28) in Laage-Konskamp vorgesehen. Dazu gab es eine Stichbahn (Hilfsstartbahn) zur heutigen A19, von der man damals direkt auf die Autobahn hätte rollen können (der Flugplatz (die Flugbetriebsflächen) wurde im Rahmen des Baus der heutigen A19 durch das Autobahnbaukombinat Potsdam mit betoniert), nachdem mit wenigen Handgriffen das Tor zur Autobahn entfernt worden wäre (Die Pfosten steckten nur in Hülsen im Beton und die Tortafeln waren nur dazwischen eingehängt). Siehe auch Luftbild hier:

http://forum.hidden-places.de/showpost.php?p=61504&postcount=4

Das Problem war nur, dass die Brücken (Durchfahrtshöhe meist <4,50m) für die hier stationierten Jagdbomber Su-22 (Höhe Seitenleitwerk 5,13m) zu niedrig waren, da man zum Zeitpunkt des Baubeginns noch von der Stationierung von zu Jagdbombern umgerüsteten MiG-17F ausgegangen war.
Um also den ABA von Laage aus nutzen zu können, hätten erst alle Brücken bis zum ABA herausgehoben oder gesprengt werden müssen.

Sachen gibts... ;-)

Tester

Tester U3L
25.01.2009, 18:30
Im Flugzeugforum gab es dazu auch schon einmal einen Thread:

http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?t=2803

zum ABA Weixdorf habe ich noch die Info: Länge 2300m

Ralfi
25.01.2009, 18:39
Im Flugzeugforum gab es dazu auch schon einmal einen Thread:

http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?t=2803

zum ABA Weixdorf habe ich noch die Info: Länge 2300m

Danke für den Tip...

Hat vieleicht einer die FLIEGERREVUE 11/1996??? Da soll wohl was interessantes zum Thema drin stehen...

Grüße Ralfi

Tester U3L
25.01.2009, 18:52
Im NVA-Forum könntest Du das nachlesen (Quelle: Flieger Revue 11/1996; Autor: ex-GM K.-J. Baarß), hier:

http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=1954&hl=kavelstorf&st=30

Es ist eine Beschreibung eines Flugdienstes vom ABA Netzeband vom 05.09.1982 und enthält wenig Informationen über die Örtlichkeit.

Tester

Tester U3L
25.01.2009, 20:34
Hier noch ein weiterer nützlicher Link (siehe unten auf dieser Seite "Autobahn-NLP (ABA) in Ostdeutschland"):

http://www.lostplaces.de/nlp/

Dort findest Du auch weitere Längenangaben zu den ABA, die Koordinaten sind bei mil-airfields.de beim Anklicken der einzelnen ABA abrufbar.

Tester

Büttner
25.01.2009, 22:57
Sachen gibts...
In der Tat, also da der Bau von Laage mindestens schon Ende 1970er-Jahre losging wäre die Erklärung schon logisch wegen der MiG-17. Damals konnte man von Seiten der NVA ganz sicher nicht davon ausgehen das man Su-22 beschaffen wollte.

Nun, ich bin ja immer dafür die Autobahn am Flugplatz Laage ausschließlich als D-Zone nutzen zu wollen. Verursacht weniger Schaden als geprengte Brücken.

xyz27
26.01.2009, 00:04
Da hätte ich noch dieses Dokument, aus dem zum einen der Bau bzw. das Vorhaben von 2 Behelfsstart-und Landebahnen auf der Autobahn Berlin-Rostock ersichtlich ist und zum anderen auch das Vorhaben zum Bau von Rochadestraßen für die Dezentralisierung protokolliert ist.

Quelle: bundesarchiv.de

Tester U3L
26.01.2009, 09:23
In der Tat, also da der Bau von Laage mindestens schon Ende 1970er-Jahre losging wäre die Erklärung schon logisch wegen der MiG-17. Damals konnte man von Seiten der NVA ganz sicher nicht davon ausgehen das man Su-22 beschaffen wollte.

