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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Handy Ortung für JEDERMANN



peat228
12.10.2008, 00:59
wiedermal was gefunden



Aufgespürt im Netz




Wer sein Handy einschaltet, kann lokalisiert werden. Die Technik ist nicht neu, das Verfahren ist gesetzlich geregelt – doch jetzt kommen erste Anwendungen auf den Markt, die sich von jedem nutzen lassen.

Udo Harbers/mp

Angenommen, Sie haben eine stärkere Grippe. Sie gehen zum Arzt, lassen sich krankschreiben. Kaum sind Sie wieder am Arbeitsplatz, halten Sie eine Abmahnung in den Händen. Begründung: Sie haben sich Urlaub erschlichen. Als es Ihnen schon wieder etwas besser ging, hatten Sie die letzten Krankentage für ein langes Wochenende genutzt und einen Ausflug mit der Familie gemacht. Ihr Arbeitgeber hat Sie zufällig dabei erwischt, weil er die Handys seiner Angestellten geortet hat.

Das glauben Sie nicht? Das ist sicherlich nicht alltäglich, aber es könnte leicht passieren, wenn Sie zum Beispiel im Außendienst tätig sind. Einige Unternehmen arbeiten mit Diensten, die es erlauben, Mitarbeiter über ihr Handy zu lokalisieren, um zum Beispiel deren Reiserouten zu prüfen oder kurzfristig umzudisponieren.


Ortung via Funkzelle

Der Buddy Alert von Mobiloco funktioniert auf dem Handy und zeigt an, wie weit die Freunde vom eigenen Standpunkt entfernt sind.

Dabei erfolgt die Ortung über die Funkzelle, in der sich der Mitarbeiter gerade aufhält. In Städten sind die Mobilfunknetze durch viele Antennenmasten und kleine Funkzellen sehr gut ausgebaut. Auf dem Land versorgen wenige Masten ein größeres Gebiet. Die Genauigkeit der Ortung liegt in der Stadt demnach bei maximal 100 bis 150 Metern. Auf dem Land kann sie jedoch mehrere Kilometer betragen. Zusätzlich ist es in Städten möglich, die Laufzeit der Signale zwischen drei Funkstationen zu messen. Damit wird dann eine maximale Genauigkeit von 30 bis 50 Metern erreicht. Dieser Aufwand wird allerdings in Deutschland von keinem Netzanbieter betrieben. Hält sich der Außendienstler also nicht bei seinem Kunden, sondern im Cafe nebenan auf, würde das durch Handy-Ortung niemand bemerken. Ist er jedoch zu Hause geblieben oder macht er einen Ausflug mit der Familie, könnte das auffliegen.

Firmen, die Ortungssysteme für ihre Mitarbeiter einsetzen, sind jedoch verpflichtet, ihre Angestellten über den Dienst zu informieren. Außerdem stehen dem Nutzer des Handys Funktionen zur Verfügung, mit denen er die Ortung während der Arbeitszeit zulässt, während der Freizeit jedoch abschaltet. Für wichtige Anfragen könnten wiederum Ausnahmen definiert werden. Unser Außendienstler mit der Abmahnung hat also offenbar vergessen, die Ortungsfunktion zu deaktivieren.


Datenschutz und Notruf

Datenschützer waren von Anfang an nicht begeistert von der Handy-Ortung. Sie warnten bereits im Jahr 2000 vor den Möglichkeiten der Netzbetreiber, immer umfassendere Daten der Verbraucher zu sammeln. Wer sich mit seinem Handy in einem Netz anmeldet, ist lokalisierbar. Zusammen mit Nutzungs- und Rechnungsdaten lassen sich damit aussagekräftige Profile von Kunden erstellen, so die Datenschützer.

Mittlerweile sind die Diskussionen um die Handy-Ortung in eine gesetzliche Regelung eingegangen. Seit 2004 enthält das Telekommunikationsgesetz (TKG) unter anderem den Grundsatz, dass für ortsabhängige Dienste die Einwilligung des Kunden in die Lokalisierung notwendig ist. Er muss die Möglichkeit haben, diese Einwilligung jederzeit zu widerrufen oder die Ortung zeitweise zu unterbrechen. Außerdem ist im TKG festgelegt, dass Netzbetreiber die Standortdaten in Notfällen zur Verfügung stellen müssen. Das hat damit zu tun, dass immer mehr Notrufe von Handys abgeschickt werden. Weil der Anrufer unter Umständen aber nicht genau sagen kann, wo er sich befindet, sollen die Rettungsdienste die Koordinaten des Hilferufs von den Mobilfunkbetreibern erhalten. Aus diesem Grund ist auch geregelt, dass beim Abschluss von Prepaid-Verträgen Name, Anschrift und Geburtsdatum des Nutzers, nicht des Käufers, erhoben werden müssen.

