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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sperrgebiete in der DDR / BStU-Atlas



Frank K.
19.03.2015, 09:19
"Sperrgebiete in der DDR"

Ein Atlas der oft geheimen Standorte des Militärs, der Stasi und der sowjetischen Streitkräfte in der ehemaligen DDR.

» bstu.bund.de/Publikationen/sperrgebiete (http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publikationen/Publikationen/E__sperrgebiete.html)

Diese Publikation ist als (kostenneutrale) PDF downloadbar. Sie ist auch als Broschüre erhältlich, weiterhin gibt es dazu eine CD-ROM.

Allen am Thema Interessierten ist eine Beschäftigung damit empfohlen. Das Dokument ist sehr umfangreich, mehr als 1100 Seiten. Etliches scheint so erstmalig dokumentiert zu sein.

Die PDF-Datei hat eine Größe von ~215 MB. Es ist Geduld erforderlich, der Server war mehrfach überlastet. Letztendlich funktioniert es aber.

Zur CD »

Auf der beiliegenden CD-ROM enthalten sind sämtliche Inhaltsdaten des Atlas der Sperrgebiete sowie das
Verzeichnis der Standorte des MfS
Verzeichnis der Standorte des MdI
Verzeichnis der Standorte der NVA (MfNV, NVA und Grenztruppen der NVA)
Verzeichnis der Standorte der GSSD
Verzeichnis der inoffiziell genutzten Standorte der GSSD
Verzeichnis der Sperrgebiete der GSSD

Grüße Frank

Thorwalez
19.03.2015, 12:14
Danke für die Infos und den Link. Die Pressemitteilung zur bevorstehenden Publikation kannte ich. Aber wann und wie der Atlas veröffentlich wird, wurde nicht gesagt.

Frank K.
19.03.2015, 15:35
@Mandra schrieb mir per PN daß sie wegen möglicher zu vieler Koordinatenangaben im Dokument Bedenken wegen Veröffentlichung des Links hatte.

Ich habe mich auch erst da Eingelesen - das wird nicht das Problem sein. Zumal es ja öffentlich zur Verfügung steht und naturgemäß dann bei allen Interessierten bekannt sein wird. Das ist erfahrungsgemäß nur eine Frage der Zeit.

Ich habe mir die Printversion inkl. der CD-ROM mittlerweile erfolgreich offline bestellt. Das war mit einigem Aufwand für den Mitarbeiter des Buchladens direkt via die BStU telephonisch mit den Angaben im Link in #1 so möglich.

Grüße Frank

Maus
19.03.2015, 18:30
Am erstaunlichsten an dem Buch ist ja, daß es tatsächlich noch erschienen ist. Mit der Pensionierung von Dagmar Unverhau im Jahr 2009 wurde die BSTU-Arbeitsgruppe aufgelöst, die an diesem Projekt bis dahin schon mind. 7 Jahre gearbeitet hatte, und es war lange Zeit unklar, ob das abschließende Buch überhaupt noch zustande kommt.

Bei genauem Hinsehen kann man im Buch auch alte Bekannte wiedererkennen: z.B. wurde für den MfS-Teil ein Papierausdruck des Datenbankprojekts der VRD verwendet, also die Originalgrundlage der sog. "RUPIC-Liste der übergebenen Objekte".

Die Objekte sind auf Karten im Maßstab 1:500.000 eingezeichnet (sprich nur sehr annäherungsweise), ich denke da braucht man wg. der "Koordinatenangaben" keine Bedenken haben.

Gruß M.

moses
19.03.2015, 20:07
Habe mal ganz kurz reigeschaut zum Standort NVA Füwa, war entsetzt, was nach sooo viel Jahren "Forschungsarbeit" rausgekommen ist:hypnotysed:.

Büttner
19.03.2015, 20:22
Du erwartest da einfach zu viel vom Inhalt, denn:

Mit den Liegenschaftsinformationen sind keine systematischen Aussagen zu konkreten militärischen Formationen verbunden.

Frank K.
19.03.2015, 21:25
Habe mal ganz kurz reingeschaut zum Standort NVA Füwa, war entsetzt, was nach sooo viel Jahren "Forschungsarbeit" rausgekommen ist.

Hhhmmmm, es steht auf den ersten Blick da genau drin, was wir kennen und was in den Datenbanken steht, mit Adresse und Bezeichnung :cool: Wieso Forschungsarbeit, die haben da in diesen Teil nach meinem Verständnis (und ihrer eigenen Quellen-Erklärung) dem Staat zur Verfügung stehende Listen mit viel Aufwand allgemein bereitgestellt.

