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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 13.06.2015: Tag der Bundeswehr - An bundesweit 15 Standorten



Martin K.
31.05.2015, 22:26
Von Flensburg im hohen Norden bis Bischofswiesen im tiefen Süden Deutschlands, von Nörvenich im Westen bis Storkow im Osten der Republik öffnen an diesem Tag die Standorte ihre Kasernentore und locken Besucher mit einem attraktiven Erlebnisprogramm. Die Standorte Eckernförde, Wilhelmshaven, Rostock, Hannover, Burg, Fritzlar, Leipzig, Koblenz, Laupheim, Manching und Bonn sind ebenfalls 2015 mit dabei. Die ehemalige Bundeshauptstadt hält, ebenso wie Wilhelmshaven und Koblenz, übrigens eine Besonderheit parat: Das Programm zum Tag der Bundeswehr erwartet die interessierten Bürgerinnen und Bürger direkt im Herzen der Stadt, auf dem Rathausplatz.

Eine Übersicht und einzelne Informationen zu den Standorten findet ihr hier: http://bundeswehrevent.de/tag-der-bundeswehr-2015/start.html

BG
Martin

Büttner
13.06.2015, 19:49
Ich habe mir heute den östlichsten Standort, also die Kurmark-Kaserne in Storkow als Ziel ausgesucht. Was näheres gabs von Berlin sowieso nicht. Und immerhin kann man Storkow notfalls mit der S-Bahn und dem Rad erreichen. Was ich auch so gemacht habe ... sind ja hin und zurück nur so etwa 60 km. Die 34 Grad Spitze und das Regengewitter, naja ....

Fotoimpressionen folgen später.

Büttner
13.06.2015, 20:56
Es folgen Motive der Wache und diverse Gedenksteine in der Kaserne, zum Feierabend. Zur Militärgeschichtlichen Sammlung folgt ein eigenes Posting.

Büttner
13.06.2015, 21:05
Veranstaltet wurden für die Besucher "Geländefahrten" über den Standortübungsplatz. Dauer etwa 20 Minuten, auf den Beifahrersitzen in jeder Fahrzeugkolonne fanden etwa 20 Besucher Platz. Mind. 10 bis 15 Fahrten wurden den ganzen Tag über durchgeführt. Begehrt waren die Plätze in den Geschützten Fahrzeugen und im 10-Tonner ... Schlusslicht blieben Wolf und 5-Tonner. Insgesamt eine sehr staubige Angelegenheit.

Büttner
13.06.2015, 21:15
Und die Hundevorführung der Feldjäger. Suchen und Finden eines Sprengkörper am Fahrzeug, Verbellen einer Person, Abwehr eines Angriffs derselben sowie "Bändigung" eines Störers .... ausnahmslos alle Beteiligten sowie die Zuschauer hatten ihren Spass! Im Mittelpunkt hier zweifelsohne Hund Nero.

Büttner
13.06.2015, 21:39
Mindestens genauso spektakulär die Vorführung mit dem Bergepanzer Büffel. Erst aus dem Loch gerettet und später drüber gefahren könnte man das unglückliche Polo-Schicksal nennen ...
Neben dem Büffel gabs noch Dachs zu sehen, alles verschiedenen Berge- und Pionierpanzer.

B.Man
14.06.2015, 07:10
Moin

Hier der Zeitungsartikel zur Veranstaltung in Fritzlar:
https://www.hna.de/lokales/fritzlar-homberg/fritzlar-ort45393/bundeswehr-andrang-schon-einlass-100000-besucher-werden-erwartet-5097458.html

Seit dem ich "mein" Bundeswehr Auto in Berlin im Museum gesehen habe, geht mich das alles nix mehr an und ich war nicht da :frog:

martin2
14.06.2015, 13:46
In der Mediathek (MediethekView) sind Beiträge über Storkow, Burg und Fritzlar, dort Vorbereitung. In Fritzlar ging die Post wohl deutlich mehr ab, da wurden 100.000 Besucher erwartet und man hatte die BAB auf 20km als Parkplatz eingerichtet.

gerd
14.06.2015, 17:49
Mensch Büttner, da warst Du ja bei mir um die Ecke.... ich bin auch öfter mal in der Kaserne. Im Gegensatz zu früher immer in Zivil.

martin2
14.06.2015, 20:04
Der schafft das immer, sich nicht von Fernsehkameras filmen zu lassen: Ausweislich seiner Bergefotos stand er direkt neben der RBB-Kamera.

Profi halt.

klausm
14.06.2015, 20:38
Artikel in der Welt:


Zum 60. sucht die Bundeswehr Kontakt zum Bürger

Die Bundeswehr feiert 60. Geburtstag in 15 Standorten. Eine Erfolgsgeschichte. Doch wie sieht die Zukunft aus? Die Truppe muss werben, um gute Leute für vielseitige Einsätze zu rekrutieren.

