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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Überleben im Notfall, Tipp´s und Erfahrungen



jollentreiber
28.08.2016, 11:37
Moin moin die Gemeinde,

stelle das Thema hier bei „R..... und Reise-Tipps“ ein.

Ich hatte es ja schon kurz in meinem Reisetagebuch zur NORGE 2016 angesprochen. Das Überleben im Katastrophenfall u.ä. schlechten Umständen.




Ich teste mit meiner beweglichen Zweitwohnung seit zwei Tagen, abgelegen in der Wildnis, meine autarke Überlebensfähigkeit für den Tag X den uns die Regierung in Erinnerung gesetzt hat.

.....

Heute Nachmittag wird dann im vorbereiteten Erdofen (Pfeil) noch ein Brot gebacken.......
....

104963



Tja, „Reise-Tipps“.

Wie es sich aktuell entwickelt sollte man sich auch auf eine Reise ins Ungewisse, zumindest mal beschäftigt haben.
Und gleich vorweg, das Thema soll jetzt keinesfalls der aktuellen Panikmache folgen, sondern sich sachlich mit den Optionen und Möglichkeiten beschäftigen.

Naturgewalten, Anschläge, längerer Stromausfall, allgemein die Bedrohung durch äußere Einflüsse usw, dass alles sind Ereignisse die man als einzelner wenig beeinflussen kann. In einem solchen Szenario weiß keiner genau wohin die „Reise“ geht.

Ich bin der Meinung das wir dieses Thema auch hier im Forum behandeln könnten/sollten. Denn genau hier, die reine Fotoszene mal höflich ausgenommen, tummeln sich User welche sich schon Jahrelang mit Schutz und Schutzbauten und allem was dazu gehört beschäftigen.

Und um es nochmals zu schreiben, wenn dieses Thema angenommen wird dann wäre es schön wenn wir die Thematik ohne Spinnerei und Phantasterei abhandeln könnten.
Es wäre angeraten wenn wir uns hier konstruktiv und locker über alle Belange auseinander setzen würden die uns im Fall der Fälle hilfreich sein könnten.

Mit hilfreich meine ich zum Beispiel auch das Überleben in der freien Natur. Wie kann ich mich bzw. meine Familie im Notfall versorgen, schützen, über eine schlechte Zeit führen.

Tipp´s wie man mit einfachsten Hilfsmitteln z.B. einer Getränkedose und Schokolade, Tampons (ja richtig, die unbenutzten für die Damen) oder einer Bogenfidel ein lebenswichtiges Feuer entfachen kann.
Oder was esse und trinke ich wenn meine Reserven für die neuerlich wieder empfohlene 10tägige Bevorratung verbraucht oder anderweitig abhanden gekommen sind?

Ich habe mich vor 6 Monaten bei der Vorbereitung eines Survivial-Camp für eine Gruppe unerfahrener Berliner mit dem Thema noch näher beschäftigt und dann bei der Durchführung im Camp einiges an Hilflosigkeit erlebt.

Alleine das fehlen des vertrauten I-Phon hat schon etwas Irritation bereitet. Bei der Orientierung im Gelände nur mit Sonnenstände, Karte und Kompass oder die Zubereitung der Nahrung ohne gewohnte technische Hilfsmittel, nur mit dem wenigen was die Natur und der Rucksack hergab, war die Hilflosigkeit fast komplett.

Das ist aber nur ein Punkt den man vorab für sich schon mal betrachtet haben sollte. Die Palette der entstehenden Notwendigkeiten ist da bei weitem größer.
Wer hat diese Thematik für sich schon näher in Betracht gezogen und/oder auch schon Vorkehrungen für den Fall der Fälle wie getroffen?

Ich bin gespannt ob und wie sich die Diskussion hier entwickelt.

Gruß
Lutz

B.Man
28.08.2016, 14:26
Mit hilfreich meine ich zum Beispiel auch das Überleben in der freien Natur. Wie kann ich mich bzw. meine Familie im Notfall versorgen, schützen, über eine schlechte Zeit führen.



Moin

Ich denke wenn es so weit ist haben wir ein ganz ernstes Problem und was zu essen zu finden ist da nur eines davon.

Kann man drüber lachen, aber so ein Szenario läuft ja wieder gerade im TV.
The Walking dead
Wenn man die Zombies mal weg lässt werden da auch genau diese Sachen Thematisiert.

Der Stadtmensch wird an ganz banalen Dingen scheitern.( also ich auch )

Der eine Mann hat eine Ziege. Wie sie Milch gibt hat er heraus gefunden, nur wie kann man Käse daraus machen ?
Die einen finden auf der Suche nach Wasser einen Bach in dem auch Fische sind. Das fangen bekommen sie noch hin, aber wer nimmt die Dinger aus ?
Das Wasser wird übrigens gefiltert mit einer Plastikflasche und mit einer Sand gefüllten Damenstrumpfhose. Danach muss es noch abgekocht werden.
Ob das so geht weiss ich nicht, aber auf jeden Fall sehr aufwendig wenn es heiss ist und man braucht viel Wasser.

Ich denke auf so etwas kann man sich nicht richtig vorbereiten.

In Amerika boomt ja das Bunkerbauen, aber auch das kommt mir alles sehr theoretisch vor und zeigt keine wirklichen Lösungen.

mischi
28.08.2016, 16:08
Ich hab mich zumindest mit dem Thema "Navigation" ohne GPS beschäftigt und hatte ein gutes Ergebnis (DDR Unterricht und ein guter Geografie/Astronomie Lehrer sei dank) .
Aber wie schon B.Man richtig schreibt,beim Rest wird es wahrscheinlich scheitern. :-(

PolleBLN
28.08.2016, 17:08
Interessantes Thema.

Daß zur Zeit ne Menge Müll verkauft wird, ist kein Geheimnis. Da entwickelt sich gerade n riesiger Markt. Auch mit und wegen der Panikmache.

Grundsätzlich finde ich es nicht verkehrt, daß von oben mal wieder das Thema Vorratshaltung angestoßen wurde. Über Jahre wurde darüber gar nicht mehr gesprochen. Die Menschen verlassen sich da auf den Staat. Der packt es aber nicht. Kann er auch nicht.
Private Vorsorge ist also nicht verkehrt. Jeder hat ja auch ne Verantwortung gegenüber sich und seiner Familie. Wobei ja meist erstmal nur die Chaosphase überbrückt werden muss. Danach laufen die Hilfsapparate an.
Die Art und Weise, wie es publiziert und kommuniziert wird, ist fürn Eimer. Da fehlt mal wieder das Fingerspitzengefühl und führt somit zur Ablehnung.

Es fängt mit nem normalen Stromausfall an. Wer hat denn noch Kerzen im Haus? Oder Batterien? Klar kann man alles im Laden holen. Aber der hat n Problem. Der kann mit der EC-Karte gerade nichts anfangen. Dem Bürger wirds egal sein. Dann plündert man halt. Damit ist das Chaos perfekt. Fällt diese Hemmschwelle, dann brennt die Luft. Zumindest in den Großstädten.

Futter machen ohne Strom ist auch schwer, wenn man sich nicht zu helfen weiß.
Bestes Beispiel war für mich damals das Emsland. Als damals aktiver Feldkoch im Katastrophenschutz hab ich da nur denn Kopf geschüttelt über die Rat- und Hilfslosigkeit. Und da reden wir nur von mangelnden Strom. Nicht von anderen gravierenden und hoffentlich nicht so schnell eintretenden Dingen.

Überleben heißt Grundwissen und Improvisation.
Ich habe als Pionier schon gelernt, mit nem Kompass umzugehen. Wo Moos wächst und wie der Sonnenverlauf ist, weiß ich auch. Landmarken sind mir auch nichts neues.
Mein Mutterschiff ist zwar schon ne alte Oma. Aber in der kann ich autark Leben.
Wenns an Sprit mangelt komme ich halt nicht mehr weiter. Aber n wetterfestes Dach übern Kopf hab ich trotzdem. Meinen Strom kann ich da selbst erzeugen. Alles notwendige ist da eh verlastet um auf meinen Touren zurecht zu kommen.

Nen Koreaofen ist mir auch bekannt. Ne Angel hab ich. Und wenn ich beim Nachbar mal nett frage habe ich auch ne Flinte. Ausnehmen, ausbeinen und zubereiten am Feuer ist mir auch nichts neues.
Feuer machen kann ich als Raucher auch recht simpel. Da sag ich nur KARTOFFELSCHIPS!!!! Die von Lutz erwähnten Tampons sind aber auch n Knaller. Es braucht dann nur trockenes Holz, Kienäpfel, oder trockenes Moos. Dann funzt das. Das Glutbett eines Feuers und das Erdreich darunter kann man zum Garen auch super nutzen.
Es gibt also vieles, was man nutzen könnte.
Das größte Problem würde wohl sein, essbare Pflanzen zu erkennen. Das ist Wissen, daß über die Jahre verloren gegangen ist. Wer kennt denn schon die heimische Vegetation und deren Nutzbarkeit. Wächst ja nicht alles in Dosen mit Etikett.

Das Thema Wasserfilterung ist recht interessant. Damit hab ich mich bis jetzt nicht wirklich beschäftigt. Aber ich habe gelernt, mit wenig auszukommen.

Ich glaub, verhungern würde ich nicht.
Wenns soweit ist hab ich aber eh keine Zeit. Dann ruft der Dienstherr.
Wenn ich an sowas denken muss, dann ist eh alles zu spät. Dann fangen wir von vorne an.

Gruß Polle

PolleBLN
28.08.2016, 17:15
@ Jolle
Wo treibst du dich denn jetzt wieder rum, daß dich solche Gedanken bewegen?
Ich glaub, wir beide sollten uns wirklich mal auf n Bier treffen und uns austauschen. Wenn ich das richtig sehe, wohnen wir ja nicht sooo weit voneinander entfernt.
Ich sehe da Potential für ne Menge Spaß.

Gruß Polle

martin2
29.08.2016, 03:57
So schnell läuft also ein ernsthaftes Diskussionsangebot aus dem Ruder.

sq7
29.08.2016, 05:37
Lutz das Thema haben wir hier (http://forum.hidden-places.de/showthread.php/84-Zivilschutz-Hilfe-zur-Selbsthilfe) schon im Forum oder du machst zwei Themen draus.

!.Hilfe zur Selbsthilfe
2. Survivial (Rüdiger Nehberg-Nummer (http://www.ruediger-nehberg.de/))

Zu Panik vor 12 Jahren haben die schon mal so einen Affen gemacht beim WiSiV 2004.

Klondike
29.08.2016, 09:15
Ich denke das ist ein anderes Thema da es hier um echte praktische Erfahrungen geht... und nicht so blödsinn.....oh ich hab seit 2h nichts getrunken ich dehydriere.....

Mich würde nämlich schonmal interessieren welches Werkzeug @Lutz für den Defi so aufm Wagen hatte? Also Wagenheber Ersatzrad fertig?
Oder die anderen hier, Flaschenzug? An Bord? Sowas....

Grüsse

Also weiter im Text

PolleBLN
29.08.2016, 09:26
Also ich kann dazu sagen, daß ich mich mit der normalen Ausstattung begnüge.
Ne Winde werde ich an meine Oma nicht anschrauben. Sie ist hochbeinig genug um nich überall aufzusetzen. Aber als 2WD gibt's schon Potential zum festsetzen. Ich hab für solche Fälle n Stahlseil dabei. Radkreuz und Reserverad (in baumarmen Gegenden zu verwenden) wirken Wunder.
Festpunkt suchen, Stahlseil doppelt legen und dann mit Radkreuz eindrehen. Braucht zwar Zeit und ein wenig Kraft, aber man kommt wieder frei.
Sollte kein Festpunkt vorhanden sein wird das Reserverad eingebuddelt und somit einer geschaffen. Selbst getestet und als funktional befunden.
Wenn ich es mir recht überlege nehmen ein paar Umlenkrollen auch nicht viel Platz weg. Somit wäre auch schnell n Flaschenzug gebaut.

Klondike
29.08.2016, 09:28
Siehste @Polle, sowas mein ich, danke dir!

B.Man
29.08.2016, 16:53
Ich hab für solche Fälle n Stahlseil dabei. Radkreuz und Reserverad (in baumarmen Gegenden zu verwenden) wirken Wunder.
Festpunkt suchen, Stahlseil doppelt legen und dann mit Radkreuz eindrehen. Braucht zwar Zeit und ein wenig Kraft, aber man kommt wieder frei.


Moin

Ich habe keine Ahnung was eine Oma ist, aber bei der Beschreibung tippe ich mal auf ein leichteres Fahrzeug :chuncky:

Bei einem Reisefertigen Defender mit > 2500kg braucht man so etwas gar nicht versuchen.

Hi Lift ( Wagenheber ) habe ich immer im Auto und der hat auch schon gute Dienste geleistet.

1,6 to Greifzug packe ich nur noch ein wenn es mal schwieriger werden könnte.

Am meisten benutzt habe ich bis jetzt die kleine ausziehbare Handsäge.
Kann man auch mal einen dicken Ast unter dem Auto herausoperieren der sich verfangen hat ohne etwas am Auto zu beschädigen.

BW Klappspaten gehört auch rein.
Aber auf Sand buddelt man sich mit dem kleinen Ding dumm und duselig.


Aber ich glaube es ging dem Threadstarter nicht um Autoausrüstung :confused:

PolleBLN
29.08.2016, 17:16
Die Oma ist n 43 Jahre alter Bus.
Mit ner Wohnausstattung, die auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ich hab mich noch nie getraut, sie zu wiegen. Ich schätze mal, an die 2t komme ich auch ran.
Deswegen wäge ich ab nach Gewicht und Nutzen.
Klappspaten und Axt gehören zur Grundausstattung. 4t-Stempelwagenheber auch. Auffahrkeile sind auch vielseitig verwendbar. Natoplane auch.
Ansonsten Klappgrill, Angeln, Seile, Hammer, Werkzeug etc.
Bis jetzt bin ich damit aus jedem Mist wieder raus gekommen.
Und ich lebe ausschließlich autark auf meinen Reisen.

So. Nu aber zurück zum Thema.
Wenn jemand spezielle Fragen hat, dann immer raus damit. So gibt's auch n Grund, speziell zu antworten und Taktiken und Möglichkeiten zu vermitteln.
Vielleicht lernt man ja auch noch was.

B.Man
29.08.2016, 19:09
Und ich lebe ausschließlich autark auf meinen Reisen.



Autark campen mit einem Fahrzeug ist ja nochmal etwas anderes wie das von @jollentreiber beschriebene Szenario.

Da nützt man ja noch teile einer bestehenden Infrastruktur wie sauberes Wasser, Diesel, Campinggas und Nahrungsmittel.

Allerdings stelle ich es mir schwer vor sich im dicht besiedelten Deutschland irgendwo geschützt und unentdeckt vor wem auch immer in die Natur zurück zu ziehen.

PolleBLN
29.08.2016, 19:13
Hab mir, das geht.
Ich glaub, keiner von uns hat jemals wirklich den GAU testen können.
Ich weiß, was ich habe, was ich kann und was ich kenne.
Und damit komme ich schon schön weit. ;o)

Egal. Zurück zum Thema. Wenn sich denn noch jemand konstruktiv beteiligen will.

jollentreiber
29.08.2016, 19:54
So schnell läuft also ein ernsthaftes Diskussionsangebot aus dem Ruder.

Martin, ich sehe hier bei den ersten Zeilen des Themas überhaupt kein Problem das etwas aus dem Ruder läuft.
Ist alles im grünen Bereich.



Lutz das Thema haben wir hier (http://forum.hidden-places.de/showthread.php/84-Zivilschutz-Hilfe-zur-Selbsthilfe) schon im Forum oder du machst zwei Themen draus.
........


Ich gehe da voll mit der Meinung von @Klondike mit. Er hat eigentlich alles dazu geschrieben.
Hier soll es speziell um praktische Tipp´s und Verfahrensweisen gehen.

Du als Bunkerbesitzer und Überlebenskünstler solltest doch hier im Thema jetzt voll aufgehen....oder sehe ich da was falsch?




Ich denke das ist ein anderes Thema da es hier um echte praktische Erfahrungen geht...

Mich würde nämlich schonmal interessieren welches Werkzeug @Lutz für den Defi so aufm Wagen hatte?
.......

Grüsse

Also weiter im Text


Thomas, ich weiß schon das Du den Dicken ins Herz geschlossen hast. :encouragement:

Was meine Ausrüstung im, am, auf dem Defender angeht, da bin ich in etwa so ausgestattet wie @B.Man und @Polle es auch für sich beschrieben haben.

Für einen Fall wie er hier im Thema auch behandelt werden soll, also die autarke Überlebensweise nach einem...sagen wir mal „sehr unschönen Zwischenfall“ der die Menschen zwingt ihren normalen Lebensablauf massiv den dann herrschenden Gegebenheiten anzupassen, habe ich zusätzlich im Fahrzeug einiges eingerichtet bzw. verstaut.

Das ist jetzt aber nicht erst seit der letzten Information zu den „Hamsterkäufen“ durch die Regierung so, sondern resultiert ganz einfach daraus das ich sehr viel draußen in der Natur unterwegs bin und mich da dann auch möglichst unabhängig bewegen möchte.

Zu diesem Zweck z.B. auch die Doppelbatterieanlage und extra Heizung im Fahrzeug.

20l Wassertank, 20l Dieselkanister, 3x je 15m Seil, Kletter- und Gurtzeug, Klappspaten, Säge, Axt, Angelausrüstung, Kocherkartuschen und zwei Brenner, div. Spanngurte, speziell an das Auto angepasstes Wetterschutzkonstrukt, (rußgeschwärzte) Töpfe und eine Pfanne, ausreichend Batterien für meine elektrischen Geräte wie Lampen, Radio, div. Haltbare Lebensmittel.....ach ich könnte jetzt noch mehr aufzählen.
Sagen wir mal so, bisher hat es immer gereicht.

Du hast ja den Wagen, mit dem ich mich dann zur mittleren Not (bei große Not ist eh alles zu spät), absetzen würde schon gesehen. Kompl. funktionaler Innenausbau mit Schlaf und Wohnmöglichkeit.
Hoffentlich alles was man zum überbrücken des „Fall der Fälle“ benötigt.

Wie man sich dann draußen bewegt, orientiert bzw. mit den natürlichen Gegebenheiten klar kommt, das ist dann die große Frage in der es hier im Thema auch gehen soll.

Hast Du z.B. schon mal ein lebensnotwendiges Feuer ohne Feuerzeug entzündet, oder deine Nahrung aus der feien Natur beschafft?
Hier können wir ja einiges von dem was die Großeltern noch kannten und beherschten wieder neu aufleben lassen.
Schaden kann es jedenfalls nicht.


Ach ja, danke für die Nachfrage zur Ausrüstung. Ich habe die Frage gleich mal genutzt um meine ganzen Nahrungsmittel in den vielen Ecken des Defender zusammen zu sammeln.
Wenn ich sparsam lebe, dann müsste ich den Empfehlungen der Regierung mit dem gefundenen entsprechen. Klar, zwei drei Wildenten müssten schon noch dran glauben.


http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/img4864k2x7u8qbtc.jpg (http://www.fotos-hochladen.net)

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Ich stelle dann u.a. auch mal einen bebilderten Erfahrungsbericht zu meinem 3. Erdbackofenversuch ein mit dem ich jetzt mein erstes richtig schmackhaftes Brot in der freien Natur gebacken habe.

Ja, überhaupt war das Thema „Überleben im Notfall, Tipp´s und Erfahrungen“.


Gruß
Lutz

railroader
29.08.2016, 20:54
Thema ist sehr interessant. Lutz, wie fängst Du denn die Ente?

Gruß Dirk

PolleBLN
29.08.2016, 21:25
Na mit n Defender.
Problematisch ist nur, daß Blech gar zu bekommen. Knusprig sollte sie allerdings schon von Natur aus sein. Fraglich ist nur, ob man in freier Wildbahn noch welche findet.

Scherz bei Seite.
Ich würd sie mit Flitzebogen oder Flinte erlegen.
Nen anständigen Flitzebogen bauen ist allerdings auch noch mal ne Nummer für sich.

Wer offenen Auges durch den Wald stapft findet auch Wildpfade. Da kann man mit nem Draht auch Schlingfallen stellen. Braucht allerdings etwas Übung und n Quentchen Glück. Dann brauchts aber auch noch die Eier in der Hose, daß gefangene Wild auch zu erlegen, auszunehmen und abzuziehen.

Gruß

jollentreiber
29.08.2016, 21:27
Thema ist sehr interessant. Lutz, wie fängst Du denn die Ente?

Gruß Dirk

Und ehrlich zu sein Dirk, bis jetzt habe ich noch keine Wildente getötet. Gegessen schon.
Diese zu fangen geht jedoch recht einfach.

Finden und Anlocken mit Brot. Dann eine Angelschnüre mit kleinen Hacken mit etwas Brotrinde bestückt und bei etwas Glück hat man sehr schnell seine Notreserve aus der Natur.
An der Angelschnüre sollte jedoch ein Vorfach aus Draht zwischen Hacken und Schnüre gebunden sein.