Wenn ich mir noch dazu MdI und MfS anschaue (GSSD habe ich mir erstmal geschenkt) -ich beziehe mich immer noch nur auf Füwa- dann muß ich @Maus seiner Bemerkung mit der originalen VRD-Liste zustimmen. Das ist schon sehr interessant, ich werde es in Ruhe Bewerten und mich dann wieder äußern.

Grüße Frank

Maus
19.03.2015, 23:09
Habe mal ganz kurz reigeschaut zum Standort NVA Füwa, war entsetzt, was nach sooo viel Jahren "Forschungsarbeit" rausgekommen ist:hypnotysed:.

moses,
Dein Mißverständnis hier scheint mir zu sein, daß das Buch keine militärhistorische "Forschungsarbeit", sondern eine archivwissenschaftliche Publikation ist. Es ist keine Standortdatenbank, wo jemand "erforscht" hat, wo Objekte waren oder gar was deren tatsächlicher Zweck oder Nutzer war - sondern es ist eine kartographische Aufbereitung von Daten, die sie aus diversen Original-DDR-Liegenschaftsverzeichnissen zusammengestellt und cross-referenziert haben. Sprich alles was da zu den einzelnen Objekten zu lesen ist, stand in den ausgewerteten Unterlagen der zust. Organe der DDR so drin. Wie schon erwähnt wurde, sind die ausgewerteten Quellen ausführlich angegeben.
Wenn da jetzt in einer Gegend wo Du Dich als Zeitzeuge auskennst irgendwas fehlt oder nicht stimmt, dann liegt das an der Stelle eher nicht daran, daß die Autoren nicht gut genug "geforscht" haben, sondern daran, daß es bereits in den ausgewerteten Quellen gar nicht, nicht aktuell, falsch oder legendiert drinstand.

Gruß M.

martin2
22.03.2015, 00:32
http://www.bstu.bund.de
...
der Server war mehrfach überlastet.


Hehe, ihr habt einen Server des Bundes kaputtgemacht ... der zuckt ja kaum noch. :-(
Und das seit zwei Tagen. Gna.

martin2
22.03.2015, 00:39
Wenn da jetzt in einer Gegend wo Du Dich als Zeitzeuge auskennst irgendwas fehlt oder nicht stimmt, dann liegt das an der Stelle eher nicht daran, daß die Autoren nicht gut genug "geforscht" haben, sondern daran, daß es bereits in den ausgewerteten Quellen gar nicht, nicht aktuell, falsch oder legendiert drinstand.


Zwar habe ich das Werk noch gar nicht - aber ich kann Dir aus dem Stand mehrere Liegenschaften der GSSD nennen, die es nicht mehr in die zentralen Karteien der DDR schafften, egal über den staatlichen Meldeweg oder den MfS-Meldeweg. Das liegt ganz einfach daran, dass die GSSD plante und zwar auch örtliche Behörden informierte und sich abstimmte - aber für den Meldeweg Richtung Berlin kam da die Wende dazwischen.

Danach -also im einigen Deutschland- wurden zwar auch wieder Meldewege installiert und diese Ergebnisse kann man sich dann bei BArch ansehen - aber genau diese Zeit fehlt: Die meisten "Mitarbeiter 1" der Räte der Kreise hatten die Kooperation auf die Ebene "Dienst nach Vorschrift" zurückgefahren, da aus ihrer Sicht der Klassenfeind das Regiment übernommen hatte ... sofern sie nicht sofort zur Wendezeit nach Hause geschickt worden sind.

Aschekater
22.03.2015, 07:47
Wieviele von denen wären wohl heute froh , wenn sie noch eine guten Draht nach Moskau hätten ?

gerd
22.03.2015, 08:44
Wieviele von denen wären wohl heute froh , wenn sie noch eine guten Draht nach Moskau hätten ?

In meiner Gegend wohnen inzwischen viele russische Bürger. Ich denke, die meisten hatte wohl früher eine Uniform an und waren schon mal hier....

Frank K.
22.03.2015, 09:44
In meiner Gegend wohnen inzwischen viele russische Bürger. Ich denke, die meisten hatte wohl früher eine Uniform an und waren schon mal hier....

Wohnen die in Saarow am See ? Halten die die Therme besetzt - habe ich mal so erlebt.


Hehe, ihr habt einen Server des Bundes kaputtgemacht ... der zuckt ja kaum noch. :-( Und das seit zwei Tagen. Gna.