Schließlich haben die deutschen Autoversicherer in diesem Zusammenhang ein "0800 Notfon D" (Rufnummer: 0800 - 668 36 63) eingerichtet. Wer diese Nummer wählt, spricht mit einem Pannenhelfer und wird dabei geortet.


Neue Dienste

Nachdem ein gesetzlicher Rahmen für die Lokalisierung gegeben ist, kommen zunehmend Anwendungen für professionelle Zwecke, aber auch für die Masse auf den Markt. FleetOnline ist beispielsweise ein Service des niederländischen Unternehmens Teydo, der sich vorrangig an Transportunternehmen und Außendienstler wendet. Als Online-Service kann er jedoch von jedem genutzt werden. Nach der Anmeldung werden 2,50 Euro für die Freischaltung des Dienstes fällig, jede Ortung kostet 35 Cent, jede SMS an den Besitzer des Handys 20 Cent. Dieser muss für jede einzelne Ortungsanfrage per Antwort-SMS sein Einverständnis geben. Seit März 2004 ist außerdem das Leipziger Unternehmen Datafactory mit "Webfleet" online.

An eine große und vor allem jugendliche Zielgruppe wenden sich die Dienste von Mobiloco und Mecomo. Mit dem so genannten Buddy Alert von Mobiloco kann man per Handy abfragen, ob die Freunde in der Nähe sind. Dazu müssen beide Seiten für 2,99 Euro monatlich Mitglied des Dienstes werden. Die Erlaubnis zur Lokalisierung ist damit gegeben, kann jedoch zeitweilig begrenzt oder zurückgezogen werden. Mit jeder Anfrage erhalten beide Seiten eine Nachricht auf ihr Handy, wie weit der jeweils andere vom eigenen Standpunkt entfernt ist.

Bei Mecomo installieren Sie dagegen eine Software auf dem PC. Das Ergebnis der Ortungsanfragen wird in einer Karte dargestellt. Dieser Dienst kostet 3 Euro pro Monat und enthält bereits einige SMS- und Ortungsgebühren.

Seit Ende 2003 gibt es bereits den Dienst Track your Kid der Gladbecker Firma Armex. Damit sollen besorgte Eltern die Aufenthaltsorte ihrer Kinder kontrollieren. Schließlich ist die Handy- Lokalisierung von O2 zu erwähnen. Sie dient dazu, das eigene Handy wieder zu finden, wenn man es verloren hat. Auch diese Services funktionieren mit der Funkzellen-Ortung.


Ortsbezogene Dienste

Vor allem Dienste, die sich an Privatanwender richten, sind die Vorreiter der "Location Based Services", die sich in den nächsten Jahren auf den Handys etablieren werden. Wer sich damit einverstanden erklärt, kann Informationen, Werbung, Gutscheine etc. derjenigen Firmen empfangen, in deren Nähe er sich gerade aufhält. Allerdings ist dann eine genauere Lokalisierung des Aufenthaltsortes der Kunden notwendig, um sie quasi im Vorbeigehen mit den Sonderangeboten eines Unternehmens zu versorgen. Da trifft es sich gut, dass für UMTS deutlich kleinere Funkzellen notwendig sind. Die Genauigkeit der Ortung erhöht sich damit automatisch und die Attraktivität der Dienste wird steigen.


So testen Sie FRIENDS.nextome

Das Programm von Mecomo benötigt das Microsoft .NET Framework. Laden Sie die knapp 23 MByte große Datei bei www.mecomo.com/friends.nextome/dotnetfx.exe herunter und installieren Sie es. Anschließend laden Sie Friends.nextome unter http://www.mecomo.com/friends.nextome/ herunter. Sie finden dort eine 30-Tage-Version, die 165 Credits für SMS und Ortsabfragen enthält.