Die Erklärung ist nicht nur logisch, sondern Tatsache. Das ging soweit, dass das Ersatzteillager in Laage in der Aufstellungsphase mit Ersatzteilen der MiG-17F gefüllt wurde. Das musste dann ab 1984 auf Su-22 umgestellt werden.


Nun, ich bin ja immer dafür die Autobahn am Flugplatz Laage ausschließlich als D-Zone nutzen zu wollen. Verursacht weniger Schaden als geprengte Brücken.

Da kannst Du gern dafür sein. Zur aktiven Zeit war jedenfalls immer von einer Nutzung des ABA Kavelstorf durch unsere Maschinen (analog Preschen -> ABA Forst) die Rede.
Als zusätzliche D-Zone halte ich die Autobahn u.a. wegen dem geringen Bewuchs in der Gegend (Tarnung) eher ungeeignet.
Und wen interessieren im E-Fall ein paar gesprengte Brücken? Die Querung der Autobahn hätte nach einer Sprengung auch niveaugleich erfolgen können.

Tester

bors
26.01.2009, 13:58
Hallo,
solch ein Thread haben wir doch eigentlich schon....http://forum.hidden-places.de/showthread.php?t=1420&highlight=landepl%E4tze

Vielleicht zusammenlegen?

Bis denne

Ralfi
26.01.2009, 16:10
@Bors

Oh, hatte ich nicht gefunden...:oops:
Gute Idee...

@Martin

Zusammenlegen???

Büttner
26.01.2009, 16:12
Da hätte ich noch dieses Dokument, aus dem zum einen der Bau bzw. das Vorhaben von 2 Behelfsstart-und Landebahnen auf der Autobahn Berlin-Rostock ersichtlich ist und zum anderen auch das Vorhaben zum Bau von Rochadestraßen für die Dezentralisierung protokolliert ist.

Quelle: bundesarchiv.de

Das muss ein sehr altes Dokument sein. Ich denke nicht das es in den 1960er-Jahren schon eine Autobahn Berlin-Rostock gab wo man entsprechende Abschnitte anlegen können.

Boulder, hast Du ein Datum für das Dokument?

Punkt 151 ist interessant, wie versteht ihr das dort geschriebene?

Joes
28.01.2009, 22:29
Was ist das für ein Objekt eigentlich, scheint ja über Strassen eine Verbindung mit dem Notlandeplatz (Fürstenwalde?) zu haben?

fulcrum
28.01.2009, 23:27
Was ist das für ein Objekt eigentlich

Die Forensuche benutzen: http://forum.hidden-places.de/showthread.php?t=925&highlight=Stahnsdorf


Gruß F.

Joes
28.01.2009, 23:45
Danke !!!!!

xyz27
29.01.2009, 09:57
...

Boulder, hast Du ein Datum für das Dokument?

Punkt 151 ist interessant, wie versteht ihr das dort geschriebene?

Datiert ist das Dokument mit 06.04.1962. Geplante Umsetzung: 1963-65.

Tester U3L
29.01.2009, 16:11
Geplante Umsetzung: 1963-65.

Na, daraus wurde ja dann wohl doch nichts.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_19

Büttner
29.01.2009, 16:33
Datiert ist das Dokument mit 06.04.1962. Geplante Umsetzung: 1963-65.

Danke. Also wenn es in den 1960er-Jahren umgesetzt wurde dann hätte es die DDR selbst bezahlen müssen.

Nun wurde ab mind. die AB von Berlin bis nach Wittstock als Transitautobahn "vom Westen" bezahlt oder hab ich es falsch formuliert oder verstanden.

Ergo, so lange verzögert bis es jemand anders bezahlt .....

Tester U3L
29.01.2009, 18:43
Danke. Also wenn es in den 1960er-Jahren umgesetzt wurde dann hätte es die DDR selbst bezahlen müssen.

Nun wurde ab mind. die AB von Berlin bis nach Wittstock als Transitautobahn "vom Westen" bezahlt oder hab ich es falsch formuliert oder verstanden.