Na wenigstens was erreicht ;) Der Arbeitsstand dazu ist daß die CD-ROM der Publikation mit dem Online PDF Dokument übereinstimmt. Falls nicht und alles schief geht ist das PDF bei Einigen gesichert - ua bei mir.

Grüße Frank

Büttner
22.03.2015, 09:59
Was haben jetzt russische Bürger mit dem Mitarbeiter-1 zu tun?

martin2
22.03.2015, 20:22
Der Server war so gnädig ...

Ich habe auf die Schnelle meinen Kreis mit mehreren damaligen Nachbarkreisen verglichen. Daher wird aus meiner Vermutung in gewisser Hinsicht Gewissheit: Die Mitarbeiter-1 haben unterschiedlich genau zugearbeitet. Während in zwei Nachbarkreisen wirklich alles (bis auf eine wohl zu gut getarnte Liegenschaft) aufgeführt ist, fehlt in meinem Kreis bei den inoffiziell genutzten Liegenschaften doch einiges: Wasserübungsplatz, Konzentrierungsraum, Entfaltung Richtfunk uswusf. Selbst bei den offiziell genutzten Liegenschaften fehlen in meinem Kreis Einzelobjekte wie Wohnblock - während im Nachbarkreis "jede Hundehütte" mit Vornamen angesprochen wird.

Hierzu ist wichtig zu wissen, dass 1987(?) AG Keßler den Befehl gab, mal genauer nachzusehen ob und wie die Gruppe das Stationierungsabkommen einhält: Die (von der DDR erstellten) Listen und Karten basieren im Grunde auf diesem Befehl.

Die Objekte des MdI lassen mich ratlos zurück: Da fehlt auch was. Beispielsweise lag hier eine Einheit (Kompanie oder Zug?) der kasernierten Trapo. Und auch die Wasserschutzpolizei - da habe ich Fragen.

Das auf den allerersten Blick.

Nachtrag zum 1. Absatz: Ich kann das insoweit beurteilen, da ich die Unterlagen des MA-1 meines Kreises kenne ...

martin2
22.03.2015, 20:55
Wieviele von denen wären wohl heute froh , wenn sie noch eine guten Draht nach Moskau hätten ?

Ich beziehe mich auf die Funktion "Mitarbeiter 1" in den Räten der Kreise (es gab auch solche in Großbetrieben).

Um den Forderungen nach "Wachsamkeit und Geheimhaltung" Genüge zu tun, wurde eine Schnittstelle zwischen den Funktionen und Mitarbeitern des Rates des Kreises einerseits und "Sicherheitsorganen" wie MdI, MfS, GSSD geschaffen: Nur über den Mitarbeiter-1 sollten solche Kontakte laufen. Diese Funktion bedingte besondere Verschwiegenheit und Treue zur DDR. Wegen der Vielzahl auch bilanziell wichtiger Fragen war der MA-1 auch gleichzeitig gesetztes Mitglied der Staatlichen Plankommission dieser Führungsebene. Eine gewisse Nähe zum MfS darf man allein der Aufgabenstellung wegen annehmen.

Die Aufgabenstellung sowie die notwendige Persönlichkeitsstruktur der MA-1 führte zur sowie nach der Wende dazu, dass diese Personen weniger kooperativ erscheinen: Sie führten ihren primären Auftrag (Verschwiegenheit) passiv weiter aus. Das machte es forscherisch im regionalen Rahmen eher schwierig - so einige kennen das. Mir war es nun vergönnt, einen MA-1 näher kennenzulernen. Schritt umd Schritt wuchs Vertrauen. Ich erfuhr näheres über das Aufgabengebiet, Inhalte, konnte als vernichtet geltende Akten einsehen. Das war nach meinen ersten Veröffentlichungen, ich wurde kontaktiert. Und mir wurde in der Sache ein Versprechen abgenommen: Ich habe sachlich an Hand der Fakten der Nachwelt zu berichten. (Ich glaube, dass das kein Problem darstellt.)

Zu Deiner Frage - Draht nach Moskau:
Ich kann und will nicht ausschließen, dass der eine oder andere MA-1 auch IM des KGB oder der GRU war. Aber die gesuchte Persönlichkeitsstruktur war anders: Die MA-1 fühlten sich der DDR (und nur dieser) verpflichtet. Darüber hinaus sollte eine Überwerbung eines MA-1 (theoretisch!) nicht möglich gewesen sein: Die Zentralkartei der HA XII hätte das verhindert. (Praktisch würde ich vereinzelte Überwerbungen nicht ausschließen wollen ...)