* Nach dem Programmstart erhalten Sie ein Eingabefeld für Ihre Registrierungsdaten. Klicken Sie auf den Link "Noch nicht registriert?". Ihre Daten erhalten Sie per E-Mail.
* Im Progammfenster "Meine Freunde" geben Sie Namen und Handy-Nummer eines Bekannten ein, den Sie orten möchten. Indem Sie auf die Schaltfläche "Speichern" klicken, wird automatisch eine SMS an den Bekannten gesendet und mit 20 Credits berechnet.
* Der Empfänger muss sich per SMS mit der Ortung einverstanden erklären. Sobald die SMS eingetroffen ist, taucht der Bekannte im linken Programmfenster "Meine Freunde" auf.
* Markieren Sie den Eintrag und klicken Sie auf "Standort ermitteln". Damit werden 25 Credits fällig. In einer Karte wird Ihnen der Aufenthaltsort Ihres Bekannten angezeigt. Das Einverständnis zur Ortung lässt sich per SMS mit dem Text "friendsnextome aus" zurückziehen.




Handy-Ortung für jedermann
Stefan Heimerl, Vorstandsvorsitzender der Mecomo AG

Neben weiteren ortsbezogenen Diensten bietet das Münchener Unternehmen Mecomo den Dienst Friends.nextome an. Damit können Freunde geortet werden, die mit den Suchanfragen einverstanden sind.

Udo Harbers/mp

Interview mit Stefan Heimerl

Wie funktioniert Friends. nextome hinter den Kulissen?

Heimerl: Hinter der Software auf dem PC des Anwenders steckt eine Plattform für ortsbezogene Dienste, die den Datenaustausch mit den einzelnen Mobilfunkbetreibern regelt. Diese liefern Koordinaten der georteten Handys, die unsere Plattform dann in Karten darstellt. Schließlich bewältigt sie das gesamte Management der Profile und Rechte sowie die Abrechnung.

Sehen Sie Gefahren des Missbrauchs ihres Dienstes?

Heimerl: Nein. Ein Restrisiko gibt es immer, aber da muss man viel kriminelle Energie mitbringen. Die Frage spiegelt aber einen typisch deutschen Ansatz wieder. Es geht immer zuerst darum, welche Gefahren drohen und nicht darum, wo der Nutzen und der Spaß liegen.

Aber was passiert, wenn ich die Angelegenheit vergessen habe und jederzeit geortet werden kann?

Heimerl: Jede Person, die der Ortung zugestimmt hat, erhält nach 6 bis 24 Stunden eine weitere SMS, die nochmals auf die Einverständniserklärung aufmerksam macht. Das wiederholen wir an zufälligen Terminen alle vier Wochen, solange die Person als aktiv verzeichnet ist.

Eigentlich macht der Dienst doch erst Sinn, wenn er mobil genutzt werden kann?

Heimerl: Wir haben bereits einen Prototypen fertig, der mit dem Handy funktioniert. Damit kann man tatsächlich unterwegs anfragen, ob die Freunde in der Nähe sind. Voraussichtlich gehen wir bis zum Sommer damit an den Start.

Wird es bei dem Dienst Friends.nextome bleiben?

Heimerl: Wir arbeiten an drei Varianten, die alle auf unserer Plattform basieren. Im Kundenauftrag haben wir bereits ein System realisiert, das Eltern erlaubt, den Standort der eigenen Kinder abzufragen: Kids.nextome. Bis zur CeBIT wollen wir eine Lösung beispielsweise für Transportunternehmen in Kombination mit Ortung über GPS-Module in Fahrzeugen fertig stellen. Und bis zum Sommer starten wir wahrscheinlich Dienste zum ortsbezogenen Dating.

Wie wird das funktionieren?

Heimerl: Stellen Sie sich vor, Sie erstellen in einem Online-Dienst ein Profil von sich und Ihren Interessen oder geplanten Aktivitäten. Wenn Sie dann beispielsweise in die Stadt gehen, bekommen Sie eine Nachricht, wenn jemand mit den gleichen Interessen in der Nähe ist. Für diesen Service führen wir derzeit Gespräche mit den bekannten Kontaktbörsen.

Die Genauigkeit der Ortung liegt bei maximal 100 bis 150 Metern in Großstädten. Geht das nicht noch besser?