Das aufwendigere bei der ganzen Sache ist dann das rupfen der Federn und die Zubereitung. Dazu wird wieder heißes Wasser benötigt....für heißes Wasser braucht man Feuer.....für Feuer braucht man......usw.

BG
Lutz

PolleBLN
29.08.2016, 21:31
Und nicht vergessen, die Federn aufzuheben als Wärmeschutz . Alles kann verwendet werden.

Enten angeln ist aber schon n bissl fieß und in keinster Weise waidgerecht. Aber wer Hunger hat, hat Hunger.

the passenger
29.08.2016, 23:42
Sehr merkwürdig das alles hier. Alternativvorschlag: Ich kauf mir für meine Wochenend-Touren in endlegene Gegenden (z. B. in Polen) ein, zwei Dosen Fertigfutter (für Gasbrenner + Kochtopf), Kaffeepulver & paar Zuckersachen und ausreichend Wasser. Dann fahr ich los. Nach mehreren dieser Selbstversuche lebe ich immer noch. Bild aus Beitrag# 15 ist sehr interessant, so geht's bestimmt besser!

PolleBLN
29.08.2016, 23:44
Du sagst es.
Wochenendtouren.
Lutz fährt n bissl länger und kann üben und sich Gedanken machen. Ich auch. ;o)

B.Man
30.08.2016, 15:47
Sorry, das klingt alles ein bisschen sehr nach Abenteuer Outdoor Campen Romantik.

Ist vielleicht ganz lustig in den weiten Norwegens oder in den Pyrenäen wenn einem so was Spaß macht.

Wenn im dicht besiedelten Deutschland bei uns oder den Nachbarn ein KKW in die Luft fliegt bringt das einen nicht weiter.
Katastrophenwinter 1978 79, was hätte es genützt ?

Bei noch schlimmeren Szenarien ?

Man ist hier eben nicht allein sondern auf engem Raum mit noch 80 Millionen.

PolleBLN
30.08.2016, 16:02
Und ich denke, das ist der Hintergrund für die Themeneröffnung.

Ich will damit nicht mehr sagen, als daß es sicherlich einige gibt, die sich zeitweise mehr oder weniger freiwillig auf wenig beschränken und schon jetzt Ihre Erfahrungen sammeln. Und das geht halt nur, wenn man sich verkrümelt und in Gegenden rumgeistert, in denen es nix mehr gibt.
Obs Feuer machen, die Jagd, Schlafplatz bauen, Wasser aufbereiten, Wetterschutz, aus Zwangslagen befreien... ist. Ich mach sowas aus Gaudi. Und wenn ich das mit dem Hobby Auto verbindbar ist, warum nicht.
Ohne geht's aber auch. Dann brauchts aber auch n bissl mehr Taktik. Und die kann hier durchaus erörtert werden.
Wenns knallt komm ich eh nicht mehr an mein Auto. Dann hat mich Papa Staat an der ganz kurzen Leine. Und ich kann dann nur hoffen, nicht in der ersten Welle verbrannt zu werden.

Aber solange sich hier nur drei Mann beteiligen isses eh für die Katz. Dann kann ich auch mit Lutz am Feuer sitzen, Brot backen und Fische ausnehmen.
Dabei lässt sich viel besser rumalbern und Erfahrungen austauschen. Ohne das Forum voll zu schreiben.

jollentreiber
30.08.2016, 18:23
Autark campen mit einem Fahrzeug ist ja nochmal etwas anderes wie das von @jollentreiber beschriebene Szenario.

Da nützt man ja noch teile einer bestehenden Infrastruktur wie sauberes Wasser, Diesel, Campinggas und Nahrungsmittel.

Allerdings stelle ich es mir schwer vor sich im dicht besiedelten Deutschland irgendwo geschützt und unentdeckt vor wem auch immer in die Natur zurück zu ziehen.

Sorry das ich mich hier momentan nur spärlich melde....bin noch immer mit meinem persönlichen Experiment in der Natur beschäftigt und habe daher wenig Zeit.

Aber jetzt geht es hier weiter.

@B.Man

Ich glaube auch nicht das es Möglich ist sich in einem akuten Notfall (Krieg, schwere Katastrophe, längerer Stromausfall u.ä.) längere Zeit und alleine in Deutschlands Natur zu überleben.
Dazu sind viel zu viele von uns nicht mehr fähig....mich gewiss mit eingeschlossen.

Was wird denn passieren wenn die gesellschaftliche Ordnung zusammen bricht. Alleine nur mal einen länger anhaltenden Stromausfall angenommen. Von Krieg oder ähnlichem wollen wir ja noch gar nicht reden.

In Großstädten, z.B. Berlin, werden die Leute in den ersten Tagen noch versuchen das beste daraus zu machen. Aber wenn die ersten nur noch faule Lebensmittel in ihren, dann ja unbrauchbaren Kühlschränken vorfinden. Es keinerlei Einkaufsmöglichkeiten gibt, die Notversorgung der Bevölkerung nicht mehr richtig funktioniert. Was wird dann wohl passieren?

Wir haben hier jetzt nur mal den Fall eines großen Stromausfalles über längere Zeit und einen weitläufigeren Flächenbereich.

Was bedeutet das...ohne Strom? Viele von uns haben sich mit dieser Situation noch gar nicht auseinander gesetzt.
Zu Beispiel kein Telefon und kein Licht in den Häusern und Nachts in den Straßen.

Alleine diese Zusammensetzung in einer Großstadt und über einen längeren Zeitraum birgt doch schon einige Gefahren in sich.

Was wird also passieren? Der Mensch wird versuchen sein eigenes Überleben zu sichern, entweder durch Diebstahl gegenüber dem Schwächeren der noch was verwertbares sein Eigen nennt oder der Mensch wird versuchen sich aus dieser Situation zu befreien. Sich also andere Orte außerhalb der Stadt zu suchen wo er der Meinung ist der Gefahren nicht so ausgesetzt zu sein.
Diese Orte wird es aber schwerlich zu finden geben. Denn auch das Umland, welches ja selber betroffen ist, hat die selben Probleme.

Es werden also meiner Meinung nach immer die Schwächsten zuerst die Opfer sein. Das liegt eben so in der Natur der Sache.

Ich habe mal einen Bericht gelesen in dem es um eine ähnliche Situation im Kosovo ging. Der Berichtende hat geschildert wie die Situation sich dort entwickelte.
Bandenbildung, Raub und Elend waren in seiner Schilderung Hauptbestandteile.

Er und seine Familie haben sich als geschlossene Gruppe durchgekämpft. Haben sich verschanzt und verteidigt. Haben versucht mit dem wenigen was sie hatten bzw. beschaffbar war zu überleben. Auch berichtete er von Plünderungen gegenüber schwächeren Nachbarn in seiner unmittelbaren Umgebung.
Leider finde ich auf die Schnelle den Link nicht mehr. Ich suche aber weiter.

Was ich meine, ist das man in einer extremen Kriesensituation als Einzelkämpfer nur bedingt weiter kommt. Eine in sich geschlossene Gruppe hat weit besser Möglichkeiten Situationen wie z.B. die obige zu bewältigen.

Was, und jetzt kommen wir wieder auf den Punkt, aber grundsätzlich wichtig ist, ist das Wissen über Möglichkeiten aus kritischen Lebenslagen heraus zu kommen.

Dazu gehört zu einem ganz großen Teil auch die autarke Lebensführung. Das wissen von Grundregeln (Trinkwassergewinnung oder Lebensmittel aus und in der Natur zu gewinnen), also Grundkenntnisse zu den überlebensnotwendigsten Erfordernissen.

Das können heute doch nur noch die wenigsten....oder?

Ich will hier nicht den sprichwörtlichen Teufel an die Wand malen oder bin panisch, aber bei einigen Entwicklungen der letzten Zeit sollte man sich doch schon über einiges informieren oder versuchen es zu erlernen. Ich für mich versuche es grad eben.

jollentreiber
30.08.2016, 19:39
Sorry, das klingt alles ein bisschen sehr nach Abenteuer Outdoor Campen Romantik.

Ist vielleicht ganz lustig in den weiten Norwegens oder in den Pyrenäen wenn einem so was Spaß macht.



Ja das mag sein, wobei Romantik nicht ganz zutrifft. Ist zwar sehr angenehm hier mit den Kühen und den kleinen Gewässer an der Feuerstelle, hat aber einen Hintergrund den ich ja oben schon mal angedeutet habe.

Das erlernen von Fähigkeiten die unsere Vorfahren noch hatten und teilweise auch handhabten sollte nicht schaden. Und seien es nur Grundlagen.
Mit Romantik kann man das dann nicht unbedingt vergleichen. Ich weiß aber das du es so nicht gemeint hast.

Hier mal als Beispiel meine heutige Essenszubereitung völlig aus der Natur, ok das bisschen Hühnerklein habe ich nicht beim Bauern geklaut.

Nur um mal ein Zeitgefühl zu bekommen.

Um mir meine Mahlzeit zuzubereiten habe ich mit Wasserfilter bauen, sammeln der Zutaten wie Löwenzahn, Brennessel, Wurzeln, dem Feuerholz sammeln und Feuerstelle entfachen, reinigen der Zutaten, Wasser filtern und abkochen, und dem Kochen des Ganzen fast 6 Std. verbracht.
Viel Zeit für nur eine Mahlzeit!!

Ein Stück Fleisch oder eine Wildente am Feuer zuzubereiten, das werden die meisten doch noch schaffen. Aber essbare Pflanzen mit ihren wichtigen Eigenschaften wie Vitamine und Nährstoffen zu bestimmen ist schon schwerer. Mir hat heute das Internet noch etwas geholfen, ob das dann später mal gehen würde wage ich zu bezweifeln.

Und wenn ich heute Nacht nun keine Magenkrämpfe bekomme dann meine ich es für mein erstes mal richtig gemacht zu haben.

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Auch die kommende Fragestellung habe ich jetzt mal für mich geklärt.



Das Wasser wird übrigens gefiltert mit einer Plastikflasche und mit einer Sand gefüllten Damenstrumpfhose. Danach muss es noch abgekocht werden.
Ob das so geht weiss ich nicht, aber auf jeden Fall sehr aufwendig wenn es heiss ist und man braucht viel Wasser.

Ich denke auf so etwas kann man sich nicht richtig vorbereiten.



Doch, ich meine schon. Man muss es nur mal ausprobieren bzw. lernen. Siehe dazu Bild 1 und 2.
Nach Sand gegraben und von Schwemmteilchen gereinigt, in Flasche mit im Flaschenkopf eingelegtem Baumwollstückchen gefüllt und fertig war der Wasserfilter. Dann das gefilterte Wasser abgekocht und gut ist es.

Ich benutzte heute nicht nur zum Kochen und für den Kaffee das Wasser, auch zum Abend habe ich noch was in der Tasse. Sprudelt zwar nicht wie die Selter aber man kann es trinken.

Gut, ich muss jetzt Schluss machen.....mein Lagerfeuer braucht Nachschub.

BG
Lutz

railroader
30.08.2016, 20:32
Ja bei einem Krisenfall mutiert der zivilisierte Mensch wieder zum Raubtier. Jeder wird sich der nächste sein. Wer zuerst tötet überlebt. Und solche Szenarien gab es ja bei den flächendeckenden Stromausfällen in den USA/ Kanada. Was mich dabei immer verwundert hat war, dass anstatt den Supermarkt zu überfallen, die Leute Technikmärkte plündern und Flachbildschirme klauen...

Bei einem Kriegsfall mit A-Bomben kann man dann nur hoffen, dass man in der ersten Reihe steht wenns knallt. Und das es schnell geht.

Für mich selber denke auch ich, dass ich nicht in der Lage bin autark zu überleben. In der Natur kenne ich mich bestimmt aus und auch ein Feuer werde ich noch hinbekommen. Doch mit der Nahrungsbeschaffung sieht es dann nicht mehr so doll aus. Im Sommer vielleicht noch machbar, doch was wird im Winter sein? Da gibt es dann ausser Schnee nicht wirklich was.

Ich hoffe mal das dieser Fall nicht eintreten wird.

Gruß Dirk

Sven K.
30.08.2016, 22:33
...Da gibt es dann ausser Schnee nicht wirklich was...

Interessantes Thema. Gerade im Schnee sind die Spuren von Wildkaninchen gut zu erkennen. An geeigneter Stelle kann man eine Schlinge legen und es funktioniert. Das hat mein Vater früher gemacht und er hatte viele Erfolge und die Kaninchen haben geschmeckt.

Gruß Sven!

martin2
01.09.2016, 22:49
Ja bei einem Krisenfall mutiert der zivilisierte Mensch wieder zum Raubtier. Jeder wird sich der nächste sein. Wer zuerst tötet überlebt.
Ganz deutlicher Widerspruch! Das stimmt so nicht.

Wenn man sich das geschichtlich ansieht, hast Du einen starken Solidarisierungseffekt im Nahbereich: Es bilden sich Gruppen von Menschen. Innerhalb der Gruppe gibt es starke Solidarität (das letzte Hemd teilen). Es gibt zudem einen starken Abwehrmechanismus nach außen, man könnte das Verteidigung der eigenen Ressourcen nennen. Angriff auf andere Gruppen ist selten - da muss das Ziel schon wirklich lohnen.


Bei einem Kriegsfall mit A-Bomben kann man dann nur hoffen, dass man in der ersten Reihe steht wenns knallt. Und das es schnell geht.
Auch das ist falsch. Beziehungsweise zu vereinfacht.
Ok, in der A-Zone der Waffenwirkung bist Du tot. In der B-Zone bist Du übermorgen tot. In der C-Zone bist Du vielleicht in 10 Jahren tot - aber bis da hin hast Du Überlebenswillen - und willst essen und trinken.

Und außerhalb dieser Zonen geht das Leben irgendwie weiter: Ich darf daran erinnern, dass Atomwaffen keinen Fallout haben, Fallout haben kaputte Kernkraftwerke.

Ich darf zudem daran erinnern, dass dieses "50.000 Jahre lebt da kein Mensch" mal kritisch hinterfragt gehört: Hat sich jemand schon mal gefragt, warum die 50.000 Jahre in Hiroshima schon vorbei sind? Siehste.


Für mich selber denke auch ich, dass ich nicht in der Lage bin autark zu überleben. In der Natur kenne ich mich bestimmt aus und auch ein Feuer werde ich noch hinbekommen. Doch mit der Nahrungsbeschaffung sieht es dann nicht mehr so doll aus.
Platz ist erstmal genug: Deutschland ist das waldreichste Land Europas, man glaubt es nicht: 390 Bäume pro EInwohner. Also für Heizung ist gesorgt.

Ich habe zudem 50 Feuerzeuge, das reicht erstmal. Schwieriger wird das mit den Kräutern: Obwohl ich auf dem Land lebe und einen großen verwilderten Garte habe, habe ich nicht die geringste Idee, was von dem Grünzeug man essen könnte: Das schmeckt alles bitter. Bitter --> gefährlich.


Ich hoffe mal das dieser Fall nicht eintreten wird.
Das hoffen wir alle.
Aber mal darüber nachdenken schadet ja nicht.
Das primäre Problem ist Strom. Das sekundäre Problem ist Trinkwasser. Alles andere wäre notfalls autonom machbar.

* Wir alle stehen einen Tag problemlos durch.

* Wir stehen mit großen Problemen in Kleingemeinschaft drei Tage durch.

* Mit extrem großen Problemen stehen wir sieben..zehn Tage in einer größeren Kleingemeinschaft durch - darauf zielen diese Ernährungs-Bevorratungshinweise.

* Wenn wir den Wiederanlauf der Infrastruktur nicht spätestens in drei Wochen schaffen, dann ist die Ifrastruktur irreparabel zerstört: Wir wären auf dem Stand von 10.05.1945.


Interessantes Thema. Gerade im Schnee sind die Spuren von Wildkaninchen gut zu erkennen. An geeigneter Stelle kann man eine Schlinge legen und es funktioniert. Das hat mein Vater früher gemacht und er hatte viele Erfolge und die Kaninchen haben geschmeckt.
Mal angenommen, es geht morgen los: Wo nehme ich denn den Schnee her?

Und Wildkaninchen gibt es in meiner Region auch nicht. Ok, einen Dachhasen (das ist ein Begriff?) hätte ich notfalls. Irgendwann treibt es der Hunger rein. Aber nur einmal, den kann man ja nicht immer wieder neu schlachten.

Großstädter sind einerseits richtig gekniffen. Andererseits ist dort verblüffenderweise die Solidarität höher.

jollentreiber
02.09.2016, 07:06
Großstädter sind einerseits richtig gekniffen. Andererseits ist dort verblüffenderweise die Solidarität höher.



Soweit gehe ich in weiten Teilen mit dir mi Martin. Nur was die Solidarität in Großstädten angeht, da hege ich doch goße Zweifel. Ich brauche mir da nur die Anonymität der selben anzuschauen. Z.B. die Wohnkomplexe in den Städten. Meinst Du ernsthaft das sich dort Notgemeinschaften, denn nur in der Gruppe ist man stark, zusammen tun und sich im Extremfall gegenseitig unterstützen oder verteidigen? In einer eher dörflich geprägten Gemeinschaft, da wird sich der Zusammenhalt ausgeprägter zeigen.
Ich meine jetzt nicht unbedingt ein "einfaches" Hochwasser. Ich gehe von einer lebensbedrohlichen und länger anhaltenden Situation aus.

Die Zeiten wo eine Hausgemeinschaft Samstag Vormittag beim Subbotnik noch um die "Goldene Hausnummer" gekämpft hat, die Zeiten sind doch längst vorbei. Und selbst da hätte ich im Fall der Fälle meine Hand nicht ins Feuer gelegt.


Platz ist erstmal genug: Deutschland ist das waldreichste Land Europas, man glaubt es nicht: 390 Bäume pro EInwohner. Also für Heizung ist gesorgt.

Ich habe zudem 50 Feuerzeuge, das reicht erstmal. Schwieriger wird das mit den Kräutern: Obwohl ich auf dem Land lebe und einen großen verwilderten Garte habe, habe ich nicht die geringste Idee, was von dem Grünzeug man essen könnte: Das schmeckt alles bitter. Bitter --> gefährlich.

Auch das mit dem ausreichenden Wald zur Gewinnung der Wärme zur Nahrungsbereitung ist richtig. Es sollte aber neben Holz auch verwendbare Nahrung da sein.

Im übrigen Martin...Bitter = gefährlich (giftig) stimmt so nicht unbedingt.

Aschekater
04.09.2016, 10:31
1984 sang schon Electra `Vier Milliarden in einem Boot ` - heute sind wir fast 8 Milliarden in diesem Boot ! - Wie lange wird solches Wachstum wohl noch gut gehen ??
Da sind Konflikte einfach vorprogrammiert !

sq7
04.09.2016, 10:51
Frank was meinst Du sollte ich die mal hier zum Verstummen bringen, du hast ja einiges zum Thema in den letzten Jahren von mir bekommen.:o

Frank K.
04.09.2016, 12:02
Na da wäre ich zumindest interessiert, wie du das machen willst.

Aber warum ? Wenn es so Spaß macht.

Nur im Zusammenhang gerade mit einigen Beiträgen hier deine Postings dazu als 'blödsinn' zu bezeichnen, halte ich schon für etwas daneben.

sq7
04.09.2016, 12:22
bekommst gerade Post sind ein paar Neue Sachen dabei, viel Spaß am Lesen.

Frank was die hier so geschrieben haben zeigt doch nur das die nicht Wissen was da seit 10 Jahren so läuft :o

B.Man
04.09.2016, 12:33
Über den Thread Verlauf kann man nur ungläubig den Kopf schütteln.

Macht ja keinen Sinn sich hier überhaupt in irgendeiner Form zu beteiligen.

Aschekater
04.09.2016, 12:52
Wenn du hier schon den Kopf schüttelst , was wirst du dann erst in anderen Foren machen , wo es noch viel heftiger zugeht ???

Das hier ist doch mehr ein kleines Kaffekränzel . Auf der anderen seite erleb ich gerade auch in sehr großen Foren , die schon lange laufen , eine Art Generationswechsel und eine Themenverlagerung in die Richtung der bedeutungslosen Bereiche , also der Sack Reis in Asien und Katzenkinder im Hühnerhof .
Die Selbstzensur wird immer deutlicher ....

jollentreiber
04.09.2016, 16:52
Frank was meinst Du sollte ich die mal hier zum Verstummen bringen, du hast ja einiges zum Thema in den letzten Jahren von mir bekommen.:o


SQ, du sollst und brauchst hier niemanden zum Verstummen bringen.
Beteilige dich doch bitte einfach sachlich und konstruktiv an der Diskussion und bringe deine Erfahrungen zum Thema "Überleben im Notfall" mit ein.
Verschwörungstheorien gehören nicht dazu.