Ergo, so lange verzögert bis es jemand anders bezahlt .....

Nein Stefan, das Stück der heutigen A24 vom Berliner Ring (AD Havelland) bis zum AD Wittstock wurde von der DDR bezahlt. Der Rest der heutigen A24 vom AD Wittstock bis zur ehemaligen GÜST Zarrentin wurde vom Westen bezahlt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_24

Die heutige A19 vom AD Wittstock bis nach Rostock muss dann wohl die DDR selbst bezahlt haben, u.a. deshalb wird es wohl im Endeffekt auch so lange bis zur Realisierung gedauert haben.

Hier noch eine Karte der Autobahnplanungen in der DDR von 1958:

http://www.autobahn-online.de/netz1958ddr.html

Tester

martin2
29.01.2009, 19:46
Die heutige A19 vom AD Wittstock bis nach Rostock muss dann wohl die DDR selbst bezahlt haben, u.a. deshalb wird es wohl im Endeffekt auch so lange bis zur Realisierung gedauert haben.
Das ist richtig.

Es gibt eine zweiteilige Dokumentation (mdr oder rbb) zu diesem Thema.
Da kommen auch die damals Verantwortlichen zu Wort. Wenn ich recht
erinnere, waren 100km/Jahr geplant - real wurden es dann 15.
Unter anderem: Schlechte Technik, viel militärisches (SLB!).

Die ersten Neubauten waren Leipzig-Dresden und der Westring/Berlin.
Dann kam Berlin-Rostock. Bei Abzweig HH gab es noch eine alternative
Roure - südlicher. Aber da wäre weniger (km) in der DDR gebaut worden -
also weniger Devisen.
Ernsthaft geplant war auch Halle-Magdeburg. Aber dann reichte es nicht
mehr dazu.

In den 1060er/70er Jahren hatte man Großes vor:
So einige Städte bekamen vierspurige Straßen (Westtangente MD) oder
gar Hochstraßen (Halle). Die Westtangente MD und der vierspurige
Abschnitt bei Egeln - das ist faktisch eine Autobahn nach Halberstadt.
Also das, was man schaffte.

Martin

Ralfi
24.02.2009, 16:57
Notlandebahn A12 Storkow, Richtung Berlin.

gerd
24.02.2009, 17:25
Und in diesem Bereich stand nach der Beginn der neuen Zeit eine Tankstelle...... Das gute war: kein Stromanschluß, da lief immer ein großes Aggregat. Dafür gab es aber Telefonanschluß. Wie gut das für den E-Fall alles vorbereitet war, also Fm-Alp`s.

Büttner
25.02.2009, 16:20
Was sind denn "Fm-Alp`s." ?

gerd
25.02.2009, 16:29
Abholpunkte/ Anschaltpunkte für Fernmeldeverbindungen. ... lagen überall reichlich... nur nicht in den Wohnungen der Bürger...

Büttner
25.02.2009, 16:33
Ich habe Dich so verstanden das Du den Telefonanschluss auf die neu angelegte Tankstelle bezogen hattest.

gerd
25.02.2009, 16:58
Hallo Büttner, ja auf die damals nach der Wende errichtete Tankstelle bezogen. Aber eben, da "mitten im nichts" über einen für die Flugplatznutzung vorbereiteten Anschluß aus DDR-Zeiten.

Büttner
25.02.2009, 17:00
Jetzt verstanden, ist Dir bekannt ob die anderen ABAs auch solche "Abholpunkte/ Anschaltpunkte für Fernmeldeverbindungen" hatten?

gerd
25.02.2009, 17:20
Grundsätzlich denke ich ja. Wenn ich mal Zeit habe und es nicht vergesse muß ich mal in die Pläne schauen.... Im Falle der A12 war es z.B. über KK248 oder SOK240 möglich diverse Leitungen zu schalten....es waren aber auch andere Kabel "inder Nähe"
gerd

Amateur-Funker
25.02.2009, 18:54
Hallo,

an der A-14 nach LPZ ist der AP noch vorhanden. Übrigens, die Tankstellen sind in beiden Fahrtrichtungen zurückgebaut.

vy 73 es 55 de fALK

gerd
25.02.2009, 20:03
Die an der A12?? Na klar, seit vielen Jahren. Ich fahre ja oft genug da lang...

