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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Übersetzungshilfe zu Russ. Graffiti 1945



saska
29.11.2015, 14:50
Hallo Zusammen


Ich fand unlängst die im Bild gezeigte Einritzung in russischer Sprache aus dem Jahre 1945 auf einem alten Geschütz. Da ich leider dieser Sprache nicht mächtig bin wäre ich sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen könnte den Text zu verstehen.

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Beste Grüße

Saska

Nikola
29.11.2015, 15:28
.На русском написано ...................Посетили Берлин 11 мая 1945 г. Десятерик Иван Ф. (Днепропетровск ) Сауленко Л. Д . Translation ................... besuchen Berlin, 11. Mai 1945, Ivan F. Desyaterik (Dnepropetrovsk) Saulenko LD.

Frank K.
29.11.2015, 15:55
Es gibt viele Synonyme. Ich würde es statt besuchen eher übersetzen mit 'erreicht am ...' oder 'erschienen in ... am ...'.

Grüße Frank

saska
29.11.2015, 20:01
Hallo Nikola und Frank

Herzlichen Dank für Eure schnelle und hilfreiche Übersetzung. :encouragement:

Also was mich sehr Überrascht ist die Nennung von Berlin, denn ich habe die Aufnahme in einem völlig anderen Land gemacht?????????

Nun, da waren noch mehr derartige Inschriften dort zu finden, vielleicht dürfte ich, - sofern es OK ist, noch einmal um eine weitere Auskunft bitten?


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Grüßen Saska

Nikola
29.11.2015, 20:31
1 фото .. .Посетили Берлин 7 мая 1 945 г Туяковский, Кольцов И Шония. И Кондратенко 1 Foto ... Berlin, 7. Mai 1945, Mr. Telyakovskii, Ringe und Shonia Besuch. und Kondratenko

Nikola
29.11.2015, 20:36
2 фото ....Посетил Берлин Бавин Поздний 13 мая 1945 г 2 Foto .... besuchen Berlin Bavin Spätes 13. Mai 1945 r. Alle Fotos erste Wort Besuche (kommen kurzfristig)

martin2
29.11.2015, 20:55
Also was mich sehr Überrascht ist die Nennung von Berlin, denn ich habe die Aufnahme in einem völlig anderen Land gemacht?????????

Welches ist denn das völlig andere Land?

Ich rate mal: Österreich.

the passenger
29.11.2015, 21:05
Da bin ich jetzt aber auch mal gespannt auf das andere "Land" (nicht Österreich)

Frank K.
29.11.2015, 21:19
Ich auch gespannt, keine Frage.

So wie Nikola schreibt. Zusätzlich vllt noch #1 und Bild #1 aus #4 in der Mehrzahl (erreichten). Bild #2 aus #4 Einzahl (erreichte). Ich bin mir gerade bei Beitrag #1 nicht so sicher (da ist es gut lesbar - ich aber nicht der sowj. Militärexperte zu WKII) ob die zweite Nennung nicht die Waffe an sich ist. Also der Genannte und das Geschütz waren dort. Wir haben hier aber etliche Spezialisten dazu.

Grüße Frank

MD_GSWG
30.11.2015, 06:19
Hallo Nikola und Frank

Herzlichen Dank für Eure schnelle und hilfreiche Übersetzung. :encouragement:

Also was mich sehr Überrascht ist die Nennung von Berlin, denn ich habe die Aufnahme in einem völlig anderen Land gemacht?????????


Nun, da waren noch mehr derartige Inschriften dort zu finden, vielleicht dürfte ich, - sofern es OK ist, noch einmal um eine weitere Auskunft bitten?





Grüßen Saska

Auf was, also Untergrund, Gegenstand sind denn die Inschriften verewigt?

moses
30.11.2015, 08:20
Keine Deutungsmöglichkeiten, eindeutig (die Person oder Personen) besuchte(n) Berlin.
Und nicht alle Kanonen oder andere Waffen, die bei der Eroberung/Befreiung Berlins eingesetzt waren, sind dort verblieben, so dass sie später oder auch noch jetzt durchaus in einem anderen Land stehen können.

saska
01.12.2015, 19:28
Hallo

und noch einmal ein großes Dankeschön! an Nikola für die Übersetzungshilfe der anderen beiden Texte.