Auch die ausufernden Meinungsäußerungen über einen Fallout und so weiter gehören meiner Meinung nach nicht hier in das Thema.
Könnte diesen Strang bitte ein Moderator ausgliedern?

jollentreiber
04.09.2016, 17:08
Um nun dem Thema hier wieder ein wenig die Richtung zu geben.

In diesen beiden Links beispielsweise werden einige wichtige Erfahrungen behandelt. Sicher braucht man das nun nicht alles zu beherrschen. Aber als Hilfe für einige Notsituationen sind diverse Tipp´s und Kniffe schon verwendbar und auch im normalen Leben anwendbar.

Ich z.B. habe hier schon das eine oder andere ausprobiert und begeistert festgestellt das manches einfacher ist als es zum Beginn erschien.
Meine Erfahrung mit dem Brot backen im Erdofen kann ich ja nachher noch mit einbringen.

http://survival-mediawiki.de/dewiki/index.php/Hauptseite

http://survival-mediawiki.de/dewiki/index.php/Kategorie:Ausr%C3%BCstung

sq7
04.09.2016, 17:14
Lutz dazu würde ich einen Test Vorschlagen damit sich jeder selbst seine Meinung zum Thema machen kann und wie man damit
Umgehen muß. Die meisten werden dann selber am eigenen Leib erfahren hier geht es nicht um Verschwörungstheorien.


PS. Diese Woche bei Aldi Dosenbrot in Scheiben drei Sorten für €1.59,
die Dose, wenn ihr keine mehr bekommt waren die anderen wohl schneller.

Frank K.
04.09.2016, 17:34
Auch die ausufernden Meinungsäußerungen über einen Fallout und so weiter gehören meiner Meinung nach nicht hier in das Thema.
Könnte diesen Strang bitte ein Moderator ausgliedern?

ok - gute Idee. Soeben gemacht. Hierhin »

hidden-places.de/Diskussion-aus-Überleben-im-Notfall-»-Fallout (http://forum.hidden-places.de/showthread.php/10732-Diskussion-aus-Überleben-im-Notfall-»-Fallout?p=115050&viewfull=1#post115050)

jollentreiber
04.09.2016, 17:43
ok - gute Idee. Soeben gemacht.

Danke dir.

railroader
04.09.2016, 18:16
ich meine mal was von einer Kochkiste? Solarkocher gesehen zu haben. War ganz clevere Idee. Man braucht weder Holz und auch kein Feuer. Geht wie ein Brennspiegel mit dem man früher ( ich nie) Ameisen verkokelt haben. Im Sommer bei Sonne bestimmt gut zu gebrauchen, leider im Winter oder wenn Sonne nicht zu sehen ist, nicht ganz so praktikabel.

Da wir gerade bei Sonne sind. So ein Solarpanel zum aufladen von Akkus denke ich mal ist ganz sinnvoll. Für Licht und zur Not Radioempfang Mittelwelle oder Kurzwelle. Handy wäre dann eh zwecklos.

Gruß Dirk

jollentreiber
04.09.2016, 20:32
.......
Meine Erfahrung mit dem Brot backen im Erdofen kann ich ja nachher noch mit einbringen.




Man muss es ja nicht übertreiben mit der Vorsorge, aber ein Brot sollte jeder von uns schon mal in der Natur gebacken haben. :highly_amused: :encouragement:
Naja, vielleicht nicht jeder, gibt ja auch noch die von @sq7 erwähnten Büchsenbrote.


Was man benötigt sind einige mittlere Feldsteine, einen Spaten für das Erdloch, ein Lagerfeuer, Topf und Leinentuch und etwas Zeit.

Um nun an sein Brot zu kommen hebe man eine Grube von mindestens70 cm aus und lässt die Feldsteine in der Lagerfeuerglut richtig Hitze speichern.

In der Zeit in der die Steine im Feuer liegen wird der Teig (in meinem Fall Weißbrot) zubereitet und zum „gehen“ neben den Laptop gestellt.

Wenn er genügend „gegangen“, also an Volumen gewonnen hat, sollte er im Backbehälter fest verschlossen werden. Der Verschluss ist enorm wichtig wenn man später nicht Sand zwischen den Zähnen haben möchte.

Einen Teil der gut aufgeheizten Steine nun aus der Glut bergen und ohne sich die Knochen zu verbrennen auf den Grund der Grube befördern. Topf mit Teig drauf und einige Steine seitlich neben den Topf platzieren.

Über das ganze kommt dann Gras, Heu o.ä. als Zwischenschicht. Den Rest des Backloches mit dem Aushub der Grube bedecken und anstampfen.

Das war es soweit schon.

Die nächsten zwei Stunden kann man sich entweder zurück lehnen oder sich mit anderen Sachen beschäftigen. Das Brot wird nun durch die gespeicherte Energie des Feuers gebacken.

Bei den zwei Stunden handelt es sich bei mir und um einen Erfahrungswert. Die Größe des Backgefäßes bzw. des Brotlaibes war bei meinen 3 Versuchen immer gleich.
Ja und wenn dann das Zeit- und Bauchgefühl sagen „das Brot ist fertig“ dann geht es ans ausgrabendes selben.

Hier mal ein bebilderter Ablauf meines letzten Backversuches.

105240 105241 105242 105243 105244 105245 105246 105247

Im Erdofen kann man übrigens neben Teigwaren auch Fleisch backen/garen. Anleitungen dazu finden sich im Internet einige.

Ich möchte behaupten das diese Art von Nahrungsbereitung, auch ohne Notlage, eine spannende Sache ist und durchaus auch mal an einem Wochenende mit der Familie oder bei einer Tour eine lehrreiche Erfahrung sein kann.

Sven K.
04.09.2016, 20:45
Sieht gut aus, aber den Topf mochte ich nicht sauber machen.

Gruß Sven!

railroader
04.09.2016, 20:50
So Brot backe ich derzeit noch im Automaten, mit der lecker Backmischung von Kaufland. So und woher nimmst Du jetzt Deine Zutaten? Im Herbst okay, da wächst das ganze Zeuch ja uff nen Acker. Dann das Getreide mit hilfe von zwei Steinen zu Mehl gemacht. Gut etwas Wasser dazu. Mehr hatten die anderen auch nicht. Nur danach wird die Brotversorgung auch recht prekär.

Sven K.
04.09.2016, 20:55
Ein wenig reine Holzasche (Pottasche) sollte als Treibmittel auch noch rein.

Gruß Sven!

railroader
04.09.2016, 21:18
Ein wenig reine Holzasche (Pottasche) sollte als Treibmittel auch noch rein.

Gruß Sven!

Von mir aus auch das, schmecken muss es ja nicht. Nur irgendwie den Hohlraum im Magen füllen :-)

sq7
04.09.2016, 21:58
Lutz wir sind Leider immer noch bei den was ich in Beitrag 7 geschrieben habe, das sind zwei Themen!

1: Überleben in der Wildnis
2: Überleben in der Stadt

zu 2 hätte ich Reichlich an Material an Info´s das vielen sicher nicht Bekannt ist, und da wird die Sache heikel was kann man an andere weitergeben und was nicht. Da fängt das mit der Selbstzensur an, den dabei geht es nicht nur um das Überleben sondern auch um das Sterben. Und Leichen wird es reichlich geben aus Diversen Gründen.

B.Man
04.09.2016, 22:36
1: Überleben in der Wildnis
2: Überleben in der Stadt


Kann man das in Deutschland wirklich trennen ?

Wenn ich mich hier im Umkreis auf einen Hügel stelle sehe ich immer min 3 Dörfer.

Selbst im jetzt sehr dünn besiedelten südlichen Brandenburg erreiche ich nach etwas mehr wie einer Stunde Fussmarsch ein Dorf.

sq7
04.09.2016, 23:21
Dörfer gehören zu 2.
Die Bewohner haben sogar klare Vorteile,wenn einige wichtige Punkte erfüllt werden.

martin2
05.09.2016, 05:22
Lutz wir sind Leider immer noch bei den was ich in Beitrag 7 geschrieben habe, das sind zwei Themen!
1: Überleben in der Wildnis
2: Überleben in der Stadt

Damit verzetteln wir uns aber im nächsten Kleinkrieg!

Falls es hart auf hart kommen sollte, dann geht es um "trocken - sicher - warm".

Wenn wir "trocken - sicher - warm" haben, dann geht es um
1) Trinkwasser
2) Nahrung

Daraus ergibt sich eine klare Prioritätenkette:
* Sicherer trockener Ort
* Wärme
* Wasser
* Nahrung

Diese Punkte kann man in der Rangfolge beliebig verschieben. Es geht aber nur um diese Punkte, alle weiteren sind dann schon Wohlstandsprobleme.

@sq7
Mit Deinen Andeutungen in mehreren Beiträgen kann ich nichts anfangen. Was ist vor 10 Jahren passiert? Gern in einem neuen Thread.

@Frank K.
Danke für die Verschiebung. Das Teilthema ist derart ideologiebelastet, dass eine sinnvolle Diskussion unmöglich ist. Das war mir nicht klar.

PolleBLN
05.09.2016, 05:33
Seeeehr interessant, daß mit deinem Brot. Ist ja nochmal ganz schön aufgegangen im Topf.

Aber nu verrate mir mal, wie du die Ente erlegt hast und welches Tier dir als Braten vor den Klappspaten gelaufen ist? Sieht sehr lecker aus. Hast die auch im Erdloch zubereitet?
Ich gehe mal davon aus, daß die beiden mit der EC-Karte erlegt wurden. Alles andere wäre Teil 2 des Selbstversuches. Und da kämen schon viele an ihre Grenzen. Jagen, aufbrechen, zerlegen, zubereiten, verwerten.

jollentreiber
05.09.2016, 08:18
Lutz wir sind Leider immer noch bei den was ich in Beitrag 7 geschrieben habe, das sind zwei Themen!

1: Überleben in der Wildnis
2: Überleben in der Stadt

zu 2 hätte ich Reichlich an Material an Info´s das vielen sicher nicht Bekannt ist, und da wird die Sache heikel was kann man an andere weitergeben und was nicht. Da fängt das mit der Selbstzensur an.....


SQ, wenn Du, wie oben angedeutet, Material und Info´s zu dem Thema hast dann wäre es doch für den Verlauf der hiesigen Diskussion sinnvoll diese auch mal einzustellen.
Es braucht ja nicht gleich das "volle Programm" zu sein. Schau doch mal was Du zeigen kannst und willst.



Kann man das in Deutschland wirklich trennen ?

Wenn ich mich hier im Umkreis auf einen Hügel stelle sehe ich immer min 3 Dörfer.

Selbst im jetzt sehr dünn besiedelten südlichen Brandenburg erreiche ich nach etwas mehr wie einer Stunde Fussmarsch ein Dorf.




Falls es hart auf hart kommen sollte, dann geht es um "trocken - sicher - warm".

.......

Daraus ergibt sich eine klare Prioritätenkette:
* Sicherer trockener Ort
* Wärme
* Wasser
* Nahrung

Diese Punkte kann man in der Rangfolge beliebig verschieben. Es geht aber nur um diese Punkte, alle weiteren sind dann schon Wohlstandsprobleme.




Ich glaube schon das man Dorf und Stadt (bedingt) trennen kann. Das aber meiner Meinung nach nur in einigen Bezügen wie eigene Sicherheit, Versorgung, bedingt auch Unabhängigkeit.

Man wird aber nicht umhin kommen sich zu einer Gruppe zusammen zu fügen. Nur in einer Gruppe, das zeigt ja die Geschichte der menschlichen Entwicklung, wird man größere und lebensbedrohliche Situationen meistern können.

Ein „einsames“ Überleben in einer gesellschaftlichen Notsituation stelle ich mir im räumlich eng besiedeltem Deutschland sehr sehr schwer vor.
Alleine schon in der Fragestellung der Nahrungsbeschaffung und deren Verteidigung.

Optimale Plätze an denen die wichtigsten Punkte:
* räumliche Sicherheit
* Wärme
* Wasser
* Nahrung
gegeben sind werden dann hier in unserer Region (Deutschland) nicht mehr zu finden bzw. alleine zu verteidigen sein.

Als Beispiel sehe ich das alleine schon an meinem "geheimen" weit abgelegenen Lieblingsplatz an einem Bogen der Alten Spree zwischen Berlin und Fürstenwalde.
Sauberes Wasser, Wald für Feuerholz, Fische und Wild als eventuelle Nahrung aus der Natur.....alles vorhanden. Leider muss ich diesen vermehrt schon zum Freitag Vormittag durch rechtzeitiges Belegen gegen die Berliner Luftschnapper verteidigen.
Wenn es jetzt mal um das reine Überleben gehen sollte, dann würden die Auswanderer aus der Großstadt sich von mir nicht mehr so locker von dieser optimalen Stelle abhalten lassen.

sq7
05.09.2016, 08:22
Danke Martin für deinen Beitrag Zu deinen Fragen

Damit alle Versorgt sind nennen wir das dann einfach 2:Überleben in der Stadt/Dorf

zu deiner Rangliste "trocken haben wir nur in Gebieten mit Hochwassergefahr.

zu deiner Prioritätenkette:
* Sicherer trockener Ort
* Wärme
* Trinkwasser
* Nahrung
die sind Gleich in der Wichtigkeit und dort muß Vorgesorgt werden.


In Beitrag 7 schrieb ich vom WiSiV 2004 das ist eines unserer Notstandsgesetze in Deutschland.

Dazu 2 Links
1.https://www.gesetze-im-internet.de/wisiv/BJNR215900004.html

2.http://www.flegel-g.de/notstandsgesetz.html

Und hier findest eine Liste der Notstandsgesetze (http://www.bwl24.net/blog/2008/03/26/ubersicht-die-wichtigsten-notstandsgesetze-in-deutschland/)

zu 2006 komme ich später noch.

Klondike
05.09.2016, 08:55
Und wie genau helfen mir die beiden Links jetzt weiter? Ausdrucken und hochhalten wenn was ist? Zum Feuer machen?

Jungs leider ist es ja nicht so das man sich so einfach absetzen kann im Fall des Falles...., wenns knallt muss ich ja erstmal meine Familie einsammeln....oder lässt man die dann.....?.... was auch immer....allein halte ich das alles eher für machbar....

Ich persönlich denke Brotbacken ist dann eher was für Jahr 2.....

sq7
05.09.2016, 12:20
@Klondike Lesen Bildet und es sind drei Links das mit dem Zählen mußt noch Üben :witless:

Klondike
05.09.2016, 13:03
@sq7 : da hast du Recht, danke für den Hinweis, ändere darum bitte deinen Beitrag (Hinweis "dazu 2 Links")

Zurück zum Thema

martin2
05.09.2016, 22:08
Danke Martin für deinen Beitrag Zu deinen Fragen

Damit alle Versorgt sind nennen wir das dann einfach 2:Überleben in der Stadt/Dorf

zu deiner Rangliste "trocken haben wir nur in Gebieten mit Hochwassergefahr.
Du hast lange nicht mehr gezeltet? "Trocken" ist eine der wesentlichen Voraussetzungen. Du hast entweder Regen oder Schnee - irgendwas ist ja immer.


In Beitrag 7 schrieb ich vom WiSiV 2004 das ist eines unserer Notstandsgesetze in Deutschland.
Ich glaube, die Andeutungen zu verstehen. Lass es mich mal so sagen: Vermutlich teile ich Deine Auffassungen in der Sache absolut nicht. Aber das ist auch völlig Banane: Wenn in Deutschland die Infrastruktur zusammenbrechen sollte, können uns die Notstandsgesetze am ... genau genommen bekommen wir die dann nicht einmal mit. Wir haben dann wichtigeres zu tun.


zu 2006 komme ich später noch.
Meinst Du die massive Netztrennung mit Lastabwürfen und Stromausfall Westeuropa?

martin2
05.09.2016, 22:15
Ich glaube schon das man Dorf und Stadt (bedingt) trennen kann. Das aber meiner Meinung nach nur in einigen Bezügen wie eigene Sicherheit, Versorgung, bedingt auch Unabhängigkeit.
Man kann alles trennen - man kann es aber auch sein lassen.

Es ist immer die Frage des Bezugs, des Betrachtungswinkels. Ich nehme den nach den Primärbedürfnissen: Da sind erstmal alle gleich, da gibt es keinerlei Unterschied. Stadt hat einige Vorteile, Land hat andere Vorteile.


Man wird aber nicht umhin kommen sich zu einer Gruppe zusammen zu fügen. Nur in einer Gruppe, das zeigt ja die Geschichte der menschlichen Entwicklung, wird man größere und lebensbedrohliche Situationen meistern können.
Das ist der wohl wichtigste Punkt, ich hatte das anders mit "Solidarität" und "Kleingruppen" umschrieben.

Recht schlau ist es zudem, sich einige Schilderungen von 1945ff durchzulesen - das ist die Blaupause.


Als Beispiel sehe ich ...
Sauberes Wasser, Wald für Feuerholz, Fische und Wild als eventuelle Nahrung aus der Natur.....alles vorhanden. Leider muss ich diesen vermehrt schon zum Freitag Vormittag durch rechtzeitiges Belegen gegen die Berliner Luftschnapper verteidigen.
Es ist wohl unvermeidlich, dass bei diesem Thema auch immer mal wieder ein Augenzwinkern kommt: Wenn ich Deinen Satz umdrehe, dann ziehe ich in ein Naturschutzgebiet: Da kommt niemand, ist verboten, kennt daher keiner. Und der Jäger hat nicht geschossen. Und alle Beeren und Pflanzen sind auch noch da.

blitzpilot
21.09.2016, 20:57
30 Dinge, die man im Kriegs- oder Krisenfall nicht mehr bekommt



Streichhölzer sind Centartikel, und irgendwo hat man immer eine Packung oder ein Feuerzeug, oft Werbegeschenke, über die man sich keine Gedanken macht. Im Krisenfall sind diese paar Werbegeschenke, die man in verschiedenen Kramschubladen hat, aber schnell verbraucht. Oder man hat sie einfach nicht „auf dem Schirm“. Es gibt viele solcher Dinge, die man im Krisenfall dringend benötigt, aber wahrscheinlich nicht mehr zu kaufen bekommt.Wir stellen Dir hier einmal die dreißig Wichtigsten Utensilien zusammen, an die Du vielleicht gar nicht gedacht hast:

http://www.anonymousnews.ru/2016/09/07/30-dinge-die-man-im-kriegs-oder-krisenfall-kaum-noch-bekommen-kann/#comments

Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten

http://www.kopp-verlag.de/?websale8=kopp-verlag&pi=934500&refhex=5753506172746e657250726f6772616d6d&subrefhex=4d6172696f2052f66e736368&wspartnerid=1421&wsdc=no

Klondike
25.09.2016, 09:00
Bisher hab ich noch nichts zum Thema Medikamente gelesen. Von Pflaster und Verband und solche Sachen viel, aber ein paar Aspirin,Fieber und brauchbaren Schmerzmitteln und Desinfektionsspray bisher nichts....
Der übliche Sanikasten soll ja nur die Zeit bis zum Arzteintreffen überbrücken....

Grüsse

sq7
03.10.2016, 02:36
Hier mal was zum Trinkwasser!

http://www.bodytrainer.tv/de/blog/65-Dein+t%E4glicher+Wasserbedarf.+Wieviel+Wasser+du+t rinken+solltest.

http://www.wissen-info.de/rechner/wasserbedarf.php

mit dem Link kann Feststellen wie hoch der Vorrat Wirklich sein muß, die Angabe von 2 Liter pro Tag ist Falsch.
schön das es keiner Bemerkt hat. Da Fehlen die 0,5 Liter zum Kochen und dann ist man bei 2,5 Liter pro Tag.


Wasserfilter selber Bauen (http://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-89958-159-1.volltext.frei.pdf)

Teil2 (https://www.dbu.de/OPAC/ab/DBU-Abschlussbericht-AZ-23860.pdf)

sq7
03.10.2016, 03:35
@Klondike hilft dir das?

http://www.siz.cc/file/download/%C3%96ZSV_Bevorratung.pdf

http://www.siz.cc/file/download/Reiseapotheke.pdf

Klondike
03.10.2016, 08:37
Danke für die Links, aber so richtig toll find ich die nicht....Sonnencreme und Nasenspray.....son Kram schlepp ich bestimmt nicht mit rum....(nicht gegen dich....nur gegen die links)

Grüsse

sq7
03.10.2016, 12:22
So jetzt habe ich noch was

http://www.toxcenter.org/artikel/Katastrophenbibel-19-01-2011.pdf


http://dgk.de/fileadmin/user_upload/Gesundheit-pdf/Checkliste_Notfallschrank-st.pdf

Hier kannst sehr viel finden über 100 Sachen an Hilfen
http://www.toxcenter.org/

martin2
03.10.2016, 23:39
Ich denke, dass wir ein Problem mit der Definition der Ausgangslage haben.

Der eine denkt das Szenario "14 Tage ohne Versorgung überleben, dann läuft alles wieder an", dazu gehöre im übrigen ich. Der andere denkt "da läuft dann nie wieder etwas an, ich muss Jahre überleben". Und so unterscheiden sich dann auch die Tipps und Hinweise in den Diskussionen.