Amateur-Funker
26.02.2009, 19:27
Hallo Gerd,

zurückgebaute Tankstellen bezog sich auch auf A-14. Vor 2 Wochen war man am letzten Abriss der Gebäude. Mal sehen ob die die Strahlabweiser stehen lassen.

vy 73 es 55 de falk

Büttner
27.02.2009, 14:07
Grundsätzlich denke ich ja. Wenn ich mal Zeit habe und es nicht vergesse muß ich mal in die Pläne schauen.... Im Falle der A12 war es z.B. über KK248 oder SOK240 möglich diverse Leitungen zu schalten....es waren aber auch andere Kabel "inder Nähe"
gerd
Hallo Gerd,
da dieses Thema Inhalt von Rote Plätze ist und darin noch nichts von Fernmeldanbindungen der ABA geschrieben steht bist Du eingeladen für das oder eines der nächsten updates die entsprechenden Information zur Verfügung zu stellen. Mit namentlicher Erwähnung sofern gewünscht.

http://www.aerolit.de/index.php?id=5

Deine Mitarbeit ist willkommen.

fulcrum
02.11.2009, 10:47
Moin moin,

dem einen oder anderen wird es moeglicherweise bereits aufgefallen sein: auf der A 24 werden derzeit die letzten Reste des Autobahnlandeplatzes Netzeband geschliffen & neue Parkplaetze auf der Nord- & Suedseite angelegt.
Die Strahlabweiser waren schon lange weg, aber auch die Betonabstellflaechen werden vollstaendig geschliffen. Damit existieren dann keine Uebereste mehr vom ABA-NLP Netzeband.


Gruß F.

jollentreiber
22.07.2010, 22:36
Ich habe heute auf dem Weg nach Kollberg (PL) eine Notlandebahn auf einer Landstraße zwischen Lukecin und Pobierowo befahren.
War etwas erstaunt als die Straße schlagartig auf 14m Breite sich öffnete. Die Länge der Bahn ist 2200m und an beiden Enden befindet sich je eine große Abstellfläche.

Ist über solche Notlandbahnen auf Landstraßen (evtl. auch in Deutschland) etwas bekannt?

Da hier auf dem Campingplatz ständig das I-Net zusammenbricht versuche ich mal später die Bilder zu posten.

Gruß Lutz

jollentreiber
22.07.2010, 22:42
Hier mal der betreffende Abschnitt.

http://maps.google.de/maps?ll=54.044343,14.913099&z=16&t=h&hl=de

Gruß Lutz

Büttner
22.07.2010, 23:13
Ich habe heute auf dem Weg nach Kollberg (PL) eine Notlandebahn auf einer Landstraße zwischen Lukecin und Pobierowo befahren.
War etwas erstaunt als die Straße schlagartig auf 14m Breite sich öffnete. Die Länge der Bahn ist 2200m und an beiden Enden befindet sich je eine große Abstellfläche.

Ist über solche Notlandbahnen auf Landstraßen (evtl. auch in Deutschland) etwas bekannt?

Da hier auf dem Campingplatz ständig das I-Net zusammenbricht versuche ich mal später die Bilder zu posten.

Gruß Lutz
Derer gibt es in Polen gut zwei Dutzend, hier der letzte verbliebene auf einer alten RAB bei Stettin:
http://www.mig-21.de/deutsch/aktuellarchiv/dol2003.htm
Dieses Event war immer Sonderklasse, gibt es leider nicht mehr.

Frank K.
23.07.2010, 20:30
Lutz,
in Deutschland wurden sie mal erfunden und zwar auf Autobahnstücken und am Ende des WKII.