Das ergibt für die 1980er Jahre ein freundliches, gleichzeitig sachlich-kritisch blickendes Auge auf die Truppen der GSSD sowie anderer sowjetischer Organe. Ich will nicht von Ausspähung sprechen, das ginge zu weit - aber eine Aufgabe war durchaus auch, Daten über Vorgänge, Liegenschaften der GSSD zu sammeln. Die Vermutung, dass die MA-1 "von Moskau gesteuert" waren geht fehl.

Das war (ganz kurz und sehr verkürzt) meine Erfahrung mit EINEM MA-1. Vielleicht haben andere User andere oder weitergehende Erfahrungen - das wäre spannend.

Frank K.
23.03.2015, 09:16
Ich beziehe mich auf die Funktion "Mitarbeiter 1" in den Räten der Kreise (es gab auch solche in Großbetrieben)

Im Dokument steht im Kapitel 'Quellengrundlage und kartographische Darstellung' ab Seite 16 daß im Wesentlichen für die Listen Material der HA I, II & VIII des MfS verwendet wurde. Für das MfS selbst die Datenbank von VRD MfS. Zusätzlich ein Atlaswerk der Wehrbezirkskommandos.

Bei MdI steht daß die Listen unvollständig sind. Gründe sind erläutert. Die Liste der 'inoffiziellen' Liegenschaften der GSSD ist durch Begehung (als Kontrolle auf Einhaltung der Sperrgebiete) entstanden und hatte mehr informellen Charakter.

Es ist erläutert daß in allen Listen nicht mehr verifizierbare Fehler enthalten sind.

Grüße Frank

Büttner
25.03.2015, 16:29
Es ist erläutert daß in allen Listen nicht mehr verifizierbare Fehler enthalten sind.Und einige der in den letzten gut 20 Jahren gemachten diversen publizistischen Angaben lasse sich mit dem Werk nun hinsichtlich der Quelle nachvollziehen und bewerten.

Mir ist die unterschiedliche Verfahrensweise nicht klar. Einerseits besteht die Kaufmöglichkeit für Zehn Euro, andererseits kostenloser Download? Das erhaltene Ergebniss ist das gleiche Produkt.

Maus
25.03.2015, 17:29
Mir ist die unterschiedliche Verfahrensweise nicht klar. Einerseits besteht die Kaufmöglichkeit für Zehn Euro, andererseits kostenloser Download? Das erhaltene Ergebniss ist das gleiche Produkt.

Stefan,
das Werk selber (also die Arbeit der Autoren) ist ja schon bezahlt, die sind beschäftigt bei der BSTU und eine von deren Aufgaben (neben der Bearbeitung von Anträgen) ist per Gesetz die Veröffentlichung von Dingen, die sie in den übernommenen Unterlagen so finden.
Wenn sie nun aber einen Verlag beauftragen, einen ihrer Ergüsse in Buchform zu drucken, kann man von dem schlecht erwarten, daß er die Bücher ebenfalls kostenfrei der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.
Und als Verbraucher/Nutzer hast Du so die Wahl, entweder stellst Dir das Buch für einen Zehner ins Regal, oder wenn Dir der Inhalt / die Daten als solches ausreicht, nimmst Du halt einfach das pdf.

Gruß M.

Frank K.
25.03.2015, 18:06
Und es kommt noch dazu » der verstorbene Nutzer @Waldwichtel hatte bis zum Schluß eine Festnetz-Internet-Verbindung mit ~300 kByte pro Sekunde - er lebte in einem Versorgungsloch. Da Verbot sich nahezu jeglicher Download(-Versuch). Etliche Nutzer hier benutzen nur noch I-Net via Smartphone. Da ist natürlich Kauf vernünftiger.

Das Verfahren wird so (offenbar) generell seitens BStU angeboten. ZB ist das Dokument zur HA III sowohl kostenneutral online als auch als Broschüre für 5€ erhältlich.

Grüße Frank

Büttner
25.03.2015, 18:15
Die 10 Euro dürften damit dem Gegenwert des bedruckten und gebundenen Papiers entsprechen. Und natürlich den CD-Beileger. Interessant ist das bei anderen BStU-Publikationen in der Online-Version die Illustrationen der Druckversion nicht enthalten sind.