In einem Nachbarforum beispielsweise hatte jemand die notwendige Apotheke veröffentlicht, das ging bis hin zu Antibiotika.

Also mal abgesehen davon, dass Antibiotika niemand hinterhergeworfen bekommt - wenn es so weit ist, wäre sterben schon eine Option. Denn in den letzten 120 Jahren ist die Krankenversorgung nie vollständig zusammengebrochen - und da waren die Umstände teilweise recht ungünstig, ohne jede Verwaltung und Versorgung.

sq7
04.10.2016, 06:29
Schicke mir doch mal bitte einen Link zu dem anderen Forum.

Martin ich stelle dir nur eine Frage Bitte beantworte sie dir dann einfach mal Selbst, Glaubst das Wirklich ! Ich Denke da an den
Winter von 78 denn würden wir sicher Heute nicht mehr so Überleben.

PolleBLN
04.10.2016, 07:45
Warum sollte man da heute nicht überleben? Ich war damals nicht bei. War n Jahr zu früh. Und selbst wenn, wüsste ich heute nicht mehr, ob mir als Windelpupser kalt gewesen wäre.

Ich denke, heute wäre profane Kälte ohne irgendwelche weltpolitischen Querelen eher nebensächlich. Heizquellen hats genug. Die Zeiten von Schwerkraftheizung/Kachelofenheizung mit der dazu notwendigen Brennstoffversorgung in Festform sind vorbei. Heute kommt Gas aus Russland ohne Umwege über die baltischen Staaten direkt aus der Pipeline. Das schalten die nicht ab. Sie erhöhen höchstens die Preise. Daran sollte es nicht scheitern.
Und wenn ich mir ansehe, wie der prozentuale Anteil an Gas-, Öl- und Feststoffheizung ist dann passt das schon. Frieren muss in so einem Fall keiner. Wobei sich viele Haushalte im Einfamilienhausbereich nen Kamin als Reserve und fürs Herz beschafft haben.
Das betrifft den häuslichen Bereich.
Inwieweit der Winter damals Auswirkungen auf die Infrastruktur hatte entzieht sich meinem Wissen. War halt nicht dabei. Daß in Berlin die Weichen einfrieren ist nichts Neues. Das passiert schon im einstelligen Minusbereich. Die Straßen werden je nach Notwendigkeit freigehalten. Klar, die kleine Einbahnstraße im Nebenstraßennetz kann da schon mal eingeschneit sein. Aber die Hauptversorgungsstraßen werden freigehalten. Jede Stadt und jede Gemeinde hat da ihr eigenes Konzept.
Über nen strengen Winter mach ich mir keine Sorgen. Man muss halt evtl Abstriche machen. Und sich wärmer anziehen. Aber ans Überleben wirds da wohl kaum gehen.

Gruß Polle

B.Man
04.10.2016, 12:21
Inwieweit der Winter damals Auswirkungen auf die Infrastruktur hatte entzieht sich meinem Wissen.

Das war schon nicht ohne.
In der DDR wo die Kohle ja im Tagebau gewonnen wurde kahm die Förderung zum erliegen weil die Kohle Steinhart gefroren war.

Ich kann mich noch an die Bilder in der Tagesschau erinnern wo mit Bergepanzern die Straßen in Schleswig Holstein freigeräumt wurden.

Reportage vom MDR:
https://www.youtube.com/watch?v=i8U1cdUjaHk

Aschekater
04.10.2016, 16:00
Das war wenigstens noch ein Winter !

Aber heute würde da wohl auch die Armee versagen und vormittags vor verschneiten Kasernentoren stehen und nicht rein kommen , zur Schneebekämpfungs-Technik !

martin2
04.10.2016, 22:35
Martin ich stelle dir nur eine Frage Bitte beantworte sie dir dann einfach mal Selbst, Glaubst das Wirklich ! Ich Denke da an den Winter von 78 denn würden wir sicher Heute nicht mehr so Überleben.
Vorhersagen sind immer dann schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen. Ich kann sowas nicht. Und ich habe großes Misstrauen, wenn mir jemand erzählen will, wie es gaaaanz sicher wird.

Also den Winter 78/79 habe ich als junger Erwachsener erlebt. Das Winterchaos im Münsterland vor einigen Jahren ist bekannt. Nach Kyrill war ich selbst für drei Tage ohne Strom und Wasser. Ich habe zudem die Hochwasserkatastrophen 2002, 2006, 2013 live erlebt, ich hatte beruflich damit zu tun.

Das alles fällt für mich unter die Kategorie "bis 14 Tage, danach laufen die Systeme zumindest teilweise wieder". Tatsächlich ist Kälte, verbinden mit fehlendem Strom und fehlendem Wasser ein richtiges Problem. Was man aus der Vergangenheit sagen kann: Die betroffenen Menschen, Menschengruppen entwickeln zunächst eine riesige Solidarität.

Ein oft unterschätztes Problem ist Information, also fehlende Information.

Schwere Technik ist heute gar nicht so das Problem. Warum reden da alle über Armee? Weil damals niemand anders schwere Technik hatte!

Heute ist es umgekehrt: Wir haben meist keine Armee vor Ort - aber schwere Technik ohne Ende. Man muss nur mal gucken, was so alles auf kommunalen Bauhöfen steht oder bei Betrieben. Oder eben beim Bauern - man muss mal schauen, was die so an Traktoren am Start haben.

Zwar hat man heute den Eindruck, dass das alles unkoordiniert sei: Da ist ja gar kein Staatsrat, der das alles anweist. Ja, anfangs sieht das schon unkoordiniert aus. Andererseits hat die föderale Struktur Deutschlands damit einen riesigen Vorteil: Auf allen Ebenen und in allen Gebieten geht es sofort los, da wartet niemand auf Weisungen "von oben". Und die sind alle so ausgestattet und ausgebildet, das sie einen regionalen Wiederanlauf schaffen können.

PolleBLN
04.10.2016, 23:07
Sehr gut ausgedrückt.

Zumal in solch einem Fall durchaus Material und Personal eingezogen werden kann. Selbst wenn der Bauer bockig ist. Er hat keine Wahl.
zB §16 BbgBKG schränkt Grundrechte ein. Darunter die Freiheit des Berufes und Gewährleistung von Eigentum.
Das bedeutet in diesem Fall zB, daß der Eigentümer schwerer Maschinen verpflichtet werden kann, diese bereitzustellen. Genauso kann der Angestellte, der diese schweren Maschinen bedient, herangezogen werden um Arbeiten durchzuführen, die der Beseitigung von Gefahren- oder Notsituationen dienen.
Das ganze wird in §13 nochmal konkret ausgedrückt.
Im selben Gesetz sind allerdings auch Kostenerstattungen für solch einen Fall geregelt (§ 47).

Die Maschinen und Maschinisten sind also da. Es muss nicht alles vorgehalten werden.

Und ich muss Martin2 Recht geben. In derartigen Situationen wartet niemand auf Zwang. Man packt an. In allen Einsätzen, die ich in meiner aktiven Zeit beim Katastrophenschutz erlebt habe, ist genau das passiert. Die Leute haben die Ärmel hochgekrempelt, sind zusammengerückt und haben zugepackt.
Das Problem ist halt nur die Chaosphase bis zum anlaufen koordinierter Arbeit seitens der der staatlichen und privaten Hilfsdienste. Bei großen Ereignissen kann es schon ein paar Tage dauern, bis alles flutscht. Und genau diese Zeit gilt es zu überbrücken.

Gruß Polle

martin2
06.10.2016, 01:15
Sehr gut ausgedrückt.
Danke-schön.


Zumal in solch einem Fall durchaus Material und Personal eingezogen werden kann. Selbst wenn der Bauer bockig ist. Er hat keine Wahl.
Ich habe das selbst mehrfach erlebt: Landrat schnipst während des Katastrophenalarms (wichtiger Punkt!) mit dem Finger: "Ist jetzt meins, ziehe ich nach KatSchG ein." Bauer wagt einen Halbsatz Widerspruch, Landrat antwortet: "Sie verpflichte ich mit Verweis auf KatSchG hiermit zum Dienst. Der Bescheid geht Ihnen später zu."

Wobei man faierweise sagen muss, dass das die Ausnahme ist: Normal sind eher "Selbstanbieter", normalerweise ist dadurch mehr schwere Technik verfügbar als gebraucht wird. Um es nochmals denen zu sagen, die den Mangel an T-55 beweinen: Es gibt in solchen Situationen mehr schwere Technik als damals zur DDR-Zeit. Also da ist kein Problem.)


zB §16 BbgBKG schränkt Grundrechte ein. Darunter die Freiheit des Berufes und Gewährleistung von Eigentum.
Das bedeutet in diesem Fall zB, daß der Eigentümer schwerer Maschinen verpflichtet werden kann, diese bereitzustellen. Genauso kann der Angestellte, der diese schweren Maschinen bedient, herangezogen werden um Arbeiten durchzuführen, die der Beseitigung von Gefahren- oder Notsituationen dienen.
Der lokale Herrscher über das Verfahren (Leiter Kat-Stab, normalerweise der Landrat) handelt nach einem anderen Gesetz, KatSchG des jeweiligen Bundeslandes. Aber im Grunde gleiche Regeln.


Im selben Gesetz sind allerdings auch Kostenerstattungen für solch einen Fall geregelt (§ 47).
So sieht es mal aus. Wenn der Trecker (kommt ja vor) im Wasser versinkt, dann stellt ihm der Staat genau den gleichen Trecker - nur neu. Das ist der zweite Teil des "Vertrags".


Und ich muss Martin2 Recht geben. In derartigen Situationen wartet niemand auf Zwang. Man packt an. In allen Einsätzen, die ich in meiner aktiven Zeit beim Katastrophenschutz erlebt habe, ist genau das passiert. Die Leute haben die Ärmel hochgekrempelt, sind zusammengerückt und haben zugepackt.
Exakt. Nie anders beobachtet.
Allerdings: Neuerdings nervig sind Facebook-Aktivisten, die vom warmen Wohnzimmer aus einen weiteren Kat-Stab gründen - und das Treiben verrückt machen, teilweise Leute aufhetzen. Der Bezug ist dann immer "die (da oben) sind zu doof".


Das Problem ist halt nur die Chaosphase bis zum anlaufen koordinierter Arbeit seitens der der staatlichen und privaten Hilfsdienste. Bei großen Ereignissen kann es schon ein paar Tage dauern, bis alles flutscht. Und genau diese Zeit gilt es zu überbrücken.
Das ist der Preis dessen, dass wegen der föderalen Struktur alle möglichen Systeme ungefragt und unkoordiniert parallel wieder hochgefahren werden, es zumindest versucht wird. Und es ist die ganz große Stärke des Systems: Selbst wenn 95% einer Region nicht handlungsfähig sind, dann sind in den letzten Dörfern noch freiwillige Feuerwehren, die erstmal sich und dann das Dorf "hochfahren" und anschließend schauen, wie es den Nachbarn geht: Das haben sie so gelernt, das können alle.

Bei allem was ich erlebte, ist INFORMATION der wesentliche Punkt. Und das wird eher schwieriger als besser: Als erstes klappt "Internet" weg, damit auch das Festnetztelefon. Kurz darauf klappen die Handynetze weg, wenig später Tetra. An dieser Stelle kippt erstmal alles: Die Menschen sind nicht mehr gewohnt, ohne ständige Information einen Tee zu kochen. Sie schieben sofort Panik.

Wenn nach wenigen Stunden nebst der völlig überlasteten "LEITSTELLE" dann sich KATER im Äther meldet mit "Hier KATER, Rundspruch. Ich frage Anwesenheit ab.: DELTA? ..." - dann ist der erste Schritt zur Koordination erreicht.

BTW: Vielleicht muss man wirklich mal öffentlich erzählen, wie es wirklich funktioniert - der Wiederanlauf.

PolleBLN
06.10.2016, 08:54
Naja. Ich sehe die mangelnde Kommunikation eher als Vorteil.
Die Einsatzkräfte bauen eh ihr eigenes Notnetz auf. Und mangelndes Internet kann auch von Vorteil sein. So bleiben die Menschen wenigstens da, wo sie wohnen. Und helfen vor Ort. Der facebookgesteuerte Helfertourismus während der letzten Flut und die Unfähigkeit einiger Stäbe und Gremien hat dem ganzen Chaos das I-Tüpfelchen aufgesetzt.

Der Mangel an Technik ist heutzutage wirklich kein Problem mehr. Der Mangel an ausgebildeten Kräften schon.
Kaum jemand geht in diesen Bereich des Ehrenamtes. Und Wehrersatzdienstleistende gibt es nicht mehr. Die Alten scheiden aus und das System blutet aus.

Gruß Polle

Aschekater
06.10.2016, 16:31
Was kann uns denn noch schocken ?? Wir überleben ja heute schon im Alltag !

railroader
06.10.2016, 20:16
Irgendwie entfernen wir uns wieder vom eigentlichen Thema. Wenn es zum Supergau (ohne Atombombe) kommt, gibt es keinen Katastrophenschutz, keine Anweisungen oder Beschlagnahmungen von wem und an wem auch immer. Jetzt wird sich um Paragrafen gestritten und deren Auslegung. Es geht ums Überleben. Muss so eine typisch deutsche Reaktion sein, dass im Ernstfall immer einer ne Anweisung geben muss, was ab dann gemacht werden muss.

Wenn der Ernstfall passiert, gibt es auch keine weitreichende Kommunikation, weil kein Strom !!! Dann nur noch die Mundpropaganda. Wer weiss wo es was zum futtern oder Wasser gibt.

Aschekater
06.10.2016, 20:30
Wie früher in der DDR ... da gibts Bananen , da Zement und dort Dachpappe !

Und was würde wohl noch fahren , ohne Benzin , Diesel und Strom ??? Wer kann sowas noch bedienen und in Bewegung setzten ??

PolleBLN
06.10.2016, 21:09
Moin railroader

Streiten tut hier keiner.
Ich habe nur dargelegt, was möglich ist. Dabei gehe ich aber von lokalen Ereignissen aus. Hier funktioniert der Plan auch. Weil ausreichend Kräfte von außen unterstützen können.
Führen und folgen ist im übrigen keine typisch deutsche Reaktion. Der Mensch ist ein Rudeltier. Und irgendjemand führt das Rudel. Das ist also die Natur des Menschen. Und ich bezweifle, daß irgendjemand meckert, wenn Hilfe kommt.

Ach ja. Du redest vom Weltuntergang.
Da ist eh alles Wurscht. Da sortieren sich die Reste neu und beginnen wieder mit jagen und Ackerbau.
Und wohl dem, der weiß, was n Pferd ist. Und wie es funktioniert.

Ich glaube aber nicht, daß irgendjemandem der Sinn danach steht, den globalen Stecker zu ziehen.

...

So. Der kleine Exkurs entstand nur, weil nach schwerer Technik und Armee gerufen wurde.

Jetzt können wir gerne zurück kommen zum Käfer futtern und Brennnessel abkochen.

Gruß Polle

Aschekater
07.10.2016, 05:22
Brennnesselsuppe oder Löwenzahnhonig ist nicht das schlechteste oder ungesund !

sq7
07.10.2016, 09:30
Martin die Liste ist Klasse, hast du Kontakt mit dem Schreiber der wäre eine Gute Hilfe hier im Thema.

urian
07.10.2016, 10:55
Zum Winter 78 , ja man kann ihn auch heute überleben. Kommt nur drauf an wo man sich grade aufhällt. Inner Großen Stadt sehe ick da keine Probleme. Aber auf Dorf oder auf ner Insel, habe ick da so meine Bedenken.
Ick selbst habe ihn damals als Bub erlebt und wir wohnten auf unserem Hof in "Kiesdorf auf den Eigen" , der Schnee lag mehr als 2m hoch und es war überhaupt nicht kalt. nee neee ..... Dazu muss ick mal sagen wir hatten ein Aussenklo mit Brett und Grube drunter. Dat ...... hat viel Spass gemacht. Unser Hof (auch die anderen) ,der Schulweg , die Landstrassen etc, wurden durch die ansässige LPG immer wieder beräumt.
In der heutigen Gesellschafft wo sich doch jeder selbst der nächste ist, mag ick zu bezweifeln das es wieder solche Solidarität gibt.
Aber egal wie , wir haben überlebt und es war ne geile Erfahrung ... ( Meine Mutter schimpft heute noch - wat ick nicht verstehen kann ... :D )

Aschekater
07.10.2016, 11:15
Vergiß nicht , damals hatten die meisten noch Kohlenheizung ! Und keiner kam da auf so hirnrissige Ideen , wie Kohlen sparen !

urian
07.10.2016, 16:43
@Aschekater dat stimmt , und wir haben viele Kohlen verbraten. autsch ... jeder Ofen musste dauerhaft auf Feuer gehalten werden. Tja aber mir als Bub hat der Tiefe Winter gefallen, soooooo viel Schnee hab ick mein Leben nie wieder gesehn. Als Erwachsener denke ick jetzt auch anders ;)

martin2
07.10.2016, 21:42
Naja. Ich sehe die mangelnde Kommunikation eher als Vorteil.
Ich bin da ganz bei Dir. Alles (auch die Netze) werden parallel und von unten aufgebaut. Wenn da eins erstmal fehlt, dann fehlt es halt. Das gleichen die anderen aus. Im Kat-Stab (nehmen wir mal Landkreis) sind jedem Sachgebiet Verbindungs"offiziere" anderer Behörden wie POL, BW, THW usw zugeordnet, da geht einiges.

Und - das Modell des berittenen Boten ist nicht ausgestorben: Es stehen Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, um Notfalls Kontakt mit einee "fehlenden" Technischen Einsatzleitung herzustellen.


Die Einsatzkräfte bauen eh ihr eigenes Notnetz auf. Und mangelndes Internet kann auch von Vorteil sein. So bleiben die Menschen wenigstens da, wo sie wohnen. Und helfen vor Ort. Der facebookgesteuerte Helfertourismus während der letzten Flut und die Unfähigkeit einiger Stäbe und Gremien hat dem ganzen Chaos das I-Tüpfelchen aufgesetzt.
Zum Hochwasser 2006 gingen die Selbsternannten uns ziemlich auf den Keks, die wissen auch alles besser. Daraus wurde gelernt: Beim Hochwasser 2013 war Haupthilfsstelle eine Kiesgrube abseits vom Geschehen. Da durften alle hinfahren und Sandsäcke füllen. Es waren alle beschäftigt und die Rettungswege blieben frei. Und obendrauf gab es ein Lob von den Selbsternannten ... was will man mehr.

Diese Kritik an den unfähigen Stäben ist wohlfeil. Sie entsteht aus mangelnder Öffentlichkeitsarbeit, ich will es erklären: Es gibt eine klare Priorisierung: Feststellung der Lage - Menschenleben retten - gefährdete Menschen evakuieren - Tiere auf sicheres Gebiet - Sachwerte schützen. Dann ist Versorgung aufzubauen: Trinkwasser - Wasser - Nahrung - Strom. Bis dahin ist Öffentlichkeitsarbeit noch gar nicht erwähnt, geschweige denn Begründungen für das jeweilige Handeln. Das kommt erst an dieser Stelle.


Der Mangel an Technik ist heutzutage wirklich kein Problem mehr. Der Mangel an ausgebildeten Kräften schon. Kaum jemand geht in diesen Bereich des Ehrenamtes. Und Wehrersatzdienstleistende gibt es nicht mehr. Die Alten scheiden aus und das System blutet aus.
Das ist ein Problem, was immer ernster wird.

Zu dem, der Deinen Beitrag kritisiert: Ich denke schon, dass es wichtig ist zu wissen, wie verschiedenste Behörden im Notfall arbeiten, wie und zu welchem Zeitpunkt man Hilfe erwarten kann.

martin2
07.10.2016, 21:50
Martin die Liste ist Klasse, hast du Kontakt mit dem Schreiber der wäre eine Gute Hilfe hier im Thema.
Da sind wir etwas unterschiedlicher Meinung, das hat mit unseren unterschiedlichen Ansätzen zu tun: Ich denke eher den Fall "bis 14 Tage" - Du denkst wohl eher den Fall "dauert viel länger". Zumal ich keine Idee habe wie man an diese Mengen Antibiotika kommt ohne kriminell zu werden.

Aber den ersten Teil der Liste - darüber sollten wir sprechen.

Der Typ ist wohl Krankenpfleger oder so. Wir machen es so: Du schickst dem selbst eine PN und bittest ihn darum, seine Liste hier veröffentlichen zu dürfen.

PolleBLN
07.10.2016, 21:55
Naja. Ich beurteile nur das, was ich erlebt habe. Ich schrieb "einiger Stäbe und Gremien". Nicht alle. Aber auch das ist normal. Nicht alles sind Fachkräfte.
Ich habe bei beiden Hochwasser meine Erlebnisse gehabt. Manches lässt mich heute noch schmunzeln.