Siehe dazu wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn-Behelfsflugplatz) oder auch Lost-Places. Nur gehört in D etwas mehr zu einem vernünftigen ABA / NLP als (nur) eine verbreiterte Fahrbahn. Nicht weit von deinem Stammsitz (du könntest wahrscheinlich mit der P5 hinleuchten) war auch einer » A12 zwischen Storkow und Friedersdorf (rückgebaut).

Grüße Frank

jollentreiber
25.07.2010, 16:24
...Siehe dazu wikipedia[/URL] oder auch Lost-Places. ... Nicht weit von deinem Stammsitz (du könntest wahrscheinlich mit der P5 hinleuchten) war auch einer » A12 zwischen Storkow und Friedersdorf (rückgebaut).

Grüße Frank

Hallo Frank,
danke für deine Ausführungen. Klar ist es mir bekannt das es diese Möglichkeiten auf den Autobahnen der ehem. DDR gab und die A12 befahre ich ja nun schon fast regelmäßig.
Meine Frage bezog sich auf Landstraßen in Deutschland die als Landplätze vorgesehen waren, ist dazu was bekannt oder wurde diese Variante kompl. ausgeschlossen.

Danke und Gruß
Lutz

jollentreiber
25.07.2010, 16:44
... Notlandebahn auf einer Landstraße zwischen Lukecin und Pobierowo (PL) ...14m Breite... Die Länge der Bahn ist 2200m und an beiden Enden befindet sich je eine große Abstellfläche.



Da hier auf dem Campingplatz ständig das I-Net zusammenbricht versuche ich mal später die Bilder zu posten.


Wie oben schon beschrieben, hier mal die Bilder der Notlandebahn.

Wer schon mal auf poln. Lanstraßen unterwegs war kann sich vorstellen das diese Variante eher einer besseren Feldlandebahn entspricht. Auch der wechselnde Höhenunterschied auf der 2200m langen Notpiste ist nicht gerade gering.
Also keinesfalls mit den NLB auf den Autobahnabschnitten der ehem. DDR zu vergleichen.

Gruß Lutz

Frank K.
25.07.2010, 18:12
Meine Frage bezog sich auf Landstraßen in Deutschland die als Landplätze vorgesehen waren

Lutz,
mir ist völlig klar, dass du gerade vor deiner Haustür bescheid weisst :o Ich hatte selbst vergessen dass es den Ursprungsthread hier gibt. Also auf Landstrassen ist m.E. dazu hierzulande nichts bekannt, es gab auch keinen Grund » erst hatte man die Autobahnen und dann kam man auf die Idee, da auch Landeplätze zu realisieren. Die Autobahnen sind einfach von Anfang viel besser dazu geeignet gewesen und waren es auch in der Intensivierung dieses Prozesses im Kalten Krieg.

Grüße Frank

Büttner
25.07.2010, 20:37
(...)Meine Frage bezog sich auf Landstraßen in Deutschland die als Landplätze vorgesehen waren, ist dazu was bekannt oder wurde diese Variante kompl. ausgeschlossen.

Danke und Gruß
Lutz
Hallo Lutz,
in der Tat, sowas gab's. Wenn man den Berichten westlicher Nachrichtendienste Glauben schenken darf dann wäre dafür beispielhaft der Flugplatz Marxwalde (Neuhardenberg) zu nennen.
Mitte der 1970er-Jahre war demnach die F167 auf einem 2000 Meter langen Teilstück zwischen Gottesgabe und Altfriedland auf 20 bis 25 Meter verbreitert, Belag Asphalt.
Um mit Flugzeugen zwischen diesen vorbereiteten Teilabschnitt und Flugplatz rollen zu können wurde der weitere Strassenverlauf begradigt.
Im Nahbereich, Richtung Süden befand sich am Waldrand eine der drei D-Zonen das dortigen Jagdfliegergeschwaders.

Da das Thema seit einigen Jahren hier und da mal im Netz in unterschiedlicher Intensität umhergeistert ist daher vom oben gesagten kein Neuigkeitswert zu erwarten.