Mandra
26.03.2015, 03:33
@Büttner: Das wird vermutlich daran liegen, dass schlicht und ergreifend die entsprechenden Bildrechte für eine digitale Publikation nicht vorliegen.
Ich kann dir zwar leider ad hoc nicht den konkreten Paragrafen nennen, allerdings ist eine entsprechende Veröffentlichung nicht ganz trivial. Wir hatten hier selbst bei einigen Publikationen das Problem, dass Genehmigungen nicht explizit auf Onlinepublikationen ausgelegt waren und die Rechtsabteilung zur Vorsicht gemahnt hat.

Frank K.
29.03.2015, 11:34
Mein Printexemplar ist seit gestern da.

Das Online Dokument ist in einem Teil, die CD-ROM hat zwei Dateien: Der Kartenteil + Speergebiete + Standorte 1134 Seiten und die Listenteile der Standorte 974 Seiten als getrennte Datei. Das kann für PC mit schwächerer Ausstattung positiv sein. Die Druckqualität ist hoch, Format A4, 160 Seiten. Inhalt der Kartenteil mit Erläuterungen und Einleitung.

Die Dateilängen Online und Hauptdokument unterscheiden sich. Ob es einen Unterschied des Standortteils der CD gegenüber dem Online Dokument gibt ist mir bisher unklar.

Preis Netto 10€, Preis online Bestellung mir nicht bekannt, Preis offline Bestellung + Marge für Händler 20€. Ist so mE ok.

Zusatzbonus » man erhält so noch quasi nebenbei die DDR in handlichem Format -gegenüber einem TK Stapel- abgedruckt.

Grüße Frank

Büttner
29.03.2015, 11:40
Bei Direktabholung bleibt es bei 10 Euro.

Frank K.
29.03.2015, 12:27
Ergänzung zum Link in #1 » man hat mittlerweile die Dateigröße des Online Dokumentes auf 42 MB verkleinert. Seitenanzahl immer noch 1134.


Gesamtpublikation als PDF

Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm "Sperrgebiete in der DDR" (PDF, 41MB, Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm


Grüße Frank

sq7
13.05.2015, 07:06
Frage an Frank Tauchen die Geheimen Objekte aus der PDF auch hier auf oder Fehlen diese?

http://www.stasi-unterlagen.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/Stasi-Unterlagen/Sach_zip/sachbt16.zip

Frank K.
14.05.2015, 10:36
Ich nehme an du beziehst dich auf die Objekte in den Skizzen auf Seite 12 des Dokumentes. Die erste Skizze wurde vor etlichen Jahren auch hier im Forum thematisiert. WIMRE u.a. zusammen mit @Soloklampfer.

Habe es stichpunktartig überprüft. Die Objekte stehen, wenn überhaupt, nur unspezifiziert in SG. Dort im Rahmen von Übungsplätzen o.ä., dies für NVA und MfS. NVA wundert mich nicht, es gab da keine Geheimnisse - nur funktionell unbenannte Objekte. Für das Objekt AFÜSt BVMfS Werdherthau steht in SG die Erwähnung


MfS-K-Raum Fasan, 4101 Ostrau, Schortewitz, Werderthau, Kösseln, Kütten, Mösthinsdorf

Die MfS-Objekte sind aber mehrheitlich in der 'RUPIC'-Liste benannt, etliche auch in der VRD-Liste des MfS, einer der Quellen für SG.

Grüße Frank

sq7
15.05.2015, 02:25
Objekte stehen auf den Seiten 11;12;14;47 und 48, einige MfS andere NVA ist etwas gemischt.


NVA wundert mich nicht, es gab da keine Geheimnisse - nur funktionell unbenannte Objekte.

Einen der Gründe kenne ich,Geheimnisse gab es da schon nur waren die nicht erkennbar.

Frank K.
15.05.2015, 09:16
S.47 ?! Auf Seite 11 sind die Objekte benannt welche in den Skizzen aufgeführt sind. Wettin steht drin, Werderthau wie zuvor zitiert. Die anderen nicht.

Worauf möchtest du hinaus, denn Prüfen könntest du es ja selbst.

Grüße Frank

sq7
15.05.2015, 10:16
47 ist Seite 25 der Pdf.


Worauf möchtest du hinaus, denn Prüfen könntest du es ja selbst.

Die Frage lässt sich leider nicht einfach Erklären da ich bisher nicht viel Finden konnte zu den RdB´s und RdK´s.

Frank K.
15.05.2015, 12:00
Naja, da erwartest du auch zuviel von der Publikation SG. Nehmen wir nur den Fall Merbitz - oberirdisch in den Räumen des Institutes für Geflügelwirtschaft. Und nur im Spannungsfall und für die ersten Stunden. Das findet man da nicht. Auch ist es nicht MdI (NVA & MfS) - laut BStU ist die Liste unvollständig. Das war nicht einmal dem MfS eine KW oä wert.

