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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HBO: Tschernobyl Miniserie



Martin K.
30.05.2019, 11:57
Da wir im anderen Beitrag bereits darüber diskutierten:

https://www.sky.de/serien/chernobyl-173093

In meinen Augen eine sehr empfehlenswerte Serie, da auch unbekanntere Aspekte beleuchtet bzw. dargestellt werden.

BG
Martin

SubSeeker
30.05.2019, 12:14
oh auf Sky. da muss ich gleich mal schauen.

Schade nur das ich die ersten 2 Folgen wohl schon verpasst hab.

SubSeeker
20.06.2019, 13:10
Leider besteht die Serie "nur" aus 5 Folgen und einer Staffel.
Es is grad mal 5min her das ich den Schluss der letzten Folge gesehen hab.
Wenn auch nur die Hälfte von dem Ganzen Stimmt, können wir alle auf der Welt froh sein das sowas nicht noch öfter passiert ist. Egal wo auf der Welt bzw. in welchem Kraftwerk.
Nur um Turbinen anzutreiben und Strom zu erzeugen. Dias was den Wasserdampf erzeugt zum antrieb der Turbine erzeugt. ist zu gefährlich.
Wir Menschen sind dumm und glauben echt wir könnten alles kontrollieren. Die Natur und ihre Kräfte lassen sich nicht kontrollieren.
Man stemmt sich ja auch nicht gegen die kraft eines reißenden Fluß, man versucht besser mit ihm und seinem Rhythmus voranzukommen.
so sollte es auch mit Mensch und Natur sein.

Büttner
20.06.2019, 21:46
Wenn auch nur die Hälfte von dem Ganzen Stimmt, können wir alle auf der Welt froh sein das sowas nicht noch öfter passiert ist. Was da zu sehen ist passt natürlich nicht allen Seiten:
https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/ostblogger/diskussionen-hbo-serie-chernobyl-russland-100.html
https://www.tekk.tv/deutschland/meldung-top-serie-chernobyl-heftige-kritik-aus-russland/
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18525714.html

Frank K.
20.06.2019, 22:39
... weil ein sozialistischer Reaktor explodiert nicht und verbreitet Unheil. Der ist von Haus aus sicher. Und alle mit der Bedienung betrauten Personen fehlerfrei ...
schrieb hier mal vor langen Zeiten ein Moderator

martin2
21.06.2019, 07:56
Ich kenne diese Serie nicht und muss daher vorsichtig sein.

Die letzten drei Beiträge erschließen sich mir nicht. Könnt ihr bitte alle konkretisieren?

Ich mal:
Also der Reaktortyp ist per Definition unsicher, da er bei Störung nicht von sich aus in failsave fällt. Die Entstehungsgeschichte des Unfalls ist auch gut bekannt, dazu muss ich nichts schreiben. Und das die ersten "Liquidatoren" zeitnah starben ist auch bekannt.

Eins muss man aber klar und deutlich sagen:
Ab einem gewissen Punkt haben sie dann alles richtig gemacht. Die Deckenlast war wegen Trümmern zu hoch, Roboter versagten wegen Strahlung. Sie rechneten aus, welche Strahlungsdosis ein Mensch erhalten darf.

Das sind die verstörenden Bilder mit den Soldaten mit den Bleischürzen. Ich habe die Zahlen nicht parat: 50 Sekunden oder so. Mit aufgeschlagener Sicherheit dann 40 Sekunden oder so in diese Richtung. Das führte genau dazu - jeder Soldat genau einmal in seinem Leben - und um sein Leben. Genau einmal mit den schweren Schutz über das Dach rennen, zwei Schippen vom Dach runterschmeißen, zurückrennen.

Erst mit Fukushima wurde dann klar, dass "die Russen" es genau richtig machten. Sie belasteten ihre Soldaten nicht ungebührlich mit Strahlung. Und lösten ein dramatisches Problem.

Ich finde weiterhin, dass wir uns alle hüten sollten, vom warmen Wohnzimmersessel (beheizt von einem französischen KKW) mit zu wenigen Informationen klugzuscheißen.

SubSeeker
21.06.2019, 09:47
Lesen, Nachdenken, selbst reflektieren.

Frank K.
21.06.2019, 19:14
Eins muss man aber klar und deutlich sagen:
Ab einem gewissen Punkt haben sie dann alles richtig gemacht.

Das hast du im Forum schon einmal woanders geäußert. Das mag so sein, darum geht es hier aber primär nicht.

Die entscheidende Frage ist » warum kam es soweit. Auch das ist schon länger gut dokumentiert.

Letztendlich war dieses Verhalten, die versuchte Geheimhaltung des Vorfalls und die unzulängliche sowjetische Technik mit ein Mosaikstein (auch gerade in der DDR) für den Untergang des Sozialismus / Kommunismus.

Büttner
21.06.2019, 20:20
Reaktionen zu HBO aus der Ukraine:
https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/ostblogger/hbo-serie-chernobyl-reaktionen-ukraine-100.html

the passenger
22.06.2019, 19:50
Eins muss man aber klar und deutlich sagen:
Ab einem gewissen Punkt haben sie dann alles richtig gemacht. Die Deckenlast war wegen Trümmern zu hoch, Roboter versagten wegen Strahlung. Sie rechneten aus, welche Strahlungsdosis ein Mensch erhalten darf.

Das sind die verstörenden Bilder mit den Soldaten mit den Bleischürzen. Ich habe die Zahlen nicht parat: 50 Sekunden oder so. Mit aufgeschlagener Sicherheit dann 40 Sekunden oder so in diese Richtung. Das führte genau dazu - jeder Soldat genau einmal in seinem Leben - und um sein Leben. Genau einmal mit den schweren Schutz über das Dach rennen, zwei Schippen vom Dach runterschmeißen, zurückrennen.

Erst mit Fukushima wurde dann klar, dass "die Russen" es genau richtig machten. Sie belasteten ihre Soldaten nicht ungebührlich mit Strahlung. Und lösten ein dramatisches Problem.

Ich finde weiterhin, dass wir uns alle hüten sollten, vom warmen Wohnzimmersessel (beheizt von einem französischen KKW) mit zu wenigen Informationen klugzuscheißen.

Und ich dachte immer: Der Mensch (und sein Denken) ist zur Freiheit verurteilt.
Sogar bei den "Russen", die auch sowjetische Nichtrussen waren ...

martin2
24.06.2019, 01:12
Darum die Anführungszeichen.

Rosenheimer
24.06.2019, 11:52
Ich fand die Serie sehr gut und sehr beklemmend.
Die Szene im Krankenhaus, wo die die Feuerwehrkleidung in den Keller geschafft haben, war wohl wirklich so. Gibt es auf ZDF info eine Doku, mit dem Titel Uran, wo die Kleidung im Keller des Krankenhauses gezeigt wurde. Und wo heute noch eine Strahlung ist, die sich wohl noch so ein paar Jahre halt wird. Wie schnell sich die Leute da "verbrannten/verstrahlten", nur durch das Entsorgen der getragenen Kleidung, war schon krass, das so zu sehen.
Top Serie.