Zur Frage nach dem anderen Land:

Aufgenommen wurde dies in Frankreich

Zur Frage worauf dies zu lesen ist:

Auf einer alten französischen Haubitze aus dem Jahre 1810, welche somit zur Verteidigung von Berlin im letzten Weltkrieg sicher ausscheidet.


Grüße Saska

Nikola
01.12.2015, 20:05
Haben Sie ein Foto der Waffe? Mit freundlichen Grüßen Nicholas.

saska
01.12.2015, 22:07
Hallo Nicholas

Ja hab ich, kein Problem.

Grüße Saska

Nikola
02.12.2015, 06:25
Saska Vielen Dank für ein interessantes Foto .Mit Grüße Nikolai

Frank K.
02.12.2015, 08:43
Auf einer alten französischen Haubitze aus dem Jahre 1810, welche somit zur Verteidigung von Berlin im letzten Weltkrieg sicher ausscheidet.

So unvorstellbar ist das gar nicht. Die Kanone kann August 1813 in der Schlacht um Berlin verwendet worden sein. Da wurden die Franzosen in Großbeeren geschlagen. Vllt verblieb sie da und stand dann im Museum - zB im Zeughaus ? Da kamen die Inschriften drauf und dann hat sie die franz. Besatzungsmacht wieder zurückverfrachtet.

Das ist Spekulation. Man müsste mehr über die Kanone wissen. Sie steht sicher in einem Museum - vllt sollte man mit denen Kontakt aufnehmen und ihnen die Ergebnisse hier aus dem Thread mitteilen.

Grüße Frank

saska
02.12.2015, 14:27
So unvorstellbar ist das gar nicht. Die Kanone kann August 1813 in der Schlacht um Berlin verwendet worden sein. Da wurden die Franzosen in Großbeeren geschlagen. Vllt verblieb sie da und stand dann im Museum - zB im Zeughaus ? Da kamen die Inschriften drauf und dann hat sie die franz. Besatzungsmacht wieder zurückverfrachtet.

Das ist Spekulation. Man müsste mehr über die Kanone wissen. Sie steht sicher in einem Museum - vllt sollte man mit denen Kontakt aufnehmen und ihnen die Ergebnisse hier aus dem Thread mitteilen.

Grüße Frank

Hallo Frank

Es ist beinahe genau so wie Du es ansprichst, allerdings scheint es, dass die Geschütze noch etwas später nach Berlin kamen.

Díe Sache hat mich sehr beschäftigt und keine Ruhe gelassen. Ich fand nach etwas Rumgesuche im Netz dann diese alte Postkarte welche die Westfront vor dem Zeughaus in Berlin zeigt. Siehe da, die beiden Geschütze links und rechts sehen genauso aus. Den Rest kann man der Postkarte selbst entnehmen. Hier der Link dazu:http://www.zeno.org/Ansichtskarten/M/Berlin,+Mitte,+Berlin/Zeughaus,+eroberte+franz%C3%B6sische+Gesch%C3%BCtz e

Ebenso gibt's ein Foto in den Beständen des Deutschen Historischen Museums, welches das Zeughaus eben mit seiner zerstörten Westfront im Jahre 1945 zeigt und hier sehen wir sie dann wieder unsere Geschütze. In diesem Zeitraum dürften dann die Hinterlassenschaften der russischen Herrschaften draufgekommen sein:
http://www.visitberlin.de/de/event/20-09-2015/zeitschichten-deutsche-geschichte-im-spiegel-des-berliner-zeughauses

Wie die Geschütze dann wieder nach Frankreich kamen, muss dann wiederum so gelaufen sein wie Du es sagst. Ich versuche mal mit dem dortigen Museum in Kontakt zu kommen und vielleicht können die noch etwas an Infos hierzu mitteilen.

Auf jeden Fall stellt diese Geschichte eine interessante Odyssee dar.

Noch einmal herzlichen Dank an Alle fürs mithelfen. :encouragement:

Grüße Saska