Hoffe geholfen zu haben.

Frank K.
25.07.2010, 21:25
Stefan,
dann sollten wir klar trennen zwischen ABAs / NLPen und Dingen, die für die Überführung in die Mobilmachung / Verteidigungszustand vorgesehenen waren. Erstere wurden an sich (in längeren Abständen) aber genutzt zu Überprüfungs- / Ausbildungszwecken. Die zweite Kategorie war i.d.R. nur vorbereitet und dies für schlechte Nutzungsbedingungen. Von dieser Kategorie gab es in D insgesamt sehr viel Vorgesehenes und nicht nur provisorische Landebahnen.

Übrigens zu eurer weiter oben stattgefundenen Diskussion zu Laage und den Brücken, die nicht die Mindesthöhe hatten. Wo steht denn geschrieben, dass dieser ABA direkt dafür vorgesehen war bzw. seine Rolle sich nicht im Zeitverlauf änderte ? Man kann auch bei Bedarf ein ganzes Geschwader an seinen Ausweichflugplatz verlegen. Eine weitere wichtige Rolle dieser ABAs & NLPs sollte nicht vergessen werden » sie waren für die Aufnahme von Flieger-Geschwadern im Spannungsfall / Verteidigungsfall vorgesehen. Die Dichte der normalen Plätze in Kerneuropa hätte nicht ausgereicht, man brauchte Ergänzung. Im konkreten Fall hätten also auch genügend flache Maschinen durch die Verbindung nach Laage zur Sicherstellung etc. rollen können.

Grüße Frank

Büttner
26.07.2010, 15:45
Stefan,
dann sollten wir klar trennen zwischen ABAs / NLPen und Dingen, die für die Überführung in die Mobilmachung / Verteidigungszustand vorgesehenen waren.
(...)
Frank,
ich habe Lutz seine Frage - hoffentlich - beantwort. Er frug nach Landstrassen. Die F167 war, ist eine Landstrasse.

Die Diskussion bezüglich Autobahnbrücken bei Laage ist mittlerweile hinfällig da hinter den Kulissen weitergeführt und geklärt.

Zum Thema ist übrigens ein Buch in Vorbereitung. Ich gehe davon aus das darin dieser Teilaspekt behandelt wird.

jollentreiber
26.07.2010, 21:10
Um mit Flugzeugen zwischen diesen vorbereiteten Teilabschnitt und Flugplatz rollen zu können wurde der weitere Strassenverlauf begradigt.


Stefan,

das soll heißen das die Flugzeuge im Fall der Fälle durch Altfriedland zum FP Marxwalde geführt worden wären.

Danke für die bisherigen Antworten

Lutz

HeerMann
26.07.2010, 21:46
Lutz,
mir ist völlig klar, dass du gerade vor deiner Haustür bescheid weisst :o Ich hatte selbst vergessen dass es den Ursprungsthread hier gibt. Also auf Landstrassen ist m.E. dazu hierzulande nichts bekannt, es gab auch keinen Grund » erst hatte man die Autobahnen und dann kam man auf die Idee, da auch Landeplätze zu realisieren. Die Autobahnen sind einfach von Anfang viel besser dazu geeignet gewesen und waren es auch in der Intensivierung dieses Prozesses im Kalten Krieg.

Grüße Frank
Nicht zu vergessen - RAF Harrier sind regelmäßig hierzulande auf Landstraßen gelandet.