Heimerl: Eine Genauigkeit von 30 bis 50 Metern wäre technisch seitens der Netzbetreiber machbar – allerdings würde dies erhebliche Zusatzinvestitionen erfordern. Die Netzbetreiber in Deutschland schrecken davor noch zurück. Wenn wir allerdings ein größeres Marktvolumen bekommen, könnte die Genauigkeit ein Qualitätsmerkmal werden, mit dem sich die Wettbewerber unterscheiden.

Glauben Sie, dass sich Handy- Ortung bei der Masse durchsetzen wird?

Heimerl: Auf jeden Fall! Wir stehen jedoch noch am Anfang einer Marktentwicklung. Solange die passive Funkzellenortung für Personen nicht bei allen Netzbetreibern erlaubt ist, sind die Dienste in der Ausbreitung erheblich behindert. Mangels Masse ist die einzelne Funkzellenortung zudem noch relativ teuer. Schließlich sind die meisten Leute der Überzeugung, dass Surfen per Handy zu teuer sei. Hier sind die Mobilfunkbetreiber aufgefordert, Flat Fees anzubieten. Dann nutzen die Leute ihre Zeit in der SBahn und probieren einfach mal ein paar Anwendungen aus. Bei der Handy-Kosmetik mit Klingeltönen, Bildern etc. gibt es ja schon kein Halten mehr.



mfg peat228

martin2
12.10.2008, 01:31
Das ist ein Werbetext - der Typ will Kunden.

Und er ist auch nicht der erste, der sowas anbietet: Sowas wird
seit ca. drei Jahren kommerziell angeboten - für Privatkunden.

Grundsätzlich funktioniert die Dreipunktpeilung seit deutlich längerer
Zeit. Und die wird notfalls (Entführungen, Notrufe mit unklarer
Lokation) auch genutzt.

Eine (noch dazu ständige) Lokalisierung sämtlicher Handys geht aus
technischem Grund (derzeit) nicht: Die Mobilfunkbetreiber haben
schlicht nicht die Ressourrcen um sämtliche Handys permanent
zu lokalisieren.

Für die etwas paranoideren unter uns habe ich allerdings tatsächlich
noch einen Hinweis: Ein Handy ist nicht (immer) sofort aus, wenn
man es ausschaltet. - Was bedeutet das real?

1) Wenn man Ortung ausschließen will kurzfristig: Akku raus.
2) Geliebte statt Frau: Erst gar kein Handy mitnehmen.

Martin

fernaufklärer
12.10.2008, 02:26
Stimmt.
U.a. bieten Privatdetekteien Handy- upgrades (Software) an, bei denen der Standort des Handyträgers auf dem laptop des Überwachenden trackbar ist. Darüber hinaus sollen mit der Software sogar sms geloggt werden können, selbst wenn der Gearschte sie sofort löscht.

Was mir noch nicht ganz klar ist, wie die SW auf das Handy kommt. Laut Anbieter sei eine kurze Installation auf dem Handy (logischerweise) nötig; wahrscheinlich beim upgrade- Anbieter. Ob dies auch heimlich mit einer getürkten mms o.a. möglich wäre, würde ich mal nicht ausschließen. Auch hier sollte gelten: Keine Dienstmitteilungen vom provider abrufen, gratis -downloads, weiß der Fuchs was, was auch immer suspektes, von wem auch immer.

Leider habe den link verramscht; bin mal vor einer Weile drauf gestoßen.

Tolle Technik!

VG, FA

martin2
12.10.2008, 03:02
Was mir noch nicht ganz klar ist, wie die SW auf das Handy kommt.
FA,
Du hast den falschen Vokabelraum - und somit auch den falschen
Denkansatz - Du denkst (und suchst) völlig falsch.

Du suchst realiter "stealth sms".
Weitere Vokabeln für nähere Suche findest Du schnell selbst dann.
(Und welches Handy real manipuliert wird ...)