Das geht jetzt aber wirklich zu weit vom Thema weg. ;o)

sq7
07.10.2016, 22:36
Martin 14 Tage OHNE Zugang zu solchen Mitteln und du bist Tot.
Ich bin nicht mehr im Forum dort, geht leider nicht.
Du kommst Legal über deinen Hausarzt an die Sachen nur mußt du die selber Zahlen und nicht über die Kasse.

Woelfi
09.10.2016, 17:58
Unterhalb des Supergaus können hier auch noch andere naturbedingte interessante Lagen auftreten , von denen nach meinen Erfahrungen hier doch eine länger anhaltende Winterperiode uns aus der Bahn werfen kann. Insbesondere bei Kälte unterhalb von -10° und dazu noch Schnee womöglich mit Verwehungen werden sich die täglichen Gewohnheiten ganz schnell ändern.
Auch und gerade beim ÖPNV .
Da kommen dann auch kein ADAC und andere mehr, weil sie hoffnungslos überlastet sind , genau wie die Kfz-Werkstätten, die sich dann mit konstruktiven Problemen der Hersteller herumschlagen dürfen, die sich bei „normalen“ Witterungsbedingungen nicht zeigten. Alles schon hier bei -15° in Berlin und Umgebung erlebt.
Da hat auch die BSR grandios versagt.
Mein heutiges Vertrauen in die angeführte zahlreiche zuverlässige Großtechnik, die dann per Dekret zur Verfügung stehen soll, hält sich da sehr in Grenzen. Die Teile müssen erstmal anspringen. So wie früher, mit Feuer unterm Auto, wird man wohl nicht weit kommen, da die damals üblichen Stahl-oder Kupferleitungen fast ausnahmslos durch Kunststoffleitungen ersetzt wurden, die dieses Procedere nicht abkönnen Man kann von der „Russentechnik“ halten was man will, aber im Winterbetrieb hatten wir mit diesen Fahrzeugen die wenigsten Probleme. Ich habe sehr aktiv in(Ost-) Berlin im Winter 78/79 vom 31.12. bis ca 10.03. mit meinen Kollegen mitwirken dürfen, die Versorgung der Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Kaufhallen usw. hauptsächlich mit Milch und anderen Grundnahrungsmitteln sicherzustellen. Hier waren dann die üblichen Maulhelden nicht mehr zu sehen. Hängerzüge gingen hier garnicht mehr, in den Aussenbezirken waren Gespanne Tatra –Kipper(Allrad mit 5t Schüttgut drauf) dahinter dann an der Schleppstange der W50, die Regel.
Dazu kommen bei mir noch noch einige Jahre Erfahrungen europaweit auf dem Bock , wo man sich doch bei Eiseskälte wundert, was sich an Fahrzeugen aller Art verabschieden kann, das sonst klaglos seinen Dienst verrichtet. Angefangen bei Starterbatterien über Hydraulikanlagen, Standheizungen, Scheibenwischer, der sogenannte Winterdiesel, pneumatische Bremsanlagen und viele andere Kleinigkeiten, die weit von zu Hause plötzlich doch lebenswichtig werden, weil sie das Gefährt lahmlegen.
Das Dach über’m Kopf hat man zwar noch, aber beim Fehlen der gewohnten Medien wie Wärme, Strom und Wasser aus Wand wird’s dann peinlich. Wohl dem, der mit fossilen Brennstoffen noch was anfangen kann, da sind wenigstens Wärme und Wasser halbwegs sicher. Die Gasheizung im Keller wird sich dann auch verabschieden, weil zumindest die Gasmangelsicherung, die elektronische Steuerung und die Umwälzpumpen irgendwie doch Strom brauchen. Da können die Russen Gas liefern , wie sie wollen, zur MSR-Technik gehört Strom. Zumindest in den Plattenbausiedlungen wird man da kaum mit einem offenen Feuer weiterkommen.
Ich habe noch einen frostfreien Brunnen im Keller und ca. 5cbm gesägtes trockenes Holz vor der Tür, einige Vorräte dazu. Vielleicht sollte man sich noch ein kleines Notstromaggregat zulegen…
Meint Woelfi

railroader
09.10.2016, 18:23
Mal eine Frage. Wie lange ist Benzin oder Diesel lagerbar? Und auch brauchbar?

Gruß Dirk

PolleBLN
09.10.2016, 18:33
Dank Bioanteil nicht mehr wirklich lange.

Varga
09.10.2016, 19:38
Mal eine Frage. Wie lange ist Benzin oder Diesel lagerbar? Und auch brauchbar?

Gruß Dirk
Benzin bei richtiger Lagerung und ohne Bio ca. 25 Jahre.
Diesel fast unbegrenzt.

Gruss
Varga

PolleBLN
09.10.2016, 20:12
Das erzähl mal meinem Auto.
Länger mich bewegt und der Tank ist voll Dieselmumpe.
Darf jetzt alles gespült und entpitzt werden. Grmpf

Varga
09.10.2016, 20:18
Die Betonung liegt bei "richtiger Lagerung".

Gruss
Varga

martin2
09.10.2016, 20:24
Martin 14 Tage OHNE Zugang zu solchen Mitteln und du bist Tot.
Das verstehe ich jetzt nicht. Ich überstand die letzten 14 Tage (wie alle anderen auch) ohne Medikamente. Warum soll ich dann 14 Tage in einer Krisensituation nicht ohne Medikamente überstehen?


Du kommst Legal über deinen Hausarzt an die Sachen nur mußt du die selber Zahlen und nicht über die Kasse.
Mein Hausarzt rückt Antibiotika nichtmal raus, wenn ich krank bin. Ich mache da wohl was falsch.

Woelfi
09.10.2016, 20:36
@ PolleBLN
Vor längerem Abstellen sollte man zumindest volltanken, um die Kondenswasserbildung einzuschränken. Außerdem heißt sachgerechte Lagerung:
in lufttdichten Behältern lagern, z.B. Kanister
Tanks sind belüftet, d.h. sie atmen; daher Luftaustausch und Kondenswasser. Später vlt. dann Rost, der dann auch den Bodensatz bildet. Mein Womo stelle ich immer vollgetankt ab, alle 2 Jahre lasse ich den Diesel ab und werde dann die Mumpe los, die auch beim Tanken unbemerkt mitgetankt wird.

Gruß Woelfi

sq7
10.10.2016, 07:46
Das verstehe ich jetzt nicht. Ich überstand die letzten 14 Tage (wie alle anderen auch) ohne Medikamente. Warum soll ich dann 14 Tage in einer Krisensituation nicht ohne Medikamente überstehen?


Mein Hausarzt rückt Antibiotika nicht mal raus, wenn ich krank bin. Ich mache da wohl was falsch.

Wenn du dir was einfängst oder dich Verletzt brauchst die wohl um wieder auf die Beine zu Kommen.
Such dir einen anderen Arzt wenn deiner nicht will so einfach geht das.

Frank K.
10.10.2016, 07:59
Als Einwurf, das Thema gibt es auch in (seriöser) Buchform »

Überleben in der Krise, James Wesley Rawles

amazon.de/Überleben-Krise-James-Wesley-Rawles (https://www.amazon.de/%C3%9Cberleben-Krise-James-Wesley-Rawles/dp/394201677X)

Der Autor betreibt auch einen englischsprachigen Blog »

survivalblog.com/ (https://survivalblog.com/)

urian
10.10.2016, 12:40
@Woelfi #87 Der Bericht ist ja mal der Hammer und echt wirklich aus dem wahren Leben gegriffen .. Danke :)

Aschekater
10.10.2016, 15:10
Wollen wir den Notfall überhaupt überleben ???

Sollten wir nicht eher vor dem Notfall leben ... ( und nicht nur arbeiten ? )

martin2
10.10.2016, 18:36
Für die, die im Notfall gern einen rohen Igel essen, ist der Papst des Survival, Rüdiger Nehberg zu empfehlen: https://www.amazon.de/s/field-keywords=nehberg

Also der kommt der Sache "Überleben in Extremsituation" schon sehr nahe.

railroader
10.10.2016, 19:34
Ist doch der der immer mal gerne Maden und anderes Getier verzehrt ;-)

Nun mal ein anderer Aspekt. Bisher haben wir das Futter, Wasser, Medikamente, Licht und Wärme als Thema behandelt. Wie sieht es denn mit der Verteidigung der selbigen Errungenschaften aus? Da ja Deutschland ein Land ist wo Waffen einer sehr streng gefassten Gesetzgebung unterliegen. Wo fängt die Verteidigung an und wo hört sie auf? Nen Flitzebogen wird ja den bösen Dieb nicht ernsthaft verschrecken. Ne Kanone dürften die wenigsten ihr eigen nennen dürfen. Ein Messer eher aber das schreckt nun nicht wirklich ab.

Gruß Dirk

PolleBLN
10.10.2016, 19:45
Also DAS ist für mich das kleinste aller Probleme in dem Fall. Alles Verfügbar.
Dummerweise, oder besser vielleicht zum Glück, nicht für alle und jeden. Es gibt zu viele Verrückte.
Und in dem Fall der Notwendigkeit wären Waffen in aller Hände der zweite große Unglücksfall. Und das wäre dann endgültig.

railroader
10.10.2016, 19:53
Nur wer ist im Ernstfall der verrückte? Der der Hunger hat? Oder der zuviel an allem hat? Und damit sein Futter verteidigen wird? Und wie alles verfügbar? Erst im E-Fall oder schon vorher unter dem Koppkissen gelegen?

PolleBLN
10.10.2016, 20:03
Grundsätzlich gibt es zu viele, die heute schon nicht nachdenken würden und einen leichtfertig Umgang damit pflegen würden. Und die würden im Fall der Fälle nicht unbedingt umsichtiger werden.

Und unters Kopfkissen gehören diese Dinge erst Recht nicht.
Die Berechtigung, Lagerung, Transport, Nutzung... sind nicht ohne Grund vorgeschrieben und auch kontrolliert.

railroader
10.10.2016, 20:11
Nun der Fred heißt "Überleben im Notfall"! Und beim Notfall gibt es wohl keine Kontrollen mehr. Nur der Selbstschutz oder das Verbrechen...

PolleBLN
10.10.2016, 20:17
Wie gesagt, für mich kein Problem.
Im allgemeinen sind Waffen aber nur bedingt bis gar nicht verfügbar. Wenn nicht gerade n Laden dafür geplündert wird, oder der Förster beräubert wird. Rankommen täte man mit etwas Glück sicherlich. Aber rechnen würde ich damit nicht.

PolleBLN
10.10.2016, 20:32
Grundsätzlich ist der Gedanke aber nicht unberechtigt. Ich würde da aber eher an die Defensive als an die Offensive denken. Und da kann man mit etwas Geschick, Handwerk und Grundwissen sicherlich taugliches zusammen stellen.
Ein zB Molli ist schnell gebastelt.
Gruben und Fallen können gefertigt werden. Barrikaden sind sinnvoll. Wenn man nicht viel hat sollte man sehen, daß der Eindringling in Bereiche gelenkt wird, in denen die vorhandene Verteidigung auch wirksam ist.
Ein zu offenes Lager ist zudem auch schlecht zu verteidigen.
Aber das hängt alles von Verfügbarkeit und Nutzung ab.

Sven K.
10.10.2016, 22:02
...Und in dem Fall der Notwendigkeit wären Waffen in aller Hände der zweite große Unglücksfall. Und das wäre dann endgültig.

Legale scharfe Waffen gibt es in Deutschland über 5 Millionen bei etwas über 2 Millionen Personen und dann gibt es noch die illegalen Waffen über die es keine genauen Zahlen gibt. Im Notfall werden viele diese Waffen auch zur Verteidigung einsetzen, was in der jüngsten Zeit auch passiert ist (Hauseinbruch- Täter erschossen). Hinzu kommen noch die vielen freien Waffen für die man keine Waffenbesitzkarte benötigt, aber tödlich sind, dazu zählen Vorderlader, Armbrüste und auch Bögen.

Gruß Sven!

PolleBLN
10.10.2016, 22:34
Oha
Vorderlader und Armbrust. Beides ist frei verkäuflich. Da hast du recht.
Für erstes brauchst man aber n Sachkundenachweis nach dem Sprengstoffgesetz. Und ohne die kann man so ein Teil maximal als Knüppel benutzen. Man kommt ohne nicht ans Schwarzpulver ran.
Aber das geht zu weit. Ich wurde letztens hier angezählt, weil ich Paragraphen raus hole.
Die wenigsten wissen damit umzugehen. Geschweige denn richtig zu laden. Bleikugeln gibt's auch nicht mehr, da nicht mehr zugelassen. Irgend jemand hat mal festgestellt, daß Blei tödlich sein kann. Irgendwie albern bei ner Schusswaffe. Und selbergießen ist ohne Form schwer. Also muss Stahl ran. Und wenn die Mumpeln alle sind, dann sind sie alle.
Außerdem sind damit 2, max 3 Schuss in der Minute möglich sind. Und die Schussweite und Präzision lassen eher zu wünschen übrig. Die Verletzungen sind allerdings mehr als übel.
Armbrust ist ne echt miese und präzise Sache. Super zur fast lautlosen und erfolgreichen Jagd geeignet. Aber auch zur Verteidigung. Aber wer hat so ein Ding schon? Mehr als 3 Schuss pro Minute geht aber auch da nicht.
Ob das also offensive Waffen sind kann jeder für sich selbst entscheiden.

Aber wenn ich es mir recht überlege würde ne Armbrust bestimmt Spaß machen. Warum hab ich sowas noch nicht bei mir im Auto? Ist ja legal. Genau wie meine Angel.

Andi39GE
10.10.2016, 22:57
Warum hab ich sowas noch nicht bei mir im Auto?....

Weil Spätzünder ... am besten gleich die passende Bogenhalterung gekauft....

http://www.bogensportwelt.de/TROPHY-HUNTING-Bogenhalterung-fuer-den-Autositz-in-Camo

PS: Lustiger Thread :wink:

Sven K.
10.10.2016, 23:00
Richtig, um Schwarzpulver das ganze Jahr zu kaufen brauchst du einen Sachkundenachweis. Für den ständigen Transport einer Armbrust im Auto solltest du lieber einen kleinen Waffenschein machen, weil es sonst bei einer Kontrolle schwierig werden kann. Der kleine Waffenschein ist zwar nur zum tragen von geladenen Waffen, aber Vorsicht.

Gruß Sven!

PolleBLN
10.10.2016, 23:14
Netter Seitenhieb.
Stimmt. Zu Silvester kommt jeder Depp an Schwarzpulver.
Musste gerade schmunzeln.

Naja. Die lieben Scheine.
Ich glaub kaum, daß irgend jemand meine Zargesskiste aufm Dach kontrolliert. Das hat noch nicht mal die italienische Zollbehörde gemacht. Und die waren nicht zimperlich.
Ist ja da auch nicht in ein paar Handgriffen einsatzbereit.

Mich reizt übrigens gerade der Gedanke, mich mal am selber bauen zu versuchen. Sollte doch eigentlich möglich sein.

Ok. Das geht jetzt wieder zu weit vom Thema weg.
Ich denke, daß es auf Improvisation hinauslaufen würde. Also suchen, finden und kreativ sein. Die wenigsten haben halt ne Mumpelspritze griffbereit.

sq7
10.10.2016, 23:27
Sven um Schwarzpulver zu Kaufen braucht es etwas mehr, in Berlin kenne ich nur noch drei Händler und da mußt du vorbestellen.

urian
11.10.2016, 00:45
Ach da haben wir im Brandenburger Land ja echt Glück ... können uns in etliche FB-3 verkriechen .... Feix ...

martin2
12.10.2016, 02:24
Nun der Fred heißt "Überleben im Notfall"! Und beim Notfall gibt es wohl keine Kontrollen mehr. Nur der Selbstschutz oder das Verbrechen...
Vielleicht hätten wir auf Oma hören sollen - als sie immer wieder vom Krieg erzählte. Vor allem aber, was sie über 1945 erzählte.

Eine Waffe nützt im Zweifel gar nichts: Die Gegenseite ist stärker bewaffnet. Oder: Die Gegenseite kommt mit 15 Mann, die genügend militant (z.B. hungrig) sind. Es gibt da nur eine Überlebensschance, sagte Oma: Scheinbare Kooperation.

Das bedeutet laut Oma, dass alle Wertgegenstände versteckt sind, da ist man auf dem Land deutlich im Vorteil: In der Großstadtwohnung nutzt der Feldspaten wenig, da kann man nichts in der Wohnung vergraben. Und laut Oma bedeutet das, dass nicht alle Lebensmittelvorräte an einem Ort sind: Sie müssen teilweise versteckt werden. Oma sagte zudem, dass man nicht zur Schau stellen darf, dass man noch was hat.

Ich würde aber vorschlagen, dass wir das Kriegs- und Weltuntergangsgedöhns vergessen und uns auf den Fall "14 Tage ohne Infrastruktur überleben" konzentrieren: Das wird schon schwierig genug.

Mit Blick auf das jetzige sowie das zu erwartende Wetter - Kälte ist eine extreme Waffe: Sie schwächt den Körper, sorgt für mehr Nahrungsbedarf und schwächt vor allem die eigene Moral. Oma meinte bis heute unwidersprochen, dass dicke Federbetten und Unterbetten (kennt überhaupt noch jemand diesen Begriff?) von Nöten sei. (Die von Oma geerbten Federbetten habe ich übrigens noch - aber eher aus Faulheit, zugegeben.)

Und für den Tag benötigt man -wie es heute heißt- Funktionswäsche. Auch da bin ich sehr nah bei Oma, Gott habe sie selig: Der moderne Funktionskam gehört (mal abgesehen von der obersten, Wind- und Regenabweisenden Schicht) komplett in die Tonne. Angesagt ist Wolle: Baumwolle, Schafwolle - und zwar von oben bis unten, in mehreren Schichten. Es mag zwar modern sein das schicke Haupthaar zu zeigen, aber der Kopf gehört (Wolle!) eingehüllt wie bei einer Dame in Burka.

Und in mein Medizintäschchen packe ich als erstes dicke Creme, zum Beispiel Penatencreme für Babypopo.

PolleBLN
12.10.2016, 10:30
Eine sehr angenehme Richtungsgebung. Danke

Ich muss deiner Oma recht geben. Ich arbeite bei Wind und Wetter draußen. Die Zwiebeltaktik wirkt Wunder. Ich halte auch nichts von supermodernen Klamotten, die angeblich alles können. Die kommen recht schnell an ihre Grenzen. Wasserdichte Oberhaut ist wichtig. Danach ich Baumwolle und Wolle das beste. Wolle hat zudem den Vorteil, daß sie nicht so oft gewaschen werden muss. Auslüften reicht meist. Es sei denn, man hat sich richtig eingesaut. Das ist auch in Hinsicht Wassermangel nicht unwichtig.
Das schlimmste, was es gibt sind nasse, kalte Füße. Da hilft nur gutes Schuhwerk. Und auch da tendiere ich zu geschlossenen Lederstiefeln. Mit dem ganzen neumodischen atmungsaktiven Kram habe ich keine guten Erfahrungen gesammelt. Ohne Imprägnierung sind die für die Tonne. Wechselsocken sind wichtig. Habe immer ein paar trockene Socken parat.
Und der Kopp gehört in Wolle. Gerne auch der Hals.

In Ermangelung eines Federbettes kann man auch gut auf Stroh ausweichen.
Einfach in nen Bettbezug gestopft und ne Wolldecke drunter. Und zum zudecken das gleiche. Was besseres gibt es nicht gegen Kälte.

Ich werde es jetzt am Wochenende übrigens genau so machen.
Zelt aus Leinenstoff, Strohbett und Wollkleidung. Als Wetterschutz n langer Mantel mit Stehkragen. Super gegen Regen, Wind und Kälte. Gekocht wird am Feuer. Der Dolch steckt im Stiefel. So kann man es wunderbar aushalten.

Gruß Polle

jollentreiber
12.10.2016, 14:14
Eine sehr angenehme Richtungsgebung. Danke



Dem möchte ich als Themenersteller gerne zustimmen...ebenfalls Danke.
Leider kann ich aus zeitlichen Gründen hier momentan nicht so viel beisteuern. Bin eher nur ab und zu mal kurz am lesen.




Ich werde es jetzt am Wochenende übrigens genau so machen.
Zelt aus Leinenstoff, Strohbett und Wollkleidung. Als Wetterschutz n langer Mantel mit Stehkragen. Super gegen Regen, Wind und Kälte. Gekocht wird am Feuer. Der Dolch steckt im Stiefel. So kann man es wunderbar aushalten.

Gruß Polle



Polle, dich auf einem Strohsack....davon gibt es doch dann sicher auch Bilder?!

Gruß
Lutz

PolleBLN
12.10.2016, 14:19
Mal sehen.
Bilder werden immer irgendwie gemacht. Sowas entsteht aber meistens eher zufällig.

Andi39GE
12.10.2016, 14:51
DAS .... brauchen SIE WIRKLICH für den Ernstfall!

http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/satire-so-gewinnen-sie-im-katastrophenfall-fotostrecke-140909.html

PS: Das mit dem Pferd ist tatsächlich ne gute Idde, wie ich dem Flyer der Rescue Riders entnehmen konnte. Wo parke ich das aber zwischen??