Frank K.
27.07.2010, 09:00
HeerMann,
ja sicher. Dieses tolle Fluggerät brauchte ja eigentlich nur einen größeren Parkplatz dazu, genaugenommen, nicht mal diesen.
Der Harrier wäre im Ernstfall von festen Oberflächen wie Parkplätzen gestartet und gelandet, hat aber auch den Einsatz von befestigten Notpisten im Manöver oft erfolgreich durchgeführt. Diese wurden durch die Royal Engineers in ca. zwei Tagen aus schnell zu verlegenden Aluminiumplanken gebildet. Die Landeflächen hatten eine Größe von 21 x 21 m, eine Startpiste war 231 m lang. Diese Startpisten wurden benötigt, da die Harrier GR.3 und T.4 nicht mit voller Zuladung starten konnten, nur durch die Schubkraft der vier Düsen und ein rechtzeitiges Umschwenken um 50 Grad kamen die Kampflugzeuge in die Luft. Besonders an heißen Tagen war es nicht einfach, einen Harrier mit einer entsprechenden Waffen- und Treibstoffzuladung in die Luft zu bringen.

Quelle & weiter »
EDUO Harrier (http://www.sg-etuo.de/index.php/Squadrons/EDUOHarrier)

GrFr

Büttner
27.07.2010, 15:24
Stefan,

das soll heißen das die Flugzeuge im Fall der Fälle durch Altfriedland zum FP Marxwalde geführt worden wären.

Danke für die bisherigen Antworten

Lutz

Lutz,
wenn ich den Ausführungen folge dann wäre die einzige mögliche Rollstrecke der Verlauf der F167 bis zu diesem Punkt hier (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Altfriedland,+Neuhardenberg&sll=53.538682,12.630495&sspn=0.00153,0.003449&g=Warenshof+Waren+(M%C3%BCritz),+M%C3%BCritz,+Meck lenburg-Vorpommern&ie=UTF8&hq=&hnear=Altfriedland+Neuhardenberg,+M%C3%A4rkisch-Oderland,+Brandenburg&ll=52.602425,14.221914&spn=0.001564,0.003449&t=h&z=18).

Dort dann nach Norden auf den Flugplatz. Hier (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Altfriedland,+Neuhardenberg&sll=53.538682,12.630495&sspn=0.00153,0.003449&g=Warenshof+Waren+(M%C3%BCritz),+M%C3%BCritz,+Meck lenburg-Vorpommern&ie=UTF8&hq=&hnear=Altfriedland+Neuhardenberg,+M%C3%A4rkisch-Oderland,+Brandenburg&ll=52.626141,14.193467&spn=0.001563,0.003449&t=h&z=18) ginge es dann über die Wiese zum Waldrand, dort die Dezentralisierung.

Vor Ort habe ich mir das noch nicht angeschaut ob das möglich ist. Am FP Marxwalde gäbe es noch einige weitere Objekte die der Klärung bedürfen. Je eine abgesetzter GS (2-gesch., Hanglage) und ML sowie einen Sonderbau auf dem Flugplatz und in der Kaserne. Der Tip zum Sonderbau in der Kaserne kam von Nobse, er wies mich mal vor einiger Zeit drauf hin. Mit seiner Beschreibung konnte ich aber nicht allzuviel anfangen. Einen geschützten Keller soll es dann auch noch in der Kaserne geben. Und zwei weitere abgesetzte D-Zonen, eine davon sollte auch über Strassenanbindung für Flugzeuge erreichbar gewesen sein. So gesehen ist das eine Art Aufruf, Begehungsanfrage für einen Samstag oder Sonntag dort, wer Interesse hat bitte PM senden.

jollentreiber
27.07.2010, 20:15
Lutz,
wenn ich den Ausführungen folge dann wäre die einzige mögliche Rollstrecke der Verlauf der F167 bis zu diesem Punkt hier (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Altfriedland,+Neuhardenberg&sll=53.538682,12.630495&sspn=0.00153,0.003449&g=Warenshof+Waren+(M%C3%BCritz),+M%C3%BCritz,+Meck lenburg-Vorpommern&ie=UTF8&hq=&hnear=Altfriedland+Neuhardenberg,+M%C3%A4rkisch-Oderland,+Brandenburg&ll=52.602425,14.221914&spn=0.001564,0.003449&t=h&z=18).

Das ist nach dem heutigen Tag als gesichert zu betrachten.