M.

jogimaster
12.10.2008, 09:13
Hi,

Martin2 hat recht, oder eine schöne MMS mit einem hübschen leicht bekleideten Wesen, oder wenn man in die Nähe des zu "infizierenden" Handys kommt, Blauzahn. Ist ja zum Glück bei 90% aller Handybesitzer aktiviert. Progs sind etwa 20-50Kb groß.
Die aufwendigere Lösung ist der Akkutausch (Man wird angerempelt und das Handy fällt runter und wird von jemandem aufgehoben). Akku ist modifiziert und enthält eine Wanze. Sendebereich in Gebäuden 2-5 km. Wird gern zur Wirtschaftsspinonage eingesetzt.
Deswegen werden in einigen Firmen vor Meetings die Handys eingesammelt.

SMS oder Telefongespräche werden als MMS an einen Webservice gesandt. Dort kann man dann alles abrufen.

Fällte dem Handybesitzer nur auf, wenn man keine Flatrate hat. Dann wird ja jede MMS oder Onlineminute extra gebucht. Kommt eine Super Telebimrechnung zustande und man hat einen belegbaren Grund für Strafanträge.

Gruß

Jogimaster

Robbells
12.10.2008, 10:23
Handyortung...schön wär es gewesen!!!

Ende letzten Monats wurde bei uns auf Arbeit eingebrochen. Am Tage !!!

Aus meinen Umkleideschrank wurde meine Tasche und aus meiner Jacke mein Handy geklaut.

In meiner Tasche befand sich mein Firmenlaptop mit Softwaredongle, Lasermessgerät und meine Private Sony Camera nebst Accus und Speicherkarten...........:evil:

Mein Handy war eingeschaltet und eine Rufumleitung auf das Firmenhandy aktiv.

Als die Polizei wenig später da war meinte ich dann auch das da wo mein Handy ist auch der Rest zu finden wär.

Der Polizist meinte darauf das es nicht so wie im Fernsehn wär. Eine Handyortung bei so einem Delikt würde nicht gemacht werden.:cry:

Gruss Robbells ...zur Zeit ohne Bilder!

fernaufklärer
12.10.2008, 11:15
[QUOTE=martin2;58074
...Du suchst realiter "stealth sms"....[/QUOTE]

Vokabular und technisches Verständnis bedingen nicht zwingend einander Martin; ich nehme Deinen hint mal als Bestätigung dessen, was ich prinzipiell für machbar halte.

VG, FA

martin2
12.10.2008, 22:39
Der Polizist meinte darauf das es nicht so wie im Fernsehn wär. Eine Handyortung bei so einem Delikt würde nicht gemacht werden.:cry:
Hallo Robbels,
das ist für Dich selbst sehr unschön und sehr bedauerlich.

Jede Medaille hat aber zwei Seiten - gucken wir uns mal die andere
Seite der Medaille an:
* Das Ortungsverfahren ist aufwändig und kostet durchaus auch Geld.
* Der Bundesdatenschützer veröffentlicht jährlich seinen Bericht.

Und da steht auch drin wie oft abgehört wurde und wie oft geortet wurde
von unserem Staat. - Schon von daher werden technische Maßnahmen
bei Kleinkram aus eben diesem Grund vermieden.

Robbels,
sagen wir mal so: Niemand von uns will überwacht werden vom Staat -
und wir als Bunkerforscher ja nun mal gleich gar nicht. Aaaaaber wenn
das Handy geklaut wurde - dann wäre staatliche Überwachung doch
eine ganz feine Sache gewesen ...

Nein Robbels, beides geht nicht zusammen: Feuer und Wasser.
Und so sehr schmerzlich das für Dein Handy, Notebook und Cam
ist - wollen wir wirklich, dass der Staat uns auf jeden Schritt über-
wacht ... damit dann die Klauschweine immer gefaßt werden?


Vokabular und technisches Verständnis bedingen nicht zwingend einander Martin; ich nehme Deinen hint mal als Bestätigung dessen, was ich prinzipiell für machbar halte.

Fernaufklärer,
Radio Erwian meldet: Im Prinzip ja.

Also erstens geht es. Aber nicht wie sich Emma Schulze
das so vorstellt. Und Emma Schulze, Du und ich sind auch
nicht so interessant - denn sowas kostet richtig Geld und
Aufwand (Logistik et al): Ein Vorredner hatte das angedeutet.

Zweitens möchte ich (wenigstens hier) Weltverschwörungstheorien
der Art "der Staat kann alles" und "alles geht technisch" entgegen
treten: Zwar werde ich nun nicht konkrete Möglichkeiten oder
Unmöglichkeiten erörtern - das wäre wohl auch zu viel verlangt:
Aber ich kann allgemein schon sagen was geht - und eben
auch: Was nicht geht.