PolleBLN
12.10.2016, 15:27
Aaaahhhhh. Super. Dann kann ich mich ja zurück lehnen. Bis auf Pferd, Schampus und Entsalzungsanlage hab ich alles.
Wobei man letztere auch wunderbar selbst herstellen kann. Das Pferd ersetze ich durch Drahtesel mit Anhänger aus meinem Fundus. Und n Solarkocher brauch ich nicht. Ich hab Feuer.

Puh. Gerettet.

Aschekater
12.10.2016, 16:35
Ups , da ist ja gar kein Vordruck für die Steuererklärung dabei !

PolleBLN
15.10.2016, 08:31
So. Hier n Bild meiner Schlafstelle für fieses Wochenende.

http://uploads.tapatalk-cdn.com/20161015/6213557deac324b3649c66bc195ef0d4.jpg

War schön muggelig warm.
Strohsack und Decke drunter und Decken drauf. Das Fell ist für den Hund.
Mehr braucht der Mensch eigentlich nicht.
Außentemperatur 3°C.

Woelfi
15.10.2016, 09:30
@PolleBLN

Mal zurück zum Thread;
bei welchem Szenario sollte diese Lösung denn helfen?
Zoff zu Hause fällt mir da spontan ein. Bei militärischen Lagen aller Art wohl eher nicht...

Gruß Woelfi

PolleBLN
15.10.2016, 10:37
Grundsätzlich gings gerade um Wärmeerhalt und trockenes Lager. Ich will damit zum Ausdruck bringen, daß es nicht viel bedarf, um über die Runden zu kommen.
Das Bild habe ich auf Lutzes Wunsch hin gesendet.

Gruß Polle

Woelfi
15.10.2016, 11:17
Das hat dann wohl eher was mit Hobby als mit lebensbedrohlichen Lagen zu tun. Spätestens nach 2 Tagen Regen und 'nem steifen Nordost ist wohl mit Wärme und Trockenheit Schluss mit lustig. Bei unter Null schon eher. Kenn ich von Winterübungen bei der NVA. Ich kenne dazu auch die Erzählungen meiner Vorfahren zur Flucht aus Ostpreussen und aus den Sudeten im Winter 44/45. Die hatten nicht mal Zeit sich auszuruhen, geschweige denn Zelte aufzubauen.
Am Anfang des Threads hätten wohl doch erstmal die zu überstehenden Lagen definiert werden sollen. Dann die entsprechenden Maßnahmen dazu.
Alles andere ist wohl Männerulk
Denkt Woelfi

vr6treter
15.10.2016, 13:15
So. Hier n Bild meiner Schlafstelle für fieses Wochenende.
War schön muggelig warm.
Strohsack und Decke drunter und Decken drauf. Das Fell ist für den Hund.
Mehr braucht der Mensch eigentlich nicht.
Außentemperatur 3°C.

Besorg dir mal eine Zeltbahn von der Bundeswehr, dann kannst du gerne mit mir zusammen in den Wald und lernen wie man sowas richtig macht.... getreu dem Motto, weniger ist manchmal mehr, was du da gebaut hast ist von Arsch und weder Frost noch Wasserfest, desweiteren sollte man es unauffälliger gestalten.
Mein Angebot steht.

LG Jörg

sq7
15.10.2016, 13:34
@ Jörg
du willst ihn doch nur ihn mit dem grünen Notfressen der BW abfüllen :welcoming:

PolleBLN
15.10.2016, 17:40
So. Das ist jetzt der Punkt, an dem ich mich ausklinke.
Weil hier jeder von anderen Rahmenbedingungen ausgeht und damit einfach keine gescheite Grundlage zur Unterhaltung gegeben ist.

Ich habe das Bild für Lutz hier eingestellt. Das nächste Mal schicke ich es ihm privat.
Es ging mir dabei weder um Tarnung noch um sonstwas.
Was ich damit zeigen wollte ist, daß mangels Daunendecken auch Stroh verwendet werden kann. In meinem Fall funktioniert es in einem Bettbezug reingestopft super. Ja, das Bild ist im gelebten Hobby entstanden. Aber da leben wir mit dem, was es vor 200 Jahren gab. Sicherlich ist die Verfügbarkeit von Utensilien und Nahrung da kein Problem. Leben wir doch in einer Überflussgesellschaft. Aber es zeigt doch Grenzen und Möglichkeiten.
Nebenbei bemerkt haben wir so auch Regen, Sturm und Minusgrade klaglos überstanden.
Ach ja. Ne Natoplane ist nicht fremd. Deren Nutzungsmöglichkeiten ebenso wenig. Ist in diesem Hobby aber fehl am Platz.

Gruß und Tschüss aus diesem Themenbereich.

Klondike
17.10.2016, 08:22
Schade das das Thema auf Grund von , ja warum eigentlich? so kaputt geredet wird.

UND wenn jetzt schon alle son hohen Blutdruck bekommen obwohl man sich hier nur unterhält.... dann wird mir aber vorm extremfall, schadensfall Angst und Bange..... also 2016 inner Zeltbahn schlafen wenn ich Wahl hab.... gibts dann ne Auszeichnung Ironman?

Was mich wundert ist bei dem Thema immer das hier alle scheinbar nur als Einzelkämpfer planen?!
Wenn was passiert schnappt ihr eure Plane und rennt alleine in Wald? Ich glaube etwas falsch gedacht oder zu romantisch... jeder Kerl bekommt son Pillepallekram hin!!!!! paar Tage im Wald zu wohnen.... aber nimm mal die Familie mit...oder lasst ihr alle hängen?.und halte die bei Laune....jeden Tag jede Urzeit.... hier Schatz....kannst meine Zeltbahn haben...weniger ist manchmal....
Denkt bitte auch an sowas

Andi39GE
17.10.2016, 08:41
Zelt.....Da war doch was... Campingplätze... da hab ich so ne Übersichtskarte aus DDR Zeiten ;-)

Das Thema ist für mich durch, weil es gute Webseiten, Bücher zum Thema gibt und weil die Weltuntergangsstimmung die hier einige aufzeigen mir am Allerwertesten vorbei geht. Und wen ich in den Wald mitnehme und wen nicht, und ob das dann romantisch wird oder nicht ist wohl hupe.
Natürlich können wir noch auf Kleinstkinder bei der Unterbringung im Wald bei Frost eigehen und diskutieren... und Omas Strohbett.
Ich biete demnächst Lehrgänge zum Thema Hibler-Wärmepackung und Maßnahmen bei Schussverletzungen an, oh, ne Marktlücke.
Ohne mich, ich bin dann auch mal aus diesem Thread weg.
Zurück zu versteckten Orten... :-)

Panzermensch
17.10.2016, 08:56
Was mich wundert ist bei dem Thema immer das hier alle scheinbar nur als Einzelkämpfer planen?!


Ja, schade, war so ein schöner Bier- und Popcorn-Thread zum Mitlesen...wenn man auf Endzeitstimmung steht.

Was ich mich aber auch gefragt habe...
wahrscheinlich dürften doch außer mir auch einige Andere hier im Falle der ernsthaften Zuspitzung einer Krise mit einem Einberufungsbescheid oder der Zuziehung zu irgendeiner Hilfsorganisation rechnen müssen.
Hätte sich damit die "Einzelkämpferplanung" für Euch erübrigt, oder wie würdet Ihr mit der Situation umgehen?

Grüße.

Andi39GE
17.10.2016, 09:09
Einberufungsbescheid oder der Zuziehung zu irgendeiner Hilfsorganisation rechnen müssen.
Hätte sich damit die "Einzelkämpferplanung" für Euch erübrigt, oder wie würdet Ihr mit der Situation umgehen?


Gegenfrage: Was tust DU? Fahnenflucht oder mit Familie, Hamster und Wellensittich in den Wald? Warum ist es wichtig für Dich was andere tun?
Soll Dir das als Entscheidungshilfe dienen?
Und schon wieder diese Endzeitstimmung. Einberufung?? Von welchem Szenario wird hier gesprochen??
Angriff der Marsianer oder eher mehr aus Richtung Osten? Oh man.

Panzermensch
17.10.2016, 09:29
Gegenfrage: Was tust DU? Fahnenflucht oder mit Familie, Hamster und Wellensittich in den Wald? Warum ist es wichtig für Dich was andere tun?
Soll Dir das als Entscheidungshilfe dienen?
Und schon wieder diese Endzeitstimmung. Einberufung?? Von welchem Szenario wird hier gesprochen??
Angriff der Marsianer oder eher mehr aus Richtung Osten? Oh man.

Naja, zum großen Teil war man ja hier thematisch dem Weltuntergang näher als etwa einer Winter- oder Hochwasserkatastrophe, deswegen war es ja auch ganz gut, die Richtung etwas einzugrenzen.

Was ich machen würde, tja, das ist schwer zu sagen aus dem Jetzt heraus. Käme sicher darauf an, was tatsächlich die Krisensituation ist (Kriegsfall oder Naturkatastrophe) und auf die familiären Umstände zum fraglichen Zeitpunkt, deshalb ist das tatsächlich schwer zu beantworten.
Insofern kann ich nicht einmal selbst eine Antwort darauf geben...

Andi39GE
17.10.2016, 09:49
Insofern kann ich nicht einmal selbst eine Antwort darauf geben...

Das liest sich mal realistisch und ehrlich. Danke.

jollentreiber
17.10.2016, 13:56
.....

Ich bin gespannt ob und wie sich die Diskussion hier entwickelt.



Tja, es entwickelt sich so wie ich es hier im Forum eigentlich nicht vermutete hatte.
Beiträge wie dieser hier z.B. :



Besorg dir mal eine Zeltbahn von der Bundeswehr, dann kannst du gerne mit mir zusammen in den Wald und lernen wie man sowas richtig macht.... getreu dem Motto, weniger ist manchmal mehr, was du da gebaut hast ist von Arsch und weder Frost noch Wasserfest, desweiteren sollte man es unauffälliger gestalten.
Mein Angebot steht.

LG Jörg

blockieren das Thema und rücken es von einer normalen Diskussion weg.

Jörg, ich hatte Polle gebeten doch mal ein Bild von seinem Strohbett während seines Reenactment-Wochenende einzustellen. Der Anlass das Foto einzustellen war also nicht zu zeigen wie er sich ein Überleben im Notfall vorstellt.

Im übrigen habe ich mit Polle schon etwas länger Kontakt und traue ihm, auch auf Grund seiner langjährigen Erfahrung im Bereich des Katastrophen- und Brandschutzes, zu das er weiß wie man sich bei gewissen Situationen richtig in der Natur bzw. im Wald verhält.
Daher bezweifle ich stark das er von Dir eine persönliche Einweisung gemäß deines nachfolgenden Angebotes benötigt.
dann kannst du gerne mit mir zusammen in den Wald und lernen wie man sowas richtig macht....

Man kann hier doch wohl wirklich verlangen das sich die User die vorherige Beiträge durchlesen ehe sie in die Tasten hauen.


Ok, das mal kurz zum Thema "Strohsackbild" :encouragement:

Gruß
Lutz

jollentreiber
17.10.2016, 15:48
So Männer´s, da der Verlauf des Themas scheinbar einige überfordert oder verwirrt hat, hier nochmal ein Auszug aus meiner Themeneröffnung:





…...

Wie es sich aktuell entwickelt sollte man sich auch auf eine Reise ins Ungewisse, zumindest mal beschäftigt haben.
Und gleich vorweg, das Thema soll jetzt keinesfalls der aktuellen Panikmache folgen, sondern sich sachlich mit den Optionen und Möglichkeiten beschäftigen.

Naturgewalten, Anschläge, längerer Stromausfall, allgemein die Bedrohung durch äußere Einflüsse usw, dass alles sind Ereignisse die man als einzelner wenig beeinflussen kann. In einem solchen Szenario weiß keiner genau wohin die „Reise“ geht.

…...

Und um es nochmals zu schreiben, wenn dieses Thema angenommen wird dann wäre es schön wenn wir die Thematik ohne Spinnerei und Phantasterei abhandeln könnten.
Es wäre angeraten wenn wir uns hier konstruktiv und locker über alle Belange auseinander setzen würden die uns im Fall der Fälle hilfreich sein könnten.

Mit hilfreich meine ich zum Beispiel auch das Überleben in der freien Natur. Wie kann ich mich bzw. meine Familie im Notfall versorgen, schützen, über eine schlechte Zeit führen.

Tipp´s wie man mit einfachsten Hilfsmitteln z.B. einer Getränkedose und Schokolade, Tampons (ja richtig, die unbenutzten für die Damen) oder einer Bogenfidel ein lebenswichtiges Feuer entfachen kann.
Oder was esse und trinke ich wenn meine Reserven für die neuerlich wieder empfohlene 10tägige Bevorratung verbraucht oder anderweitig abhanden gekommen sind?

….

Das ist aber nur ein Punkt den man vorab für sich schon mal betrachtet haben sollte. Die Palette der entstehenden Notwendigkeiten ist da bei weitem größer.
Wer hat diese Thematik für sich schon näher in Betracht gezogen und/oder auch schon Vorkehrungen für den Fall der Fälle wie getroffen?

…..

Gruß
Lutz

Die Überschrift hier lautet: „Überleben im Notfall, Tipp´s und Erfahrungen“.

Jetzt ist es ja von Mensch zu Mensch sicher unterschiedlich wie man für sich einen "Notfall" definiert. Einem reicht schon wenn die Frau mitsamt der Waschmaschine verlustig gegangen ist um für sich den Notfall auszurufen und ein anderer sieht diesen für sich erst bei einer atomaren Katastrophe.


Klar, ich hätte das hier im Vorfeld etwas mehr bzw. klarer einschränken sollen. Aber wo ist die genaue Grenze? Was empfinden wir in der heutigen modernen Zeit als Notsituation.
Das (zeitweise) fehlen von Strom wäre, im Gegensatz zu unseren Großeltern, heute für den überwiegenden Teil der Gesellschaft ein gravierendes Problem. Ich gehe hier nicht nur von 24 Std. aus.

Grad in Großstädten werden sich, meiner Meinung nach, Situationen ergeben die die Bewohner zwingen sich in ihrem Lebensablauf auf gänzlich ungewohnte Lebensweisen einzustellen, den Tagesablauf neu zu organisieren und evtl. sogar zur eigenen Sicherheit den Lebensort neu zu bestimmen.

Der letzte Punkt, die eigene Versorgung und Sicherheit (inkl. Familie), wird der Punkt sein der sich als wichtigster herausstellen wird. Hier, so sehe ich es jedenfalls, sollte man sich doch schon mal Gedanken gemacht haben.
Das Thema unter dem Motto: „Es wird schon alles nicht so schlimm und die da oben werden es schon richten“ gänzlich zu verdrängen ist aus meiner Sicht ein Irrglaube.

Wie ich es schon im Eingangsbeitrag geschrieben habe, es soll hier keine Panikmache sein oder gar eine Weltuntergangsstimmung erzeugt werden. Nein...dazu gibt es sicher Foren die sich darauf spezialisiert haben.
Hier bei HP, ja hier sehe ich eher das Klientel welches fähig sein sollte eine sachliche Diskussion zur Thematik führen zu können.




Um dem Faden nun wieder eine geordnete Richtung zu geben, engen wir das ganze mal etwas ein.

Also als erstes....wir haben KEINEN Atomschlag und KEINEN Krieg!


Die mögliche (angenommene) Situation für die weitere Diskussion hier sollte/könnte folgende sein:

- - - - -

Wir, die Bewohner von Städten und auch auf dem Land, sind durch gewisse Notstände gezwungen einen unbekannten Zeitraum ohne Strom und mit einer gestörten öffentlichen Ordnung zu überstehen.
Soll heißen, das gewohnte Umfeld stellt sich nicht mehr so da wie wir es gelernt und bisher gelebt haben.

- - - - -


Ich habe es im oberen Themenbereich ja schon angesprochen, wir sind bedingt durch unsere aktuelle moderne Lebensart zum großen Teil nicht mehr in der Lage das alte Wissen unserer Großeltern in gegebenen Situationen umzusetzen.
Das fängt bei der Nahrungsbeschaffung aus der Natur an und endet beim Nutzen von einfachen Handlungen zum Überleben, wie Bau einer witterungsbeständigen Unterkunft, Feuer machen, Orientierung, Hygiene und Gesunderhaltung usw. auf.

Viele Beiträge haben sich mit dieser oben genannten Situation schon beschäftigt. Danke an die User die sich bisher ernsthaft eingebracht haben.

Es wäre sehr hilfreich wenn wir hier im Thema nun wieder eine gesunde Diskussion führen könnten aus der wir alle etwas lernen. Lernen.....für einen Fall der hoffentlich nie eintreten wird.

Ich hoffe nun wieder eine wenig Grund in das Thema gebracht zu haben und denke auch das sich @Polle mit seinem Wissen hier weiter einbringt.

Gruß
Lutz

martin2
17.10.2016, 18:40
Die mögliche (angenommene) Situation für die weitere Diskussion hier sollte/könnte folgende sein:
- - - - -
Wir, die Bewohner von Städten und auch auf dem Land, sind durch gewisse Notstände gezwungen einen unbekannten Zeitraum ohne Strom und mit einer gestörten öffentlichen Ordnung zu überstehen.
Soll heißen, das gewohnte Umfeld stellt sich nicht mehr so da wie wir es gelernt und bisher gelebt haben.
- - - - -
Eingedenk der Tatsache, dass das Thema sehr schnell auf Weltuntergang und angedeutete Verschwörungstheorien kam, schlage ich eine Korrektur/weitere Eingrenzung vor:

- - - - -
Wir, die Bewohner von Städten und auch auf dem Land, sind durch zunächst unklare Umstände gezwungen einen unbekannten Zeitraum ohne Strom und mit einer am ersten Tag zusammengebrochenen Infrastruktur sowie auch Tage später teilweise gestörten öffentlichen Ordnung zu überstehen.
Soll heißen, das gewohnte Umfeld stellt sich nicht mehr so da wie wir es gelernt und bisher gelebt haben.
- - - - -

Das heißt, dass ich "Notstände" sowie "gestörte öffentliche Ordnung" ersetzen bzw. präzisiert sehen möchte.

Ich begründe den Änderungsvorschlag wie folgt:
1) Ich habe mehrere teils länger dauernde regionale Katastrophenlagen miterlebt. Da ich dort eingebunden war, habe ich einige Einblicke.

2) Ein vollständiger, flächendeckender Zusammenbruch der Infrastruktur ist zwar wenig wahrscheinlich, durchaus aber denkbar. Wegen der föderalen Strukturen in Deutschland wird es relativ schnell autonome regionale/punktuelle Wiederanläufe von Strukturen/Teilstrukturen geben.

3) Nach allem Erleben ist nebst Wasser/Strom das auftretende Informationsdefizit das dramatischste Problem. (Man muss es wohl selbst erleben, sonst kann man sich das nach meiner Erfahrung nicht vorstellen.)

railroader
17.10.2016, 18:57
Na da habe ich mal eine Frage. Es wurde von Informationen geschrieben. Ich kenne das ja noch vom hören, dass man ein olles Kofferradio sein eigen nennen sollte, was natürlich mit Batterien versorgt sein muss. Da bei einem K-Fall kein Strom vorhanden sein kann, wird ja nun das so supergeile DAB Radio recht stumm bleiben. Also ist das mit dem Kofferradio mit MW noch richtig?

vr6treter
17.10.2016, 19:05
Tja, es entwickelt sich so wie ich es hier im Forum eigentlich nicht vermutete hatte.
Beiträge wie dieser hier z.B. :




blockieren das Thema und rücken es von einer normalen Diskussion weg.

Jörg, ich hatte Polle gebeten doch mal ein Bild von seinem Strohbett während seines Reenactment-Wochenende einzustellen. Der Anlass das Foto einzustellen war also nicht zu zeigen wie er sich ein Überleben im Notfall vorstellt.

Im übrigen habe ich mit Polle schon etwas länger Kontakt und traue ihm, auch auf Grund seiner langjährigen Erfahrung im Bereich des Katastrophen- und Brandschutzes, zu das er weiß wie man sich bei gewissen Situationen richtig in der Natur bzw. im Wald verhält.
Daher bezweifle ich stark das er von Dir eine persönliche Einweisung gemäß deines nachfolgenden Angebotes benötigt.

Man kann hier doch wohl wirklich verlangen das sich die User die vorherige Beiträge durchlesen ehe sie in die Tasten hauen.


Ok, das mal kurz zum Thema "Strohsackbild" :encouragement:

Gruß
Lutz


Was für eine Diskussion Lutz? Ich will nicht diskutieren sondern am lebenden Objekt demonstrieren wie man im Notfall überlebt, wenn das Bild nichts mit dem Thema zu tun hat, verstehe ich nicht was es hier zu suchen hat.

Zitat PolleBLN: Grundsätzlich gings gerade um Wärmeerhalt und trockenes Lager. Ich will damit zum Ausdruck bringen, daß es nicht viel bedarf, um über die Runden zu kommen.