Dort dann nach Norden auf den Flugplatz. Hier (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Altfriedland,+Neuhardenberg&sll=53.538682,12.630495&sspn=0.00153,0.003449&g=Warenshof+Waren+(M%C3%BCritz),+M%C3%BCritz,+Meck lenburg-Vorpommern&ie=UTF8&hq=&hnear=Altfriedland+Neuhardenberg,+M%C3%A4rkisch-Oderland,+Brandenburg&ll=52.626141,14.193467&spn=0.001563,0.003449&t=h&z=18) ginge es dann über die Wiese zum Waldrand, dort die Dezentralisierung.

Den Punkt konnte ich heute noch nicht genauer hinterfragen.



Vor Ort habe ich mir das noch nicht angeschaut ob das möglich ist.

Am FP Marxwalde gäbe es noch einige weitere Objekte die der Klärung bedürfen. Je eine abgesetzter GS (2-gesch., Hanglage) und ML sowie einen Sonderbau auf dem Flugplatz und in der Kaserne. ..... Einen geschützten Keller soll es dann auch noch in der Kaserne geben. Und zwei weitere abgesetzte D-Zonen, eine davon sollte auch über Strassenanbindung für Flugzeuge erreichbar gewesen sein.

Stefan, ich habs mir aber heute angeschaut und auch drei Zeitzeugen zum Thema gefunden/gesprochen.

Der erste war ein Ureinwohner aus dem Ort Gottesgabe, der mir die verbreiterte F167 und den Rückbau bestätigte. Zu den D-Zonen konnte er leider nichts sagen (kein Fachmann).

Die anderen beiden Zeitzeugen habe ich auf dem Flugplatz selbst kennen gelernt. Es sind zwei Flugzeugtechniker des ehem. dort stationierten Transportfliegergeschwaders 44 der LSK/LV. Beide waren sehr aufgeschlossen und so ergab sich ein sehr informatives Gespräch über den FP und dessen Geschichte. Auch die von Dir oben genanten "Objekte die einer Klärung bedürfen" wurden angesprochen. Es sind alle noch da!!:)




So gesehen ist das eine Art Aufruf, Begehungsanfrage für einen Samstag oder Sonntag dort, ...

Auch hier war ich nicht untätig.

In einer Woche habe ich ein Telefongespräch mit einem Entscheidungsträger der Örtlichkeit bezüglich einer größeren Begehung des ges. Flugplatzes inkl. der dazugehörigen Objekte. Wenn alles in trocknen Tüchern ist, werde ich das "Wann und Wie" einer Hiddengemeinde-Exkursion in einen gesonderten Thread hier im Forum bekannt geben.

Gruß Lutz

p.s. hier mal 3 aktuelle Bilder der F167 vom betreffenden Bereich.
Sehr schön die ehem. Breite der Behelfsbahn zu sehen. Das zusätzliche Land welches durch die damalige Behörde, nicht ganz unproblematisch, dazu beschafft wurde, gehört wohl auch heute noch dem StVA und wird nicht landwirtschaftlich genutzt.

Büttner
27.07.2010, 20:24
Sehr Gute Arbeit Lutz, weiter so!

jollentreiber
27.07.2010, 20:49
Sehr Gute Arbeit Lutz, weiter so!

Werde ich nun beteidigt.....an "Rote Plätze"?:D:D

Büttner
27.07.2010, 20:59
Naja, das Thema hat nun nicht so viel mit RP zu tun - da fällt die Verbindung etwas schwer. Aber wegen Deines Einsatz hinsichtlich Calau und Gruppe Ulbricht dürfte mind. eine Namensnennung im regelmäßigen online-udpate fällig werden denke ich mal.

Sehe ich das eigentlich richtig das jenes Strassenstück auf den Fotos immer noch keinen Entwässerungsgraben hat?

jollentreiber
27.07.2010, 21:06
Sehe ich das eigentlich richtig das jenes Strassenstück auf den Fotos immer noch keinen Entwässerungsgraben hat?

Ja das ist richtig, auf der gesamten Länge der Straße ist mir kein Graben aufgefallen.