FA, was Du beschrieben hast: Das geht im Grundsatz. Aber es
ist so extrem aufwändig (Genehmigungen sowie Technik) dass
das nur sehr selten in Ansatz kommt.
Es geht auch anders (viel komplexer) als Du beschrieben hast.

Da ich der grundsätzlichen Auffassung bin, dass jeder das Recht
hat seine Privatsphäre zu schützen - sage ich (nochmals) ganz
deutlich (Abwandlung von "das Problem ist nicht der Computer -
das Problem sitzt vor dem Computer") - das Problem ist nicht
das Handy. Das Problem ist der Handybesitzer.

Am Beispiel:
Du willst nicht die Holde pimpern - sondern hast ein blondes
Feuer von 20 Jahren gefunden (FA, ich nehme Dich nur als
Beispiel - unterstelle Dir das persönlich nicht) - dann ist es
natürlich ein ganz perfekter Plan, das blonde Gift anzurufen -
idealerweise per Handy. Und Du solltest dann auch noch so
einige SMS mit der Süßen austauschen. Und unverschlüsselte
Mails -man muss ja Hotel organisieren- braucht es auch mehrere.

Wenn Du das dann alles so erledigt hast: Dann kannst Du halt
auch das Handy zum Date mitnehmen - damit die Frau Gemahlin
den Göttergatten anrufen kann ...

Back to Forschung:
Ich bin da übrigens immer hoch beeindruckt: Man wandert so
mit Freunden durch den Wald - an umgekippten Zäunen vorbei.
Und alle meine Freunde haben das Handy an - geiler Plan.

Martin

Büttner
13.10.2008, 14:29
Und alle meine Freunde haben das Handy an - geiler Plan.

ooops .... das war deutlich .....

Robbells
13.10.2008, 21:14
Robbels,
sagen wir mal so: Niemand von uns will überwacht werden vom Staat -
und wir als Bunkerforscher ja nun mal gleich gar nicht. Aaaaaber wenn
das Handy geklaut wurde - dann wäre staatliche Überwachung doch
eine ganz feine Sache gewesen ...

Nein Robbels, beides geht nicht zusammen: Feuer und Wasser.
Und so sehr schmerzlich das für Dein Handy, Notebook und Cam
ist - wollen wir wirklich, dass der Staat uns auf jeden Schritt über-
wacht ... damit dann die Klauschweine immer gefaßt werden?


Martin

Ja Martin da geb ich dir Recht!

Es würde auch mir nicht gefallen ständig überwacht zu werden.

..............

Ich habe mich schon damit abgefunden das ich nun eine Neue Cam brauche.:grin:
:shock::rolleyes:

Danke für deinen Beitrag.

Gruss Robbells

martin2
13.10.2008, 22:49
Zitat:
Und alle meine Freunde haben das Handy an - geiler Plan.
ooops .... das war deutlich .....
Willst Du dich jetzt irgendwie an meine Begehungen ranschleimen?

Übrigens gibt es noch eine Steigerungsform:
Fünf Leute wollen sich treffen um im Wald hinter dem umgefallenen
Zaun zu gucken. Alles eigentlich rechtlich gedeckt und daher sauber.
Aber fremdes Eigentum bleibt es natürlich doch ...

Selbstredend haben auf der Anreise alle das Handy an.
Aber man muss dann auch noch etwas Verbindungsdaten schaffen:
Die Anreise und der Treff muss organisiert werden - also ruft der Kurt
den Otto aus dem Auto heraus an. Und Otto ruft Gerald an. Und
Markus ruft Richard an.

Alles in der gleichen Funkzelle - alles binnen 30 Minuten.
Geiler Plan: Vorratsdatenspeicherung als gesetzliche Grundlage ist
aber allen schon bekannt?

Martin

Büttner
14.10.2008, 14:21
Alles in der gleichen Funkzelle - alles binnen 30 Minuten.
Nun wirds noch deutlicher ......