So kann man aber im NOTFALL nicht über die Runden kommen, ich glaube das es der USER Woelfi das in den Beiträgen #122 und #124 schon sehr gut auf den Punkt gebracht hat so das ich es nicht weiter kommentieren muss.

Deshalb kam es zu meinem Angebot welches genau so gemeint war wie ich es schrieb, ich gebe mein erlerntes Wissen über das Thema gerne weiter, aber praktisch und nicht theoretisch denn nur so kann man es richtig lernen.

Lutz ich habe von Katastrophen und Brandschutz kein Plan, bin aber in der Lage eine Truppe von 20 mann in einer "Notsituation" und das auch über mehrere Wochen, so gut wie unsichtbar am Leben zu halten und das ist es worum es hier geht in diesem Thema, im Ernstfall habe ich eine Familie hinter mir die ich durchbringen muss.

Desweiteren wäre es schön wenn du mit deinen Zweifeln mir gegenüber vorsichtig umgehen würdest, das ging schon mal nach hinten los: http://forum.hidden-places.de/showthread.php/5334-Ludwigsfelde-Luftschutzbunker-auf-dem-Gel%C3%A4nde-ehem-Daimler-Benz-Flugzeugmotorenwerk/page3?p=71037&viewfull=1#post71037

Und zu guter letzt noch ein Zitat von Polle: Ach ja. Ne Natoplane ist nicht fremd. Deren Nutzungsmöglichkeiten ebenso wenig. Ist in diesem Hobby aber fehl am Platz.

Im Umkehrschluss würde ich sagen das dein Hobby bestimmt spannend sein kann, hier in diesem ernsten Thema aber fehl am Platz ist.

Ich hoffe das es hier jetzt produktiv weiter gehen kann, von mir aus auch in einem Foren Biwak Wochenende.

Lieben Gruß Jörg

jollentreiber
17.10.2016, 20:36
Was für eine Diskussion Lutz? Ich will nicht diskutieren sondern am lebenden Objekt demonstrieren wie man im Notfall überlebt....

….

Deshalb kam es zu meinem Angebot welches genau so gemeint war wie ich es schrieb, ich gebe mein erlerntes Wissen über das Thema gerne weiter, aber praktisch und nicht theoretisch denn nur so kann man es richtig lernen.

….



Hallo Jörg, genau so sehe ich es auch. Man sollte das was man sich im Vorfeld erlesen bzw. auch in einer Diskussion heraus gefiltert hat, entsprechend den gegebenen Möglichkeiten, auch mal praktisch durchgeführt haben. Ich selber konnte für mich auch schon erfahren das sich einiges einfacher liest als das es dann in der praktischen Anwendung durchgeführt werden konnte.
Zu diesem Punkt komme ich dann weiter unten noch mal.




Desweiteren wäre es schön wenn du mit deinen Zweifeln mir gegenüber vorsichtig umgehen würdest, das ging schon mal nach hinten los: http://forum.hidden-places.de/showthread.php/5334-Ludwigsfelde-Luftschutzbunker-auf-dem-Gel%C3%A4nde-ehem-Daimler-Benz-Flugzeugmotorenwerk/page3?p=71037&viewfull=1#post71037


Ich sehe das „Flatterbandthema“ nun nicht als Grund das Du der Meinung sein müsstest das ich an dir Zweifel hege.
Nee nee, ich glaube das wir beide da schon lang genug im „Geschäft“ sind. :encouragement:



Und zu guter letzt noch ein Zitat von Polle: Ach ja. Ne Natoplane ist nicht fremd. Deren Nutzungsmöglichkeiten ebenso wenig. Ist in diesem Hobby aber fehl am Platz.

Im Umkehrschluss würde ich sagen das dein Hobby bestimmt spannend sein kann, hier in diesem ernsten Thema aber fehl am Platz ist.


Jörg, ich gehe mal davon aus das Du hier in diesem Zitat anstatt „dein“ eher „sein“ schreiben wolltest. Dann würde der Satz auch im Zusammenhang passen.



Ich hoffe das es hier jetzt produktiv weiter gehen kann, von mir aus auch in einem Foren Biwak Wochenende.

Lieben Gruß Jörg


Diesen Vorschlag von Dir greife ich sehr gerne auf. Wenn wir es zeitlich in die Reihe bekommen, wäre das mal ein aktiver und lehrreicher Beitrag zum Forenleben.
Ich würde dieses HP Biwak gerne in Betracht ziehen und dich dazu die Tage mal anrufen....deine Nummer habe ich ja.

Gruß
Lutz

jollentreiber
17.10.2016, 20:48
Na da habe ich mal eine Frage. Es wurde von Informationen geschrieben. Ich kenne das ja noch vom hören, dass man ein olles Kofferradio sein eigen nennen sollte, was natürlich mit Batterien versorgt sein muss. Da bei einem K-Fall kein Strom vorhanden sein kann, wird ja nun das so supergeile DAB Radio recht stumm bleiben.

Also ist das mit dem Kofferradio mit MW noch richtig?



Dirk, wenn Du ein Kofferradio dein Eigen nennst dann solltest Du es auch behalten. Natürlich müssen auch die notwendigen Batterien vorhanden sein. Hast Du die aktuell?

Also, Du kannst mit Gewissheit davon ausgehen das bei einem flächendeckenden Ausfall der Energieversorgung die Sendeanstalten über eine Notstromversorgung abgesichert sind.

railroader
17.10.2016, 21:07
Ich habe noch ein Radio aus der DDR. Ist wohl von 1986. Ja es hat mir auf Arbeit immer gute Dienste geleistet. Hatte UKW, MW, LW. Batterien habe ich ja schon wegen der ollen Bunker immer im Haus. Also gehe ich mal davon aus, dass es Infos über die besagten Frequenzen geben wird?

Gruß Dirk

PolleBLN
17.10.2016, 21:21
Ok.. Ich will es nochmal versuchen.

Irgendwie verstehe ich den Stress hier gerade nicht.
Ich wollte lediglich zeigen, daß es taugliche Alternativen gibt um warm über die Runden zu kommen. Ich bitte darum, sich nicht an einem Zelt oder den Hintergrund dessen aufzuregen.
Weiterhin braucht hier niemand persönlich oder herablassend werden. Ich glaube nicht, daß es förderlich für diesen Fred und das miteinander im Forum ist.
Jeder hat mehr oder weniger seine Erfahrungen gesammelt oder Ausbildungen genießen dürfen. Und das sollte man in meinen Augen nicht diskreditieren.

Im einer Zwangslage ist es mitunter notwendig zu improvisieren und verfügbares zu verwenden.
Im Rahmen einer wie auch immer gearteten Notsituationen kann es durchaus passieren, daß Bevölkerungsteile in Zelten untergebracht werden müssen. Diejenigen , die in solchen Umständen Leben müssen, haben im allgemeinen nur das nötigste bei sich. Also nicht unbedingt das große Reisegepäck. Sie sind also auf das angewiesen, was sie gestellt bekommen. Und das ist ein Bett, Verpflegung und 5m2 Platz. Eine Heizmöglichkeit ist optional und angestrebt, aber nicht immer verfügbar.
Meine persönliche Erfahrung für solch einen Fall ist es, daß ein Feldbett nicht immer die beste Wahl ist. Ich lagere lieber am Boden. Weil da keine kalte Luft unter meinem Bett zirkulieren und mir und meinem Bett zusätzlich Wärme entziehen kann. Wie dieses Lager aussieht richtet sich nach den Rahmenbedingungen. Für den Fall von Feuchtigkeit am Boden kann zB eine Plasteplane von Vorteil sein, die an den Ecken geknotet und seitlich mit Stricken über das Lager hinweg hochgebunden wird. Damit bildet sich eine Wanne, die das Lager trocken hält.
Das ist aber auch nur ein Gedankenanstoß. Jeder kann damit umgehen, wie er will. Es muss aber nicht persönlich werden.
Ich beziehe meine Erfahrungen im übrigen keiner militärischen Ausbildung. Ich habe ebenfalls meine Einheit geführt und einiges erlebt. Zum Beispiel Unterkünfte für Einsatzkräfte in Abrisshäusern militärischer Herkunft, die bereits zur Sprengung vorbereitet und somit bereits entglast und aller notwendiger Medien beraubt waren. Oder Unterkünfte in Rohbauten. Ebenfalls ohne Medien. Aber wenigstens mit Fenstern und dichtem Dach.
Ich habe auch schon unter meinem Lkw genächtigt oder unter einer Plane, die seitlich an meinem Lkw befestigt war. Weil ich die Kabine (von mir geführten) Kameraden überlassen habe.
Wenn man seinen Anspruch etwas herabsetzt, kann man sich auch damit arrangieren. Auch wenn solche Umstände nicht erstrebenswert sind.
Wie gesagt, daß sind persönliche Erfahrungen. Wir haben damals streckenweise auch nur den Kopf geschüttelt. Haben es aber trotzdem überlebt. Eine Wahl hatten wir allerdings auch nicht wirklich.

Um dem ganzen vielleicht noch einen neuen Impuls zu geben.
Es ist übrigen nicht förderlich, sich zu warm einzupacken. Wer bei Kälte in seinem Lager anfängt zu schwitzen friert um so schneller. Die allgemeine Reaktion darauf wäre, sich noch wärmer anzuziehen. Was dann aber nur das Gegenteil des gewollten erreicht.
Richtiger wäre aber, ein warmes Lager zu errichten und dann mit gemäßigter Kleidung schlafen zu gehen. Das beugt schwitzen vor.

Zum Thema Radio:
Im Falle eines regionalen Problems ist der Empfang ohne weiteres möglich, weil ausreichend Sender überregional senden und somit nicht im betroffenen Gebiet angesiedelt sein müssen.
Im Falle eines überregionalen Ereignisses ist es angestrebt, die Bevölkerung über Radio zu erreichen. Es ist also davon auszugehen, daß eine Sendeanlage in Betrieb gesetzt wird.

Offtopic:
N Forenbiwak wäre mal ne lustige Idee.

Gruß

sq7
17.10.2016, 21:50
Lutz ich Schicke dir ein Infopapier, ob du das hier ins Forum stellst überlasse ich dir. Die Zeitangaben stimmen leider nicht mehr,
durch Technische Änderungen wird alles viel schneller ablaufen.

martin2
18.10.2016, 02:59
Na da habe ich mal eine Frage. Es wurde von Informationen geschrieben. Ich kenne das ja noch vom hören, dass man ein olles Kofferradio sein eigen nennen sollte, was natürlich mit Batterien versorgt sein muss. Da bei einem K-Fall kein Strom vorhanden sein kann, wird ja nun das so supergeile DAB Radio recht stumm bleiben. Also ist das mit dem Kofferradio mit MW noch richtig?
Das ist falsch.

Auf Mittelwelle sendet niemand mehr. Als letzter Sender wurde der Deutschlandfunk abgeschaltet. (Dem Vernehmen nach kann AFN notfalls mit großer Sendeleistung senden.)

Du musst Dich auf ein Grundversorgungszenario einstellen, das geht dem Vernehmen nach so: Auf UKW verstummen die vielen öffentlich-rechtlichen und privaten deutschen Sender. Je Bundesland (Region) ist ein Sender in Betrieb, nennen wir ihn der Einfachheit halber MDR-Info. Der Sender [¹] ist derart abgestützt, dass er lange Zeit ohne externe Stromversorgung senden wird. Er wird ausschließlich Lageinformationen und Verhaltenshinweise senden. Also so hörte ich, rein gerüchteweise natürlich nur.

Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass Du auf UKW den einzigen einigermaßen empfangbaren UKW-Sender suchst. Und dann ab und an reinhörst: Das ist kein reality-Radio, da kommen wirklich nur bestätigte Fakten. Und Verhaltenshinweise. In Sendeschleife. Langweilige Sache, das.

[¹] Hier müssen wir zwischen Sendeprogramm und Sender (im Sinne der Antennensendung) gedanklich trennen. Nur ein Sendeprogramm je Region.

P.S: Mir ist klar, dass da auch nun wieder ganz schnell eine Verschwörungstheorie entstehen kann.

martin2
18.10.2016, 03:01
Lutz ich Schicke dir ein Infopapier, ob du das hier ins Forum stellst überlasse ich dir.
Du darfst es mir auch gern schicken.

Und bei mir ist sicher, dass ich das nicht hier einstelle. ;)
Aber ich gucke schon interessiert.

martin2
18.10.2016, 03:16
Ok.. Ich will es nochmal versuchen.
Deinen Denkfehler erkläre ich Dir gleich ... Du lebst in einer Großstadt, stimmt's?


Im Rahmen einer wie auch immer gearteten Notsituationen kann es durchaus passieren, daß Bevölkerungsteile in Zelten untergebracht werden müssen. Diejenigen , die in solchen Umständen Leben müssen, haben im allgemeinen nur das nötigste bei sich.
Guck, hier.

Du bist im Grunde schon in der zweiten Phase der Krisenbewältigung: Staat funktioniert schon wieder und stellt Feldbetten auf.

Wir sind hier aber noch in der ersten Phase:
Rumms, schepper-schepper. Strom weg, Wasser weg, Internet weg, Handy findet Funkmast nicht mehr. Es wird ein wenig kühler, man müsste einen Pullover anziehen.

Nach ziemlich genau drei Stunden (ohne Information!) hat Du die erste Lageeskalation: 90% der Leute schieben Panik: Wenn man den Landrat zu greifen kriegt gehört der erschossen, wofür zahlt man denn seine Steuern?

Immer bedenken:
Katastrophen beginnen NIE Dienstag vormittag zur besten Bürozeit bei Sonnenschein. Die beginnen immer Freitag abend bei genau dem Wetter, was wir aktuell haben.


Zum Thema Radio:
Im Falle eines regionalen Problems ist der Empfang ohne weiteres möglich, weil ausreichend Sender überregional senden und somit nicht im betroffenen Gebiet angesiedelt sein müssen.
Im Falle eines überregionalen Ereignisses ist es angestrebt, die Bevölkerung über Radio zu erreichen. Es ist also davon auszugehen, daß eine Sendeanlage in Betrieb gesetzt wird.
Gna, zu spät gelesen. Warum strample ich mir im vorherigen Beitrag einen ab?

PolleBLN
18.10.2016, 05:47
Moin Martin2

Ich lebte in einer Großsstadt.
Die Chaosphase in größerer Dimension habe ich zivil nie erlebt. Ich war immer auf der anderen Seite.
Wenn es damals gerumst hat, habe ich vorausschauend meine Tasche bereitgehalten und Notwendigkeiten geregelt. Wenn die Alarmierung erfolgte, habe ich abschließend wichtige Dinge abgeklärt. Danach war ich unterwegs. In dieser Zeitraum gab's noch Vorlaufzeiten.
Jetzt ist sie mir im kleineren Rahmen durchaus bekannt. Aber auch nur, weil ich irgendwann zur Erweiterung meines Horizontes den Dienstherrn gewechselt habe. Wenn es jetzt knallt, sitze ich ohne Vorlaufzeiten im ersten Auto. Nix mit Planung. Allerdings läuft hier alles meist Heimatnah und zeitlich begrenzt.
Für größere Lagen wissen meine Nachbarn Bescheid, was zu tun ist. Die Familie sowieso. Um die Hälfte brauch ich mich nicht kümmern. Die sitzen dann ebenfalls auf irgend nem Auto und krämpeln die Ärmel hoch.
Für Tiere und Familie ist also gesorgt.

In Berlin reicht eigentlich schon ne defekte Ampel im Berufsverkehr, damit Leute ausrasten. Das Verhalten beim Ausfall relevanter Systeme ist nicht anders. Nur massiver.

vr6treter
18.10.2016, 13:38
Das Radio kann ich empfehlen, hab ich auch, ausreichend getestet hab ich es bereits, Fazit ist das Preis/Leistung absolut ok sind.



Das Taschenradio Roadstar TRA-500 DS gewährleistet ein hohes Maß an Unabhängigkeit. Es ist nicht nur ausgesprochen handlich, sondern ermöglicht darüber hinaus den netzunabhängigen Betrieb in gleich zwei Betriebsarten.
Der interne Akku lässt sich nämlich über den Kurbel-Dynamo ebenso aufladen, wie bei entsprechenden Lichtverhältnissen über die Solarzellen.
Eine Minute Akku-Aufladen über den Kurbel-Dynamo reicht für bis zu 20 Minuten Betriebsdauer.
Falls vorhanden, kann das Radio selbstverständlich auch mit Mignonzellen oder über Netzanschluss betrieben werden.
Für Dauerbetrieb oder Laden der Akkus empfiehlt sich ein 230 V Netzteil mit Mini-USB Anschluss, das sich jedoch nicht im Lieferumfang befindet und somit separat erworben werden muss.
Stromsparen ist Trumpf, weshalb das Roadstar TRA-500 DS ganz bewusst auf einen PLL-Synthesizertuner verzichtet und stattdessen auf die gute alte mechanische Option der Sendersuche und Feineinstellung setzt, nämlich über einen Drehregler.
Eine LED-Anzeige zeigt Radiosender mit besonders gutem Empfang an.
Die Betriebsdauer des Roadstar TRA-500 DS beträgt bei voll aufgeladenem Akku ca. 7 Stunden. Das Radio verfügt über einen Kopfhöreranschluss und eine ausziehbare Stabantenne.
Geliefert wird es mit Mini USB-Kabel und Bedienungsanleitung in schwarzer Farbausführung.



Quelle: https://www.amazon.de/Roadstar-Tragbares-Solar-Radio-MW-Tuner-Akkubetrieb/dp/B002TVZ652

Lieben Gruss Jörg

martin2
19.10.2016, 01:00
In Berlin reicht eigentlich schon ne defekte Ampel im Berufsverkehr, damit Leute ausrasten. Das Verhalten beim Ausfall relevanter Systeme ist nicht anders. Nur massiver.
Das halte ich für eine unbewiesene Vermutung. Wir haben doch kein Vergleichsereignis für eine Großstadt in Deutschland. Wir wissen das einfach nicht.

New York hatte vor Jahren den massiven Stromausfall. Aber ob man das vergleichend heranziehen kann? Andere Länder, andere Mentalitäten.


Das Radio kann ich empfehlen, hab ich auch, ausreichend getestet hab ich es bereits, Fazit ist das Preis/Leistung absolut ok sind.
Quelle: https://www.amazon.de/Roadstar-Tragbares-Solar-Radio-MW-Tuner-Akkubetrieb/dp/B002TVZ652

Ich habe Zweifel.
Ok, praktischer Anwendungsfall: Ich kaufe das Ding. Dann lege ich das in die Schublade. Dann nach -sagen wir vier Jahren- macht es Pling - überall Strom weg. Und Internet auch. Ich hole das Ding raus und kurbele. Und kurbele. Und - nichts. Akku tiefentladen.

Dann vielleicht doch lieber eins mit Batterien.

Klondike
19.10.2016, 08:48
Radio, gutes Thema, nach meinem Wissen sollte es schon seit 2015 kein UKW mehr geben..... jetzt wird es aber die Abschaltung immer wieder vertagt....

ich persönlich hab noch 2 walkitalkies, sone billigteile mit 8 kanälen rumzuliegen.... funzt sobald batterien drin sind..... ist unabhängig von sendern....sollte sich wieder mehr verbreiten soetwas....

Grüsse

Biwak-camp wäre klasse..... ähm ab frühjahr 2017

vr6treter
20.10.2016, 18:33
Können wir gerne machen, Frühjahr 2017 hört sich gut an, als Camp könnten wir ja unseren Bunkerberg in Erwägung ziehen, muss ich nur mal abklären.

LG Jörg

Panzermensch
24.11.2016, 18:30
"Urban-Survival-24h-Grundkurs" auf dem Teufelsberg, ah ja...

http://cms.natural-touring.de/urban-survival/

Die Inhalte kommen mir irgendwie alle sehr bekannt vor aus der ZDv 3/11, allerdings haben wir dazu etwas länger gebraucht als 24h. Hat dafür aber auch keine 199 € gekostet.

martin2
25.11.2016, 14:50
Schutzmaske - ich habe eine konkrete Frage. Na eigentlich zwei Fragen. Hier sind ja offenbar mehrere Leute, die sich mit dem Thema Arbeitsschutz ausgezeichnet auskennen, das passt.

Ich fahre seit über 20 Jahren (auch) eine TSM "Hamsterbacke" spazieren. Die Filter dürften hofnungslos überlagert sein, ich weiß zudem nicht, was da überhaupt für Filter drin sind. Aber ansonsten sieht sie noch ganz schön aus. ;)

Die Idee dahinter:
Wenn es mal ordentlich qualmt (Rauchgas oder ggf auch anders) setze ich mir die Maske auf und alles ist gut. Ich überlebe, kann ggf auch helfen.

1. Frage:
Was kauft man denn da als Normalbürger im gut sortierten Baumarkt heutzutage? Also nehmen wir mal den Fall Rauchgas.