Quelle und mehr: http://www.welt.de/politik/deutschland/article142441093/Zum-60-sucht-die-Bundeswehr-Kontakt-zum-Buerger.html

Gruß Klaus

Büttner
15.06.2015, 10:23
Und der entsprechende Bericht aus der Märkischen Oderzeitung:


Lucas Vogel 14.06.2015 18:26 Uhr

Kurmark-Kaserne zeigt Zivilisten Soldaten-Alltag

Storkow (MOZ) Die Kurmark-Kaserne in Storkow hat am Wochenende ihre Türen für Zivilisten geöffnet und Einblick in Alltag, ihre Ausrüstung und Arbeitsweise gewährt. Mit Mitmachangeboten setzte die Bundeswehr vor allem auf Werbung in eigener Sache.

"Herzlich Willkommen" steht in weißen Lettern auf dem himmelblauen Banner, das von zwei großen, tarnfarbenen Kränen gehalten wird, gleich hinter dem Haupttor der Kurmark-Kaserne in Storkow (Oder-Spree). Unter dem Titel "Tag der Bundeswehr" hatten am Sonnabend deutschlandweit 15 Stützpunkte ihre normalerweise streng bewachten Tore für die Zivilbevölkerung geöffnet. "Was Sie heute auf unserem Gelände sehen können, stellt einen Querschnitt der gesamten Bundeswehr dar", erklärt Oberstleutant Uwe Nowitzki, Sprecher der Bundeswehr in Brandenburg.

Seit dem Wegfall der Wehrpflicht im Jahr 2011 macht die Bundeswehr verstärkt Werbung. Sich selbst darstellen, bevor es andere tun, heißt das Motto. Das Interesse in Storkow ist jedenfalls groß. Knapp 4000 Gäste sind bei Temperaturen über 30 Grad gekommen. Zu sehen gibt es einiges. "Leben im Felde, Leben im Einsatz" heißt eine der 19 Stationen. Feuerstellen in unterschiedlichen Formen, je nach Bedarf und Zweck, wurden aufgebaut. Musterzelte von der einfachen Plane für eine Person bis zur Herberge für sechs Soldaten stehen bereit. In der Mitte lodert ein Grubenfeuer. Kinder und Eltern halten Äste mit Stockbrot hinein. Eine Feldküche bietet Speisen an, wie sie die Soldaten im Einsatz ebenfalls bekommen. Wie würde sich ein Wachtposten in einem Feldlager in Stellung bringen? Wie kann ein Soldat seine Waffe in unterschiedlichem Terrain tarnen? All das können die Besucher hier erfahren.

Etwas weiter bilden sich Schlangen vor einer Halle. Nicht nur weil es dort kühler ist. Besucher geben hier Schüsse auf Hightech-Simulatoren ab. Hundert Meter ist die virtuelle Zielscheibe entfernt. Aus Originalbausätzen wurden diverse Waffen so konstruiert, dass sie an den Simulator angeschlossen werden können. "Der beste Besucher hat heute bisher 97 Punkte geschossen. Der beste Soldat 98", erklärt Hauptfeldwebel Jens Paul. "Insgesamt sind die Frauen hier die besseren Schützen. Sie halten sich nämlich an unsere Erklärung."

Vor der Halle stehen große Fahrzeuge wie der Dingo 2 oder der Eagle 4, deren Einsatzzweck und Ausrüstung erklärt werden. Bei der Feldpost haben Gäste die Möglichkeit, Briefe an Angehörige im Einsatz zu verschicken. Die Bundeswehr nutzt die Gelegenheit um zu zeigen, wohin Geld für Ausrüstung und jahrelange Ausbildung fließen. Und das auf teilweise spektakuläre Weise. Ein 44 Tonnen schwerer Bergepanzer hebt mit einem Kran ein Autowrack aus unwegsamem Gelände. Das Interesse an der Rede von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die auf einer Großleinwand übertragen wird, ist hingegen eher mäßig.

Ebenso das Verlangen, bei dieser Hitze den Hindernisparcours zu bewältigen - ein gefürchteter Teil des soldatischen Fitnessprogramms. Nur einige junge Leute tun es sich in der Hitze tatsächlich an. Die Station "Tarnen und Täuschen" erfreut sich dagegen großer Beliebtheit. Diverse Fahrzeuge aus dem Bundeswehrfuhrpark sind hier täuschend echt nachgebaut. Genau wie jede erdenkliche Art von Granate und Sprengstoff. Ein beheizbarer Kopf soll Wärmebildkameras täuschen. Kameras sind hier in Stein-Attrappen versteckt.

"Ich finde, dass die Kollegen diese Veranstaltung heute mit sehr viel Liebe zum Detail organisiert haben", lobt Oberstleutnant Uwe Nowitzki. Daraus, dass die Bundeswehr dringend Nachwuchs braucht, macht er keinen Hehl. Und mit zahlreichen Ausbildungsberufen kann die Bundeswehr auch ein Karrieresprungbrett sein. Aber jeder muss auch wissen, dass es im Ernstfall für ihn gefährlich für Leib und Leben werden kann.
Quelle: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1398018