Sind diese Funkzellen eigentlich immer gleich groß oder variert das? Weil ich meine man könnte sich ja in einer anderen Funkzelle treffen ...... Um genau die Steigerung zu vermeiden. Und wenn alle zusammen sind: Telefone aus ;-)

Obermaat
14.10.2008, 14:45
Da wird einem ja komisch, ist aber eigentlich nichts Neues.

Tmc pro und sein Nachfolger nutzt diese Lokalisierungen, um Verkehrsströme ( auf der Straße !!!) zu lokalisieren .

Bei tmc pro ist das

Floating Car Data (FCD)

Fahrzeuge, sind mit Telematik-Endgeräten ausgestattet und liefern hochaktuelle Verkehrsflussdaten über Mobilfunk an eine Datenzentrale.

Die neuere Version soll in den Funkzellen die Bewegungen der Handynutzer auswerten können incl. Telefonhäufikeit ( wer im Stau steht, ruft automatisch zu Hause an etc. ) > ergibt halt eine Stauwarnung !


Der gläserne Waldwanderer ist also allgegenwärtig.

Kannste nur dein Handy ausschalten, aber ob das wirklich hilft......

Büttner
14.10.2008, 16:57
Wenn ich richtig verstand muss man den Akku entfernen wenn man ganz sicher gehen will, wandern will .... ;-)

martin2
14.10.2008, 22:24
Nun wirds noch deutlicher ......
Sind diese Funkzellen eigentlich immer gleich groß oder variert das?
Ufff - andere Leute müssen sowas studieren ... und ich
soll das in einem Beitrag beantworten.

Der maximale Radius bei den D-Netzen ist 30km, bei den E-Netzen
10km. Je dichter die Besiedlung bzw. Nutzerschaft wird: Um so kleiner
wird der Radius. Messe Hannover oder Tegel oder Berlin Hbf - da sind
die Zellen sehr klein; teilweise kaum 100 Meter.
Im Umkehrschluss: In extrem dünn besiedelten Gebieten gehen im
Flachland die Radius schon mal auf 20 km hoch: Was also einen
Durchmesser von stattlichen 40km ausmacht.

Dummerweise liegen einige spannende Dinge in den angesprochenen
dünn besiedelten Gegenden ...

Martin

martin2
14.10.2008, 22:29
Bei tmc pro ist das
Floating Car Data (FCD)
Fahrzeuge, sind mit Telematik-Endgeräten ausgestattet und liefern hochaktuelle Verkehrsflussdaten über Mobilfunk an eine Datenzentrale.
Da mal bitte nichts durcheinander werfen!

Ich bin Nutzer von TMC/pro.
Das ist ein völlig passives System! Da wird exakt nichts
irgendwo hin gesendet.

Der andere Teil ist die Datenerfassung für TMC/pro.
Das sind einerseits diese grauen "Kanonen" rechts oben an den
Autobahnbrücken. Und andererseits genau das System was Du
beschrieben hast - das gibt es wirklich. - Aber eben nicht in den
stinknormalen Navis mit TMC/pro - sondern mittels Flottenver-
trägen bei Speditionen, großen Vertriebsfirmen mit vielen PKW.

Martin

Obermaat
15.10.2008, 04:34
" Fahrzeuge, sind mit Telematik-Endgeräten ausgestattet "


sagt nicht anderse aus !

fernaufklärer
17.10.2008, 15:06
Es passt zwar dem Buchstaben nach nicht nicht zum Thema, wohl aber im Sinne des Gedankens: Medien- Überwachung, deren Lücken und/oder Mißbrauch (drückt mal n Auge zu, MODs ;)) :

Vergangenen Monat sind ein deutscher An.On.- Server (Anonym- Online) und auch einige Tor- Server von Amts wegen beschlagnahmt worden.

https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20060915-anon.htm
>Der beschlagnahmte Rechner ist Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geförderten Projektes "AN.ON - Anonymität Online". AN.ON ermöglicht Nutzern des WWW mit Hilfe der Software JAP kostenlos unbeobachtet zu surfen. AN.ON diene damit der Gewährleistung des Datenschutzes im unsicheren weltweiten Netz - wie vom deutschen Telediensterecht gefordert, heißt es von Seiten des ULD. <

Es ging um Ermittlungen zu Kinderpornografie. Das sei mal gestattet; soll heißen, es gibt immer ein backdoor.

zu Tor- Server:
https://www.torproject.org

VG, FA