Ich denke schon dich zu verstehen. ME gibt es dazu auch keine Gesamtlisten.

Grüße Frank

PS: Merbitz war ua das Objekt was @SK damals suchte

sq7
15.05.2015, 12:59
Ich bin eine Ebene Tiefer gegangen Frank, die ZV war ab 78/79 ja nicht mehr MdI sondern ein Teil des MfNV mit der Hauptverwaltung Zivilverteidigung. War ab dann auch die NVA der Rechtsträger der Standorte so wie vorher bei BEL und KEL?
Wenn Ja hatten die Standorte dann auch die 5 stellige Standortnummer.
Der Vorsitzende des Rates des Bezirkes (RdB) war in der Regel der Leiter der ZV im Bezirk. Wurden Bezirk und ZV vom selben Standort geführt?

Frank K.
15.05.2015, 16:27
Wenn Ja hatten die Standorte dann auch die 5 stellige Standortnummer.

Mir nicht bekannt, auch noch nie etwas davon gehört oder irgendwo gesehen.


Der Vorsitzende des Rates des Bezirkes (RdB) war in der Regel der Leiter der ZV im Bezirk. Wurden Bezirk und ZV vom selben Standort geführt?

Stimmt so und wäre auch dezentral von den Städten der B/K geführt worden. AFÜSt nur im Extremfall von vorher definierten ZV-Ausbildungseinrichtungen aus - habe ich einmal in einer Diskussion gehört.

Anmerkung zur NVA-Liste: Das PF & Objektnummernsystem ergab sich ua aus der Haager Konvention. Das war dies was bei Anfragen (zb Gefangenschaft) mitzuteilen war + der persönliche DGrd. Die einfache Liste (1990 ~1500 Einträge & ohne taktische Bezeichnungen) war so übergeben.

Anmerkung zur MfS VRD-Liste: Das ist halt Pech für das MfS (und eine gewisse Freude für uns heute), ging sicher auch nicht anders den Überblick zu behalten. Sie lag als Digitalprojekt gerade so abgeschlossen Ende der 80er vor. Die DDR hat nach der Auflösung des MfS 1990 noch selbst erste Ausdrücke davon gestreut.

Grüße Frank

Klondike
15.10.2015, 08:47
habe mich mal auf den Weg gemacht und bei 1-2 Objekten der o.g. Liste im Berliner Umland auf Spurensuche begeben...

Im süd östlichen Bereich (Berlin) gabs ne genaue Adresse, dort steht ein Bungalow auf einem Grundstück der so aussieht als wenn hinter den runtergelassenen Rollläden noch gearbeitet wird.. deswegen gibt's auch keine Adresse oder Bilder...traumhaftes Grundstück, mit Bootsanleger, also wirklich fantastisch, Gehwegplatten und Randsteine wurden bereits sozialistisch umgelagert...Rasen braucht etwas Pflege und die Hecke wuchert dschungelmäßig...
Beim 2ten Objekt ist ein Forstmoschendrähtzauuun ums Areal gestellt worden, auf dem Areal war allerdings nix vernünftiges zu entdecken. Blitzableiter, ne olle Leiter, ob die dort egtl hingehört ist unklar, Reste der Fahrbahn und der ehemalige Wasser oder Heizungsanschluss für die verschwundenen Gebäude...

wollte ich mal kurz mitteilen...

beste Grüße

B.Man
02.05.2017, 22:39
Moin

Ich war jetzt in der Ecke unterwegs die mit als Grund für diese Aufstellung der inoffiziell genutzten Objekte der GSSD Standorte geführt hat.

Da wird in der nüchternen Behördensprache von Stellungen und KFZ Deckungen geschrieben. Die Ortsangaben sind oft sehr unpräzise.
Nach 30 Jahren findet man auch manche Sachen einfach nicht mehr die bei der Aufstellung schon nicht mehr genutzt wurden.

Was man dann noch in den Wäldern findet um den heutigen eh schon Riesigen Übungsplatz Altmark ist wirklich heftig.
Da gibt es wirklich kaum etwas wo man keine Spuren findet.
Wohl gemerkt alles weit ausserhalb von dem damaligen Übungsplatz.

Da ist vom kleinen Schützenloch bis zu grossen Fahrzeugdeckungen in grosser Anzahl alles zu finden.