2. Frage:
Ammoniak, Ich wohne in einiger Entfernung zu einer Anlage nach Störfallverordnung, es geht um Ammoniak, welches in großen Mengen freigesetzt werden könnte. (Ja, ich weiß, dass bestimmte Mischungsverhältnisse explosiv sind - darum geht es hier aber nicht.) Was wäre denn da für eine Maske angesagt? Nein, noch anders, welche beiden wären angesagt? Eine mit freien Augen (Brillenträger!) und eine, die auch die Augen schützt (Ammoniak ist ein übles Zeug).

Wenn beide Fälle (also 1. und 2. Frage) mit nur einer Maske abdeckbar wären, das wäre ideal: Ich habe ja nicht vor, meinen Kofferraum zum rückwärtigen Dienst eines Bataillons chemische Abwehr aufzurüsten. Ich will nicht knauserig sein: Bis zu 70 Euro kann ich mir schon vorstellen, notfalls lege ich noch einen Zwanziger drauf.

Nett wäre, wenn ihr mit dazu schreibt, mit welchem persönlichen fachlichen Hintergrund ihr antwortet.

Danke!

PolleBLN
25.11.2016, 16:10
Moin Martin2

Ich glaube, du solltest deine alte Maske ins Museum stellen.

Frag mal Wikipedia. Der Artikel ist eigentlich ausreichend erklärend.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Atemschutzfilter

Es wäre noch anzumerken, daß das alles bei nem Hipsterbart nix bringt. Die Maske wird nie dicht.
Deswegen gibt es auch kaum unrasierte Feuerwehrleute.
Und wenn, dann sind es keine Atemschutzgeräteträger.

Eigener Hintergrund: Feuerwehrmann

Gruß Polle

Andi39GE
25.11.2016, 19:29
Schutzmaske
Ammoniak, Ich wohne in einiger Entfernung zu einer Anlage nach Störfallverordnung, es geht um Ammoniak, welches in großen Mengen freigesetzt werden könnte.


Gibt denn der Betrieb in dessen Nähe Du wohnst, keine Informationsblätter/ Handlungsanweisungen heraus für ALLE umliegenden Haushalte? Die Wacker Chemie AG tut dies zum Beispiel.

In Deinem Fall kannst Du hier direkt nachfragen:

https://www.skwp.de/

..... wenn Du kein solches Faltblatt/ Informationsbroschüre bekommen hast
und Du kannst auch eventuell einen Kontakt zur Werkfeuerwehr herstellen und Dich dort als besorgter Bürger beraten lassen :-)

Zur Frage.... wie.... zitiere ich Dich mal aus einem anderen Thread:

Zitat martin2:
An Deiner Stelle würde ich dem Pressesprecher der Stadt Jena eine Mail, noch besser einen Brief mit dieser Frage schreiben.
Ich würde Dir empfehlen, das "in aller Form" zu machen, also nicht "HAllo, ich bin der Jupp unn hab mal ne Frage" sondern "Sehr geehrter Herr Pressesprecher xyz, ..., Mit freundlichen Grüßen, Jupp Schmidt".
Warum Pressesprecher? Glaub' mir einfach.
Zitat Ende.
Quelle: http://forum.hidden-places.de/showthread.php/9296-Jena-Verbindungstunnel-Zeiss-S%C3%BCdwerk?p=116414#post116414

Eigener Hintergrund: noch Feuerwehrmann (keine Zeit), Reservist, Schüler, Bürger, Museumsmitarbeiter, IGZD Chef, "Mutti" für alles.
Forumssatiriker bei Hidden-Places bei lustigen Fragen unlustiger Mitstreiter ;-)
Lebenslagenberater und Deutschkursleiter für Flüchtlinge, Fachkraft für Trauma sowie DIS und einiges mehr.
Hoffe das reicht um kompetent zu gelten Naja, ich bin´s halt. :smile:

PS: Es wird hier immer abstruser! :very_drunk:

BG
Andreas

martin2
25.11.2016, 22:46
PS: Es wird hier immer abstruser! :very_drunk:

Nun fällt es mir direkt auch auf. Naja, man kann sich die Antworten ja nicht aussuchen.

fernaufklärer
25.11.2016, 22:58
Die tschechische Hamstermaske (die meinste doch Martin, oder?) hat zwei Silikagel- Filtereinlagen, die - wenn sie nicht dauerverschlossen sind - ihre Adsorptionskraft über die Jahre vermutlich eingebüßt hat. Verlassen würde ich mich nicht darauf, besonders, wenn Du einen terroristischen Giftgasangriff auf WB in Betracht ziehst.

Jeder FIlter wird ohnehin nach einer definierten Zeit "durchschlagen" dh seine FilterKapazität einbüßen. Hängt auch vom Luftdurchsatz und deren Schadstoff- Fracht ab. Also langsam ohne Hast von der Gaswolke weghecheln!

Generell gilt – zumindest bei Aktivkohle – je größer die Molekülmasse des Adsobanten, desto besser die Filterwirkung. Bei Kohlenmonoxid: schlecht, bei Benzoldämpfen gut. Blausäure haut sofort durch, läßt sich nur mit Spezialfilter (zB Kobalt- Komplexierung) einfangen.

Zu Deinem Ammoniak: NH3 hat eine hohe Warnwirkung wegen seines stechenden Geruchs. In großen Mengen starke Ätzwirkung.
Eine wesentliche Eigenschaft des NH3 läßt sich zur Gefahrenabwehr gut ausnutzen, nämlich seine extrem gute Wasserlöslichkeit! Genau die ist es auch, die bei der Passage der Atemwege so „ätzend“ ätzt. NH3 löst sich begierig in der wäßrigen Flüssigkeit an den Schleimhäuten und verursacht somit den bekannten Reiz-Schmerz beim unvorsichtigen Riechen an der Salmiakgeist- Pulle.

Andere Giftgase, zb das heimtückische Phosgen, macht genau das nicht. P. ist wasserunlöslich und gelangt beim ersten Atemzug deshalb sofort, ohne wie NH3 am Schleim hängenzubleiben, in die Lungenbläschen, wo es enzymatisch dieselben zerstört.

Soll im konkreten Fall heißen, entweder einen Filter kaufen, dessen Beipackzettel / Warnfarben- Kombination explizit NH3, saure Gase oder ähnliches zurückhält (Wobei NH3 leider basisch ist).

Oder die McGyver- Variante; machs Dir selbst, nutze die Wasserlöslichkeit des NH3 und halte Dir und Deinen Teuren einen dicken Stapel triefendnassen Zellstoffs (Damenbinden!) vors Gesicht, dessen Beschaffenheit noch einen ausreichenden Luftdurchsatz erlaubt. Einfach mal Testen! Sobald beim Ernstfall die Sättigung dieser Alternativmaske erreicht ist (Gestank kommt durch), frisches Wasser nachtränken, bzw neues Zellstoffpaket nehmen. Ganz einfach.

In der Gefahrenabqwehr- Praxis werden Ammoniakwolken von der Feuerwehr per Wasserstrahl /- „vorhang“ Schleier niedergehalten bzw. regelrecht aufgelöst. Wie gesagt, die gute Wasserlöslichkeit ausnutzen. Desw. Je kälter, desto besser die Gaslöslichkeit; kennen wir aus dem Physikunterricht.

Mit dem NH3 hast Du echt Glück.

Noch was, wenn die Ammo- Wolke ankommt, ein paar Pullen Salzsäure (HCl) aus dem Kofferraum- Notfall- kit nehmen und mit Schmackes in der GasWolke zertöppern oder anderweitig versprühen!
Die Chlorwasserstoffdämpfe bilden mit dem NH3 sofort einen dicken weißen Rauch aus festem Ammoniumchlorid, besser bekannt als Salmiak- Salz.
Völlig ungifitg, diese Entschärfungsmethode. Mußt bloß die stöchiometrischen Verhältnisse hinreichend beachten, um die Ausgangsstoffe komplett ins Reaktionsprodukt umzusetzen. Denn wenn Du zuviel Salzsäure- Gegengift applizierst, besteht die Gefahr einer HCL- Vergiftung. Ist hier aber gsanz einfach; 1:1; berechnet auf den wasserfreien Chlorwasserstoff.
Durch die genannte Rauchbildung kannste den Reaktionsumsatz sogar noch visuell verfolgen. Wenn der Rauch ausbleibt, ist das Verhältnis der beiden Ausgangsstoffe umgekippt.

Diese Variante (NH3 + HCL) wird gelegentlich auch zur künstlichen Raucherzeugung genutzt. Ich erzähle hier also jkeinen Scheiss.

Beim Absinken auf die Beete hat der Salmiak- Rauch auch noch eine günstige Nebenwirkung als Stcikstoffdünger; auch kein Scherz.

Unfallfreies WE gewünscht!
FA

fernaufklärer
25.11.2016, 23:39
Nachsätze;
genauso wichtig ist, dass die auch Augen vor dem aggressiven NH3 geschützt werden. Also Vollmaske oder Ähnliches. Eine Schwimmbrille oder Tauchermaske sollten die Augen auch vor NH3- Kontakt schützen.
Denn wenn die Klüsen schon zuschwellen, ist man bereits weitgehend handlungsunfähig.

Rauchgas:
Genaugenommen besteht Rauch aus festen Mikropartikeln ("Feinstaub"). Dieser wird mit Staubmasken "FP3" zurückgehalten. FP-3 ist mE der höchste Rückhalte- Standard in Deutschland. Reiner Feststoff- Staub wohlgemerkt.

Vermutlich meinst Du aber Katastrophen- Brandgase? Da geht's schon los, denn das ist ein Salat aus Ruß und (teils hochgiftigen) Pyrolysegasen, Kohlenmonoxid, Cyangasen, Dioxinen usw usf..
Da fällt mir der Kombifilter ein. Dürfte aber auch unsicher sein, denn die F geht beim Brand generell mit aussenluftunabhängigen Behälter- Atemgeräten vor.

WIe gesagt, welcher auch immer, der Filter filtert nur begrenzte Zeit und Gase / Stäube. Ist eher als Flucht- Hilfsmittel zu sehen.

FA
Kompetenzen:
- FFw- Mitglied seit 1980
- Teilnehmer am Schulessen
- überstandene Blausäurevergiftung 1989
- KBC- Aufklärung NVA
- 4 Semester Umweltschutztechnik
- Eigenschutzkonzept Tschernobyl- Expedition 2011
- Beruflich: Gefahrenabwehr

Andi39GE
26.11.2016, 04:49
106316
Oder die McGyver- Variante; machs Dir selbst, nutze die Wasserlöslichkeit des NH3 und halte Dir und Deinen Teuren einen dicken Stapel triefendnassen Zellstoffs (Damenbinden!) vors Gesicht, dessen Beschaffenheit noch einen ausreichenden Luftdurchsatz erlaubt. Einfach mal Testen! Sobald beim Ernstfall die Sättigung dieser Alternativmaske erreicht ist (Gestank kommt durch), frisches Wasser nachtränken, bzw neues Zellstoffpaket nehmen. Ganz einfach.
FA

Ein Handtuch tuts auch und das wichtigste, geschlossene Räume (übererdig) aufsuchen, Fenster und Türen schließen, am besten jedoch innenliegende Räume ohne Fenster.
Ansonsten kann der Martin sich auch noch die Sonderausgaben von K-ISOM "Prepper 1" und "Prepper 2" kaufen. Mich gruselt es allerdings schon beim Cover, links das große Küchenmesser in der Hand, rechts ne "Pistole", naja- wenns schön macht. Manch einer sammelt halt Plastepistolen oder entmilitarisierte Kalanaschnikows und ruft dann Peng Peng.

106317

Da mich jetzt jedoch tatsächlich interessiert, warum die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH ihre besorgten Bürger im Umfeld nicht über Verhaltensweisen im Notfall informieren schicke ich denen mal eine Anfrage und werde Martin dann informieren. Der besorgte Bürger Martin fällt zwar nicht unter & 11 der Zwölften Verordnung zur Durchführung des Bundes- Immisionsschutzgesetzes; jedoch wäre es sehr wünschenswert das die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH das so handhaben wie zum Beispiel die Firma Höchst oder Wacker.
Sonst kommt tatsächlich noch jemand auf die Idee, seine Hamsterbackenschutzmaske aufzusetzen, und DAS kann nicht gewollt sein (auf die Idee kommt auch nur einer ;-)
Zumindest tut er so.

ergänzend: Wenn Du tatsächlich ne Schutzmaske kaufen willst, warum auch immer, tu es nicht über Ebay.
Kauf eine neue und lass sie Dir anpassen. Dies kannst Du kannst zum Beispiel direkt bei Link: Dräger (www.draeger.com/) tun. Eine Bw- Schutzmaske neu erwerben; kostet nicht die Welt. Abholung in Leipzig.
Am besten noch mit Trinkanschluss, die dazugehörige Nährlösung bitte auch nicht über Ebay, sondern direkt von der Bundeswehr.
Dann dürfte Deinem Überleben nichts im Weg stehen ;-)

Bei den Kompetenzen noch vergessen: überstandene Chlorgasvergiftung (naja, die Konzentration war sehr gering) und .....

In diesem Sinne, ein schönes WE wünschend bis Montag.

BG
Andreas

martin2
26.11.2016, 05:23
@fernaufklärer
Ich gebe ehrlich zu, dass ich auf Deinen Beitrag hoffte. Und vielleicht noch auf einen oder zwei andere Herren. Die beiden Beiträge von Andreas scheinen mir hingegen eher entbehrlich.

Also zuerst einmal: Danke für Deine umfangreiche, substanzierte Antwort.

Mein Problem ist, dass ich den -wie heißt es so schön- Stand der Technik bezüglich Masken nicht kenne. Natürlich könnte ich mich durch hunderte Webseiten quälen und mich von einem OBI-Mitarbeiter "beraten" lassen: Da bekomme ich sicher was angeboten. Mir scheint das aber nicht sinnvoll: Hier sind Leute, die sich damit beruflich auskennen.


Die tschechische Hamstermaske (die meinste doch Martin, oder?)
Ja. Korrekt.


hat zwei Silikagel- Filtereinlagen, die - wenn sie nicht dauerverschlossen sind
Ich dachte, dass da Aktivkohle drin sei. Den Rest ahnte ich - bzw. war von vornherein klar: Das muss was neues werden. Ich bin da jetzt aber nicht paranoid genug, mit einem Angriff auf WB zu rechnen, ich denke schon eher an die beiden schon beschriebenen Szenarien.


Generell gilt – zumindest bei Aktivkohle – je größer die Molekülmasse des Adsobanten, desto besser die Filterwirkung. Bei Kohlenmonoxid: schlecht, bei Benzoldämpfen gut. Blausäure haut sofort durch, läßt sich nur mit Spezialfilter (zB Kobalt- Komplexierung) einfangen.
Ähmm. Ich habe nicht vor Krieg zu führen. Es geht in dem ersten Anwendungsfall um Rauchgas, was weggefiltert werden soll. Und CO, so weit es möglich ist. Nicht mehr.

Ich fände es toll, wenn Du mit dem Finger auf eine URL zeigen könntest und mit dem Satz "guck mal, die wäre es".


Zu Deinem Ammoniak: NH3 hat ...
Die Theorie kann ich vermutlich im Schlaf aufsagen: Damit wurde ich schon an der Berufsschule gequält. Ich bekomme sogar noch die Volumenprozente der Explosivität in Luft hin. Allerdings habe ich nicht vor, quer durch die explodierte Anlage zu marschieren. Zu diesem (nie zu wünschenden Zeitpunkt) hat der Landrat eh Kat-Alarm ausgerufen. da bewegt sich nichts mehr.

Das Ding ist schon in einiger Entfernung, sagen wir mal 5km in Hauptwindrichtung. Wir reden da aber nicht über eine Abfülle, wir reden über die größte Produktionsanlage Europas. Da ist mein Problem ein anderes, von Dir noch nicht so direkt erwähntes: Ammoniak hat eine fatale Eigenschaft in der Nähe von Wasser - das hattest Du erwähnt. Du hattest nicht erwähnt, dass es in der Lunge feucht ist. Ich habe das damals mehrmals durch: Wenn Du es riechst, hast Du gleich auch ein Problem in der Lunge. Und anschließend im Kopf, der Kopf ist dann nur noch mit der Rettung der Lunge beschäftigt.

Da ist dann keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. Das Gehirn steuert sofort auf Panik/Flucht um. Schöner wäre es, wenn man in dem unteren Belastungsbereich eine Maske aufsetzen könnte - vermutlich eine, die auch die Augen schützt - die sind ja auch feucht.

Ich fände es toll, wenn Du mit dem Finger auf eine URL zeigen könntest und mit dem Satz "guck mal, die wäre es".

Weitere Profis sind natürlich auch aufgerufen.

fernaufklärer
26.11.2016, 12:14
Hallo Martin,
von den vielen "Web-Hechten", die sich hier so herumtummeln, bist Du es wohl, der die brauchbarsten Treffer landet; aber hier sei mal ein Anfang gemacht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Atemschutzfilter
http://protectshop24.com/Atemschutz/3M-Atemschutz/6000-Gasfilter/3M-K1-Filterpatrone-6054-gegen-Ammoniak.html
https://www.wemaonline.de/3M-Ammoniakfilter-K1.html

letztere Beide ähneln der Bauart denen Deiner Monsterbacken- Maske; dürften aber wegen ihrer Dimensionen nicht in sie hereinpassen.
Die passen nur zur dort gezeigten Halbmaske - die jedoch keinen Augenschutz gewährt. Daher eher nicht empfohlen.
Oder eben nur im Zusammenwirken mit Schwimmbrille.

Blöde Frage; wie wär´s mit der NVA- Gummimaske mit Rüssel- Faltenschlauch und externer Filterbüchse?
Mit der grauen praktischen Tragetasche anbei.
Die schrägen Blicke der vielen sorglosen Narren steckst Du weg.
Wenn Du dann noch eine definierte NH3- Filterbüchse ergoogelst (Gewinde sollte passen), bist Du gut gerüstet.
Unseren alten NVA- Gummi- Fromms hast Du blitzschnell in Normzeit über die Murmel gezogen.
Kannst Du das bei der Hamstermaske auch? Mir gelang das damals nicht so schnell.
Ggf. kannst Du bei der Rüsselmaske in situ die FIiterbüchse wechseln - nicht beim HamsterDings, meine ich.

vG, FA

martin2
27.11.2016, 01:03
Danke für das Lob. Naja, bei technischen Dingen, die von Normung, Grenzbedingungen usw. abhängen, ersetzt die Suchmaschine nun mal keine Ausbildung. Neuerdings reden sich das immer mehr Leute ein, aber das stimmt halt nicht. Von daher ist es in meinen Augen schon sinnvoller, zunächst mal die zu fragen, die beruflich mit der Fragestellung Kontakt haben.

In dem Stall, in den ich diente, gab es zu meiner Zeit noch keine Hamsterbacke. Wir bei Nachrichtens hatten die Halbmaske und Bändern und Sprechmembran. Sprechmembran gab es zwar auch bei einer Version der Vollmaske, aber irgendwer fand, das bei uns Halbmaske angesagt sei. Als Ausbilder habe ich die natürlich in Nullkommanix auf dem Kopf gehabt, Ehrensache. Aber das ist schon etwas her.

Und das ist auch der Punkt. Diese Masken sind der Stand von vor 50 Jahren. Nun sind bei FIltertechnik die Sprünge vermutlich nicht riesig. Aber ich gehe schon davon aus, dass sich da inzwischen was bewegte.

Danke für die Links.

Andi39GE
28.11.2016, 15:43
Wenn Dir die Bundeswehrmaske nicht zusagt Martin kannst Du Dir auch eine der Firma Avon zulegen,

www.avon-protection.com/products/m53.htm

Nicht verwechseln mit der HMK 150 oder HM50, welche oft erwähnt wird.

https://www.schuberth.com/produkte/polizei/hmk.html

das SEK Sachsen nutzt diese zum Beispiel. Das dürfte Deinen Ansprüchen dann auch genügen.
Bleibt noch die Frage, wie ernst Dir Deine Frage nach einer Maske bzw. Deine Sorge nach einem
Chemieunfall in Lutherstadt Wittenberg bei der https://www.skwp.de ist.
Da hats ja schon einmal ganz schön geknallt, gab es damals einen Toten Mitarbeiter oder 2??

Was nützt solch eine Maske, wenn sie im Schrank liegt, andererseits willst Du doch damit
nicht etwa den ganzen Tag griffbereit herumlaufen, oder???
Eine Antwort der SKW steht noch aus, ich bleib dran, Dein Wohlergehen ist mir sehr wichtig.

BG
Andreas

sq7
21.02.2017, 18:38
Wie überlebe ich im Ernstfall? | WDR


https://www.youtube.com/watch?v=FyP2gri-O4Y&feature=youtu.be

Varga
21.02.2017, 19:44
Wie überlebe ich im Ernstfall? | WDR


https://www.youtube.com/watch?v=FyP2gri-O4Y&feature=youtu.be
Nur wenn du im richtigen Moment am richtigen Ort bist, und/oder die Fluchtwege kennst.

Gruss
Varga